Review: RASPUTIN - DER WAHNSINNIGE MÖNCH - Magische Hände und böse Augen

                                                                           

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Fakten:
Rasputin - Der wahnsinnige Mönch (Rasputin: The Mad Monk)
GB, 1966. Regie: Don Sharp. Buch: Anthony Hinds. Mit: Christopher Lee, Barbara Shelley, Richard Pasco, Francis Matthews, Suzan Farmer, Dinsdale Landen, Renée Asherson, Derek Francis, Joss Ackland u.a. Länge: 88 Minuten. FSK: nicht geprüft. Auf DVD und Blu-ray (UK Import) erhältlich.


Story:

Das russische Reich, Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts (nicht genau benannt): Rasputin ist zwar ein Mönch, will Gott aber die Chance geben, Sünden zu vergeben. Dem Alkohol und der Fleischeslust ist er kaum abgeneigt und wird nach einem Vorfall in einer Taverne, bei der ein Nebenbuhler um das Weibchen seiner Wahl eine Hand verliert, aus seinem Orden verbannt. Er begibt sich nach St. Petersburg und lernt dort Sonia kennen. Sie ist das Kindermädchen des jungen, künftigen Zaren. Sie verfällt Rasputin und er nutzt seine Fähigkeiten der Hypnose: Sonia soll für einen "Unfall" des Knabens sorgen und anschließend ihn als einzige Rettung anpreisen. Denn Rasputin verfügt über die Gabe, durch Handauflegen dem Tode geweihte Menschen zu heilen. Sein Plan geht auf und er wird zu einem der mächtigsten Männer des Landes. Einige erkennen die Gefahr, die von dem wahnsinnigen Wunderheiler ausgeht, und wollen ihn stoppen.

                                                               


Meinung: 
Vage auf der realen Figur des Rasputin beruhend, drehte Hammer 1966 diesen stellenweise ziemlich schrägen Film um einen durchgeknallten Ordensbruder, der sich mal so gar nicht christlich verhält und darüberhinaus auch noch über heilerische Fähigkeiten verfügt. Und alles hypnotisiert, was nicht bei drei auf dem Baum ist.

Schau mir in die Augen, Genosse.
Klingt leicht schräg, ist es auch. Speziell zu Beginn erscheint es fast wie eine Komödie, was allerdings auch so beabsichtigt ist. Da sorgt der verrückte Mönch für heftiges Schmunzeln, erst später stellt sich die gewohnte Stimmung der Hammer-Werke ein. Wobei, aus diesem Kontext bezieht er nicht seine wahre Stärke. Die Geschicht ist ganz nett und für Hammer-Verhältnisse eine gelungene Abwechslung, aber kein Highlight. Genau das ist dafür Christopher Lee.


Der Kerl legt eine Spielfreude an den Tag, herrlich. Der böse Zottel-Mönch mit den magischen Händen und Augen scheint ihm richtig ans Herz gewachsen zu sein, ohne ihn wäre der Film kaum der Rede wert. Seine Performance ist grandios, ironisch, bissig, es macht einfach einen Heidenspaß, sich das anzuschauen. Ohne diesen bewussten Humor wäre das ein Beitrag unter ferner liefen, so ziemlich unterhaltsam.


"Rasputin" ist sicherlich kein Knaller, aber allein wegen Lee darf der sich gerne angesehen werden. Offensichtliche Schwächen sind nicht zu verleugnen, aber wenn ein Mann mal einen Film im Alleingang getragen hat, dann hier.

6 von 10 trinkfesten Wunderheilern

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