Fakten:
New Jack City
USA, 1991. Regie: Mario Van Peebles. Buch: Thomas Lee Wright, Barry Michael Cooper. Mit: Wesley Snipes, Ice-T, Allen Payne, Chris Rock, Judd Nelson, Mario Van Peebles, Michael Michele, Bill Nunn, Russel Wong, Bill Cobbs, Christopher Williams, Vanessa Williams, Tracy Camilla Johns, Anthony DeSando u.a. Länge: 96 Minuten. FSK: ab 16 Jahren freigegeben. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.
Story:
Ende der 80er steigt Nino Brown innerhalb weniger Jahre zum Crack-König von New York auf. Er und seine Gang, die Cash Money Brothers, überschwemmen die Straßen mit der Teufelsdroge, scheffeln Geld ohne Ende, haben sich eine Festung erbaut, die scheinbar niemand stürmen kann. Detective Stone setzt die ungleichen Cops Scotty Appleton und Nick Peretti auf die Zerschlagung von Ninos Königreich an. Ein schwerer Kampf. Es gelingt ihnen, den Junkie Pookie von der Straße zu holen, ihn vom Stoff runter zu bringen und bei Nino einzuschleusen. Das geht gehörig schief, deshalb geht Appleton nun selbst undercover.
New Jack City
USA, 1991. Regie: Mario Van Peebles. Buch: Thomas Lee Wright, Barry Michael Cooper. Mit: Wesley Snipes, Ice-T, Allen Payne, Chris Rock, Judd Nelson, Mario Van Peebles, Michael Michele, Bill Nunn, Russel Wong, Bill Cobbs, Christopher Williams, Vanessa Williams, Tracy Camilla Johns, Anthony DeSando u.a. Länge: 96 Minuten. FSK: ab 16 Jahren freigegeben. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.
Story:
Ende der 80er steigt Nino Brown innerhalb weniger Jahre zum Crack-König von New York auf. Er und seine Gang, die Cash Money Brothers, überschwemmen die Straßen mit der Teufelsdroge, scheffeln Geld ohne Ende, haben sich eine Festung erbaut, die scheinbar niemand stürmen kann. Detective Stone setzt die ungleichen Cops Scotty Appleton und Nick Peretti auf die Zerschlagung von Ninos Königreich an. Ein schwerer Kampf. Es gelingt ihnen, den Junkie Pookie von der Straße zu holen, ihn vom Stoff runter zu bringen und bei Nino einzuschleusen. Das geht gehörig schief, deshalb geht Appleton nun selbst undercover.
Meinung:
"New
Jack City" war seinerzeit ein kleiner Aufreger, griff er doch ein
brandaktuelles Thema auf, dem sich beispielsweise auch Dennis Hopper mit
"Colors - Farben der Gewalt" drei Jahre zuvor widmete, wobei schon
diverse Differenzen zwischen den beiden Filmen bestehen, aber ähnlich
viele Schnittpunkte. In "Colors" ging es um die Gangproblematik in Los
Angeles Ende der 80er, den verzweifelten, hilflosen Kampf der Cops gegen
die wütende Energie der Straße, die Selbstzerfleischung der schwarzen
Perspektivlos-Gesellschaft, ausgetragen auf einem blutigen Schlachtfeld.
"New Jack City" zeigt nicht verstreute Ghetto-Kids beim Abknallen um
Brotkrumen und ist nicht so konsequent aus der Sicht der Gesetzeshüter
inszeniert. Dennoch atmet "New Jack City" die gleiche Brisanz und dessen
Zeitgeist, erzählt von dem gleichen Problem.
Nino steht selbst über dem Gesetz |
Diesmal
gibt es nur das Gesicht des Bösen, Wesley Snipes als Crack-Guru Nino
Brown, der es vom Kleinganoven an die Spitze eines Elend-Imperiums
schafft, der seine Brüder und Schwestern mit der Mode- und Todesdroge
dieser Zeit versorgt. Mario Van Peebles gelingt es zum Teil durchaus, in
einem seiner wohl besten Filme als Regisseur, das Thema an den Eiern zu packen
und unverblümt-schonungslos aufzuzeigen, was sich in den weniger
schicken Straßen der USA damals abgespielt hat. Sprengstoff hat "New Jack
City" durchaus, verschönt nichts und will aufrütteln. Schwarzes Kino mit
Stallgeruch, Blaxploitation-Kino zumindest im Ansatz, auf einen neuen
"Shaft" darf aber nicht gehofft werden. Van Peebles zeigt einiges,
inszeniert es ganz ansprechend, kratzt aber letztendlich nur an der
Oberfläche, schafft keine Tiefe, erzählt eine simpele Story und ist
manchmal so prollig wie seine Figuren. Die Darsteller sind bis auf einen
präsenten Snipes durchschnittlich, wenn auch halbwegs namenhaft, was
nicht unbedingt für ihre Qualität spricht. Oder wer ist schon heiß auf
einen Streifen mit Ice-T in der Hauptrolle? Immerhin, er ist ganz in
Ordnung, was hat der später nicht für Gurken gedreht, da ist man hier
fast zufrieden. Überraschung aus heutiger Sicht: Der junge Chris Rock
überzeugt als crack-süchtiger Spargeltarzan, bringt seine
abgejunkt-verzweifelte Figur glaubhaft rüber, während er heute als
lustig-quaselnder Afro-Ami in "bester " Eddie Murphy Tradition nur noch
nervt.
Hätte "New Jack City" ein besseres, einfallsreicheres Script, mehr Tiefgang und weniger austauschbare Szenen, er wäre wohl ziemlich gut. Denn er hat die Ansätze, eine ordentliche Regiearbeit und will was bewegen. So bleibt es ein einigermassen vernünftiges B-Movie mit zeitlich-szenischem Einschlag und einem passenden Soundtrack versehen.
6 von 10 Crack-Pfeifen
Hätte "New Jack City" ein besseres, einfallsreicheres Script, mehr Tiefgang und weniger austauschbare Szenen, er wäre wohl ziemlich gut. Denn er hat die Ansätze, eine ordentliche Regiearbeit und will was bewegen. So bleibt es ein einigermassen vernünftiges B-Movie mit zeitlich-szenischem Einschlag und einem passenden Soundtrack versehen.
6 von 10 Crack-Pfeifen
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