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Review: GAME OF THRONES (Staffel 5) - Wenn sich der König nicht mehr vom Bauer unterscheidet

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Fakten:
Game of Thrones – Staffel 5
USA. 2015.
Regie: David Nutter, Michael Slovis, Mark Mylod, Jeremy Podeswa, Miguel Sapochnik. Buch: D.B. Weiss, David Benioff, Bryan Cogman, Dave Hill, George R. R. Martin (Vorlage). Mit: Kit Harrington, Peter Dinklage, Emilia Clarke, Lena Headey, Liam Cunningham, Sophie Turner, Alfie Allen, Aiden Gillen, Iwan Rheon, Iain Glen, Maisie Williams, Nicolaj Coster-Waldau, Jerome Flynn, John Bradley, Conleth Hill, Natalie Dormer, Carice van Houten, Stephen Dillane, Gwendoline Christie, Dean-Charles Chapman, Michiel Huisman, Indira Varma, Tom Wlaschiha, Michael McElhatton, Jonathan Pryce u.a. Länge: 10 Episoden a ca. 50 Minuten. FSK: freigegeben ab 16 Jahren. Demnächst auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Der Kampf um den eisernen Thron geht weiter. Während Tyrion auf der Flucht ist und scheinbar eine neue Heimat auf Essos findet, beginnt Arya ihre Ausbildung als Meuchelmörderin. Jaime Lannister fürchtet sich währenddessen vor der Rache Dornes und begibt sich auf die Reise seine Nichte Myrcella zurück in die Heimat zu holen und auch in Königmunds und im Rest von Westeros bahnen sich gefährliche Konflikte an.





Meinung:
Die „Schachbrett“-Metapher ist natürlich unlängst eine altbackene: Menschen, die sich als Figuren auf einem überdimensionalen Schachbrett wiederfinden und von einem übermächtigen Spieler von Kachel zu Kachel gepeitscht werden. Für das HBO-Format „Game of Thrones“ aber hat diese Metapher inzwischen über (nunmehr) fünf Staffeln derart an Bedeutung und Signifikanz gewonnen, dass es kaum möglich scheint, den individuellen Status im ausufernden Figurenarsenal noch wirklich differenzieren zu wollen respektive zu können: Wenn ein Charakter royaler Beschaffenheit ebenso kaltschnäuzig über die Klinge springen muss, wie es der nicht weniger für ein intaktes Gesellschaftssystem ausschlaggebende Pöbel tut, dann wissen wir: Hier gibt es keine Sonderrechte. Problematisch an diesem archaischen Worldbuilding und seinen inhärenten Herrschaftsansprüchen wird es nun in Staffel 5: Sicherlich haben sich die Verantwortlichen der Serie schon in der Vergangenheit den ein oder anderen herberen Bock geleistet, wenn es darum geht, George R. R. Martins komplexen Erzählbogen gekonnt zu adaptieren. Doch in Staffel 5 wirkt es, als wären David Benioff und D. B. Weiss einem gescheiterten Emanzipationsversuch anheimgefallen.


Margery scheint auch nichts die Laune verderben zu können
Buchpuristen liefen regelrecht Amok: Benioff und Weiss distanzierten sich zunehmend von den literarischen Ausgangspunkten, kürzten, paraphrasierten und fügten eigenmächtig hinzu, was natürlich rückwirkend auch auf George R. R. Martin und sein ausgedehntes Vorlagenwerk zurückzuführen ist. Aber hier soll es nun gar nicht darum gehen, inwieweit sich die Serie nun schon von den Bändern des „Lied von Eis und Feuer“ entfernt, wie viele mehr oder weniger sinnige Freiheiten das kreative Gespann sich nun letztlich herausgenommen hat, sondern darum, wie absehbar und austauschbar das Schema des gesamten Sujets mittlerweile wirkt. Wer in dem Wust aus Orden, Stämmen und Ethnien bereits das ein oder andere Mal schon die Orientierung verloren hat, wem all die geographischen Koordinaten und Verzweigungen schon zuvor über den Kopf gewachsen sind, dem sei gesagt: Mit Staffel 5 wird sich das nicht ändern, es wird sich gar verschlimmern. „Game of Thrones“ nämlich ist mit der fünften Runde an einem Punkt angekommen, an dem vor allem auffällt, dass David Benioff und D. B. Weiss die Übersicht verlorengegangen ist: Charaktere werden vernachlässigt und die Glaubwürdigkeit einer psychologischen Kondition wiederholt mit Desinteresse begegnet.


Mit dem Bart ist Tyrion nicht mehr von den anderen zu unterscheiden
In Staffel 5 scheinen Druck und Zwang den eisernen Thron bestiegen zu haben: Der Druck, einen eigenen Weg zu bahnen, der für das Publikum ebenso begehbar scheint, auch ohne die permanente Verbindung zu den Büchern, sowie der Zwang, trotz dessen all die charakteristischen Merkmale in das Narrativ einzubauen, auch wenn sie aus ungemein einfältigen dramaturgischen Kniffen keimen: Man sah sich letztlich eben doch mit der Herausforderung konfrontiert, Serie und Vorlage schlussendlich auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, doch – und hier finden wir noch eine Binsenweisheit im Korsett der Erzählung: Der Weg ist das Ziel. Und dieser Weg ist nicht nur steinig, das war er über die 4 vorherigen Staffeln schließlich ohne Ausflüchte, ihn zieren zu dem auch unzählige Schlaglöcher, in denen man sich gar verlieren kann, anstatt sich nur mit einer klaffenden Fleischwunde weiterzukämpfen. Eine Serie wie „Game of Thrones“, die seit jeher darauf erpicht war, ätiologische Herleitungen möglichst sauber zu etablieren und auszubauen, darf sich nicht darin vergessen, einen Handlungs- (und damit auch Charakter-)Strang in billigen Eventualitäten und Schnellschussabwicklungen munden zu lassen.


Ach ja, die gibt's in Westeros ja auch noch, diese White Walker
Genau das aber sieht man in der fünften Staffel andauernd: Wenngleich auch hier noch immer eine Reflexion des eigenen Moralbewusstseins, der gegenseitigen Abhängigkeit, stattfindet und die Wirkung sowie die Unablässigkeit von Gewalt zur Debatte steht, läuft „Game of Thrones“ Gefahr, sich nicht mehr durch eine intelligente (Plot-)Entwicklung kennzeichnen zu dürfen, durch die herausragenden Dialogsequenzen (auch wenn diese immer noch ihren Platz finden, versteht sich) und dem Mut zur aufgeblasenen Theatralik einer griechischen Tragödie, sondern zu einem einheitlichen Brei zu verenden, in dem die explizite (sexualisierte) Gewalt nur des Schock und Sleaze wegen existiert. „Game of Thrones“ rückt dem Selbstzweck auf die Pelle und verliert sich in ihm, die Stringenz fällt gerne zurück und Hoffnung wirkt so kalkuliert, weil es nicht um das Durchatmen geht, sondern um den noch herberen Rückschlag im Anschluss. Die moralische Verwerflichkeit, die Intrigen am Hof, die Parallelität von politisch-ideologischen Modellen und persönlichen Motivationen, man kommt nicht mehr umhin zu glauben, „Game of Thrones“ instrumentalisiere all diese Aspekte nur dazu, um auf einen erzwungenen Twist hinzuarbeiten. „Game of Thrones“ denkt nicht mehr an das große Ganze, sondern nur an die Zweckdienlichkeit im Augenblick.


Es wäre aber eine Lüge, würde man sie verleugnen, die immer noch vorhandenen Qualitäten der Serie: Das Torpedieren von Identifikationsfiguren bleibt ungemein interessant, schauspielerisch ist „Game of Thrones“ indes nicht nur größtenteils grandios, die fünfte Staffel kann sich auch wieder als fördernde Plattform dafür verstehen lassen, Darstellern aus der zweiten Reihe eine Bühne zu verleihen, um einmal mehr bis in die vorderste Front zu strahlen. Und auch wenn es etwas zu spät kommt, muss man zweifelsohne zugeben, dass die letzten drei Folgen der Staffel wieder in der bestechender Form auftreten, weswegen man einst begonnen hat, die Serie in sein Herz zu schließen. Inszenatorischer wie emotionaler Höhepunkt ist dabei nicht nur die finale Szene und die auf Jon Snows leerem Blick verharrende Kamera, sondern eindeutig Cerseis 15-minütiger Walk of Shame, der die Prophezeiung, Cersei würde irgendwann alles verlieren, bewahrheitet: Komplett entkleidet muss sie sich dem Volk stellen und durch ihre demütigende Mitte schreiten, ein schier unendlicher, von verbaler, körperlicher und seelischer Gewalt geprägter (Buß-)Gang, an dessen Ende der rote Bergfried wartet. Vermutlich sind das die kraftvollsten Minuten, die die Serie bisher zustande gebracht hat – und der Fingerzeig, welch ungeahnte Intensität doch in jeder Folge freigelegt werden könnte. Könnte


5 von 10 unverzeihlichen Opfergaben


von souli

Review: FIND ME GUILTY – DER MAFIAPROZESS – Der dicke Vin Diesel steht vor Gericht

1 Kommentar:


Fakten:
Find Me Guilty – Der Mafiaprozess (Find Me Guilty)
USA. 2006. Regie: Sidney Lumet. Buch: Sidney Lumet, T.J. Mancini, Robert J. McCrea. Mit: Vin Diesel, Peter Dinklage, Alex Rocco, Jerry Grayson, Linus Roache, Ron Silver, Aleksa Palladino, Annabella Sciorra, u.a. Länge: 120 Minuten. FSK: Ab 12 Jahren freigegeben. Auf DVD erhältlich.


Story:
Jackie DiNorscio (Vin Diesel) liegt im Bett, als plötzlich sein Cousin (Raul Esparza) auf ihn schießt. Mehrere Male. Doch Jackie überlebt, doch nur kurz nachdem er aus dem Krankenhaus freikommt, wird er bei einem großen Drogendeal geschnappt und zu 30 Jahren Haft verurteilt. Jackie, der zur Calabrese-Familie gehört, soll gegen Strafmilderung gegen seine Freunde aussagen, doch er weigert sich und wird deshalb in einem RICO-Fall mit ihnen gemeinsam angeklagt. Dabei will sich Jackie selbst verteidigen. Doch sein anfängliches Verhalten als Witzbold des Gerichtssaals kommt nicht bei allen gut an…




Meinung:
Dass Sidney Lumet einer der größten Regisseure aller Zeiten ist, daran dürfte kein Zweifel bestehen. Ein kurzer Blick auf seine Filmographie genügt, in der sich Filme wie „Serpico“, „Hundstage“, „Network“ und natürlich sein opus magnum „Die 12 Geschworenen“ tummeln. Als seinen vorletzten Film inszeniert mit „Find Me Guilty – Der Mafiaprozess“ einen Gerichtsfilm und geht damit zu seinen Wurzeln zurück, von denen er etwa 50 Jahre zuvor kam. Dabei ist „Find Me Guilty“ nicht einfach nur ein Justizdrama, sondern vermischt dabei die tragischen und spannenden Elemente auch mit einer Menge Witz.


"Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut..."
„Find Me Guilty“ beruht auf einer wahren Begebenheit. Der Film behandelt ein knapp zweijähriges Gerichtsverfahren in den Jahren 1987 und 1988, bei dem zahlreiche Mitglieder der Lucchese-Familie, einem Teil der New Yorker Cosa Nostra, in einem RICO-Prozess gemeinschaftlich angeklagt wurden. Beinahe zwei Jahre Verhandlungszeit bedeuteten auch einen der längsten Prozesse in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Dass hier viele Akten und Bürokratie beteiligt sind, das sollte nicht verwundern, dennoch schafft es Lumet, diese lange Zeit zumeist recht kurzweilig zu gestalten. Zwar werden im Mittelakt auch einige anstrengende Passagen deutlich, die dauern jedoch nicht besonders lange und schon bald kommt auch wieder Spannung auf. Optisch ist der Film ansprechend gestaltet, die Atmosphäre des Gerichtssaals ist sehr schön eingefangen. Allerdings sind hier auch keine großen Besonderheiten vorhanden, die Anwälte und Angeklagten könnten auch genau so in jedem anderen Film mit ähnlicher Thematik auftreten. Vielleicht war Lumet ein weiteres Risiko zu hoch, denn er wird wohl seinen ganzen Mut für eine andere Sache aufgebraucht haben.


Vin Diesel bereitet sich auf seine Rolle vor
Das betrifft den Hauptdarsteller. Sein größter und mutigster Coup ist nämlich wohl die Besetzung seiner Hauptrolle Jackie DiNorscio. Lumet entschied sich für niemand geringeren als Action-Star Vin Diesel, der in eine für ihn und das Publikum völlig ungewohnte Rolle schlüpfte. Mit Anzug, Schlips, Wampe und, ja, Haaren sieht Diesel tatsächlich vollkommen anders aus, als man ihn sonst kennt. Auch wenn man es ihm vielleicht nicht zugetraut hätte – er macht seine Sache außerordentlich gut. Er schafft es, auch ohne halbautomatische Waffen und Actionszenen eine gute Figur zu machen und den Mafioso glaubwürdig zu spielen. Ihm zu Seite stehen neben zahlreichen mehr oder weniger bekannten Gesichtern der damals noch weitgehend unbekannte Peter Dinklage, der heute in Game of Thrones von sich reden macht, und Linus Roache, den das breite Publikum wohl vor allem als Bruce Waynes Papi in „Batman Begins“ kennt. Doch letztlich ist es Vin Diesels Präsenz, die die Szenen dominiert – wobei seine Rolle auch sehr gut geschrieben ist.


„Find Me Guilty – Der Mafiaprozess“ erfindet das Rad nicht neu, ist aber die meiste Zeit über sehr unterhaltsam. Mit Vin Diesel als gewitzten, mutigen und vor allem rundumerneuerten Mafioso, der sich im Film selbst verteidigt und so für einige lustige Situationen im Gerichtssaal sorgt. Dieser Besetzungscoup allein ist es schon wert, dem Film eine Chance zu geben. Der Film selbst ist zwar an den Kinokassen gefloppt, für mich allerdings unverständlich, denn wenn man die Vielzahl an Justizdramen sieht, gehört dieser Film zu den besseren. Und mal ehrlich: einen dicken, haarigen Vin Diesel sieht man nun wirklich nicht alle Tage, oder?


7 von 10 Schüsse im Bett

Review: THE ANGRIEST MAN IN BROOKLYN – Robin Williams geht 90 Minuten auf Abschiedstour

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Fakten:
The Angriest Man in Brooklyn
USA. 2014. Regie: Phil Alden Robinson. Buch: Daniel Taplitz, Assi Dayan. Mit: Robin Williams, Mila Kunis, Peter Dinklage, Melissa Leo, Hamish Linklater, Richard Kind, James Earl Jones u.a. Länge: 84 Minuten. FSK: Ab 12 Jahren freigegeben. Ab 12. Dezember 2014 auf DVD und Blu-Ray erhältlich.


Story:
Während Anwalt Henry Altman (Robin Williams), ein cholerisches Arschloch, in seinem Auto mitten auf einer Kreuzung von einem Taxi gerammt wird, hat auch die junge Ärztin Sharon Gill (Mila Kunis) einen Tag zum vergessen. Nicht nur, dass sie von der deprimierenden Realität im Arztberuf eingeholt wurde, auch ihre Katze wurde zur Kamikatze und stürzte sich aus dem Fenster in den Tod. Das war zu viel für sie und als Altman vor ihr in der Praxis stand und sie auch noch beschimpfte, gab sie ihm mit seinem Aneurysma einfach die Prognose, er habe nur noch 90 Minuten zu leben. Schockiert von dieser Nachricht setzt bei Altman ein Sinneswandel ein und er stürzt sich Hals über Kopf durch New York, um in dieser Zeit seine wieder gut zu machen, während Dr. Gill ihren Patienten unbedingt wieder finden will.




Meinung:
Zugegeben, wer glaubt schon diese abstruse Ausgangssituation. Noch 90 Minuten zu leben, ja klar. Aber interessant ist es schon. Es ist interessant zu sehen, wie ein Mensch darauf reagieren könnte, wenn er mit seinem eigenen, baldigen Tod konfrontiert wird. Wie dieser Mann versucht, wieder ins Reine mit sich und der Welt zu kommen. Und es ist interessant, wie eine junge Frau verzweifelt versucht, ihre eigenen Fehler wieder glatt zu bügeln, ein Fehler, wie er jedem mal vorkommen kann und wie er nur menschlich ist, der aber dennoch schlimme Folgen haben könnte. Interessant ist auch, wie sehr ein Trailer mal wieder täuschen kann. Was wie eine typische Komödie erschien, ist in Wirklichkeit vor allem ein Drama, in dem ein Mann sich, erzwungenermaßen, mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt. Er überdenkt sein Leben, will mit seiner Familie wieder ins Reine kommen und die bisherigen Schicksalsschläge verarbeiten. Natürlich ist auch Humor mit von der Partie, sonst wäre es wohl kein Robin Williams-Film, aber der kommt hier eher nebenbei und nicht so brachial, wie man es besonders aus den letzten Jahren kannte.


Dr. Gill gibt Altman die Schock-Prognose: Noch 90 Minuten
Robin Williams zeigt in seinem letzten Film, der zu seinen Lebzeiten erschienen ist, dass er ein außerordentlich guter Schauspieler war. Zwar konnte er hier nicht mehr an seine ganz große Zeit in den 80er und 90er-Jahren anknüpfen, aber in seinen guten Minuten spitzt dieses Talent noch immer durch. Besonders schön ist der plötzliche Wechsel zwischen traurigem, gebrochenen Mann und streitsüchtigem Unsympathen anzusehen, der dieses Talent besonders gut zur Geltung bringt. Mila Kunis wirkt sehr sympathisch in diesem Film und zeigt auch einmal mehr ihr komödiantisches Talent, genauso wie Peter Dinklage als Henrys Bruder und Melissa Leo als Henrys Ehefrau. In Rückblenden bekommen wir immer mehr die Geschichte von Henry Altman geliefert, was er zu verarbeiten hat, was ihn bedrückt und warum er so geworden ist, wie er ist. Dazu geben Williams und Kunis als Off-Erzähler wichtige Hintergrundinformationen, die zum tieferen Verständnis für die Figuren beitragen. Die Tiefe ist es aber auch, die generell diesem Film ein wenig fehlt. Die Thematik um Leben und Sterben kratzt maximal an der Oberfläche und setzt sich auch nur auf diesem Level damit auseinander.


Zwar ist „The Angriest Man in Brooklyn“ zwölf Jahre nach Phil Alden Robinsons letztem Film erneut nicht der große Wurf geworden, der er vielleicht hätte werden können, aber er ist eine tragisch-schöne Geschichte, die einen zu Tränen rühren kann. Gerade, wenn man die Geschichte um Williams und seinen Tod kennt. In einer der zentralen und emotionalsten Szenen des Films wird man, zumindest wenn man ein wenig Sympathien für Mr. Williams hegt, die Tränen kaum noch unterdrücken können. Und man wünscht sich, er hätte auch im echten Leben eine Mila Kunis gehabt.


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