Review: FREITAG, DER 13. - EIN NEUER ANFANG - Never change a winning Team

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Fakten:
Freitag, der 13. - Ein neuer Anfang (Friday the 13th - A New Beginning)
USA, 1985. Regie: Danny Steinmann. Buch: Martin Kitrosser, David Cohen, Danny Steinmann. Mit: Melanie Kinnaman, John Shepherd, Shavar Ross, Richard Young, Marco St. John, Corey Feldman u.a. Länge: 88 Minuten. FSK: ab 16 Jahren freigegeben. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.

Story:
Tommy Jarvis, der Jason Voorhees getötet hat, ist fast erwachsen geworden, durch die Ereignisse aber in psychischer Behandlung. In einem ländlich gelegenen Heim soll er zusammen mit anderen Teenagern therapiert werden. Dann schlägt ein unbekannter Killer zu. Ist Jason von den Toten zurück gekehrt?







Meinung:
Das Ende war erst der Anfang. Eigentlich zu Grabe getragen, wurde "Freitag, der 13." nur ein Jahr später wiederbelebt. "A New Beginning", so der Titel, und das war es auch. 

Da Jason am Anfang des letzten Teils ja bereits als praktisch unkaputtbar und fern jeder Leichenstarre erlebt wurde, brauchte es eigentlich keiner großen Erklärungen, den Kultkiller aus der Kiste zu zaubern. Trotzdem gingen die Macher hier einen etwas anderen Weg, der diesem Teil einen zweifelhaften Ruf bescherte. Hardcore-Jason-Jünger sehen in ihm ein rotes Tuch, versuchte er doch der Reihe einen anderen Anstrich zu geben. Wie der aussieht, mag an dieser Stelle nicht verraten werden. Es soll ja immer noch Leuten geben, die das nicht wissen. Genau genommen offenbart "A New Beginning" bis zum Schluss nicht, ob Jason wirklich von den Toten auferstanden ist, oder nur jemand in seine übergroßen Fußstapfen tritt. Wie in den beiden ersten Filmen wird der Killer nie direkt gezeigt, mal hier die Füße, da ein Arm, sonst lässt er seine Taten für sich sprechen. Erst am Ende gibt es die Antwort. 





Da ist er wieder! Oder nicht...?
So fragwürdig diesen Vorgehen für Fans der Reihe sein mag, zumindest ist Teil 5 niemals langweilig. Die rein handwerkliche Inszenierung ist sogar besser als die von Joseph Zito in Teil 4. Der Film versucht sich zwar nicht mehr an düsterem Spannungsaufbau, das hat bei Zito aber so richtig ja auch nicht funktioniert. Hier ist es oft taghell, dafür schleppt sich dieser Teil nicht so lange dahin. Die Darsteller sind etwas besser, der Humor wieder etwas freiwilliger, es erinnert mehr an Teil 3 als 4. Der Bodycount ist recht hoch, es gibt kaum eine Durststrecke, in der nicht irgendjemand böse ins Gras beissen muss. Dadurch ist das Tempo stimmiger als beim direkten Vorgänger, bei dem es durchaus kräftige Durchhänger gab. So viel und durchaus deftig hier zum Teil gestorben wird, etwas mehr Kreativität wäre schön gewesen. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es die Machete in Magen und durch die Kehle, gemessen an dem hohen Leichenberg hätte es abwechslungsreicher sein können. 



Das "A New Beginning" so sehr abgestraft wurde, halte ich für leicht überzogen. Denn schlussendlich bietet der Film nicht mehr oder weniger, als von der Reihe (inzwischen) zu erwarten ist. Egal, was das Finale als Erklärung parat hält, bis dahin ist alles möglich und unterhält im Rahmen des Anspruchs doch recht solide. Theoretisch ist der Versuch einer Frischzellenkur auch nicht die schlechteste Idee, vielleicht war es nur etwas zu drastisch. Der Fehler wurde schließlich wieder behoben, auf Nummer sicher gegangen. Vier Teile später, bei "Jason Goes To Hell", wurde erneut ein Experiment gewagt, was schlussendlich besser funktionierte und aufgenommen wurde. Dazu aber später mehr...

5,5 von 10 gescheiterten Innovationsideen




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