Am 31. Oktober startet bei uns „Thor: The Dark World“, der in Deutschland als „Thor: The Dark Kingdom“ laufen wird. Warum auch immer. Der neuste Trailer verspricht gepflegte Blockbuster-Unterhaltung, in dem Zeit für etwas düstere Epik aber auch Humor sein wird. Sieht ganz vielversprechend aus und Tom Hiddleston als Loki ist einfach super.
Stop…
Hammer-Time! Der erste Teaser-Trailer zum „Thor“-Sequel „The
Dark World“ ist da. Unter der Regie des „Game of Thrones“-Regisseur Alan Taylor
darf Chris Hemsworth wieder als Titelheld den Hammer schwingen und sich mit
seinem Bruder Loki (Tom Hiddelston) kabbeln. Auch die anderen bekannten Namen
des Vorgängers (u.a. Natalie Portman, Rene Russo, Kat Dennings, Ray Stevenson,
Idris Elba, Anthony Hopkins) sind wieder mit dabei, auch wenn Miss Portman
anfangs wenig Lust darauf hatte die Rolle von Thors Erdengeliebter Jane erneut zu
spielen. Zum Glück gibt es aber ja Verträge. Neu dabei ist Christopher
Ecclestone, der hier als Gegenspieler Malekith auftreten wird. Voraussichtlich am 31. Oktober,
dürfen sich die Fans des Hammerwerfer selbst ein Bild machen, ob Teil 2 den
spaßigen, wenn auch nicht gerade fehlerfreien Erstling von Kenneth Branagh, in
den Boden hämmern kann.
Fakten: Thor
USA. 2011. Regie: Kenneth Branagh. Buch: Don Payne, Ashley Miller, Zack Stentz,
J. Michael Straczynski. Mit: Chris Hemsworth, Natalie Portman, Tom Hiddleston,
Anthony Hopkins, Stellan Skarsgard, Rene Russo, Kat Dennings, Clark Gregg, Ray
Stevenson, Idris Elba, Colm Feore, Jeremy Renner, Jaime Alexander, Samuel L.
Jackson, Dakota Goyo u.a. Länge: 110 Minuten. FSK: freigeben ab 12 Jahren. Auf
DVD und Blu-ray erhältlich.
Story: König Odin herrscht über Asgard, einem mystischen Reich und glaubt in
seinem Sohn Thor seinen Nachfolger gefunden zu haben. Doch Thors ungestümes
Gemüt bringt ihn in Schwierigkeiten und er wird von seinem Vater auf die Erde
verbannt. Dort muss sich Thor seiner Verantwortung bewusst werden, sondern auch
verhindern, dass eine dunkle Macht aus Asgard seine Heimat sowie die Erde
befällt. Unterstützt wird er dabei von der Wissenschaftlerin Jane Foster und
ihrem Team.
Meinung: So müllig auch die
Geschichte von "Thor" ist, so überraschend schamfrei ist es Regisseur
Kenneth Branagh gelungen den Donnergott aus dem Hause Marvel für die Leinwand
zu adaptieren. Klar, von den Kämpfen, über Dimensionsportal bis hin zum Helden
selbst wirkt hier alles etwas zu dick aufgetragen, aber es ist eben dieser
Exzess derLaune macht, vor allem weil
Branagh sein Wissen als Theater-Regisseur und -Darsteller gekonnt eingesetzt
hat, um die Szenen in der Götterwelt Asgard stimmungsvoll in Theatralik und
Bombast zu hüllen. Genau diese Over-the-Top-Mentalität macht einen Großteil von
"Thor" aus, auch wenn die CGI-Effekte oftmals die Grenze des
Überheblichen überschreiten und den Rest des Films unnötig plattieren.
Loki und Thor
Neben dem großspurigen und prahlerischen Auftreten des Films kann „Thor“ aber
auch in Sachen Humor punkten. Ähnlich wie bei „Iron Man“ baut der Donnergott
auf vergnügliche Momente die hieraus
den Momenten resultieren, wenn der göttlichen Hammerschwinger auf die Welt der
Menschen trifft. So pointiert wie bei „Iron Man“ ist das Ganze zwar nicht, aber
immer noch spaßig genug um zumindest ansatzweise zu kaschieren, dass die
Abschnitte auf der Erde ziemlich schwach geraten sind. Zu diesen Kritikpunkt
gesellen sich dann auch noch die öden Nebenfiguren.Thors Bruder Loki hätte alleine schon von der
Vorlage her viel Potenzial bleibt im Film aber ganzzeitig blass und
uninspiriert, genau wie Thors menschliche Helfer: Natalie Portman, Kat Dennings
und Stellan Skarsgard. Diese bemerkt man eigentlich nur beim Abspann, wenn ihre
Namen durch bunt-wirre Dimensionslichter rasen.
„Thor“ sowie sein Regisseur Kenneth Branagh haben ihre Blockbuster-Prüfung
bestanden und sichern sich einen guten Platz in der Historie der
Marvel-Verfilmungen. Der geneigte Comicfan darf sich dazu noch freuen, denn
„Thor“ bleibt seinen Kollegen wie „Der unglaubliche Hulk“ oder “Captain America
treu und bietet Gastauftritte, Anspielungen, Querverweise und Hinweise auf
andere Marvel-Helden für das großen Marvel-Meeting-Movie „The Avengers“, der
im Frühling 2012 dieses fragmentarische Puzzle und das Spiel
mit den Erwartungen, zu einem unterhaltsamen, gigantischen Showdown gebündelt hatte. So gelungen wie das große Zusammentreffen der Marvel-Helden ist „Thor“
gewiss nicht, aber auch mit dem ersten Real-Abenteuer des Donnergotts kann man
ein paar unterhaltsame Minuten verbringen. Oder anders ausgedrückt: „Thor“ ist
nicht der Hammer, aber recht nah dran.