Der Name Michael Bay steht seit nunmehr
zwei Jahrzehnten für Action, Explosionen, verärgerte Kritiker und einer
kindischen Reaktion auf kritische Stimmen. Nun nimmt sich
der Mann, der seit ein paar Jahren regelmäßig die Kino-Charts mit seinen
„Transformers“-Filmen zerbombt, eine Geschichte mit wahrem und politisch
brisantem Hintergrund vor, um einen spannenden Kriegsfilm zu inszenieren. Nun ist der erste Trailer (normal und
R-Rated) zu „13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi“ da, der mit den
Bay-typischen Explosionen, patriotischen Einzeilern, Brüllereien,
amerikanischen Flaggen und echten Männern aufwarten kann. Kein
Mark Wahlberg, dafür aber allerhand Männer mit Gesichtsbehaarung, von denen die
bekanntesten wohl James Badge Dale und John Krasinski (siehe Bild) sein werden, rennen hier
durch die verfallenen Straßen, beteuern ihren Willen für ihr großartiges Land
zu sterben und begeben sich selbstlos auf eine selbstmörderische Reise, um die
Anwesenden im amerikanischen Konsulat in Libyen zu retten. Viel Spaß beim
Schauen. Der deutsche Kinostart ist übrigens der 4. Februar 2016.
Fakten: Zombie 2 - Das letzte Kapitel (Day of the Dead) USA,
1985. Regie & Buch: George A. Romero. Mit: Lori Cardille, Terry
Alexander, Joseph Pilato, Jarlath Conroy, Anthony Dileo Jr., Richard
Liberty, Sherman Howard, Gary Howard Klar, Ralph Marrero, John Amplas
u.a. Länge: 97 Minuten. FSK: keine Freigabe. Auf DVD und Blu-ray
erhältlich.
Story: Die Apokalypse ist
eingetreten, die lebenden Toten haben den Erdball bevölkert, in einem
unterirdischem Bunker haben sich eine Hand voll Soldaten versammelt, der
Wiederstand gegen das lebendige Gammelfleisch, aber die eigentliche
Gefahr kommt nich von draußen, sondern von innen.
Meinung: Der
Abschluss von George A. Romeros (ersten) Trilogie ist stilsicher und
absolut konsequent, der Kreis schließt sich, in jeglicher Hinsicht.
"Night of the Living Dead" zeigte die Auferstehung der Toten, es gab
kaum Erklärungen, es ließ das Szenario für sich sprechen. Zehn Jahre
später kam "Dawn of the Dead", der schilderte, wie die Menschheit
vernichtet wurde, die lebenden Toten die Zivilisation auffraßen. "Day of
the Dead" ist das Finale, das Ende vom Ende. Und was ist das Ende? Wir
sind es!
Auch Tote wissen ein gutes Buch zu schätzen
Romeros Reihe hatte immer einen
sozial-kritischen Ansatz, aber bei "Day of the Dead" ist er so
offensichtlich wie nie zuvor. Die unvermeidliche Dystopie findet hier
seinen Höhepunkt, alles scheint, aufbauend auf den Vorgängern, einfach
logisch sein Ende zu finden. Das gefährlich-abgehangene Gammelfleisch
spielt lange kaum eine Rolle, die wahre Gefahr geht von den lebenden
Menschen aus. Das ist so radikal wie bei keinem der Vorgänger: In
Extremsituationen sind wir gefährlicher, als die eigentliche Bedrohung.
Spannung existiert bei "Day of the Dead" immer dann besonders, wenn die
Zombies keine Rolle spielen. Aber wenn, dann richtig....
An
der Stelle sei, wiedermal, mein Liebling Tom Savini erwähnt, der einen
exzellente Job macht. Die Masken und besonders die Effekte, sind
unglaublich. Kein Wunder, dass die FSK da über dem Eimer hängt,
sagenhaft, CGI für die Tonne! "Day of the Dead" ist ein
sehr würdiger Abschluß von Romeros Lebenswerk, in etwa gleichwertig mit
"Night of the Living Dad" (obwohl eben ganz anders), und hinter dem
Filet-Stück "Dawn of the Dead", dem Zombie-Film schlechthin. Aber das
ist ja schon mal was.