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Review: UP IN THE AIR - Der Ballast der Zwischenmenschlichkeit

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Fakten:
Up in the Air
USA. 2009. Regie: Jason Reitman. Buch: Jason Reitman, Sheldon Turner, Walter Kirn (Vorlage). Mit: George Clooney, Vera Farmiga, Anna Kendrick, Jason Bateman, J.K. Simmons, Sam Elliott, Steve Eastin, Melanie Lynskey, Zach Galifinakis, Tamala Jones, Danny McBride, Chris Lowell, Adam Rose u.a. Länge: 110 Minuten. FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Ryan ist 322 Tage im Jahr unterwegs. Sein Job besteht darin Leute zu feuern, wenn ihre Chefs zu feige dafür sind und er ist gut darin. Als Ryans Boss will, anspornt wegen der Empfehlung einer jungen Angestellten, den Außendienst via Webcam abhandeln lassen. Ryan sieht sein Leben in Gefahr. Er überredet seinen Boss, dass er mit seiner neuen Kollegin noch eine Tour durch die USA macht, um ihr zu zeigen, dass man Leute nicht einfach via Webcam feuern kann.





Meinung:
Wenn ein karrierefixierter Vielflieger (George Clooney als Ryan Bingham in seiner besten Rollen) allmählich realisiert, dass sein Leben nicht aus der angestrebten Souveränität in alle Bereichen besteht, dass die innerseelische Erfüllung nicht in Form des Frequent Flyer-Status kommt, sondern er in Wahrheit ein tristes, unausgeglichenes Dasein als gutbetuchter Heimatloser ohne jeden zwischenmenschlichen Kontakt führt, dann folgt die sukzessive Trennung von alten Idealen und die verspätete Akzeptanz von wirklich elementaren Dingen. „Up in the Air“ versinnbildlicht das Leben als eine Art Rucksack, der von Menschen mit belanglosen und existenziellen Utensilien wie Personen bestückt wird und im ersten Moment noch als Ballast abgestempelt werden muss, durch den sich die Riemen langsam in die Schultern schneiden. Wenn der Mensch sein Reiseziel aber erreichen möchte, wird er feststellen, dass er es ohne diesen Rucksack nicht schaffen wird, genauso wie er es nicht schaffen wird, vollkommen auf sich gestellt diesen Weg zu meistern.


Ryan hat diesmal sogar seine Familie mit dabei
Dabei glänzt „Up in the Air“ vor allem durch eine Sache: Ehrlichkeit. Wie leicht hätte sich das Drehbuch von Jason Reitman und Sheldon Turner in Trivialitäten verlaufen können und auf eine stupide RomCom-Allegorie abzielen, nur um die Frauenwelt letztlich mit George Cloones charmantem Lächeln zu beglücken. Doch hier geht es um so viel mehr. Während Ryan nicht nur sein Leben überdenken muss und sich einige Träume langsam in Luft auflösen, muss er auch feststellen, dass, wenn sich gewisse Wünsche tatsächlich erfüllen, diese auch keinen Triumph gewährleisten. Und da zeigt sich auch wieder einmal die Klasse von Jason Reitman, der, wenn alle Zahnrädchen ineinandergreifen, unfassbar menschliches Kino inszenieren und schreiben kann, ohne sich in markanten Stilelementen zu verlaufen und so einer losen Kategorisierung zum Opfer zu fallen. Während die Schale von „Up in the Air“ massenkompatibles Unterhaltungskino ohne Mehrwert oder Denkanstöße verheißen mag, erzählt der Film dem Zuschauer doch tatsächlich nur das, was ihn auch dazu verleitet, selbst auf eine Reise zu gehen.


Es sind diese Momente, in denen die Stille Überhand gewinnt, in der alle Charaktere zu verstehen glauben, wie ihr Leben zu laufen hat und wie sie ihre Pläne in die Tat umsetzen können, nur um wenige Augenblicke später bereits vom Gegenteil überzeugt zu werden. Symptomatisch ist da Szene, in der Ryan aus seinem konventionellen Käfig ausbrechen möchte, alles über den Haufen wirft, dadurch den schmerzhaftesten Stich in sein Herz zu spüren bekommt und lernt, dass er funktionelle Leitlinie verinnerlichen und in seinem Beruf der beste Mann seines Faches darstellen kann, doch Gefühlen nie mit einer systematischen Übersicht begegnen wird, sondern ihr immer unterliegen muss: Intendierte Rationalität unterliegt der spontan-euphorischen Affektivität. „Up in the Air“ will sich aber nie als bierernstes Charakter-Drama verkaufen, sondern weist in seiner Narration den charakteristischen Reitman-Humor auf, ohne sich in Plattitüden zu verlieren oder den eigentlichen Ernst der Lage verheimlichen/abmildern zu wollen. Nein, „Up in the Air“ ist großes, ganz großes Kino.


8 von 10 Pappaufstellern zur Hochzeit


von souli


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Review: IT'S A KIND OF FUNNY STORY - Zu einfach, aber so schön

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Fakten:
It’s a Kind of Funny Story
USA. 2010. Regie: Anna Boden, Ryan Fleck. Buch: Anna Boden, Ryan Fleck, Ned Vizzini (Vorlage). Mit: Keir Gilchrist, Emma Roberts, Zach Galifinakis, Viola Davis, Thomas Mann, Zoe Kravitz, Aasif Manvi, Lauren Graham, Jim Gaffigan, Bernard White, Matthew Maher, Jeremy Davies, William Silvan, Novella Nelson, Morgan Murphy, Mary Birdsong, Dana DeVestern, Adrian Martinez u.a. Länge: 101 Minute. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Eigentlich wollte Craig ja springen und seinem Leben ein Ende bereiten, doch dann entscheidet sich der gestresste Teenager lieber dafür sich selbst in eine psychiatrische Klinik einzuweisen, um dort einige Tage in Ruhe nachzudenken. Doch an Ruhe ist dort nicht zu denken, denn Craig muss sich mit seinen Problemen auseinandersetzen. Zum Glück findet er in einem seiner „Kollegen“ einen Mentor und sogar eine Romanze, mit einem gleichaltrigen Mädchen bahnt sich an.




Meinung:
In den letzten Jahren ging ein Ruck durch die Welt – übertrieben ausgedrückt. War es früher noch mehr ein Thema, welches die Betroffenen für sich behielten, so ist der Gang zum Therapeuten, Psychoanalyse oder Psychiatrie heute nichts mehr wofür sich jemand schämen muss. Zu recht. Auch im Kino haben Kliniken und Anstalten, in denen die Seele eines Menschen kuriert werden soll eine Wandlung durchgemacht. War es früher noch Woody Allen, der offen in seine Werken über Neurosen und Therapien sprach, wenn auch in einem humoristischen Kontext, so gehört der Gang zum Psychiater mittlerweile fast schon zum guten Ton. Kein Wunder, selbst die Boulevard-Magazine haben die Zugkraft psychischer Probleme und Erkrankungen wie Depression (sozusagen die bipolare Muse des Lars von Trier) oder Burnout erkannt. Dadurch wird die Thematik allerdings nicht nur ins Zentrum einer breiten Öffentlichkeit gerückt, sondern auch oftmals verwässert dargestellt und behandelt. Der Ausdruck „Trenderkrankung“ macht da gerne mal die Runde. In der tragischen Komödie (besser: amüsantes Drama) „It’s a Kind of Funny Story“, die zum Großteil in einer psychiatrischen Klinik spielt, wird ebenfalls vieles einfacher gemacht als es ist. Doch ist das wirklich so schlimm?


Das Shirt lügt. Noelle mag Jungs, zumindest Craig.
Nein. Ist es nicht. „It’s a Kind of Funny Story“ ist kein Film, der eine realistische Darstellung seiner Thematik für sich beansprucht. Die Probleme von Hauptfigur Craig, übrigens gespielt vom Briten Keir Gilchrist, der hier ähnlich brillant überzeugen kann wie in der grandiosen US-Serie „United States of Tara“, werden inhaltlich zwar eher mit Samthandschuhen angefasst, wirken aber dennoch arg überspitzt. Seine Angewohnheit bei besonderen Situationen, bzw. Druck sich zu übergeben, liegt ganz klar ein erzählerischer Mechanismus zu Grunde, der nicht dazu da ist, seinen Charakter zu verfestigen, sondern lediglich dafür gut ist Lacher und Schmunzler zu erzeugen. Billige Masche? Mitnichten. Zum einen funktioniert es, lockert den Film auf, ohne dessen legere Ernsthaftigkeit zu zerbrechen, zum anderen fügt es sich perfekt in die Figurenzeichnung ein. Ja, wirklich wahrhaftig ist das nicht, aber es erzeugt Empathie wie Sympathie. Craig ist aber nicht nur durch seinen Hang, sein Essen oral zu verteilen, ein emotional einnehmendes Kerlchen, sondern bietet noch andere positive Faktoren. Einer der größten liegt darin, dass er immer etwas verloren wirkt. Zu Beginn des Films, wenn er kurz davor ist in den Abgrund zu springen, braucht es eigentlich nur ein Blick auf seine Haltung und sein Gesicht um zu spüren, dass er sich wie ein Fremdkörper fühlt. Keir Gilchrist braucht keine großen Gesten um die Verlorenheit seiner Figur widerzuspiegeln. Eine große Leistung, die eigentlich nur noch durch die Romanze innerhalb der Klinik verstärkt wird.


Ja, es gibt eine Romanze. Das ist erst mal ein berechtigter Grund zu Abschreckung, aber das Regie-Duo Anna Boden und Ryan Fleck, die mit dem Drama „Half Nelson“ Ryan Gosling 2007 zu einer Oscar-Nominierung verhalfen, inszenieren die junge, aufkeimende Liebe behutsam, wärmend und zartbitter, so wie jede erste große Verliebtheit sein sollte, außer vielleicht die Tatsache, dass sich alles in einer Psychiatrie abspielt. Craigs Liebe heißt Noelle, wird gespielt von Emma Roberts („Scream 4“) und ist eine Art Gegenpol. Beide scheinen einen Sinn zu suchen, doch während Craig einfach zu motivieren ist diese Suche wieder aufzunehmen, bzw. fortzuführen, stagniert Noelle in der ihrer Rolle als Rebellin. Gegensätze ziehen sich eben an. Wenn sie sich nur immer so wundervoll anziehen würden wie Craig und Noelle. Hach ja, das wäre schön.


Psychiatrie ist toll. Warum? Na, es gibt Eiscreme.
Dass „It’s a Kind of Funny Story“ Komik und Romanze in dieses Setting packt ist heutzutage wahrlich keine kreative oder innovative Offenbarung. Die größte Überraschung des Films besteht aber eh darin, dass hier Zach Galifinakis („Hangover“, „Die Qual der Wahl“) eine wichtige Nebenrolle inne hat und dass er darüber hinaus weit abseits seiner sonstigen charakterlichen Funktion agiert. Hier ist er nicht der Vollchaot, der tumbe Tunichtgut der erst dann rafft dass das Haus abgebrannt ist, wenn die Feuerwehr wieder abzieht, sondern ein wirklich greifbarer Charakter, der für Craig zu einem fast schon väterlichen Mentor wird, der ihn in die eigene, kleine Welt der psychiatrischen Klinik einführt. Dabei wird auch schnell klar, dass „It’s a Kind of Funny Story“ alles ziemlich romantisiert. Die Zeiten von Elektroschocks und Insassen-Aufständen a la „Einer flog über das Kuckucksnest“ sind dabei zwar vorbei, aber wenn Craig mentorisch durch die Gänge der Anstalt geleitet wird, wird rasch klar, dass sich die Macher recht wonnig in den üblichen Klischees suhlen. Selbst der ewige Stumme und zur Thematik passende, katharische Momente haben den Weg in die Klinik gefunden.


Trotz dieser Vorgehensweise berührt „It’s a Kind of Funny Story“. Warum? Weil er trotz allem seine Materie und vor allem seine Figuren ernst nimmt. Niemand wird bloß gestellt. Die psychischen Erkrankungen werden nicht banalisiert, sondern oftmals sogar mit einfachen Mitteln auf den Punkt gebracht. Natürlich ist das immer noch fern von der Wahrheit, aber selbst wenn es sich hier um eine Art psychiatrisches Märchen handelt, so besitzt dieses Märchen doch Witz, Charme, Dramatik und ist obendrein noch äußerst mitreißend. Ohne Wenn und Aber, der Film macht es sich oft zu einfach und überhaupt, so toll ist ein Aufenthalt in der Psychiatrie auch wieder nicht, aber Anna Boden und Ryan Fleck erzählen trotz allem eine berührende Geschichte, die mit thematischer Offenheit und einem großen Herz aufwarten kann. „It’s a Kind of Funny Story“ ist gewiss kein wirklich ehrlicher Film, aber es ist ein Film voller starker Gefühle. Eine Emulsion aus Glück und Melancholie die berührt, trotz aller Verwässerungen. Sehr sehenswert.

9 von 10

Review: DIE QUAL DER WAHL - Brachialer Kampf um Wähler und Lacher

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Fakten:
Die Qual der Wahl (The Campaign)
USA. 2012. Regie: Jay Roach. Buch: Shawn Harwell, Chris Henchy. Mit: Will Ferrell, Zach Galifinakis, Jason Sudeikis, Dylan McDermott, Kathrine LaNasa, John Lithgow, Dan Aykroyd, Brian Cox, Sarah Baker, Grant Goodman, Kya Haywood, Karen Maruyama, Taryn Terrell, Josh Lawson, Tzi Ma, Jack McBrayer, P.J. Byrne, Kate Lang Johnson, Steve Tom, Seth Morris, Nick Smith, John Goodman u.a. Länge: 85 Minuten (Kinofassung), 96 Minuten (Extended Cut, nur auf Blu-ray erhältlich). FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Kongressabgeordneter Cam Brady wurde bereits drei Mal wiedergewählt, doch kurz vor seiner vierten Wahl wird er mit einem Problem konfrontiert, denn diesmal stellt sich ein weiterer Kandidat zur Wahl auf: der eigensinnige Marty Huggins. Zwischen dem alten Hasen Brady, der gerne mal den einen oder anderen Skandal verursacht, und dem naiven wie plumpen Huggins entbrennt schnell ein äußerst aggressiver Wahlkampf, bei dem beide Parteien auf unfaire wie unorthodoxe Mittel zurückgreifen.




Meinung:
Hierzulande ist ein Wahlkampf ja eher eine biedere Angelegenheit. Da tingeln die Politiker, deren Persönlichkeit meist so interessant ist wie der Gang zum Mülleimer, durch Talkshows sowie Gemeindezentren und erhalten ihren eigentlichen Ruf meist nicht nur eigene Initiative, sondern eher indirekt durch die Satiriker unserer Nation. In den USA hingegen ist Wahlkampf ein lang andauernder Event. Wer kennt sie nicht, diese pompösen Bilder der gigantischen Wahlkampfpartys, in denen sich Schauspieler und Popstars die Klinke in die Hand geben um ihren politischen Kandidaten zu unterstützen? „Die Qual der Wahl“ nimmt diesen Zirkus jetzt aufs Korn. Jedoch nutzt die Komödie nicht den ganz großen politischen Zirkus. Sie nimmt sich lieber einem politischen Duell auf einer kommunalen Ebene an. Wobei in wie fern eine amerikanische Kongressabgeordnetenwahl kommunal ist, wage ich hier nicht zu beurteilen. Eins ist aber definitiv: das politische Duelle Cam Brady (Will Ferrell) gegen Marty Huggins (Zach Galifinakis) ist weit entfernt vom Ruhm des Weißen Hauses, was nicht bedeutet, dass „Die Qual der Wahl“ nicht versteht wie das Tamtam eines Wahlkampfes karikiert wird.


Demokrat Cam Brady weiß, wie man Wähler begeistert
Unter der Regie von Jay Roach, der einst mit den „Austin Powers“-Filmen sein Gespür für massentaugliche Anarcho-Komik bewies, duellieren sich nun Will Ferrell und Zach Galifinakis und was deren Rollen angeht, so wird hier auf Nummer sicher gegangen. Ferrell mimt den Überheblichen, während „Hangover“-Star Galifinakis den Sonderling geben darf. „Die Qual der Wahl“ vertraut auf diese beiden komödiantische Archetypen und lässt den Nebenfiguren somit fast keine Chance. Ein wahrlich sträflicher Fehler. Vor allem Dylan McDermott als knallharter Wahlkampfleiter von Marty Huggins hat ein paar durchaus ansehnliche Auftritte, die jedoch meist von der Präsenz der Hauptfiguren zunichte gemacht werden. Trotzdem kann ich „Die Qual der Wahl“ eine durchaus gutfunktionierende Antriebskraft nicht absprechen. Roach und seine Stars entfachen einen wahrlich irrwitzigen politisches Kräftemessen, dem alle Vorurteile, die wir als Zuschauer über Politik, die Kandidaten und der bösen Wirtschaft haben, ohne Abstriche bedient. Vom geheimen Trash Talk, sexuelle Eskapaden über konservative Werte- und Moralvorstellungen bis hin zum versteinerten Lächeln, wird hier in knapp 90 Minuten einfach alles aufgefahren. Der Witz kommt also aus dem Bekannten, wirklich überraschendes gibt es nicht, oder eher viel zu selten. Um dies zu kompensieren haut der Film aber dann und wann aber ordentlich auf die Pauke. Ohne auf political correctness zu achten wird hier um sich gehauen. Das Ergebnis sind wirklich amüsierende Momente, die fern jeglicher Intelligenz oder Eloquenz sind, der Politik-Posse aber wirklich gut tun und sie zumindest in Teilen für eine etwas längere Zeit in der Erinnerung des Zuschauers verfestigen.


Hinter seiner brachialen Komik verbirgt sich, man mag es kaum glauben, durchaus eine Botschaft mit einem spöttischen Kern. „Die Qual der Wahl“ zeigt nicht nur der Politik, ganz egal ob Demokrat oder Republikaner, den Stinkefinger, sondern streckt der modernen Wirtschaft auch noch mit voller Wonne den blanken Hintern zu. Das Thema Outsourcing gehört zum Themenkatalog des Films. Das wird wenig innovativ genutzt, ändert aber nichts an der klaren Aussage des Films, die durchaus antikapitalistisch ausfällt. Der große Revoluzzer ist „Die Qual der Wahl“ dabei nicht, aber wenn Wirtschaftsbosse (ulkig: Dan Aykroyd und John Lithgow) durch den Kakao gezogen und als eiskalte, raffgierige Unsympathen dargestellt werden, dann tut das der Proletarierseele einfach gut. „Die Qual der Wahl“ möchte sich als eine Art komödiantische Rache am Modern Business verstehen. Letztlich ist es aber auch nur eine von vielen Komödien, die durchaus hätte schlechter sein können, aber dennoch weit entfernt davon ist ein großer Wurf zu sein. Es ist einfach grober Klamauk mit einer leichten, satirischen Hülle. Hätte Jay Roach diese Faktoren vertauscht, vielleicht wäre ein Film entstanden, der mit richtigem Biss auf Politik und Wirtschaft losgegangen wäre. Ob dies mit Will Ferrell und Zach Galifinakis möglich gewesen wäre, steht wiederrum auf einem anderen Blatt Papier. Wobei beide durchaus schon gezeigt haben, dass sie auch abseits ihrer festgefahrenen Rollentypen funktionieren. Deswegen möchte ich hier am Schluss noch „It’s a Kind of Funny Story“ und „Alles muss raus“ erwähnen.

6 von 10

Specials: souli und stu... und ganz üble Nervensägen

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Unser ewiger Gast-Autor souli und sein willenloser Adjutant stu verraten euch heute, bei welchen Filmcharakteren sie einen nervlichen Zusammenbruch erleiden. Leider ist uns aufgefallen, dass die zwei Meckerfritzen anscheinend etwas misogyn veranlagt sind. Aber bitte glaubt uns, eigentlich mögen souli und stu das weibliche Geschlecht, dass verrät zumindest ihre Internet-Chronik. Aber keine Sorge, auch Männer bekommen ihr Fett weg und souli hat dazu noch eine ganz besondere Spitzenposition parat.



stu's Nr. 5: Reden, reden, reden, reden: Chris Tucker in RUSH HOUR  1- 3

"Wenn ihr nackig bleibt, halte ich meine Klappe. Deal?"
Der eine ist Asiate, der andere ein Afroamerikaner (oder wie auch immer der richtige politische Terminus lautet). Dieses Gespann, gespielt von Jackie Chan und Chris Tucker, haben bereits drei recht erfolgreiche Abenteuer bestanden. Während Chan den besonnen Hongkong-Cop Lee (alte Hollywood-Regel: Asiaten heißen immer Lee) spielt, darf sich Chris Tucker das Großmaul Carter versuchen. Ja, versuchen! Denn Tucker kann zwar ähnlich wie Eddie Murphy so lange reden, bis seine Zunge anfängt zu glühen, nur das ist weder witzig (gut, das ist es bei Murphy auch selten) noch besitzt es Charme. Problem: Jackie Chan hat Talent was artistische wie oft auch klamaukige Action angeht. Tucker hingegen kann nur reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden. Das nervt! „Rush Hour“ und vor allem die zwei Sequels sind allesamt weit weg davon ein guter Film zu sein, doch wenn ich bedenke, wie oft Chris Tucker mir den Unterhaltungswert zerplappert hat und mich in eine „Wann hält der Kerl endlich seine Klappe“-Phase geschickt hat, frage ich mich doch, wie die Filme wären, wenn man auf die Nervensäge Tucker verzichtet hätte.


souli's Nr. 5: Tough Girl: Mila Kunis in FREUNDE MIT GEWISSEN VORZÜGEN
"Was, souli mag meine Rolle nicht?" So isses Mila.
Mit „Freunden mit gewissen Vorzügen“ bekommen wir eine ganz besondere Geschichte, die sich um zwei junge und gutaussehende Menschen dreht, die gerade ihre Beziehungen den Bach runtergehen lassen haben und nun auf verbindungslosen Sex aus sind. Na, wem es Spaß macht, mir ist das ja Recht. Das Problem an der Sache: Es gibt immer eine Person, die sich bei einer solchen „Fick-Beziehung“ verliebt. Richtig dumm wird es, wenn sich beide ineinander verlieben, wobei das im Endeffekt wieder positiv ist. Aber darum geht es hier gar nicht. Es geht um Mila Kunis‘ Charakter Jamie, die eine dieser emanzipierten und toughen Frauen ist, die sich nichts sagen lassen und immer lockere Sprüche auf den Lippen haben, in Wahrheit und tief in ihrem Herzilein wollen sie jedoch nur einen echten Traumprinzen, der sie über die Türschwelle trägt und jeden Wunsch von den Augen abliefert. Vollkommen unglaubwürdiges Geschwätz trifft auf die durchgehend nervige Ausstrahlung. Sicher sieht die Frau bombig aus, aber wenn nur Müll dabei rauskommt, wenn sie ihren Mund öffnet, dann wird die Schönheit doch schnell verdeckt.


stu's Nr. 4: Raus Bessons Knatterkiste: Natalya Rudakova in TRANSPORTER 3
Der Mund ist nur auf, um ein Vakuum zu verhindern
Okay, „Transporter“ und die Sequels sind keine große Kunst und wurden von Teil zu Teil immer schlechter (über die Serie schweige ich lieber mal), aber selbst der äußerst dürftige dritte Teil der Reihe hat DAS nicht verdient. Mit das meine ich  Natalya Rudakova, die in „Transporter 3“ nicht nur Jason Statham als Fahrer Frank das Leben schwer macht, sondern auch meine Nerven malträtiert. Rudakova spielt Valentina, die von Statham beschützt wird. Aber warum? Die Frau macht wirklich alles um aufzufallen und zu sterben. Während ein grantiges Killer-Kommando hinter den beiden her ist, wirft die fleischgewordene Intelligenz-Insolvenz lieber Ectasy ein und spült sich mit Wodka ihre letzten noch aktiven Hirnzellen weg. Soll das komisch sein? Soll das Empathie erzeugen? Hat Produzent Luc Besson wieder einmal die falsche Frau mit leeren Versprechen in seine Knatterkiste gelockt? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur eins: es wäre eine Wohltat gewesen, wenn Frank die rothaarige Valentina mit ihrem degenerierten Sommersprossen-Supermodel-Gesicht am Straßenrand hätte stehen lassen. Ob „Transporter 3“ ohne sie wirklich ein besserer Film geworden wäre, wage ich zu bezweifeln, aber er wäre ganz bestimmt ertragbarer gewesen.
 

souli's Nr. 4: Außer Kontrolle: Jesse Eisenberg in 30 MINUTEN ODER WENIGER
Jesse Eisenberg, so wie ihn souli liebt
Nachdem Regisseur Ruben Fleischer mich mit „Zombieland“ überaus gut unterhalten konnte und auch bei seine Schauspieler gut dirigierte, folgte 2011 der katastrophale Tiefpunkt mit „30 Minuten oder weniger“. Eine Art Buddy-Krimi-Komödie, sie sich um einen Pizzalieferanten dreht, der durch einen ganz dummen Zufall plötzlich eine Bombe um den Körper trägt. Der Film ist nicht lustig, soviel vorweg, sondern einfach nur peinlich und zum Schreien dämlich. Da es hier aber um nervige Filmcharaktere geht, schnapp ich mir einfach den idiotischen Nick, gespielt mit Jesse „ich keine Kontrolle über meinen Körper und mache deswegen die ganze Zeit ganz seltsam unkoordinierte Bewegungen“ Eisenberg. Ja, Nick ist eine echten Nervensäge, und ja, ich kann den Lockenkopf Eisenberg einfach nicht ertragen, weil er so derart bekloppt in die Kamera glotzt, ohne sich auch nur einmal im Klaren darüber zu sein, was er da eigentlich gerade abliefert. Rumgehampel trifft Albernheiten. Fruchtbarer Film, furchtbarer Eisenberg.


stu's Nr. 3: Die Testosteron-Hüpfburg: Vin Diesel und Ice Cube als TRIPLE X
Im Bild: Vin Diesel. Nich im Bild: seine Hüpfburg
„Triple X“ war vor einigen Jahren der heiße Scheiß. Glatzenmann Vin Diesel nutzte seinen Ruhm  aus „The Fast an the Furiest“ und konnte mit dem Actioner „Triple X“ - oder wie ihn die coolen Jungs schreiben „xXx“ - ordentlich Kasse machen. Der Film war eine Art James Bond ohne Stil. Dafür durfte der titelgebende Held  so richtig nerven. Dieser Dreifach-Xler, dessen bürgerlicher Namen Xander Cage genau wie sein Agentenname an einen Porno erinnert,  war so cool dass er mich frösteln ließ. Er rannte, sprang, raste und schlidderte mit solch einem erhöhten Testosteronpegel durch den Film, dass die Effektabteilung wahrscheinlich seinen Schritt virtuell verkleinern musste, denn Diesels Hoden waren bestimmt so angeschwollen, dass er von sich behaupten konnte, immer seine eigene Hüpfburg dabei zu haben. Warum mich das nervt? Ganz ehrlich, hat sich denn  keiner die Mimik angesehen von dem Kerl? Nein? Ist ja auch keine da. Vin Diesel stapft so hohlbirnig durch den Film und kämpft gegen böse, russischen Neo-Terroristen dass er so etwas wie Mimik oder Ausstrahlung gar nicht nötig ist. „Triple X“ ist einer der ödesten und beschränktesten Actionfilme der letzten Jahrzehnte und wie unsympathisch und vor allem wie absolut stumpf er seinen Helden präsentiert tut immer noch weh und  aktiviert bei mir das Gefühl ordentlich genervt zu sein.  Übrigens in der Fortsetzung durfte Rapper Ice Cube als Darius Stone Diesels Job übernehmen und es gelang ihm vortrefflich mit Dauerschnute und Möchtegern-Coolness Xander Cages Nervpotenzial zu übertreffen.


souli's Nr. 3: Der Rotz-Rottweiler: Michelle Rodriguez in RESIDENT EVIL
Suchbild: Wo versteckt sich die Frau?
Das gute alte Survival-Horror-Game „Resident Evil“ aus dem Jahre 1996 sollte inzwischen großflächig bekannt sein. Diese Atmosphäre, dieser Nervenkitzel, diese unvorhersehbaren Schocks, hinterhältig aus den dunkelsten Ecken der Villa. Ein großartiges Spiel, vor allem, wenn man sich mit 8 heimlich an die PlayStation vom Onkel schleicht und eigentlich Rayman spielen wollte. Das ist allerdings eine andere Geschichte. Die Verfilmung kam dann 2002 in die Kinos und das Ergebnis war schlichtweg ein Debakel. In diesem Debakel tritt jedoch eine Frau auf, die ihr Geschlecht einfach nicht anerkennen will: Michelle Rodriquez als Rain. Wie kann ein Mensch sich nur so strikt gegen die eigenen weiblichen Reize wehren und kontinuierlich so tun, als wäre sie der härteste Motherfucker auf Gottes verfluchter Erde? Sie rotzt One-Liner rauer als jeder Rotweiler und ist dabei so abstoßend wie schimmelige Milch mit faulen Eiern. Ich kann der guten Frau Rodriquez nur sagen, dass sie sich endlich mal von kugelsicheren Westen und den großen Ballermännern trennen sollten. Versuchs doch mal mit Lippenstift oder einem engen Kleid, das steht dir mit Sicherheit besser, denn auch in „Machete“ warst du in kurzen Höschen echt granatig.


stu's Nr. 2: Zach Galifinakis, alias der Bärtige aus HANGOVER

Der ewige Alan
Mittlerweile kennen viele seinen Namen, doch noch immer wird er von den meisten kurz als der Bärtige aus „Hangover“ bezeichnet. Nun, ich nenne ihn Zack Galifinakis, aber nicht weil ich stolz darauf bin oder weil ich ihn besonders mag, sondern lediglich deshalb, weil ich es für besser erachte den echten Namen für den Darsteller zu kennen, der meine Nerven  strapaziert wie ein gerade zahnendes Baby seinen Beißring.  Ich finde Galifinakis nicht witzig. Seine Art wie ein großes Kind aufzutreten und sich zu verhalten juckt mein Zwerchfell kein bisschen, wirkt sogar etwas einschläfernd, dafür sorgt die Erscheinung des Bärtigen bei meinem Wut- und Aggressionszentrum im Gehirn für reges Treiben.  Galifinakis als Alan ist eine reinrassige Katastrophe, die scheinbar nur deshalb besteht weil die Macher versucht haben auf äußerst zwanghafte Art und Weise anarchistischen Witz zu implementieren. Das Ergebnis ist eine Ansammlung von kontinuierlich anwachsendem Dünnpfiff mit der Komik und dem Charisma handfester Zahnschmerzen. Galifinakis ist seitdem enormen Erfolg von „Hangover“ ja leider so fixiert darauf seine Alan-Rolle in verschiedenen Varianten nachzuspielen, dass es wirklich schmerzt, dass er im grandiosen „It’s a kind of a funny story“ wirklich toll war und zwar weit abseits seiner sonstigen, nerv tötenden Masche.   


souli's Nr. 2: So anders, so schlimm: Emma Stone in EINFACH ZU HABEN

souli genervt, Mission erfolgreich abgeschloseen
Jetzt wird es langsam extrem: Emma Stone. Ich weiß, die Frau ist beliebt, die Frau wird gerne gesehen und die Frau hat ein ganz eigenes Schauspiel entwickelt. Ja, die Frau wird für eine der großen Hoffnungen gehalten, die Frau wird von allen Seiten gelobt und die Frau muss überall mitspielen, weil sie einfach so ANDERS ist. Mal im Ernst: Ich kann mit Frau Stone rein gar nichts anfangen, gelinge ausgedrückt. Oder einfach mal im Klartext: Ich verabscheue ihre ekelhafte Gesichtsdisco, die jede Ernsthaftigkeit vermissen lässt und nicht im Ansatz ein gestandenes Schauspiel erinnert. Meine persönliche Abneigung gegen die Frau ist längst in astronomische Höhen geschossen, aber ich kann immer noch zugeben, dass sie manche Rollen nicht vollkommen verunstaltet hat, „Crazy, Stupid, Love.“ zum Beispiel. Der Charakter, der von Emma Stone verkörpert wird, und mir Erbrochenes in die Mundhöhle treibt ist zweifellos ihre Olive in „Einfach zu haben“. Hier verknüpft sich alles, was ich an dieser Frau so hasse. Belangloses Teenie-Filmchen mit Moralkeulenalarm, furchterregende Emma Stone, die jedem Gesichtsakrobaten ins Staunen bringt. Grimassen der Extraklasse. Peinlich.


stu's Nr. 1: Die Checker von der Sonderschule: die erste Girlcrew aus DEATH PROOF
Drei Mädels mit enormen Nervpotenzial
Quentin Tarantino. Ja, der Mann ist gut. „Pulp Fiction“, „Jackie Brown“, „Kill Bill“ und „Inglorious Basterds“ sind tolle Filme, aber was zum Teufel hat er sich nur bei „Death Proof“ gedacht? Okay, Kurt Russell als Stuntman Mike ist herausragend böse und auch die Freundinnen in der zweiten Hälfte würde ich nicht als störend bezeichnen, aber die Damen, die zu Beginn des Films über Nichtigkeiten sinnieren, sind einfach nur schrecklich. Ich saß damals im Kino und wollte ihnen an die Gurgel gehen. Jedes Wort war wie ein glühender Nadelstich in meine Fußsohle (was Fußfetischist Tarantino bestimmt gefallen hätte). Was mir schon bei „Triple X“ sauer aufgestoßen hat, gibt es hier gleich fünfmal: pseudo-coole Charaktere die pseudo-cool herum labern. Okay, herum labern ist die Quintessenz eines Tarantinos, aber noch nie war es so hoffnungslos uninteressant, übertrieben, langgezogen und öde wie in „Death Proof“.  Gekrönt wird das Ganze davon, dass die Girlcrew so agiert und handelt, als wären sie irgendwelche Checker einer Sonderschule, die ihren Schülern den Stress von Bildung und Erziehung erspart und lieber Fortgeschrittenen-Kurse in „Fresse ziehen“ und „erotische Tänze“  anbietet. Unglaublich furchtbar und noch unglaublicher im vorhandenen Nervpotenzial.


souli's Nr. 1: Besser auf Toast als im Film: Pferd Joey aus GEFÄHRTEN

"Schön wars, aber die letzte Nacht bleibt unser Geheimnis."
So, angekommen bei meiner Nummer 1. Jedoch ist es dieses Mal kein Mensch, sondern ein Tier. Ja, Tiere können nicht dazu, dass sie so nerven. Ich weiß, blablabla. Wir reden hier allerdings von Steven Spielberg „Gefährten“ (der mit Abstand schlechteste Film des Jahres und schlechteste Spielberg ever) und das Kriegspferd Joey. Ja, Joey ist ein Kriegsheld, ein Pferd, dass jeder Gefahr mit den ausdruckslosen Augen ins Gesicht blickt und zu den größten Taten imstande ist. Nichts gegen Pferde, die sind mir egal und schmecken gut auf Toast, aber wie Mr. Spielberg diese ach-so-rührselige Geschichte rundum ein Pferd im ersten Weltkrieg inszeniert, ist schon keine leichter Fehltritt mehr, sondern eine kitschige Katastrophe, die in ihrer Beleidigen Art und Weise keine Grenzen mehr kennt. Es gibt eine Szene, die so extrem überzogen ist, dass man es gar nicht glauben mag und sich mehrere Male verdutzt die Augen reiben muss, um wirklich zu realisieren, was man da gerade gesehen hat: Joey reitet durch das Schlachtfeld, durch einen Stacheldrahtzaun, durch noch einen und noch einen, bis ihn schließlich doch einer dieser Zäune stoppt. Die Soldaten (Briten und Deutsche) hören auf mit ihren Kriegsspielchen und verbünden sich, um den armen Gaul zu retten. Hallo?! Spielberg, bitte, hör einfach auf historische Themen zu bearbeiten und erzählt uns von Dinosauriern und Aliens. Nie hab ich mir mehr gewünscht, ein Pferd einfach nur regungslos am Boden liegen zu sehen.
Habt ihr Vorschläge für eine neue Liste? Wenn ja, dann immer her damit.


Wir  danken souli für seine Mithilfe. Wenn ihr mehr von souli lesen wollt dann könnt ihr seine Kritiken und Meinungen zu diversen Filmen bei CinemaForever begutachten oder ihr besucht ihn mal bei Moviepilot.