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Trailerpark: Simon Pegg macht auf Walter Mitty - Trailer zur Bestseller-Verfilmung HECTOR AND THE SEARCH FOR HAPPINESS

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„Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ von Autor Francois Lelord war eines der erfolgreichsten Bücher der letzten Jahre. Nun wartet auch die Verfilmung darauf, die Welt zu erobern. Simon Pegg spielt darin den Psychiater Hector, der durch die Welt reist, um nach dem wahren Glück zu suchen. Der neue Trailer wirkt wie eine etwas europäischere Version von Ben Stillers letzter Regiearbeit „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“. Bei „Hector and the Search for Happiness“ geben sich allerdings wesentlich mehr internationale Schauspieler die Klinke in die Hand. Mit dabei sind: Rosamund Pike, Jean Reno, Stellan Skarsgard,  Toni Collette, Christopher Plummer, Togo Igawa sowie Marianne Sägebrecht und Veronica Ferres (!). Regie führt Peter Chelsom („Funny Bones“, „The Mighty“). Wir wünschen viel Spaß mit dem Trailer. Uns sieht das Ganze etwas zu glatt aus.


Review: OBEN – Pixars bunte Antwort auf „Gran Torino“

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Fakten:
Oben (Up)
USA. 2009. Regie: Pete Docter. Mit: Bob Peterson, Pete Docter, Tom McCarthy. Original Stimmen von Edward Asner, Jordan Nagai, Bob Peterson, Christopher Plummer u.a. Länge: 96 Minuten. FSK: freigegeben ohne Altersbeschränkung. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Rentner Carl Fredricksen trauert immer noch um seine Frau Ellie, mit der er immer nach Südamerika reisen wollte, um die legendären Paradiesfälle zu sehen. Als Carl entmündigt wird und droht sein Haus zu verlieren, macht Carl kurzen Prozess und hängt hunderte von Ballons an sein geliebtes Haus, um damit nach Südamerika zu fliegen. Es gibt jedoch ein Problem: Pfadfinder Russell, der als blinder Passagier mitfliegt.





Meinung:
Die beständigen Rivalitäten zwischen den Pixar Animation Studios, welche inzwischen vom legendären Medienkonzern The Walt Disney Company an Land gezogen wurden, und DreamWorks Animation, sind kein Geheimnis mehr. Das kreative Konkurrenzgehabe beider Großunternehmen wird auch gerne mal in der Öffentlichkeit bis zum Gehtnichtmehr ausgerollt und zum 'Kalten Krieg' erklärt: „Shrek – Der tollkühne Held“ musste sich gegen „Die Monster AG“ durchsetzen, während „Große Haie - Kleine Fische“ mit „Findet Nemo“ und „Kung Fu Panda“ mit „WALL-E“ konfligierte. Führt man sich die Filmographie beider Segmente aber einmal zu Gemüte, ist es offenkundig, dass Pixar als auch DreamWorks mit einigen Bravourstücken glänzen durften – und mit Sicherheit auch in der Zukunft im mer wieder glänzen werden! Allerdings hat es kein Film der DreamWorks Animation jemals schaffen können, einen derartigen Hype auszulösen, wie es „Oben“, der somit quasi im Handumdrehen „Monsters & A liens“ ausstach, im Jahre 2009 tat.


Russell will helfen und Carl will seine Ruhe. Spitzenteam!
Als 3D-Film, der seine Technik nicht nur als unnötige Sperenzchen einbrachte, sondern mit ihm die Geschichte zu unterstreichen wusste, hat sich „Oben“ aus grafischer Sicht schon reichlich Lob in der Vergangenheit einstecken können. Der wahre Wert des Films aber liegt hinter seinen durchaus knuffigen Animationen begraben: Zum ersten Mal nämlich wagen es die Pixar Animation Studios ihre Story nicht durch die Augen von einer Horde Spielzeugen, einem väterlichen Clownfisch, sprechenden Autos, einem Gourmet mit Rattenschwanz oder einem Roboter mit Ordnungsfimmel zu entfalten, sondern durch ganz „normale“ Menschen. Die ersten 15 Minuten von „Oben“ erweisen sich dann gleich auch als echte Großtat und übertrumpfen wohl alles, was das Studio zuvor je auf die Beine gestellt hat: In einer herzzerreißenden Montage werden wir Zeuge des gemeinsamen Glückes von Ellie und Carl, dürfen ihre Ziele im Leben kennenlernen und müssen den tiefen Schmerz ertragen, der sich nach dem Tode Ellies in Carl ausdehnt.


Auf der Flucht im Pixar-Style
Dieser Tonalität bleibt „Oben“ natürlich nicht über die gesamte Laufzeit treu, was ihn im Nachhinein auch gewiss nicht schlechter macht, ihn aber von dieser famosen Sequenz an zu einem weitaus konventioneller gestrickten Film erklärt. Wenn Carl Fredricksen von Bauarbeiten rund um sein Haus immer weiter eingeengt wird, dann ist aus dem Rentner längst ein verbitterter Zyniker geworden, der nicht mehr mit der Zeit gehen kann, der Welt aber auch nicht den Rücken zu kehren möchte. Stattdessen versucht er sich noch den Traum zu erfüllen, die Paradiesfälle in Südamerika zu besuchen – Samt Häuschen und mittels tausenden von Luftballons. An seiner Seite ist der 8-jährige Pfadfinder Russell, der bei seinem Aufbruch unter seiner Veranda nach einer Schnepfe gesucht hat. „Oben“ gibt sich ab diesem Augenblick oberflächlich ganz seinem jüngeren Publikum hin, baut einen riesigen Vogel mit buntem Gefieder ein, der kurzerhand auf den Namen Kevin getauft wird und lässt die hiesigen Hunde dank eines Halsbandes ulkig sprechen.


Aber hinter all den kindgerechten BIldern, die auch den Erwachsenen immer mal ein Schmunzeln und den kleineren oder größeren Lacher abverlangen dürfte, besitzt „Oben“ eine ganz elementare Botschaft: Lass deine Träume niemals fallen. Und vor allem hör niemals damit auf, neue Träume auf deine persönliche Agenda zu setzen. Dass der Film es sich erlaubt, Kindheitshelden demonstrativ zu zerbrechen, hat durchaus etwas für sich, im Falle von „Oben“ aber hätte der als Scharlatan stigmatisierte Charles Muntz doch auch etwas mehr hergeben können als die reine Nummernrevue des obsessiven Fieslings. Und dennoch: Hinter seinen klassischen (und gegebenenfalls beliebigen) Muster und einigen vertanen Chancen, ist „Oben“ eine liebenswerte und zum Teil wirklich sensible Reflexion über das Leben und den Tod, über die Jugend und das hohe Alter. Carl sieht später noch ein, dass es nie zu spät ist, um zurück ins Leben zu finden, um Freude zu empfinden und Träumen hinterher zu eifern. Genauso wie uns das Kino in der Vergangenheit abermals gelehrt hat, visualisierter Ausdruck kühnster Sehnsüchte zu sein. Manchmal auch genau dann, wenn wir es nicht erwarten.


6,5 von 10 Handabdrücken auf dem Briefkasten


von souli

Review: DAS VERMÄCHTNIS DER TEMPELRITTER – Schnitzeljagd durch die amerikanische Historie

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Fakten:
Das Vermächtnis der Tempelritter (National Treasures)
USA. 2004. Regie: Jon Turtletaub. Buch: Jim Kouf, Cormac Wibberley, Marianne Wibberley. Mit: Nicolas Cage, Justin Bartha, Diane Kruger, Sean Bean, Jon Voight, Harvey Keitel, Christopher Plummer, Oleg Taktarov, David Dayan Fisher u.a. Länge: 126 Minuten. FSK: freigegeben ab 12 Jahren. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Benjamin Franklin Gates und sein Gefährte Riley sind auf der Suche nach dem Schatz der Tempelritter. Im ewigen Eis finden sie einen wichtigen Hinweis, doch ihr Geldgeber Ian verrät und versucht sie zu töten. Die beiden können entkommen und findet heraus, dass die Antwort auf die Frage wo der Schatz ist, sich auf der Unabhängigkeitserklärung befindet. Um an diese heran zu kommen, bittet Benjamin seine Ex Abigail um Hilfe.





Meinung:
Jerry Bruckheimer ist einer der begehrtesten Superstars im Film- und Fernsehwesen. Dabei hat sich der mit deutsch-jüdischen Wurzeln ausgestattete Detroiter weder als großer Schauspieler einen Namen gemacht, noch hat er sich durch seine flinke Fingerfertigkeit als Regisseur auszeichnen können. Bruckheimer hingegen gehört zur A-Liga der Produzentenriege und ist seit den 1980er Jahren, in denen er kostbare Verträge mit Paramount Pictures und Disney unterzeichnete, die erste Wahl, wenn es um tosende Sommer-Blockbuster geht. Ob „Top Gun“, „Armageddon“ oder auch die „Fluch der Karibik“-Trilogie: Jerry Bruckheimer mischte bei ihnen allen mit; doch das ist nur ein kleiner Einschnitt in seine reichhaltigen Event-Kino-Partizipation. Man kann sich aber fast immer sicher sein, wenn man es mit einer Bruckheimer-Produktion zu tun bekommt, gibt es auch ordentlich Krawumm zu bestaunen. Das Problem ist ja bekanntlich nur, dass computergeneriertes Getöse nicht immer gleichzusetzen mit einer echten (Spaß-)Sause ist.


Lauf Nicolas, lauf!
„Das Vermächtnis der Tempelritter“ ist auf den ersten Blick bereits als waschechte Jerry Bruckheimer-Produktion zu enttarnen, gehört aber zu den Werken, die sich weder richtig loben lassen wollen, noch den klaren Groll auf sich ziehen. Regisseur Jon Turteltaub („Last Vegas“), dessen Filmographie weder Fisch noch Fleisch ist, bekommt es mit dem Drehbuch von „Das Vermächtnis der Tempelritter mit einem mal mehr, mal weniger drängenden „Indiana Jones“-Plagiat zu tun. Nicolas Cage („Tokarev“), der als Benjamin Franklin Gates selber über acht Ecken Teil der amerikanischen Geschichte ist, stellt sich in die Tradition seiner Familie und begibt sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Schatz der Tempelritter. Verankert werden die Hinweise auf jenen Schatz vom Skript dann im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, vom Nationalarchiv der Vereinigten Staaten, der Independnce Hall, der Trinity Church, bis hin zu den interessant-konstruierten Geheimräumen unterhalb des Friedhofes. „Das Vermächtnis der Tempelritter“ jongliert dabei durchweg mit Chiffren und möchte den Zuschauer zum großen Rätselraten animieren.


Der Zuschauer heftet sich an die Fersen von Nicolas Cage, Diane Kruger („Inglourious Basterds“) und Justin Bartha („Hangover 3“), die gewiss keine schauspielerische Höchstleistungen glänzen, aber den Umständen entsprechend agieren. Über ein Gros seiner Handlung erstreckt sich „Das Vermächtnis der Tempelritter“ dann auch mit jeder Menge Tempo und weiß durchaus zu unterhalten, auch wenn Wendungen immer absehbar bleiben und unsere Hauptdarsteller von den Bösewichten selbst aus einem Meter Entfernung prinzipiell verfehlt werden. Etwas gehemmt wird die gute Stimmung allerdings spätestens in den letzten 40 Minuten, wenn sich bereits ein ordentlichen Maß an Zufällen und Last-Minute-Rescues angehäuft haben, diese in ihrer überspitzten Integration dann jedoch nur noch störend auffallend. „Das Vermächtnis der Tempelritter“ ist gewiss nie wirklich spannnend, weil er sich doch immer als familientaugliche Schnitzeljagd mit vorhersehbarem Ausgang versteht, doch diese sich zunehmend häufenden Zwischentöne sind im letzten Drittel mehr als lästig. Dass hier auch zum Teil der symptomatische Patriotismus leibt und lebt, muss wohl kaum noch erwähnt werden. Unterhaltsam aber bleibt der Film.


5 von 10 historischen Bifokalbrillen


von souli

Review: THE NEW WORLD - Wenn Optik das Erzählen verdrängt

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Fakten:
The New World
USA. 2005. Regie: Terrence Malick. Buch: Terrence Malick. Mit: Colin Farrell, Q’orianka Kilcher, Christopher Plummer, Christian Bale, David Thewlis, August Schellenberg, Wes Studi, Ben Mendelsohn u.a. Länge: 131 Minuten. FSK: Ab 12 Jahren freigegeben. Auf DVD und Blu-Ray erhältlich.


Story:
Erzählt wird die Geschichte von Pocahontas und Captain John Smith, der mit den ersten Kolonialisten nach Amerika kommt und von den dortigen Ureinwohnern gefangen genommen wird. Pocahontas kann eine Ermordung Smiths verhindern, dieser bleibt bei den Indianern, lebt mit ihnen, passt sich an, kommt auch der Indianerprinzessin näher, bis sie sich schließlich verlieben. Aber die unterschiedlichen Kulturen der „alten“ und der „neuen“ Welt scheinen zu unterschiedlich, sodass ein Konflikt unausweichlich scheint.




Meinung:
Und dann war der Film vorbei. Einerseits wie im Flug, andererseits wie ein langer, schnurgerader Weg, der einfach kein Ende nehmen will. Bei dem man das Ende nicht mal sieht, sondern der einfach immer weiter geht und irgendwo hinten am Horizont, in der unter- oder aufgehenden Sonne verschwindet. Ja, so ist „The New World“.

Ich lass dich nicht sterben!
In den atemberaubenden Bildern kann man sich sehr schnell verlieren. Flüsse, Tiefe, dunkle Wälder, moorartige Landschaften. Da merkt man manchmal gar nicht mehr, wie viel oder wenig Zeit vergangen ist. Optisch ein herausragender Film. Und da reiht sich auch die Kameraarbeit schön ein. Die ruhigen, weiten Bilder verstärken diese Sogwirkung der Natur. Ebenso wird das Geschehen aus sehr ungewöhnlichen Perspektiven gezeigt, was zwar manchmal etwas ungewohnt erscheinen mag, aber ebenfalls einen positiven Reiz ausstrahlt. Auch schauspielerisch kann der Film größtenteils überzeugen. Colin Farrell als John Smith ist stark und hinterlässt bleibenden Eindruck, Q’orianka Kilcher, die Pocahontas verkörpert, würde es zwar manchmal besser stehen, wenn sie einen abwechslungsreicheren Gesichtsausdruck an den Tag legen würde, aber auch sie macht ihre Sache ordentlich, vor allem wenn man bedenkt, dass sie erst 14 Jahre alt war. In der zweiten Reihe können Christopher Plummer, Christian Bale, der in der zweiten Filmhälfte etwas mehr ins Rampenlicht rückt, und Ben Mendelsohn ebenfalls überzeugen, doch von den kleineren Rollen bleibt David Thewlis, bekannt vor allem durch seine Rolle als Remus Lupin in den Harry-Potter-Filmen, wohl am meisten in Erinnerung.

Aber bis auf die außergewöhnlich gute Optik und die überzeugenden Schauspieler hat Malicks Film leider nicht wirklich viel Positives zu bieten. 

Die Ankunft in einer neuen Welt
Das liegt schon an der Erzählweise von Malick. Immer dann, wenn man sich mal nicht von den Bildern gefangen nehmen lässt, dann merkt man, wie inhaltslos der Film eigentlich ist. Und ewig in die Länge gezogen ermüden auch die tollsten Bilder sehr schnell. Energie, die noch in den traumhaften Landschaftsaufnahmen zu spüren war, ist in der Erzählstruktur genauso wenig zu finden wie ein Hauch von Spannung. Sobald der Zuschauer den Eindruck bekommt, es könnte jetzt doch mal etwas passieren, schon wird der Film noch einmal langsamer und vor allem langweiliger. Ziemlich anstrengend sind auch die ewigen Monologe der Hauptfiguren. Erst war es ja nur Colin Farrell, doch dann fängt auch Q’orianka Kilcher an, später Christian Bale. Sie ziehen sich noch schlimmer als Gustavs Spezial-Kleber aus Pippi Langstrumpf. Bedeutungsschwanger, hochtrabend und doch kaum etwas aussagend. Das heißt, sie sagen schon etwas aus, aber durch diese unendliche Langsamkeit in der Sprache schafft man es nur sehr schwer, Zusammenhänge zu erkennen und einfach am Ball zu bleiben. Schuld daran ist nicht unbedingt der Inhalt, auch wenn man hier schon ein großes Herz für Philosophie haben muss, sondern die Struktur der Off-Sätze, die in der zweiten Filmhälfte, wenn die starken Bilder weniger werden, umso mehr negativ auffällt. Beispielhaft sei nachfolgend die Grundstruktur aufgeschlüsselt: Subjekt, Prädikat (manchmal ein Objekt). Pause. Satz (eventuell mit Nebensatz). Pause. Ellipse. Wieder Pause. Hauptsatz. Wort. Pause. Wort. Pause. Selbes Wort wird wiederholt. Lange Pause. Satz (mit Nebensatz). Teilsatz wird wiederholt. Pause. Satz. Lange Pause.

Zwei unterschiedliche Kulturen in Liebe vereint
Die positiven Ansätze, die historische Geschichte von Pocahontas zu erzählen, die sind zwar löblich, aber ebenfalls zu inkonsequent umgesetzt. Ja, Malick stellt nicht historische Ereignisse in den Mittelpunkt sondern das Aufeinanderprallen von sehr unterschiedlichen Kulturen generell, hier eben gezeigt am Beispiel der beginnenden Kolonisation in Amerika, des Zusammentreffens von Engländern und Ureinwohnern und eben der aussichtslosen Liebesgeschichte zwischen Pocahontas und John Smith. Aber trotzdem bezieht er sich immer wieder auf die Historie. Und wenn Malick schon mit geschichtlichen Ereignissen beginnt und dadurch zumindest versucht, seinen Film interessanter zu machen, dann sollte er diese Aspekte nicht jedes Mal im Sand verlaufen lassen und wenigstens einmal auch einen dieser kleinen Nebenplots zu Ende erzählen.


Zusammenfassend will Terrence Malick einzig durch seine herausragenden Bilder den Zuschauer so sehr gefangen nehmen, dass er sich in einer intensiven Atmosphäre laben kann. Naja, ob er das will, das kann ich natürlich nicht richtig beurteilen, aber er tut es. Er verlässt sich auf die großartigen Naturaufnahmen. Kann man machen, aber dennoch sollte man die Geschichte nicht aus den Augen verlieren. Und die geht Malick gelinde gesagt an seiner Gesäßtasche vorbei. Ich weiß nicht, ob er es nicht kann oder ob er einfach nicht will, aber vom Erzählen hat Malick, wenn ich diesem Film trauen darf, keine Ahnung. Aneinandergereihte Szenen, die kaum Kontinuität vermitteln, dafür gespickt mit Hausfrauen-/Hausmännerphilosophie aus dem Off. Aus fast jeder Szene hätte er ein wenig entfernen müssen, um wenigstens einen halbwegs akzeptablen Spannungsbogen aufzubauen. Und auch wirkliche Gefühle lässt Malicks Geschichte nicht zu. Die werden im Off-Kommentar nüchtern beschrieben. Gute Bilder allein machen eben noch lange keinen guten Film.


4,5 von 10 schmachtende Blicke in wilder Natur