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Review: STAR WARS: DIE LETZTEN JEDI - Auf zu neuen Pfaden

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Fakten:
Star Wars: Die Letzten Jedi (Star Wars: The Last Jedi)
Regie und Buch: Rian Johnson. Mit: Daisy Ridley, Mark Hamill, Adam Driver, Oscar Isaac, John Boyega, Domhnall Gleeson, Carrie Fisher, Andy Serkis, Laura Dern, Benicio del Toro, Kelly Marie Tran, Gwendoline Christie, Billie Lourd, Peter Mayhew uvm. Länge: 151 Minuten. FSK: freigegeben ab 12 Jahren. Ab dem 14. Dezember 2017 im Kino.

Story:
Rey (Daisy Ridley), mit den Erfahrungen ihres ersten großen Abenteuers in den Knochen, geht bei Luke Skywalker (Mark Hamill) auf dem Inselplaneten Ahch-To in die Lehre. Luke ist der letzte Jedi, der letzte Vertreter des Ordens, auf dem die Hoffnung ruht, dass Frieden in der Galaxis einkehrt. Doch die Schergen der Ersten Ordnung lassen Meister und Schülerin in der Insel-Idylle nicht lange in Ruhe. Und einer von Lukes ehemaligen Schützlingen, Kylo Ren (Adam Driver), hat die finstere Mission noch längst nicht beendet, die ihm Snoke (Andy Serkis) auftrug…




Meinung:
Vor zwei Jahren gelang es Regisseur J. J. Abrams das wohl beliebteste Filmfranchise aller Zeiten von dem furchtbaren Nachgeschmack der Prequels zu befreien. Er brachte Star Wars mit The Force Awakens wieder auf Kurs und leutete die neue Trilogie mit einem Paukenschlag ein. Doch mit der Zeit wurden die Stimmen derer immer lauter, die dem neuen Film zu große Ähnlichkeiten zu der alten Trilogie und hierbei insbesondere Episode 4 attestieren wollten. Es brauchte also einen frischen Wind in der weit weit entfernten Galaxie. Dieser trat in Form von Rian Johnson auf. Von Beginn an wurde die Wahl des Regisseurs begrüßt und der Cast machte in Interviews immer wieder klar, dass er interessante und auch riskante Entscheidungen getroffen hat. Doch ob das reicht um nun auch die Kritiker von Force Awakens auf seine Seite zu holen?

Die Sorge, dass wir mit The Last Jedi einen zweiten Empire Strikes Back bekommen, erweist sich zum Glück als unbegründet. Rian Johnson beschreitet komplett neue Pfade und geht große Risiken ein. Risiken, die sich meist auszahlen, aber nicht jedem gefallen werden. Als Grundhandlung des Films dient ein recht simpler Konflikt. Das gibt Johnson Zeit und Raum um sich auf die Charaktere und deren Entwicklung zu konzentrieren. Entwicklungen, die mit vielen Überraschungen daher kommen. Überraschend sind diese nicht zuletzt, weil Johnson ein Meister darin ist, den Zuschauer in die Irre zu führen. Immer wenn man denkt, man hätte den Code seines Filmes geknackt, macht er eine 180° Wende. Das hält die Spannung am Leben, die den ganzen Film durchzieht.

Auch visuell beschreitet Johnson neue Pfade, ohne dabei aber den von J.J. Geprägten Stil über Bord zu werfen. The Last Jedi ist ein unheimlich schöner Film, voll von tollen Einstellungen und Ideen. Herausragend sind dabei nicht nur die großen Set pieces, sondern auch kleine Charaktermomente. Beidem widmet Johnson seine volle Aufmerksamkeit und beides präsentiert er in atemberaubenden Bildern, die man sich am liebsten an die Wand hängen möchte. Aufgrund der technischen Möglichkeiten und auch seiner brillianten Ideen, mausert sich The Last Jedi damit zum visuell interessantesten der Star Wars Filme. Wenn man von Effekten spricht, muss man im Bezug auf Star Wars im gleichen Atemzug natürlich auch die Kreaturen erwähnen. Hier beweist Johnson erneut viel Kreativität. Die schon im Trailer angedeutete Casino-Szene wird von den merkwürdigsten Lebensformen bevölkert. Die auffälligsten Neuankömmlinge in der Galaxie sind aber wohl die schon im Vorfeld vielfach diskutierten Porgs. Bei dem süßen Anblick der Pinguin artigen Wesen, machte sich die Sorge breit, dass man hier etwas ähnlich nerviges wie Jar Jar präsentiert bekommt. Doch versteht sich Johnson zum Glück darin, die Porgs genau richtig zu dosieren. Man darf also auch nach dem Film pro Porg sein.

Nicht gänzlich, wohl aber anteilig muss sich Johnson auch für die Leistung seiner Darsteller verantworten. Das ist aber in keinem Fall negativ gemeint, denn der gesamte Cast macht seine Sache außerordentlich gut. Die alten Hasen schlüpfen erneut in ihre Rollen und schaffen es, den Charakteren neue Facetten zu verleihen und die Neuzugänge in Form von Kelly Marie Tran, Laura Dern und Benicio del Toro fügen sich nahtlos in die Welt ein. Alle drei bekommen im Film gut was zu tun und hinterlassen einen bleibenden Eindruck – wenn auch auf komplett unterschiedliche Art und Weise. Keinesfalls unerwähnt sei die großartige Performance von der leider viel zu früh verstorbenen Carrie Fisher, die sich mit The Last Jedi ein würdiges Denkmal setzt und sich mit einem Augenzwinkern von uns allen verabschiedet.

Nach den ganzen Lobgesängen auf Regisseur Johnson, sei auch ein wenig Kritik erlaubt. Im Gegensatz zu J.J., macht dieser wesentlich mehr Gebrauch von CGI. Das bemerkt der Zuschauer weniger in den wirklich toll animierten epischen Szenen, als viel mehr in den kleinen Charaktermomenten. Im Jahr 2017 sollte man als Zuschauer nicht mehr erkennen dürfen, wenn zwei Darsteller vor einem Greenscreen stehen. Insbesondere dann nicht, wenn ein Film so hoch budgetiert ist wie Star Wars. Auch inhaltlich muss sich Johnson einige Vorwürfe gefallen lassen. So ist die Geschichte von The Last Jedi nicht so sauber und flüssig erzählt wie die von The Force Awakens. Johnson macht immer wieder Schlenker, die sich wie Fremdkörper im sonstigen Geschehen anfühlen und den Fluss des Films stören. Ebenso gelingt das ständige hin und her schneiden zwischen den einzelnen Handlungssträngen nicht immer so mühelos, wie es sollte. Das ist zwar alles Meckern auf hohem Niveau und stört den Filmgenuss kaum, hätte aber auch recht einfach vermieden werden können.

Fazit: Mit The Last Jedi beschreitet Rian Johnson neue Pfade, die nicht jedem gefallen werden. Anstatt sich auf das große Ganze zu konzentrieren, widmet sich der Regisseur eher den Konflikten seiner Charaktere. Der von Spannung durchzogene und mit Überraschungen gefüllte Film ist eine würdige Erweiterung der Star Wars Saga, die uns mit großer Hoffnung auf die Zukunft des Franchises blicken lässt.

9 von 10 Porgs

von Tobias Bangemann

Review: LOGAN LUCKY - Ocean's Eleven mit Rednecks

1 Kommentar:

Fakten:
Logan Lucky
USA. 2017. Regie: Steven Soderbergh. Buch: Rebecca Blunt (Jules Asner). Mit: Channing Tatum, Adam Driver, Riley Keough, Daniel Craig, Seth MacFarlane, Sebastian Stan, Katie Holmes, Dwight Yoakam, Jim O'Heir, Rebecca Koon, Boden Johnston, Sutton Johnston, David Denman, Charles Halford, Alex Ross, Tom Archdeacon, Eric Perez, William Mark McCullough u.a. Länge: 119 Minuten. FSK: freigegeben ab 12 Jahren. Ab 14. September 2017 im Kino.

Story:
Die Brüder Jimmy und Clyde Logan werden vom Pech verfolgt. Während der impulsive Jimmy einen Job nach dem nächsten verliert, wird Barkeeper Clyde, der nur einen Arm hat, regelmäßig schikaniert. Und dann wären da noch die Geldsorgen. Aber Jimmy hat eine brillante Idee, die den beiden aus der misslichen Lage helfen soll: Ein Raubüberfall im großen Stil! Das prestigeträchtigste und legendärste NASCAR-Rennen der Welt, der Coca-Cola Cup 600, bietet scheinbar die perfekten Voraussetzungen für einen cleveren, unterirdischen Raubzug! Unterstützung erhoffen sich die Brüder vom berüchtigtsten platinblonden Safeknacker des Landes: Joe Bang - der sitzt allerdings noch im Gefängnis fest. Während der Planung des großen Coups tauchen immer neue Hindernisse auf, doch gemeinsam mit ihrer Schwester Mellie setzen die beiden Brüder alles daran, ihre lebenslange Pechsträhne endlich zu beenden...




Meinung:
Mit Kino sei er fertig, sagte Steven Soderbergh einst. Dann drehte er noch ein paar Filme und kümmerte sich dann um die Serie The Knick. Doch nun, nach vier Jahren Pause kehrt der Oscar-Preisträger wieder zur Leinwand zurück. Mit Logan Lucky (nicht Lucky Logan!) liefert er eine Gaunerkomödie ab, die sich am besten und effektivsten mit folgenden Worten beschreiben lässt: Ocean's Eleven mit Rednecks. Dies bedeutet dass die Eleganz, die Grandezza und der Style der Ocean's-Trilogie fehlt, aber die gesamte Taktung der Geschichte lässt sie wie einen vierten Teil erscheinen.

Mit Adam Driver und Channing Tatum als Hauptdarsteller hat Soderbergh zwei Asse im Ärmel und Daniel Craig als blondierter Joe Bang fungiert als Herzbube. Immer wenn er vor der Kameralinse steht, gehört ihm die Szenerie. Mut zur Hässlichkeit, zur Übertreibung und der Dekonstruktion seines 007-Image sind der Grund dafür. Das macht alles Freude, besitzt einen guten Flow und das Herz am rechten Fleck. Problem: Logan Lucky lässt sich Zeit, viel Zeit. Mit seinen knapp zwei Stunden Laufzeit ist die Komödie mindestens 20 Minuten zu lang. Schuld daran sind Figuren, die der Film immer wieder einführt und manchmal sogar regelrecht zelebriert, die letztlich aber den Stellenwert und die Bedeutung einer Randnotiz haben. Sie sind Füllmaterial, die der Film letztlich gar nicht nötig gehabt hätte. Ein weiteres Manko ist das, welches auch die Ocean's-Filme hatten (zumindest Teil 2 und 3): So clever und durchdacht sind die dargebotenen Überfall-Pläne nicht. Am Ende wird ein Twist aus dem Hut gezaubert, der irgendwie recht faul und undurchdacht wirkt. Ohne ihn wäre Logan Lucky zum einen kürzer, zum anderen wäre der Gesamteindruck des Werks wesentlich geerdeter und somit wahrscheinlich auch kompakter. So bleibt ein zerfaserter Nachgeschmack zurück.

Freunde von Gaunerkomödien und den teilnehmenden Schauspielern machen mit einem Kinobesuch aber sicherlich nichts verkehrt. Der große Wurf ist Logan Lucky sicher nicht. Mehr ist es wohl eine Aufwärmübung von Soderbergh, eine Art Wiedererweckungsritual. Neue Stärken hat Soderbergh in seiner Kinopause scheinbar nicht hervorgerufen und seine bekannte Schwäche der Geschwätzigkeit (narrativ wie szenisch) hat sich auch nicht verringert. Aber wie sangen einst Tocotronic in „Let there be Rock“ so schön: „Und alles was wir hassen / Seit dem ersten Tag / Wird uns niemals verlassen / Weil man es eigentlich ja mag“.

6 von 10 hartgekochte Eier aus dem Automaten

Review: PATERSON – Ein dichtender Busfahrer

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Fakten:
Paterson
USA. 2016. Regie & Buch: Jim Jarmusch. Mit: Adam Driver, Golshifteh Farahani, Frank Harts, Method Man, Barry Shabaka Henley, Chasten Harmon u.a. Länge: 113 Minuten. FSK: Freigegeben ab 0 Jahren. Im Kino.


Story:
Paterson lebt in der Kleinstadt Paterson im Bundesstaat New Jersey. Hier folgt er jeden Tag einer einfachen Routine, von der er so gut wie nie abweicht. Er ist Busfahrer und nimmt die Welt durch die Windschutzscheibe seines Fahrzeugs wahr, während er immer wieder Gesprächsfetzen der zusteigenden Fahrgäste auffängt. Zwischendurch schreibt er Gedichte in sein Notizbuch. Wenn er nicht seinen Bus fährt, geht Paterson mit seinem Hund spazieren, trinkt in einer Bar exakt ein Bier und kehrt schließlich nach Hause zu seiner Frau Laura zurück.




Meinung:
In der Zeit von studiogesteuerten Blockbustern und formelhaften Megahits ist es doch immer wieder schön zwischen dem seelenlosen Fortsetzungswahn und glattgebügelter Wohlfühloptik einen Film zu finden, der so eindeutig die Handschrift seines Machers trägt, dass man sich bereits nach wenigen Minuten sicher ist wessen Werk man gerade bestaunt. Jim Jarmusch kehrt zurück – und zweifelsohne bringt Paterson alles mit sich, was waschechte Fans der Independentikone an ihm schätzen. Sein neuester Film behandelt eine Woche im Leben des dichtenden Busfahrers Paterson, sieben Tage gefüllt mit den alltäglichen Abenteuern eines eigentlich ganz alltäglichen Menschen. Ja, Jarmusch beherrscht ebenso wie seine Hauptfigur die Kunst etwas scheinbar Banales mit allen probaten Mitteln der Kunst zu echter Poesie zu erheben.


Ein neuer Tag beginnt
Verkörpert wird der Titelgebende Paterson dabei wunderbar von Adam Driver, der die Rolle so gut ausfüllt, als wäre sie eigens für ihn geschrieben worden. Dieser sogenannte Paterson lebt in der Stadt Paterson im amerikanischen Staat New Jersey, verdient sein Geld als Busfahrer und scheint mit seinem Leben mehr als zufrieden zu sein. Dafür sorgen seine aufgedrehte Freundin Laura, eine Handvoll Bekannte in seiner Stammkneipe und nicht zuletzt ein geheimes Notizbuch, in dem er in kurzen Gedichten die Magie des Alltags ergründet. Paterson liefert nicht mehr, aber auch nicht weniger, als einen einwöchigen Einblick in dessen Leben. In seiner repetitiven Struktur läuft er dadurch schnell Gefahr sich in Langeweile und Belanglosigkeit zu verlieren, doch Jarmusch gelingt es geradezu meisterlich die kleinen Momente im Leben hervorzuheben und dadurch immer wieder für Abwechslung zu sorgen. Wer bisher wenig mit dessen Schaffen anfangen konnte, wird sicherlich auch mit diesem Film keine Freude haben, denn anstelle einer nach allen gängigen Regeln der Dramaturgie aufgebauten Geschichte bekommen wir erneut einen wunderbar ruhig erzählten Film, der sich spannungstechnisch durchgehend auf dem Nullniveau befindet. Gerade das macht jedoch seinen Reiz aus, denn in nuancierten Augenblicken ergründet Jarmusch all jene Facetten, die ein Leben überhaupt erst lebenswert machen.


Don`t text and drive
Dabei kommt es immer wieder zu Situationen, die in der vorgetragenen Art und Weiße einzig und allein der Feder von Jarmusch entsprungen sein können. Schon die Tatsache, dass ein Busfahrer gleichzeitig Freizeitpoet ist und den gleichen Namen trägt, wie die Stadt, in der er wohnt, ist einzigartig. Dazu kommt ein Barbesitzer, der gegen sich selbst Schach spielt, eine nicht enden wollende Flut an Zwillingen sowie eine eigensinnige Bulldogge. Für skurrile Momente ist also gesorgt, und dennoch überzeugt Paterson vor allem durch seine lebensnahen Momente. Immer wieder wird mit recht offensichtlich eingesetzten Metaphern gespielt, wie beispielsweise die bereits angesprochene Zwillingsflut oder auch der schiefe Briefkasten vor Pattersons Haus, den er jeden Tag aufs Neue aufrichtet, jedoch immer ein Stück unmotivierter. Wirklich gelungen ist auch der Kontrast zwischen Paterson und seiner Freundin. Während er großes Talent als Dichter besitzt, dieses aber nicht in die Öffentlichkeit tragen will und hauptsächlich für sich selbst schreibt, sucht sie krampfhaft nach einer Stärke mit der sie zu Ruhm gelangt. Die leiseste Stimme gehört dem wahren Künstler, und wer am lautesten schreit – der hat oftmals am wenigsten zu sagen.


Wie so viele Filme von Jarmusch, dürfte auch Paterson mit jeder weiteren Sichtung wachsen. Beinahe nahtlos reiht sich der Film in die Reihe seiner Vorgänger ein und gemeinsam ergeben sie so etwas wie einen alten Freundeskreis, in dem man sich auch nach längerer Zeit sofort geborgen und verstanden fühlt. Es mag wie Gefühlsduselei anmuten, doch tatsächlich trifft man in diesen Filmen immer wieder auf Figuren und Situationen, die einen an alltägliche Probleme erinnern und dadurch eine kraftvolle Wirkung entfalten können. Ja, in erster Linie bedeutet ein Film von Jarmusch Zeit zu verbringen, Zeit mit Menschen, die man mag.


7 von 10 Wasserfälle betrachtet

Review: MIDNIGHT SPECIAL – Ein Science-Fiction-Drama der außergewöhnlichen Sorte

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Fakten:
Midnight Special
US, 2016. Regie & Buch: Jeff Nichols. Mit: Michael Shannon, Joel Edgerton, Kirsten Dunst, Jaeden Lieberher, Adam Driver, Sean Bridgers, Paul Sparks, Sam Shepard, Scott Haze u.a. Länge: 112 Minuten. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. Ab dem 23. Juni 2016 auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Alton ist kein gewöhnlicher Junge, denn anscheinend besitzt der 8-jährige besondere Fähigkeiten, die ihn für religiöse Sekten ebenso attraktiv machen wie für Teile der Regierung. Um den Jungen zu beschützen und offenbar zu einem bestimmten Ereignis zu bringen, das zunächst nicht genauer erklärt wird, begibt sich sein Vater mit ihm und einem alten Freund auf die Flucht...




Meinung:
Über die letzten Jahre hinweg hat sich Jeff Nichols zu einem der momentan interessantesten Regisseure entwickelt. Den einfachen Weg ging er dafür nie, denn seine Filme vereinen meistens verschiedene Genres und Stimmungen miteinander, die noch dazu auf den ersten Blick nicht immer einwandfrei zusammenpassen wollen. In "Take Shelter" beispielsweise trafen apokalyptisch beängstigende Visionen auf eine schizophren-instabil wirkende Hauptfigur, während Nichols seine düsteren, schweren Themen mit einer unheimlich feinfühligen, bewegenden Intimität inszenierte, durch die er eine unvergleichliche Atmosphäre erzeugte, die einer gefühlsmäßigen Achterbahnfahrt entsprach.


Gemeinsam und mit Waffengewalt setzen sie sich zur Wehr
Für "Midnight Special" hat der Regisseur seinen speziellen Stil nun vollständig auf die Spitze getrieben und das in seiner bisherigen Karriere wohl polarisierendste Werk geschaffen, bei dem es extrem schwer fällt, zu einem eindeutigen Urteil zu gelangen. Zunächst ist man vom Film aber erstaunlich schnell gefesselt, denn Nichols startet mit einem Auftakt, der Fragezeichen aufwirft, über die man sich gar keine klaren Gedanken bilden kann, denn im nächsten Moment befinden sich die Hauptfiguren bereits in einer adrenalingeladenen Flucht und rasen mit dem Auto über die Straßen. "Midnight Special" handelt zu Beginn von zwei Männern, die einen kleinen Jungen offensichtlich vor irgendetwas beschützen wollen, während in sämtlichen Nachrichten davon berichtet wird, dass genau dieser Junge aus seinem Elternhaus entführt wurde. Hinzu kommt, dass eine religiöse Vereinigung ebenso an dem Jungen interessiert ist wie die Regierung, bei der sich schnell die NSA und das FBI einschalten. Über das gesamte erste Drittel hinweg sind diese Informationen beinahe alles, was sich von der Handlung erfassen lässt, denn ansonsten verlaufen zentrale Mysterien bewusst länger im Dunkeln.


In dem Jungen stecken ungeahnte Kräfte
Nichols verfolgt mit seinem Ansatz ein höchst interessantes Konzept, das sich allerdings in gewisser Weise auch als frustrierend entpuppt. Der Regisseur will sich zu keinem Zeitpunkt für eine klare Linie entscheiden, streut Science-Fiction-Elemente in die Geschichte, nur um in der nächsten Szene nach den ganz großen Drama-Lorbeeren zu greifen, wenn er Thematiken wie familiären Zusammenhalt, unausweichliche Schicksale und moralische Zweifel in einen geerdeten, zurückhaltenden Rahmen bringen will. Als wäre das nicht schon ambitioniert genug, nimmt "Midnight Special" auch immer wieder Züge eines reinrassigen Thrillers an, in dem sich die Figuren zu einem wuchtig-mitreißenden Score in Verfolgungsjagden befinden oder konzentrierte Schusswechsel liefern. In seinen besten Momenten läuft der Film dadurch zu wahrer Höchstform auf und bietet eine Reihe von Einzelszenen, die schlichtweg überwältigend sind und die Grenze zum Konventionen sprengenden Meisterwerk sowie innovativen Genre-Hybrid immer wieder streifen. Leider beschränkt sich dieser Eindruck lediglich auf Einzelszenen, denn letztlich bleibt "Midnight Special" als Gesamtwerk seltsam ungreifbar, zerbricht regelmäßig an der Last, leise Dramatik mit überbordender Fantasie zu verbinden und irritiert mit Einschüben in Form des Nebenhandlungsstrangs der Regierungsaktivitäten, die sich in bloßen Spurensuchen und trockenen Theorien erschöpfen.


Auch wenn dem Regisseur mit der Handlung eine spürbar persönliche Geschichte am Herzen lag, bei der Nichols seine eigenen Erlebnisse als Vater verarbeitete, stehen gefühlvolle Momente im Konflikt mit der ständigen Geheimniskrämerei, bei der die Motivationen und Charakterzüge der Figuren, die überwiegend stark besetzt sind, zu lange verborgen bleiben, um nachhaltig zu berühren. "Midnight Special" ist am Ende aber trotzdem nicht weniger als ein überaus interessantes Werk, das so faszinierend aus dem Ruder läuft wie schon lange kein Film mehr. Selbst in den schwächeren Momenten hält einen der Film nahe bei sich, während in den besten Momenten Potential eines brillanten Meisterwerks aufblitzt, das bedauerlicherweise nie vollständig entblättert wird. 


7 von 10 zum ersten Mal gemeinsam erlebte Sonnenaufgänge



von Pat

Review: STAR WARS: EPISODE VII - DAS ERWACHEN DER MACHT - Ein Film für alle, die das Kino lieben

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Fakten:
Star Wars: Das Erwachen der Macht (Star Wars: The Force Awakens)
USA. 2015. Regie: J.J. Abrams. Buch: Lawrence Kasdan, J.J. Abrams, Michael Arndt. Mit: Daisy Ridley, John Boyega, Adam Driver, Oscar Isaacs, Carrie Fisher, Domhnall Gleeson, Mark Hamill, Peter Mayhew, Andy Serkis, Lupita Nyongo’o, Max von Sydow, Gwendoline Christie, Anthony Daniels, Kenny Baker, Yayan Ruhian, Iko Uwais, Greg Grunberg, Ken Leung, Tim Rose, Kiran Shah, Simon Pegg u.a. Länge: 135 Minuten. FSK: freigegeben ab 12 Jahren. Im Kino.


Story:
Luke Skywalker ist verschwunden. Die „Erste Ordnung“, die aus dem scheinbar zerstörten Imperium erwuchs, ist auf der Suche nach ihm, genau wie der Widerstand. Hingezogen in diese Suche werden zum einen der Stormtrooper Finn sowie die Schrottsammlerin Rey. Zusammen geraten sie in ein großes wie gefährliches Abenteuer.





Meinung:
Nachdem „Lost“-Creator J. J. Abrams nicht nur dem „Mission: Impossible“-Franchise mit seiner Regiearbeit beim dritten Teil der Reihe wieder neue Impulse verleihen konnte, nachdem John Woo die Serie zuvor mit „Mission: Impossible II“ gnadenlos havarieren ließ, sondern auch dem „Star Trek“-Universum eine gelungene Frischzellenkur mit „Star Trek“ und „Star Trek Into Darkness“ verabreichte, in dem er die aufregenden Geschichten um Captain Kirk und Mr. Spock in ein frisches Prequel-Gewand kanalisierte, stand dem New Yorker Multitalent mit seiner Arbeit an „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ nun seine wohl größte Herausforderung bevor. Ob es sich dabei nun um ein Privileg oder doch eher um eine Bürde handelt, die J. J. Abrams zu stemmen hatte, möchte man als Außenstehender nicht wirklich kategorisieren. In jedem Fall hat es der Filmemacher aber gewagt, sich dem Flaggschiff des Fandom anzunehmen und einer gigantischen Anhängerschaft gestellt, die die Enttäuschungen über George Lucas Prequel-Trilogie noch immer nicht ganz verkraftet hat.


Luke ist aber alt geworden
Es sollte sich bei „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ um einen Film handeln, der sich wie Balsam um die geschundene Fanseele legt. Dies zu betonen wurden die Verantwortlichen im Vorfeld nicht müde; und nachdem erste Bilder vom Set im Internet auf sich aufmerksam machten, auf denen J. J. Abrams nicht vor einem Greenscreen posierte, sondern sich inmitten von handgemachten Modellbauten präsentierte, war die Vorfreude selbstredend schon reichlich angeheizt. Nachdem dann auch der Trailer die Erwartungen innerhalb von gut zwei Minuten noch einmal ins Astronomische potenzierte, sah man sich wie so oft mit einem selbstgesteckten Problem konfrontiert: Der eigenen Erwartungshaltung. Doch egal, wie extrem man sich von „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ endlich wieder einen ECHTEN Star-Wars-Film ersehnt hat – J. J. Abrams kann sich nun endgültig als Künstler definieren lassen, der zu seinem Wort steht. Diese Episode VII ist genau das Werk geworden, welches man sich als Fan des Franchise so inständig gewünscht hat.


Oh schaut doch mal, die Soldaten aus Panem sind auch mit dabei
Mit der glattpolierten Digitaloptik eines „Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung“ und Co. hat „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht nichts mehr gemein. J. J. Abrams hat erkennbaren Wert darauf gelegt, die Physis zurück ins „Star Wars“-Universum zu bringen, was nicht nur bedeutet, dass wir uns über den abgenutzten Look der Sternenjäger, Frachter und Raumstationen erfreuen können, der uns an das verbogene Metall eines „Krieg der Sterne: Episode IV - Eine neue Hoffnung“ gemahnt. Die Charaktere sind wieder aus Fleisch und Blut, sie leiden, mühen ihre abgekämpften Körper durch die Wüste, durch den Wald, über das Eis – und handeln auch mal aus eigennützigem Antrieb. Mit Finn (John Boyega, „Attack the Block“), Rey (Daisy Ridley) und Poe Dameron (Oscar Isaac, „A Most Violent Year“) bekommen wir Figuren, die sich irgendwann auch in die Ahnengalerie der Serie einreihen dürfen, um ihren rechtmäßigen Platz neben Han Solo (Harrison Ford, „Jäger des verlorenen Schatzes“), Luke Skywalker (Mark Hamill, „Kingsman: The Secret Service“) und Ben Kenobi (Alec Guiness, „Der kleine Lord“) einzunehmen.


Herrje, Uhura ist traurig, aber wieso nur?
Bereits der Auftakt beweist, mit welcher Klasse „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ seine Figuren einzuführen versteht: Während sich der neue Maskenbösewicht Kylo Ren (Adam Driver, „Inside Llewyn Davis“) anfangs als gewissenloses Monstrum darstellt, welches den Genozid an der Zivilbevölkerung des Planeten Jakku veranlasst, verbirgt sich hinter einer Sturmtrupplermontur Finn, der bereits im Kindesalter von der First Order (einem neuen Konzept des Imperiums) rekrutiert wurde, aber nicht in der Lage ist, dem Mord an Unschuldigen auf Kommando beizuwohnen: Sein mit blutverschmierter Held inmitten eines regelrechten Infernos zählt wahrscheinlich zu den eindrucksvollsten Bildern, die das „Star Wars“-Franchise insgesamt hervorgebracht hat. Dass in Finn die helle Seite der Macht stärker als die dunkle ist, steht außer Frage, doch in erster Linie geht es ihm darum, sich nur möglichst schnell möglichst weit von den finsteren Fängen der First Order zu distanzieren – und da stößt er auf den renommierten Renaissance-Piloten Poe und seinen quirligen, mit brisanten Informationen ausgestatteten Astromechdroiden BB-8.


Chewie is back! Ernsthaft, wer kennt Chewie nicht?
Noch besser aber gefällt Rey, eine drahtige Schrottplünderin, die sich auf dem von Krieg gebeutelten Planeten Jakku eigenständig beigebracht hat, wie man auf eigene Faust überlebt. Ihre Figur birgt das unbändige Potenzial in sich, die Rolle des Luke Skywalker zu beerben, „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ jedenfalls veranschaulicht sie als eine so renitente wie smarte Persönlichkeit, die die Macht in sich trägt und nur einen Stimulus benötigt, um sich dessen in dieser identitätslosen Zeit (die Jedi-Ritter respektive der galaktische Bürgenkrieg werden für Mythen gehalten) gewahr zu werden. Dass sich dazu auch ein Kylo Ren weniger als erbarmungsloser Antagonist entpuppt, sondern als innerlich zerrissenes und letztlich zu beeinflussbares Kind, auf dessen Helm der gesamte Kampf von Gut gegen Böse farbdramaturgisch festgehalten wird, stellt nur noch weiter unter Beweis, dass das Drehbuch von „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ den Basiskoordinaten des Originals die unbedingte Treue geschworen hat.


Zurück zum Ursprung der Mythologie aber scheint indes nur auf den ersten Blick bisweilen die Devise gewesen zu sein. Ohne Frage, „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ bereitet reinrassigen Fanservice auf, mit jeder Menge Easter Eggs, Querverweisen und cineastischen Referenzen versehen. J. J. Abrams aber ist in der Lage, seine Star-Wars-Revitalisierung mit einer Eigendynamik durchströmen zu lassen, die sich aus der Synergie des hintergründigen Wissens des Zuschauers und der hier dargebotenen neuen Zeitrechnung zusammensetzt: Nostalgie verkommt hier keinesfalls zum Deckmantel, unter dem es sich zu verstecken gilt. Das Alte umrahmt vielmehr das Neue und lässt den offenherzigen Fan sowie den unberührten Neuling über gut 140 Minuten auf einer eskapistischen Wolke durch das innig geliebte Universum im interstellaren Raum treiben, welches einst so bahnbrechend, stilprägend und liebevoll mit „Krieg der Sterne“ von George Lucas initiiert wurde. Man kann J. J. Abrams für diesen Siegeszug wahrlich nur gratulieren.


8,5 von 10 Echos aus der Vergangenheit


von souli

Review: STAR WARS: DAS ERWACHEN DER MACHT - Grandioses Recycling

5 Kommentare:

Fakten:
Star Wars: Das Erwachen der Macht (Star Wars: The Force Awakens)
USA. 2015. Regie: J.J. Abrams. Buch: Lawrence Kasdan, J.J. Abrams, Michael Arndt. Mit: Daisy Ridley, John Boyega, Adam Driver, Oscar Isaacs, Carrie Fisher, Domhnall Gleeson, Mark Hamill, Peter Mayhew, Andy Serkis, Lupita Nyongo’o, Max von Sydow, Gwendoline Christie, Anthony Daniels, Kenny Baker, Yayan Ruhian, Iko Uwais, Greg Grunberg, Ken Leung, Tim Rose, Kiran Shah, Simon Pegg u.a. Länge: 135 Minuten. FSK: freigegeben ab 12 Jahren. Im Kino.


Story:
Luke Skywalker ist verschwunden. Die „Erste Ordnung“, die aus dem scheinbar zerstörten Imperium erwuchs, ist auf der Suche nach ihm, genau wie der Widerstand. Hingezogen in diese Suche werden zum einen der Stormtrooper Finn sowie die Schrottsammlerin Rey. Zusammen geraten sie in ein großes wie gefährliches Abenteuer.





Meinung:
„Star Wars“. Überall. Im Supermarkt kann man „Star Wars“-Treuepunkte sammeln, auf den weihnachtlichen Wunschlisten der Kinder stehen Actionfiguren und Videospiele rund um den wohl niemals endenden Krieg der Sterne und die Städte sich zugekleistert mit den Werbepostern, zu dem Film, der die Prequel-Trilogie vergessen lassen und das Franchise in eine neue, bessere Zukunft lenken will. Neuer Kommandeur der Operation Sternenkrieg ist J.J. Abrams. Der war bereits dafür zuständig das „Mission: Impossible“- sowie das „Star Trek“-Franchise wieder salonfähig zu machen, bzw. wiederzubeleben. Beides mit Erfolg und auch bei „Star Wars“ ist es ihm gelungen den alten Zauber wiederzuerwecken. Das Blockbusterjahr 2015 konnte nicht besser enden, als mit diesem Geschenk an die alten „Star Wars“-Fans.


Finn auf der Flucht in ein großes Abenteuer
Dieses Geschenk hat aber, da muss man ehrlich sein, auch seine Macken und Tücken – vor allem für diejenigen, die „Star Wars“ als unterhaltsame Filmreihe sehen, aber keine Fanboys sind. „Das Erwachen der Macht“, so der Titel der nun mehr siebten Episode der Reihe, ist von seiner Geschichte her, nämlich sehr deutlich – eigentlich schon überdeutlich – eine abgewandelte Kopie des aller ersten Teils aus dem Jahre 1977. Wieder wird ein Droide gejagt, weil er in Besitz eines sogenannten MacGuffins ist, erneut besitzen die Bösen eine gewaltige Waffe und auch von den Locations erinnert viel an die Ur-Trilogie. Das ist oftmals wirklich feister Fan-Service, aber trotz allem funktioniert er. Die Geschichte entwickelt sich ohne zu stolpern und vor allem erweisen sich die neuen Figuren als unglaublich charismatisch. Ex-Sturmtruppler Finn changiert zwischen liebenswertem Großmaul und ängstlicher Reserviertheit, während Schrottsammlerin Rey kurz gesagt einfach nur ein sensationell ist. Darstellerin Daisy Ridley ist die Entdeckung des Films und mit welcher Selbstverständlichkeit, Abrams hier eine weibliche Heldin in den „Star Wars“-Kosmos integriert, ist schlicht und ergreifend grandios.


Das Imperium hat noch immer die größten Waffen
Auch „Girls“-Darsteller Adam Driver als neuer Darth Vader, Kylo Ren, ist toll. Seine Figur spiegelt die bekannten Begierden und Verlockungen, die wir von Luke Skywalkers Ausbildungszeit als Jedi kennen, nur dass Ren eben auf der dunklen Seite steht. Das Besondere bei den genannten Figuren: Sie bleibt stets menschlich. Selbst Kylo Ren verkommt niemals zur bloßen Einbahnstraße. Die alten Recken hingegen haben sich wenig weiterentwickelt, allerdings spielen diese auch nicht unbedingt die erste Geige. Han Solo darf sich erneut als bärbeißiger Schmuggler profilieren und Fans von Chewbacca kommen auch voll auf ihre Kosten. Zu Leia und Luke wird hier aber nichts gesagt. Nur so viel: Sie Darsteller in ihren bekannten Rollen wiederzusehen ist schlicht und ergreifend ein Fest für Fans. Ja, „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ ist schlicht und ergreifend pure Bedienung der Fans und Abrams macht das wirklich mehr als anständig, vor allem weil trotz allem überall durchschein, dass Episode VII auf der Beginn, bzw. ie Profilierung neuer Helden und Schurken sind. Am Ende des Films hat man Finn und Rey ins Herz geschlossen, wünscht sich insgeheim auch einen Droiden wie BB-8 und fragt sich, was das Imperium (die diesmal noch deutlich als Nazis gezeigt werden) wohl als nächstes vorhat.


Okay, sein wir ehrlich, diese Review wurde durch eine rosarote Fanbrille geschrieben. Eventuell kommt in den nächsten Tagen noch eine etwas differenzierte Kritik, aber selbst die dicksten Brillengläser nostalgischer Verklärung können nicht darüber hinweg täuschen, dass „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ das Franchise mit ganz viel Kinomagie in die Zukunft führt und dafür neue Figuren auffährt, die man einfach nur lieben muss. Eine alte Liebe, neu entfacht. Danke Mr. Abrams.


9 von 10 Droiden-Thumbs-Up