Review: SHE - HERRSCHERIN DER WÜSTE - Heiße Frau und heißer Wüstensand.

                                                                
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Fakten:
She - Herrscherin der Wüste (She)
GB, USA, 1965. Regie: Robert Day. Buch: David T. Chantler. Mit: Ursula Andress, Peter Cushing, John Richardson, Bernard Cribbins, Rosenda Monteros, Christopher Lee, André Morell, u.a. Länge: 102 Minuten. FSK: ab 12 Jahren freigegeben. Auf DVD (UK Import) erhältlich (in Deutschland nur als von Warner auf Bestellung gebrannte DVD-R).


Story:
Der britische Abenteurer Leo Vincey trifft 1918 in Palästina auf eine mysteriöse Schönheit, der er augenblicklich verfällt. Sie gibt ihm einen kostbaren Ring und eine Karte, die den Weg zu einer verschollenen Stadt voller Schätze weisen soll. Zusammen mit seinen Freunden Holly und Job bricht Leo auf, stets begleitet von Visionen seiner Angebeteten. Der Weg scheint ihm merkwürdig bekannt vorzukommen. Tatsächlich finden sie das verborgene Reich, in dem Ayesha, so der Name der Fremden, seit über 2000 Jahren herrscht. Seit dem warten sie auf die Reinkarnation ihres Geliebten Killikrates. Leo sieht dem zum Verwechseln ähnlich.

 

Meinung:
Die Hammer-Studios verfilmten 1965 die 1887 von H. Rider Haggard veröffentlichte, gleichnamige Erzählung. Bis heute ist es der aufwendigste und teuerste Film, den das Studio jemals produzierte. Das ist jederzeit zu sehen, Kulissen und Ausstattung sind für Hammer-Verhältnisse recht spektakulär. Die Mischung dieser sieht etwas kurios aus, als wäre das Völkerkundemuseum wild geplündert worden. Einmal quer durch Afrika, das alte Rom und etwas Ägypten, passt schon.

Die Ursel und ihr Märchenprinz
Bond-Girl und 60er Sexbombe Ursula Andress spielt die Titelrolle der unsterblichen Herrscherin mit dem, was ihr zur Verfügung steht: Ihrem Aussehen. Darstellerisch ist das sonst eher bescheiden, aber die Rolle verlangt ja auch kaum mehr. Der Abenteuer/Fantasy/Lovestory Clash ist nicht unbedingt mörderspannend und nicht frei von Längen, sieht dafür gut aus und hat schon Flair. Die Hammer-Größen Peter Cushing und Christopher Lee sorgen in Nebenrollen für die mimischen Lichtblick, Bernard Cribbins gibt den humorvollen Sidekick, nur Hauptdarsteller John Richardson nervt etwas mit seinem schmachtenden Weichspülerblick. Der knutscht mal die Andress, dann wieder das unterwürfige Hascherl, das ihm treu-doof dauernd hinterherläuft, in den 60ern war Emanzipation im Film eher nicht so wichtig. Zumindest Andress verkörpert ja eine starke Frauenfigur, das muss reichen.


Einer der erfolgreichsten, aber klar nicht besten Filme der Hammer-Studios, der manchmal etwas ulkig wirkt, aber charmant und insgesamt ganz gut gemacht ist.

6 von 10 afrikanischen Faschingspartys

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