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Review:THE HUNTSMAN & THE ICE QUEEN - Ohne Snow White ist man besser dran

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Fakten:
The Huntsman & the Ice Queen (The Huntsman: Winter’s War)
USA. 2016.
Regie: Cedric Nicolas-Troyan. Buch: Craig Mazin, Evan Spiliotopoulos. Mit: Chris Hemsworth, Emily Blunt, Jessica Chastain, Charlize Theron, Nick Frost, Rob Brydon, Sam Claflin, Alexandra Roach, Sophie Cookson, Colin Morgan, Ralph Ineson, Sheridan Smith, Jonathan Buckhouse, Sam Hazeldine, Mark Haldor u.a. Länge: 114 Minuten. FSK: freigegeben ab 12 Jahren. Im Kino.


Story:
Einige Jahre bevor Snow White sich gegen die böse Königin Ravenna auflehnt, dienen Huntsman Eric und die Kriegerin Sara unter der Eiskönigin Freya. Die verlangt von ihren Soldaten, der Liebe abzuschwören, doch Eric und Sara können ihre Gefühle füreinander nicht verleugnen. Als Freya und ihre Schwester Ravenna gemeinsam das Königreich bedrohen, liegt es an Eric und Sara, die Welt vor der Dunkelheit zu retten.




Meinung:
Mit „Snow White and the Huntsman“ konnte Universal vor vier Jahren einen profitablen Hit für sich verbuchen. Stolze 396 Millionen US-Dollar erwirtschaftete der Film weltweit an den Kinokassen und verhalf damit modernisierte Märchen, bzw. massentaugliche Interpretationen davon als neuen Blockbuster-Trend zu etablieren - was später von Disney mit „Cinderella“ und „Maleficent – Die dunkle Fee“ weiter ausgebaut wurde. In den nächsten Jahren sollen noch mehr solcher filmischer Vehikel in unsere Kinos kommen, deren Anfang mit Terry Gilliam „Brothers Grimm“ im Jahre 2005 noch auf unfruchtbaren Boden stieß.


Dunkle Zeiten aus der Vergangenheit des Huntsman
Nun erwartet uns mit „The Huntsman & the Ice Queen“ erstmal eine Fortführung des erfolgreichen Märchen-Actionfilm-Hybriden aus dem Jahr 2012.Diesmal unter der Regie von Cedric Nicolas-Troyan, der hiermit sein Regiedebüt abliefert und Rupert Sanders beerbt, der nach einer Affäre mit Snow White-Darstellerin Kirsten Stewart wohl für zu viele negative PR sorgte. Aber auch Stewart blieb dem Projekt fern, stattdessen fokussiert sich die Fortsetzung, welche im ersten Akt als Prequel beginnt, voll und ganz auf den von Chris Hemsworth gespielten Eric, den Huntsman aus dem ersten Teil. Der Verzicht auf Snow White ist nicht die einzige Reduzierung, die der Film präsentiert. So wurden die sieben Zwerge auf zwei verringert und die Märchenwelt um einige Stilelemente erleichtert (der Vorgänger war noch ein wildes Potpourri verschiedenster Fantasywelten, die teilweise sogar an die Werke des Studios Ghibli erinnerten). Dafür wurde an anderer Stelle ordentlich draufgepackt. Nicht nur, dass es mit Charlize Theron als böser Königin Ravenna, ein Wiedersehen gibt, nein, diesmal bekommt es der Huntsman auch mit deren frostiger Schwester, der Eiskönigin Freya, zu tun sowie mit einer alten Geliebten. Emily Blunt und Jessica Chastain fällt es zu, diese beiden Rollen einzunehmen und sie bilden gemeinsam mit Charlize Theron ein namhaftes Trio, welches eigentlich Qualität suggeriert und wohl auch Zuschauer anlocken soll, die den ersten Teil links liegen ließen.


Der Teufel trägt Prada, die Eiskönigin Metall
Tatsächlich gelingt es den Machern bei „The Huntsman & the Ice Queen“ wesentlich besser als im Vorgänger eine Geschichte widerzugeben, die nicht immer wieder durch diverse verschiedene Stilwelten trampelt, ohne dabei sich eine eigene Basis zu schaffen. In der Fortsetzung gelingt die Annektierung eines Märchenreichs wesentlich besser, eben weil die präsentierte Fantasywelt diesmal wie aus einem Guss wirkt, auch wenn das Drehbuch von Evan Spiliotopoulos und Craig Mazin letztlich seine Versatzstücke aus diversen Märchen nimmt und bei der Fusionierung dieser nicht wirklich ein harmonisch wirkendes Ganzes produziert. Stattdessen wirkt das Ganze immer noch mehr wie ein Flickenteppich, bei dem der Titelheld und sein späteres Gefolge von Etappe zu Etappe geschickt werden, während im Königreich von Emily Blunts Eiskönigin die Liebe immer wieder als wahres Böses deklariert wird. Zur Erklärung: Einst wurde Freya von der Liebe hintergangen und sorgt nun in ihrem Königreich dafür, dass all diejenigen bestraft werden, die sich nicht von der Liebe lösen. Dass der Huntsman dagegen rebelliert, das Freya selbst nur ein Opfer ist und dass böse Mächte ihr manipulatives Spiel spielen, sollte da niemanden überraschen, denn „The Huntsman & the Ice Queen“ tischt seine Geschichte und seine Charaktere teilweise so stumpf und schematisch auf, dass das Märchen letztlich nur zu einem Deckmantel wird, um gängige erzählerische Konventionen mut- und wagnislos über sich ergehen zu lassen.


Immerhin: „The Huntsman & the Ice Queen“ kommt weitestgehend ohne Längen aus, die Figuren besitzen untereinander gut harmonierende Dynamiken und auch wenn der Fantasyfilm erzählerisch arg sprunghaft und notdürftig zusammengenormt erscheint, gelingt dem Regisseur hier zumindest ein kompaktes Gesamtwerk, dass beweist, das Märchen und phantastische Geschichten auch dann ein Opfer von Redundanz und Kalkül werden können, wenn sie mit viel Aufwand betrieben werden. Alles in allem ist das Sequel nicht so ärgerlich wie sein Vorgänger, wahre Kinomagie sieht und fühlt sich dennoch anders an.


4 von 10 entflammbaren Trollen

Review: MAD MAX: FURY ROAD - Start Your Engines!

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Fakten:
Mad Max: Fury Road
AUS, USA, 2015. Regie: George Miller. Buch: George Miller, Brendan McCarthy, Nick Lathouris. Mit: Tom Hardy, Charlize Theron, Nicholas Hoult, Hugh Keays-Byrne, Josh Helman, Nathan Jones, Zoë Kravitz, Rosie Huntington-Whiteley, Riley Keough, Abbey Lee, Courtney Eaton, John Howard, Richard Carter u.a. Länge: 120 Minuten. FSK: Freigegeben ab 16 Jahren. Ab dem 17. September. 2015 auf DVD, Blu-ray und Blu-ray 3D erhältlich.



Story:
Mad Max, durch seine zahlreichen Schicksalsschläge in der postapokalyptischen Welt schwer gezeichnet, gerät in die Fänge des despotischen Warlords Immortan Joe, der durch Förderung und Kontrolle des kostbarsten Guts dieser Tage, Wasser, ein Schreckensregime aufgebaut hat und das arme Fußvolk sklavisch im Griff hat. Als eine seiner Soldatinnen, die taffe Furiosa, mit seinem zur makellosen Fortpflanzung gehaltenen Harem flieht, um den Frauen in ihrer alten Heimat die Chance auf Freiheit zu ermöglichen, startet Joe eine Treibjagd. Max wird eigentlich nur als „Ersatzteillager“ vor den Karren gespannt, kann seinen Peinigern jedoch entkommen und schließt sich mehr oder weniger freiwillig den Flüchtlingen an. Eigentlich nur auf sein eigenes Überleben fokussiert, beginnt er langsam wieder Verantwortung zu übernehmen, was er nie mehr wollte…




Meinung:
Da ist er nun. Der neue „Mad Max“, heiß begehrt und leicht gefürchtet. Bei seiner Ankündigung eher gefürchtet, spätestens seit den ersten Bildern heiß begehrt. Ausnahmsweise mal kein Remake eines Klassikers, „Fury Road“ ist doch tatsächlich ein Sequel geworden und – das ist besonders spektakulär – auch noch von dem Regisseur und Schöpfer der Originaltrilogie George Miller wieder aus dem Ruhestand geholt. Mel Gibson ist selbstverständlich auf der Strecke geblieben (obwohl, wenn man im Kino schon den Trailer zu „Terminator: Genisys“ sieht, was ist schon selbstverständlich…), Tom Hardy tritt in seiner Fußstapfen. Logisch und völlig in Ordnung, nur weil der letzte Teil der Reihe genau 30 Jahre zurückliegt, muss (und sollte) die Handlung nicht dieselbe Handlungslücke aufweisen, dann wäre der Film eher was zu warmer Milch und trockenem Gebäck kurz vorm Schlafengehen um 17 Uhr.


Abhängen, total unentspannt.
Um den folgenden, leider sehr deutlichen Kritikpunkten eine Lobeshymne vorweg zu stellen: Wie George Miller (rein gemünzt auf seine Arbeit als Regisseur) allen eventuellen Unkenrufen zu Trotz hier die nicht ansatzweise alt wirkenden Muskeln spielen lässt, ist eine Ansage. Seine einzigen Filme seit der Jahrtausendwende: „Happy Feet“, Teil 1 & 2, niedliches Animationszeugs mit tanzenden Pinguinen. Und nun, mit 70 Jahren, kommt der mit so was um die Ecke. „Fury Road“ ist auf seine formale Präsentation bezogen das Maß der Dinge, wie ein Actionfilm 2015 aussehen sollte. Krach, Bum und Peng, das kennen wir inzwischen zur Genüge und ist längst Standard, aber das WIE ist immer noch eine andere Frage. Jeder aktuelle Film mit dem entsprechenden Budget macht eine dicke Welle, aber kaum einer erzeugt so einen Sandsturm wie „Fury Road“. Dauernd geht irgendwas zu Bruch, geht in Flammen auf, wird überfahren und überschlägt sich, wobei diesmal sogar nicht andauernd zu sehen ist, wann denn CGI oder sogar „echte“ Effekte bemüht wurden, zumindest teilweise. Das sieht aus wie in einem Guss, killt nicht die Stimmung, hier brennt einfach durchgehend der Baum. Und wie es sich für einen Film dieser Genre-Gattung gehört, zum Sterben ist sich keiner zu schade. Bei Marvel und Co. wird das ungerne und wenn, dann nur in Einzelfällen, nicht rabiat und bitte schön theatralisch, zum kurz die Luft anhalten. „Fury Road“ wird seinem Namen sehr gerecht, immer drauf los, mit Opfern ist zu rechnen und zum Trauern bleibt niemals Zeit, keine Blumen für die Toten.


Schöner werden Antagonisten bestimmt nicht mehr...
Was Dynamik angeht, wirkt der alte Mann George Miller wesentlich frischer als die unzähligen Blockbuster-Regisseure heutzutage, deren Namen man gar nicht mehr mit dem fertigen Film in Verbindung bringt. Was „Fury Road“ neben der brillant inszenierten Action auszeichnet – und diese gerade dadurch noch aufwertet – ist seine Detailverliebtheit. Manches wirkt für das heutige Event-Kino extrem weird, wild, roh. Eine hervorragende Ausstattungen, bizarre Figuren und Momente (allein Bad Guy Immortan Joe sieht aus wie das Kind von Skeletor und Hordak von den „Maters of the Universe“, super), großartige Mini-Ideen (im furiosen Finale kommen sogar Anleihen an Piraten-Filme ins Spiel, nur um nicht zu viel zu verraten), das ist alles wunderbar und mit dem Mut zur Lücke, denn nicht alles muss ausführlich erklärt werden, steht in seinem dem lange schon dominierenden Chaos einfach für sich, ganz beiläufig. Unterlegt von den Klängen eines Junkie XL (Ähnlichkeiten zum Namen des Text-Autors nicht nur zufällig), prasselt einiges auf einen ein. Miller entfesselt den puren Wahnsinn, sorgt damit jedoch erstaunlich schnell fast für eine Übersättigung. Ab der Mitte des Films ist man den ewig gleichen (dennoch geil gemachten) Drive-Hard-and-Die-Szenen bald schon überdrüssig. Jetzt, spätestens jetzt, sollte mal was passieren, was dem Film ein Minimum an anderem Input gibt. Dem ist leider kaum so.


Auf diesem Highway ist durchgehend die Hölle los...
An der Story wurde in den letzten 30 Jahren wohl nicht ausgiebig gearbeitet. Die sichtliche Akribie liegt in den Schauwerten und der ausgefeilten Darbietung der Actionszenen, was auch kein Problem ist, nur dann im Gegenzug fast nichts an Geschichte beizusteuern enttäuscht gewaltig. Besonders die Figur des Mad Max ist eigentlich total egal. Tom Hardy bekommt niemals die Chance, dem Film seinen Stempel aufzudrücken, überhaupt mal nennenswert im Mittelpunkt zu stehen. Wortkarg grummelt er sich bis zum Abspann, was soll er auch sagen, die Show gehört neben der Action eher Charlize Theron, die ihren Job ruppig-gut macht. Der eigentliche Held geht in dem Getöse komplett unter, wird vom Namensgeber zum Statisten und Stuntman. Wäre „Fury Road“ nicht so bombastisch vorgetragen, er hätte kaum was zu bieten. Es stellt sich die Frage, wie so ein Film bei einer Zweit(oder Erst)sichtung vor der eigenen Glotze rüberkommt, ohne 3D (was allgemein eher für Unschärfe sorgte und lediglich gegen Ende ein paar nette Momente parat hielt) und ATMOS-Sound (der rockt bei dem Film ganz hart!) rüber kommt. Eher schmaler. Mit mehr Gewicht auf seine Schwächen. Die leider unübersehbar sind und mit ganz wenig Feintuning an entscheidenden Stellen sogar nicht unbedingt der Rede wert. So allerdings einem die dicke Freak-Show leicht bis mittelschwer verhageln.


„Mad Max: Fury Road“ ist eine kleine Enttäuschung auf hohem Niveau. Was Action, Rasanz und kleine Einfälle angeht, ist der top. Der Rest maximal zweckdienlich. Was hätte das für ein Brett werden können, so ist er gut zu konsumieren und partiell deutlich zu loben, gleichzeitig aber auch unnötig zu kritisieren, davor lassen sich kaum die Augen schließen. Ein eigentlich absolut sehenswerter Film mit dummen Kinderkrankheiten. Egal, schnell ins Kino, da stören die nicht so stark.

6,5 von 10 Galionsfiguren mit Maulkorb

Trailerpark: What a lovely Trailer - Finaler Trailer zu MAD MAX: FURY ROAD macht Lust auf mehr

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Der finale Trailer zu „Mad Max: Fury Road“ ist da und er macht definitiv Lust auf mehr. Wenn George Miller, Regisseur der Vorgänger, es schafft, dass die staubige Epik und eindrucksvolle Visualität des Trailers auch so im fertigen Film zu finden ist, dann könnte Teil 4 der Reihe wohl zu einem echten Hit werden, den man sich unbedingt auf der großen Leinwand ansehen sollte. Mit dabei sind Tom Hardy („No Turning Back“), der Mel Gibsons Rolle des Max Rockatansky übernimmt, sowie Charlize Theron, Nicholas Hoult („X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“), Zoe Kravitz („X-Men: First Class“), Adelaide Clemens („Silent Hill: Revelations“) und Hugh Keays-Byrne. Dieser wird die Rolle des Immortan Joe übernehmen. Interessant dabei ist die Tatsache, dass er im ersten „Mad Max“ bereits den Widersache Toecutter spielte. „Mad Max: Fury Road“ erscheint bei uns wohl am 15. Mai 2015. Wir freuen uns jetzt riesig drauf.


 

Trailer: Die Wüste brennt - Zweiter Trailer zu MAD MAX: FURY ROAD

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Der erste Trailer war ja bereits wundervoll. Der neue Trailer hingegen ist schlichtweg faszinierend. Ein einziger Rausch, der die Erwartungshaltungen in astronomische Höhen schraubt. Wenn der Film das einlöst, was der Trailer verspricht, dann können wir uns auf ein wahres Meisterwerk des Endzeit-Anarchismus einstellen. Da wird so einiges gehen. Aber überzeugt euch einfach selbst.


Trailerpark: Heiß, laut, staubig - Erster Trailer zu MAD MAX: FURY ROAD tritt auf's Gas

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Der erste Trailer zu „Mad Max: Fury Road“ ist da und er macht definitiv Lust auf mehr. Wenn George Miller, Regisseur der Vorgänger, es schafft, dass die staubige Epik und eindrucksvolle Visualität des Trailers auch so im fertigen Film zu finden ist, dann könnte Teil 4 der Reihe wohl zu einem echten Hit werden, den man sich unbedingt auf der großen Leinwand ansehen sollte. Mit dabei sind Tom Hardy („No Turning Back“), der Mel Gibsons Rolle des Max Rockatansky übernimmt, sowie Charlize Theron, Nicholas Hoult („X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“), Zoe Kravitz („X-Men: First Class“), Adelaide Clemens („Silent Hill: Revelations“) und Hugh Keays-Byrne. Dieser wird die Rolle des Immortan Joe übernehmen. Interessant dabei ist die Tatsache, dass er im ersten „Mad Max“ bereits den Widersache Toecutter spielte. „Mad Max: Fury Road“ erscheint bei uns wohl am 15. Mai 2015. Wir freuen uns jetzt riesig drauf.