Fakten:
I spit on your Grave 2
USA. 2013. Regie: Steven R. Monroe. Buch: Neil Elman, Thomas Fenton. Mit: Jemma Dallender, Yavor Baharov, Aleksandar Aleksiev, Mary Stockley, Michael Dixon, oe Absolom, Peter Silverleaf, Kacey Barnfield, Ivan Ivanov u.a. Länge: 106 Minuten. FSK: keine Freigabe (Uncut), freigegeben ab 18 Jahren (gekürzte Fassung). Ab 4. September auf DVD und Blu-ray erhältlich.
I spit on your Grave 2
USA. 2013. Regie: Steven R. Monroe. Buch: Neil Elman, Thomas Fenton. Mit: Jemma Dallender, Yavor Baharov, Aleksandar Aleksiev, Mary Stockley, Michael Dixon, oe Absolom, Peter Silverleaf, Kacey Barnfield, Ivan Ivanov u.a. Länge: 106 Minuten. FSK: keine Freigabe (Uncut), freigegeben ab 18 Jahren (gekürzte Fassung). Ab 4. September auf DVD und Blu-ray erhältlich.
Story:
Es hätte die ganz große Chance werden können, doch statt eines professionellen Foto-Shootings wird Kellnerin Katie vom Fotografen und dessen Team zum Lustobjekt degradiert. Sie beschließt das Shooting zu verlassen, doch die Männer kennen kein Erbarmen und überfallen Katie wenig später in ihrer Wohnung und vergewaltigen sie. Um zu verhindern, dass Katie zur Polizei geht verschleppen sie Katie sogar nach Bulgarien. Auch dort wird sie brutal missbraucht, doch sie kann fliehen und beginnt damit sich grausam zu rächen.
Meinung:
Man weiß ja eigentlich von vornherein, worauf man sich mit einem Film wie „I Spit on Your Grave 2“ einlässt. Man ist auch selbst Schuld, wenn man es denn letztlich tut, aber ein Werk von derartiger Konzeption ist in der heutigen Zeit – gerade in dieser Struktur – einfach nicht mehr zu halten. Was man zu Anfang noch positiv postulieren darf, ist, dass Steven R. Monroe kein Vollversager auf dem Regiestuhl ist und durchaus über ein gewisses Händchen darüber verfügt, eine trostlos-graue Stimmung in den „Spit“-Doppelschrott zu implizieren, aber...nein. Der ganze Schwachsinn mit seiner stupiden (Geschlechter-)Kategorisierung und der daraus resultierenden erzreaktionären Vergeltung geht einfach nicht mehr. Dabei werden auch die abgehalfterten Regeln des „Rape 'n Revenge“ in „I Spit on Your Grave 2“ natürlich mustergültig bedient und abgearbeitet: Eine junge Frau aus der Großstadt (In diesem Fall San Francisco), wird von Misogynen aus Prinzip vergewaltigt, misshandelt, diffamiert und bis in die seelischen Untiefen entwürdigt.
Man weiß ja eigentlich von vornherein, worauf man sich mit einem Film wie „I Spit on Your Grave 2“ einlässt. Man ist auch selbst Schuld, wenn man es denn letztlich tut, aber ein Werk von derartiger Konzeption ist in der heutigen Zeit – gerade in dieser Struktur – einfach nicht mehr zu halten. Was man zu Anfang noch positiv postulieren darf, ist, dass Steven R. Monroe kein Vollversager auf dem Regiestuhl ist und durchaus über ein gewisses Händchen darüber verfügt, eine trostlos-graue Stimmung in den „Spit“-Doppelschrott zu implizieren, aber...nein. Der ganze Schwachsinn mit seiner stupiden (Geschlechter-)Kategorisierung und der daraus resultierenden erzreaktionären Vergeltung geht einfach nicht mehr. Dabei werden auch die abgehalfterten Regeln des „Rape 'n Revenge“ in „I Spit on Your Grave 2“ natürlich mustergültig bedient und abgearbeitet: Eine junge Frau aus der Großstadt (In diesem Fall San Francisco), wird von Misogynen aus Prinzip vergewaltigt, misshandelt, diffamiert und bis in die seelischen Untiefen entwürdigt.
Katie hält ihre Peiniger an der kurzen Leine |
Bei Katie sprühen gleich die Funken |
Was soll man also noch über „I Spit on Your Grave 2“ sagen. Er macht all das falsch, was auch schon „I Spit on Your Grave“ gut 3 Jahre zuvor falsch gemacht hat. Die Gewaltspitzen werden im abstoßenden, aber nie erschütternden Sadismus ausgereizt, dafür ist das Gezeigte schon wieder zu abgestanden und der Zuschauer in seiner Sensibilisierung längst zu abgestumpft. Und wenn sich der ein oder andere Gorehound dann auf etwas Kreativität im Rachefeldzug der jungen Dame freuen sollte, wird dieser ebenfalls enttäuscht: „I Spit on Your Grave 2“ wirkt so ermüdend in seiner heruntergekurbelten Machart, dass es beinahe schon befremdlich erscheint, sich in einem solch grauenhaften Schreckenszenario, wie es hier ja per se fokussiert wird, zu langweilen. Aber auch das kann nur als Unterstützung der fehlenden Kompetenz in allen Bereichen gewertet werden, denn „gelungen“ dürfte eigentlich keine Gruppierung diesen Schund bezeichnen – Zum Glück.
2 von 10 bescheuerten Zufällen
von souli
Ich fand den ersten Teil im Grunde genommen schon so klasse und habe mich richtig auf den zweiten Teil gefreut, den ich im Prinzip auch klasse fand. Aber erst einmal das Gute. Die Story ist spannend, man denkt oft „Das arme Mädchen“ und ist richtig angewidert von den Typen, die sie entführen, und missbrauchen, besonders von dem dicken mit dem Elektroschocker. Auch später, wenn es darum geht, Rache zu nehmen denkt man sich jedes Mal „Du hast es verdient du Dreckssack“. Doch leider bleibt auch ein fader Beigeschmack, bei diesem Film, der eigentlich ganz gut war. So gut, wie er ist, so geschnitten ist er leider auch. Teilweise leider wirklich schlecht geschnitten, dass Handlungen fehlen und man sie nur erahnen kann. Ein Beispiel dafür ist, wenn die junge Frau gefesselt im Keller lieg, pinkelt ein Entführer auf sie rauf, zumindest denke ich das er das tat, denn nach einem unschönen Schnitt sagte ein anderer „Musstest Du sie…“ ihr wisst was ich meine. Jetzt stellt sich mir die Frage, warum eine solche Szene entfernt wurde? Ich kann es bei manchen Slasher-Szenen ja noch verstehen aber sowas empfinde ich zwar als ekelig aber nicht als brutal schlimm. Ich bin also von dieser DVD schwer begeistert und enttäuscht gleichzeitig. Ein toller Film, den an leider kaputt geschnitten hat.
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