Die
Fortsetzung auf die wir alle sehnsüchtig gewartet haben, hat nun ihren ersten
Trailer erhalten. Das Sequel zu Martin Scorseses Meisterwerk „Wie ein wilder Stier“, „The Bronx Bull“, steht in den Startlöchern und der Trailer verspricht
großes, emotionales Kino mit DEN Topstars aus Hollywood. Robert DeNiro hatte
aber leider keine Zeit, der musste wohl seine Garage ausräumen, als der Film
gedreht wurde. Dafür darf man als Zuschauer aber William Forsythe, Alicia Witt,
Penelope Ann Miller, Tom Sizemore, Joe Mantegna, Paul Sorvino und Natasha Henstridge
bewundern. Einen Starttermin gibt es bislang noch nicht, wir hoffen aber, dass
dieses Sequel es zu uns ins Kino schafft und nicht wie andere total notwendige sowie
gelungene Fortsetzungen (Stichwort: „Easy Rider 2“) in den
Direct-to-DVD-Giftschrank abgeschoben wird. Regie führt übrigens Martin Guigui,
der bereits Comedy-Klassiker wie „The Casting Couch“ gedreht hat. Viel Spaß mit
dem Trailer. Ach ja, wer in diesem Text Ironie findet, darf sie behalten.
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Review: HALLOWEEN – Der Mensch im Schatten des absolut Bösen
Eingestellt von
stu
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Fakten:
Halloween
USA. 2007. Regie und Buch: Rob Zombie. Mit: Scout Taylor- Compton, Tyler Mane, Malcolm McDowell, Brad Dourif, Shari Moon Zombie, Daeg Ferch, Dee Wallace Stone, Danielle Harris, William Forsythe, Danny Trejo, Ken Foree, Sybil Dannind, Bill Moseley, Lew Temple, Udo Kier, Daryl Sabara, Clint Howard, Daniel Roebuck, Tom Towles, Adrienne Barbeau, Sid Haig u.a. Länge: 105 Minuten (Kinofassung), 116 Minuten (Director’s Cut). FSK: freigegeben ab 18 Jahren (Kinofassung), SPIO/JK-Freigabe (Director’s Cut, indiziert). Auf DVD und Blu-ray erhältlich.
Halloween
USA. 2007. Regie und Buch: Rob Zombie. Mit: Scout Taylor- Compton, Tyler Mane, Malcolm McDowell, Brad Dourif, Shari Moon Zombie, Daeg Ferch, Dee Wallace Stone, Danielle Harris, William Forsythe, Danny Trejo, Ken Foree, Sybil Dannind, Bill Moseley, Lew Temple, Udo Kier, Daryl Sabara, Clint Howard, Daniel Roebuck, Tom Towles, Adrienne Barbeau, Sid Haig u.a. Länge: 105 Minuten (Kinofassung), 116 Minuten (Director’s Cut). FSK: freigegeben ab 18 Jahren (Kinofassung), SPIO/JK-Freigabe (Director’s Cut, indiziert). Auf DVD und Blu-ray erhältlich.
Story:
Als Kind richtete Michael Myers ein Blutbad an und wurde in ein Sanatorium gebracht. Dort versuchte der Psychologe Dr. Loomis einen Zugang, zu dem Jungen zu finden – ohne Erfolg. Jahre später, Michael gilt als nicht therapierbar, kann er fliehen und kehrt in seine Heimatstadt zurück. Dabei hinterlässt er eine Spur und Blut und Toten.
Meinung:
Wer 'Slasher' sagt, muss zwangsläufig auch „Halloween – Die Nacht des Grauens“ sagen. Gerne als Blaupause des Slasher-Movies deklariert, haben Sergio Martinos „Die Säge des Teufels“ (1973) und Bob Clarks „Jessy – Die Treppe in den Tod“ (1974) zwar die Nase vor John Carpenters Meisterwerk ein Stück weit vorn, wirkungsvoller als der ehemalige 'Master of Horror' ist jedoch nur selten ein Filmemacher mit dem Subgenre umgegangen. Noch heute gilt „Halloween – Die Nacht des Grauens“ als filmhistorisches Lehrstück in Sachen Spannungsaufbau und kreierte mit Michael Myers einen mythischen Archetyp unter den Maskenmördern, der in einem äußerst durchwachsenen Franchise von ganzen acht Teilen so manches Mal verunglimpft wurde. Im Jahre 2007 aber wurde auch Michael Myers Opfer des Remake-Trends und musste sich einer Neuauflage unterziehen, konnte sich dabei aber glücklich schätzen, mit Rob Zombie, der zuvor mit „Haus der 1000 Leichen“ und „The Devil's Rejects“ in Genre-Zirkeln Entzückung auslösen konnte, unter dem Diktat eines echten Geeks gelandet zu sein.
Wer 'Slasher' sagt, muss zwangsläufig auch „Halloween – Die Nacht des Grauens“ sagen. Gerne als Blaupause des Slasher-Movies deklariert, haben Sergio Martinos „Die Säge des Teufels“ (1973) und Bob Clarks „Jessy – Die Treppe in den Tod“ (1974) zwar die Nase vor John Carpenters Meisterwerk ein Stück weit vorn, wirkungsvoller als der ehemalige 'Master of Horror' ist jedoch nur selten ein Filmemacher mit dem Subgenre umgegangen. Noch heute gilt „Halloween – Die Nacht des Grauens“ als filmhistorisches Lehrstück in Sachen Spannungsaufbau und kreierte mit Michael Myers einen mythischen Archetyp unter den Maskenmördern, der in einem äußerst durchwachsenen Franchise von ganzen acht Teilen so manches Mal verunglimpft wurde. Im Jahre 2007 aber wurde auch Michael Myers Opfer des Remake-Trends und musste sich einer Neuauflage unterziehen, konnte sich dabei aber glücklich schätzen, mit Rob Zombie, der zuvor mit „Haus der 1000 Leichen“ und „The Devil's Rejects“ in Genre-Zirkeln Entzückung auslösen konnte, unter dem Diktat eines echten Geeks gelandet zu sein.
| Michael ist ein echt schneidiger Typ |
| Der kleine Michael übt schon mal für später |
| Michael istvom Lungenvolumen des Opfers beeindruckt |
Zeitgleich sind auch die Darsteller, die, bis auf Malcolm McDowell als Dr. Loomis, alle austauschbar bleiben, dazu verdammt, Diaologzeilen nachzuäffen. Die biedere Moral Carpenters, die durch sein handwerkliches Geschick jedoch brillant kaschiert wurde, lässt Zombie in dreckigen Fotografien auflegen, um seinen Gewaltspitzen einen nicht gerade unscheinbaren misogynen Subtext anzuheften. Das Grauen hat den Weg in die Vorstadtidylle gefunden, um das letzte Bisschen Vergangenheit in seinem Inneren zu finden (und zu eliminieren), doch das Grauen entsteht nicht durch seine Stimmung, sondern durch den Umgang mit dem Sujet, das sich irgendwann größtenteils nur noch als uninteressanter 08/15-Slasher enttarnen lässt. Ausgenommen sind die Momente, in denen das einprägsame Musik des Originals langsam losbricht. Die Brillanz dieses Themas lässt sich wohl kaum in Worte fassen, sorgt sie doch auch in diesem durchschnittlichen, per se dann doch recht vergessenswertes Werk für Gänsehaut.
4,5 von 10 aufgeschlitzten Kehlen
von souli
Review: ARIZONA JUNIOR - Der Humor irre, die Figuren skurril, die Emotionen real
Eingestellt von
stu
Keine Kommentare:

Fakten:
Arizona Junior (Raising Arizona)
USA. 1987. Regie: Joel Coen. Buch: Joel Coen, Ethan Coen. Mit: Nicolas Cage, Holly Hunter, Trey Wilson, William Forsythe, John Goodman, Sam McMurray, Frances McDormand, Randall “Tex” Cobb, M. Emmet Walsh u.a. Länge: 90 Minuten. FSK: freigegeben ab 12 Jahren. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.
USA. 1987. Regie: Joel Coen. Buch: Joel Coen, Ethan Coen. Mit: Nicolas Cage, Holly Hunter, Trey Wilson, William Forsythe, John Goodman, Sam McMurray, Frances McDormand, Randall “Tex” Cobb, M. Emmet Walsh u.a. Länge: 90 Minuten. FSK: freigegeben ab 12 Jahren. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.
Story:
Der notorische Kriminelle H.I. verliebt sich in die Polizistin Edwina und macht ihr einen Antrag, den sie auch annimmt. Nun soll für H.I. das Leben in der Illegalität aber vorbei sein und tatsächlich versucht er sich an einem normalen Alltag. Um ihre Ehe perfekt zu machen fehlt jetzt nur noch Nachwuchs, doch Edwina erweist sich als unfruchtbar. Ein schwerer Schlag für das Paar. Als sie aus den Nachrichten vernehmen, dass der „Möbelkönig“ Nathan Arizona und seine Gattin Fünflinge bekommen haben, beschließen H.I. und Edwina eines der Babys zu kidnappen.
Meinung:
Manche Filmen verdienen sich das Privileg, samt Kultstatus in die kinematographische Historie einzuziehen, obwohl sich der generalisierte Erfolg in der Öffentlichkeit nicht als gemeinschaftliches Gelingen deklarieren lassen möchte, sondern allem Anschein nach nur Teilbereichen von vereinzelten Kräften zu verdanken ist. Ist also ein Schauspieler mit Weltruhm an Bord, bleiben weitere Aspekte im Volksmund unbenannt und Szenen ohne die Präsenz der beliebigen Berühmtheit werden so schnell zu belanglosem Beiwerk degradiert. Steht hingegen ein Regisseur im Mittelpunkt, dessen retrospektiven Verdienste seine Person zwangsläufig einer groben Kanonisierung unterzogen haben, sind seine Werke somit fortwährend von vorgefertigter Meinung gesegnet, egal welche Art von Ideologie propagiert wird oder welch inszenatorische Scharmützel sich auch immer anhäufen mögen: Das Sprachrohr des Journalismus scheint nur Rosenblüten auf dessen Haupt zu verstreuen.
Manche Filmen verdienen sich das Privileg, samt Kultstatus in die kinematographische Historie einzuziehen, obwohl sich der generalisierte Erfolg in der Öffentlichkeit nicht als gemeinschaftliches Gelingen deklarieren lassen möchte, sondern allem Anschein nach nur Teilbereichen von vereinzelten Kräften zu verdanken ist. Ist also ein Schauspieler mit Weltruhm an Bord, bleiben weitere Aspekte im Volksmund unbenannt und Szenen ohne die Präsenz der beliebigen Berühmtheit werden so schnell zu belanglosem Beiwerk degradiert. Steht hingegen ein Regisseur im Mittelpunkt, dessen retrospektiven Verdienste seine Person zwangsläufig einer groben Kanonisierung unterzogen haben, sind seine Werke somit fortwährend von vorgefertigter Meinung gesegnet, egal welche Art von Ideologie propagiert wird oder welch inszenatorische Scharmützel sich auch immer anhäufen mögen: Das Sprachrohr des Journalismus scheint nur Rosenblüten auf dessen Haupt zu verstreuen.
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| Edwina und H.I. im Babyglück |
| Man soll den Babysitter nie nach dem Äußeren bewerten |
„Arizona Junior“ erzählt so unter seinem Wahnsinn und den Absurditäten eben auch eine Geschichte über ein Paar, er, Herbert, ein Ex-Knacki, sie, Edwina, eine Polizistin, denen es nicht vergönnt ist, ein Kind zu bekommen und in Adoptionsheimen aufgrund von Herberts Akte geradewegs abgeschoben werden, obwohl sie sich doch sicher waren, dass Edwinas Beruf für eine gewisse Kompensation sorgen würde. Also muss eine Verzweiflungstat her und eine steinreiche Familie, mit der es das Schicksal besonders gut meinte – Fünflinge! - wird um eines ihrer Sprösslinge erleichtert. Was folgt ist ein wilder Ritt durch eine Welt, deren Anschein nicht der Realität entsprechen mag, ihre Gefühle sind aber unverkennbar in dieser verankert. Und wenn sich am Ende die Wogen glätten mögen, bleibt der Wunsch einer Kleinfamilie doch nur ein Traum, dessen Erfüllung genau dann zerplatzt, wenn man seine Augen öffnet. Unterhaltsam, zuweilen urkomisch, mit Wortwitz und Situationskomik ohne Ende, aber doch nie durchgängig abgehoben. Ja, ein besonderer Film.
7 von 10 Verfolgungsjagden über Tische und Bänke
von souli
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