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TV Wahnsinn: Unsere TV-Tipps der aktuellen Woche

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                                 Unsere TV-Tipps vom 18. Mai bis 24. Mai 2015
Montag, 18. Mai:
Shame (Drama) – 22:15 Uhr – ZDF
Cloud Atlas (Episodenfilm) – 20:15 Uhr – einsFestival
Extreme Rage (Action) – 22:25 Uhr - Kabel1

Dienstag, 19. Mai:
The 51st State (Gangsterkomödie) – 22:50 Uhr – Tele5
Meine teuflischen Nachbarn (Grusel-Komödie) – 0:20 Uhr – ARD
Dobermann (Action) – 0:45 Uhr - Tele5

Mittwoch, 20. Mai: 
Space Cowboys (Komödie) – 22:15 Uhr – Sat 1
Sag kein Wort! (Thriller) – 20:15 Uhr – Kabel1
Scream 2 (Horror) – 0:55 Uhr - Kabel1

Donnerstag, 21. Mai:
Spiel ohne Regeln (Komödie) – 20:15 Uhr – Kabel1
Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen (Fantasy) – 20:15 Uhr – Vox
Old School (Komödie) – 22:35 Uhr - Kabel1

Freitag, 22. Mai:
Der Staatsfeind Nr. 1 (Thriller) – 20:15 Uhr – Pro7
Ace Ventura (Komödie) – 20:15 Uhr – ZDF_Neo
REC (Horror) – 0 Uhr - 3sat

Samstag, 23. Mai:
Das Leben des David Gale (Thriller) – 20:15 Uhr – ZDF_Neo
Rush Hour (Action-Komödie) – 20:15 Uhr - Vox
Ein Köder für die Bestie (Thriller) – 3:20 Uhr - ZDF

Sonntag, 24. Mai:
Star Trek (Sci-Fi) – 20:15 Uhr – Kabel1
From Hell (Krimi) – 22:55 Uhr – Sat1
Mission (Drama) – 23:15 Uhr - RBB

TV Wahnsinn: Unsere TV-Tipps vom 2. bis 8. Juni 2014

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Unsere TV-Tipps vom 2. bis 8. Juni 2014

Montag, der 2. Juni
Jack in Love (Romanze) – 22:15 – ARTE
Demolition Man (der Film mit den 3 Muscheln) – 00:25 – Kabel1
Ich liebe dich, Philip Morris (Komödie) – 00:35 – ARD

Dienstag, der 3. Juni
Shaolin Kickers (Komödie) – 20:15 – RTL Nitro
Full Metal Village (Dokumentation) – 20:15 – zdf_kultur
Sideways (Tragikomödie) – 22:15 – Super RTL

Mittwoch, der 4. Juni
Meerjungfrauen küssen besser (Komödie) – 20:15 – Tele 5
Berlin Calling (Drama) – 20:45 – eins festival
Sleep Tight (Thriller) – 22:25 – Tele 5

Donnerstag, der 5. Juni
Erin Brockovich (Komödie) – 20:15 – Vox
Romance & Cigarettes – 22:25 – 3Sat
Das Mädchen (Dokumentation) – 22:45 - ARD

Freitag, der 6. Juni
Taking Woodstock (Komödie) – 20:15 – eins festival
Good Will Hunting (Drama) – 20:15- zdf_neo
Cocktail für eine Leiche (Thriller-Klassiker) – 02:55 - ZDF

Samstag, der 7. Juni
Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft – 11:05 – eins festival
Zwölf Uhr mittags (Westernklassiker) – 22:00 – BR
Team America: World Police (Komödie) – 02:15 – Pro7

Sonntag, der 8. Juni
Wo die wilden Kerle wohnen (Fantasy) – 09:20 – Sat1
The Ides of March – Tage des Verrats (Polit-Thriller) – 20:15 – Pro7
Ondine – Das Mädchen aus dem Wasser (Drama) – 00:15 - NDR

TV Wahnsinn: BOARDWALK EMPIRE (Staffel 2) – Wo gehobelt wird, fallen Späne

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Fakten:
Boardwalk Empire – Staffel 2
USA. 2011. Regie: Tim Van Patten, Brad Anderson, Allen Coulter u.a. Mit: Steve Buscemi, Michael Pitt, Kelly MacDonald, Shea Whigham, Michael Shannon, Michael Stuhlbarg, Michael K. White, Stephen Graham, Paz la Huerta, Dabney Coleman, Vincent Piazza u.a. Länge: ca. 560 Minuten. FSK: freigegeben ab 18 Jahren. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Nachdem Nucky seine Ziele mit korrupter Faust durchsetzen konnte, entzweien sich der Stadtkämmerer und sein einstiger Zögling Jimmy zunehmend. Auch der Prohibitionsagent Van Alden hadert mit seinen Prinzipien und dringt, wie alle anderen Beteiligten, immer tiefer in den Sumpf aus Gewalt, Lügen und dreckigen Machtverhältnissen.





Meinung:
Die umfassende Themenvielfalt, die „Boardwalk Empire“ in 12 reichhaltigen Episoden anschnitt und für einen vertieften Fortgang ganz bewusst ebnete, werden nun in Staffel 2 nicht nur nach striktem Plan auf einen gemeinsamen Nenner gebracht, um sich in der dritten Staffel von all dem Schmutz zu lösen, der sich in den vorausgegangenen 24 Episoden angesammelt hat und so anschließend neue Ufer anzupeilen. Die zweite Staffel von „Boardwalk Empire“ zeichnet sich dadurch aus, das sie Vorausgegangenes konsequent verdichtet, die mannigfachen Diskrepanzen in allen Lagern in einem neuen, gerne auch umso maliziöseren Licht erstrahlen lässt, aber nicht jeden einzelnen Aspekt ausformuliert, sondern weitere dramaturgische Räume entfacht, ohne mit einer abgehakten Narration unter Beweis zu stellen, dass die eigene Qualität doch nicht den Glanz verspricht, wie es eigentlich zu vermuten war. Staffel 2 ist gerade deshalb so exzellent kalibriert, weil sie aufnimmt, anstatt abzulegen, und sich nicht erst um die eigene Achse drehen muss, um sich weiterentwickeln zu dürfen.


Nucky steht im Mittelpunkt
Die inhaltliche Agglomeration in Staffel 1 war enorm, geht es in „Boardwalk Empire“ doch eben nicht nur um die treuen, aber größtenteils scheußlichen Gesetze des Alkoholschmuggels und die damit verkettete simple Stilisierung von klischeebehafteten Gangstermythen. „Boardwalk Empire“ will ebenso das tapfere Männerbild der 1920er Jahre demaskieren und die damaligen, oftmals romantisierten Trugschlüsse untereinander festhalten. Neben den fundamentalen Konflikte innerhalb religiöser Weltanschauungen, dem Rassismus, den Vertrauensbrüchen, der lechzende Gier nach Rache und dem alles überschattende ethische Zwiespalt, in dem sich in Staffel 2 nun wirklich jede einzelne Figur befindet, lässt sich das Szenario nun auch als opulent bebilderter und keineswegs einfältiger Diskurs über die Signifikanz von Moral und Amoral, wie auch den daraus entstehenden Folgen verstehen: Ein jeder hier muss sich wiederholt seinen individuellen Wertevorstellungen stellen und diese abermals verleugnen. Das geschieht natürlich immer aus verschiedenen Antrieben heraus, wirkt in ihrer Verzahnung aber nie überzogen oder realitätsfern.


Gerade spannend ist es zu beobachten, wie sich die Geschichten um Nucky Thompson, Jimmy Darmody, Margaret Schroeder und Agent van Alden weiteren Anlauf nehmen und sich immer extremer mit gescheiterten Prinzipien aufladen. Wo aus Verbündeten Feinde werden und Familienmitglieder miteinander wie Fremde agieren, da pocht das Herz der blutigen Revision. Staffel 2 beleuchtet bei diesen Hauptcharakteren nicht nur das Hier und Jetzt, sie gräbt nuanciert in der Vergangenheit und verleiht dem Quartett so neue Eigenschaften, die sich nicht schlagartig eröffnen, aber vorerst sanft unter einem eleganten Schleier verborgen blieben. Die üppige Diversität an Figuren aus den verschiedensten Ecken Amerikas, mit der „Boardwalk Empire“ auf ganzer Linie auffährt, war schon in Staffel 1 erkennbar, in Staffel 2 wird dieses Ausmaß ausgeprägt und bekommt gerade mit dem entstellten Scharfschützen Richard Harrow einen ungemein packenden Charakter geschenkt, der zwar schon in kurzen Auftritten in Staffel 1 glänzen konnte, nun aber ein emotionales Element in der Konzeption darstellt, dem man sich nicht entziehen kann und will. Hut ab, ein echtes Meisterwerk am Staffelfirmament.


8 von 10 Flaschen bernsteinfarbender Bourbon


von souli

TV Wahnsinn: LERCHENBERG (Staffel 1) - Das ZDF lacht über sich selbst

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Fakten:
Lerchenberg (Staffel 1)
BRD. 2012/13. Regie: Felix Binder. Buch: Felix Binder, Maren Lüthje, Florian Schneider. Mit: Eva Löbau, Sascha Hehn, Karin Giegerich, Anke Sevenich, Cornelia Gröschel, Matthias Lier, Wayne Carpendale u.a. Länge: 4 Episoden a 20Minuten. Ausstrahlung: Freitag, 5. 

und 12. April, um 23:00 (jeweils Doppelfolgen) im ZDF.

Story:
Sybille Zarg arbeitet auf dem Lerchenberg, dem Hauptsitz des ZDF, als Redakteurin. Als das Casting für einen Spielfilm ansteht, für den sich Sybille in den letzten Monaten stark gemacht hat, bekommt sie von ihrer Chefin Dr. Wolter den Auftrag Sascha Hehn zu besetzen. Dieser erweist sich als arroganter, egoistischer aber auch manipulativer Widerling, der beim Casting total versagt. Doch damit ist das Thema Hehn für Sybille noch nicht vom Tisch. Dr. Wolter will das Hehn im ZDF-Programm unterkommt, sonst war’s das mit Sybilles Karriere.




Meinung:
Vor einigen Jahren war der Ruf des ZDF klar manifestiert: Ein Sender für Senioren, der mit seinem Sportstudio, Volksmusiksendungen und Krimis auf Quotenfang ging. Doch die Mainzer haben sich gewandelt. Sie hoben junge Spartensender aus der Taufe (zdf.neo, zdf.kultur), platzierten Comedy- und Kabarettformate (heute show, Neues aus der Anstalt) in ihr Programm verpassten sich ein vitaleres Image. Insgesamt lebt das ZDF zwar immer noch von Sport, Carmen Nebel und „Stubbe“, aber es lässt sich nicht leugnen, dass sie mehr Vielfalt bieten als noch vor einigen Jahren. Ein wirklich zu begrüßender Imagewechsel, der nun zum 50. Geburtstag des Senders eine Krone, in Form einer Serie erhalten sollte. „Lerchenberg“, eine 4 Folgen kurze, deutsche Sitcom, die einen komödiantischen Blick auf den Haussender wirft und dafür sogar an Originalschauplätzen gedreht wurde. Feine Sache. Natürlich, die Parallelen zu amerikanischen Erfolgssitcom „30 Rock“ von NBC sind mehr als deutlich, aber „Lerchenberg“ versucht seinen Witz etwas bodenständiger zu halten und so sind in Mainz die Figuren allesamt (bis auf Sascha Hehn) um einiges gefasster als beim US-Pendant. Außerdem kreist der „30 Rock“-Kosmos nicht unentwegt um nur eine Person. In „Lerchenberg“ steht aber  Sascha Hehn klar im Zentrum. Dies kann sich gewiss noch ändern, falls das ZDF eine zweite Staffel in Auftrag gibt. Dies wird sicherlich nach den Quoten entschieden. Die Premiere auf zdf.neo verlief recht ordentlich, bleibt zu hoffen, dass die Ausstrahlung beim Muttersender Zuschauer anlockt, wobei die Serie nach der „heute show“ läuft. Eine äußerst passend Programmierung.


Sascha Hehn wird ausgebremst
Was erwartet einen denn beim „Lerchenberg“? Klare Antwort: das satirische Einmaleins über das Fernsehen, Prominente und die Tücken des Arbeitsplatzes. Da gibt es die gemeinen Chefs, die hinterhältigen Kollegen, die mit fremder Arbeit punkten, die verwöhnten Stars und kleinere wie größere interne Intrigen. Das alles komprimiert in vier Episoden. Unterhaltsam ist dies allemal, wirklich und durchgehend witzig aber nur hin und wieder. „Lerchenberg“ versucht erst gar nicht eine neue, oder andere, Form der Medienschelte zu sein. Dafür zeigt das ZDF sich gegen über keine Gnade. Früher Skandale (oder Skandälchen), z.B. über Bestechungen werden immer wieder kurz, knackig und auf humorvolle Weise thematisiert. So entsteht das Bild, welches der Mainzer Sender so oder so (und nicht nur er) inne hat: hier herrscht Chaos. Mittendrin die arme Redakteurin Sybille Zarg, gespielt von Eva Löbau. Sybille, die zur Babysitterin von Sascha Hehn degradiert wird, ist das genaue Gegenteil ihres Klienten. Eine charakterliche Rechnung die hier leider nur bedingt aufgeht. Löbau überzeugt darstellerisch einfach nicht genug und die alte Leier vom hochnäsigen, überheblichen Star findet mit Hehn zwar einen dankbaren Darsteller, aber in der ständigen Wiederholung dieser Masche finden keinerlei Entwicklungen oder gar Überraschungen statt. „30 Rock“ geht das ähnlich, aber hier wird der Wahnsinn des Fernsehmachens so kompromisslos auf die Spitze getrieben, dass es genug andere Qualitäten gibt, die für Aufmerksamkeit und Lacher sorgen. „Lerchenberg“ fehlt es einfach ein wenig an Wahnsinn, bzw. an anderen humoresken Ausrichtungen.


Trotz seiner Mängel ist alleine die Existenz dieser Serie etwas Schönes. Die Macher haben eine Serie kreiert, die gerne noch ein paar Folgen/Staffeln weitergehen kann und auch sollte. Entwicklungen lassen sich nämlich nach der ersten, sehr kurzen, Staffel mehr als erahnen und es gibt auch noch genügend Dinge im deutschen Fernsehen (nicht nur im ZDF) die eine satirische Abhandlung verdient hätten. Hoffentlich muss sich Sybille Zarg also noch länger mit Sascha Hehn herumschlagen, dann aber bitte mit etwas mehr Mut zum Wahnsinn.

6 von 10 kopflosen Mainzelmännchen