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Review: DOCTOR WHO - SIEBTER DOKTOR - VOLUME 3 – Gelungener Abschied

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Fakten:
Doctor Who - Siebter Doktor - Volume 3

UK 1989. Regie: Michael Kerrigan, Alan Wareing, Nicholas Mallett. Buch: Ben Aaronovitch, Marc Platt, Ian Briggs, Rona Munro. Mit: Sylvester McCoy, Sophie Aldred, Nicholas Courtney, Angela Douglas, Angela Bruce, Robert Jezek, Ian Hogg, Michael Cochrane, Carl Forgione, Sharon Duce, Dinsdale Landen, Alfred Lynch, Stevan Rimkus, Marcus Hutton, Anthony Ainley, Lisa Bowerman, Julian Holloway, David John u.a. Länge: 350 Minuten (+ ca. 650 Minuten Bonusmaterial). FSK: freigegeben ab 12 Jahren. Ab 24. April 2015 auf DVD erhältlich.


Story:
Der Doktor ist wieder da. Diesmal bekommt es der Welten- und Zeitenbummler u.a. mit dem legendären Schwert Excalibur zu tun, besucht das Haus der tausend Schrecken und besucht die wilden Wikinger genauso wie Neandertaler und böse Engel.





Meinung:
Als damals im Jahre 1989 die letzten Episoden von “Doctor Who” mit Sylvester McCoy über die britische Mattscheibe flimmerten, war es noch nicht abzusehen, dass eine der beliebtesten und ältesten Sci-Fi-Serien der TV-Historie eine solch lange Pause machen würde. Zwar kehrte McCoy als der Doktor 1993 noch einmal für ein TV-Special zurück, doch es bis die BBC wieder eine reguläre Staffel des kultigen Welten- und Zeitenabenteurer ausstrahlen wird sollte es ganze 16 Jahre dauern. Erst dann schlüpfte Charakterdarsteller Christopher Ecclestone („28 Days Later“) in die Haut des Doktors und startete damit die neuen Staffeln, die bis heute die Fans erfreuen, auch wenn nicht jeder mit den neuen Folgen so zufrieden zu sein scheint.


Der Doktor will Excalibur
Auch Sylvester McCoys Doktor hatte nicht nur Fans, letztlich zählt er aber zu der Gruppe der beliebteren Doktor-Darsteller. Warum auch nicht? McCoy, den viele aus Peter Jacksons gestreckten „Der Hobbit“-Filmen als Waldzauberer Radagast der Braune kennen dürften, verfügt über charmante Spitzbübigkeit, die in den späteren Episoden recht manipulative, ja teils sogar düstere Facetten zum Vorschein bringt. Das generiert eine überaus interessante, spannende Komponente. So ist es auch zu erklären, dass die letzten Abenteuer von McCoy als Doktor zu den besten zählen. Immer noch gibt es Geschichten sowie Figuren und Ideen, die nicht richtig zünden und funktionieren wollen, aber immerhin sind die Macher bemüht immer wieder Neues auszuprobieren. Noch lobenswerter als das, ist die Tatsache, dass Pandastorm wie bereits bei den Vorgänger DVD-Boxen hier erneut ein Produkt der Superlative abliefert. Auf 7 DVDs gibt es nicht nur die restlichen Folgen (manche sogar in einer Special Edition-Version), sondern auch Bonusmaterial in Hülle und Fülle. Über elf Stunden werden nicht nur Hardcore-Fan mit so informativen wie teils aus kurzweiligen und humorvollen Specials regelrecht überschüttet. Erneut hat Pandastorm hier ein Referenz-Produkt abgeliefert. Bravo.


Wer mit Doctor Who nichts anfangen kann, bzw. sich mit der langlebigen Kultserie aus Großbritannien nicht auskennt, für den dürfte “Doctor Who - Siebter Doktor - Volume 3” selbstverständlich nicht mehr sein als Kauderwelsch gepresst auf sieben Discs. Als End- sowie Höhepunkt der dreiteiligen Reihe rund um Sylvester McCoy als Doktor funktioniert Volume 3 aber tadellos. Wer sich ein Bild von der Serie machen will, der sollte mit diesem Doktor, Volume 1, anfangen. Alleine wegen dem grandiose Bonusmaterial und die Liebe zu den Details und technischen Aufpolierungen gehört Pandastorms Doctor Who-Reihe zum liebevollsten was man aktuell im DVD-Regal im Bereich TV-Serien finden wird. Auch wenn nicht alle Episoden vollends überzeugen, die Aufmachung tut es. Wie gesagt, es ist ein Referenz-Produkt.


8 von 10 exzentrischen Hausbesitzern

Review: DOCTOR WHO - SIEBTER DOKTOR, VOLUME 2 - Der Doktor ist zurück und hat eine grandiose DVD-Box mitgebracht

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Fakten:
Doctor Who – Siebter Doktor, Volume 2
UK. 1989. Regie: Chris Clough, Andrew Morgan, Alan Wereing. Buch: Jane Baker, Pip Baker u.a. Mit: Sylvester McCoy, Kate O’Mara, Sophie Aldred, Mark Greenstreet, Bonnie Langford u.a. Länge: 350 Minuten.
FSK: freigegeben ab 12 Jahren. Auf DVD erhältlich.


Story:
Der Doktor ist wieder da! Diesmal bekommt er es nicht nur mit seinen Erzfeinden, den Dalek zu tun, sondern auch mit dem Cybermen, einem seltsamen Zirkus und einem Planeten, auf dem gute Laune Vorschrift ist. Zum Glück muss der gute Doktor diese Abenteuer nicht alleine überstehen. Die junge Ace begleitet ihn auf seinen seine Reisen durch Raum und Zeit.





Meinung:
Bereits mit Volume 1 des siebten Doctor Whos machte das Label Pandastorm allen Who-Fans eine große Freude. Mit Volume 2 ist dies nicht anders. Genauer gesagt wurde noch eine gute Schippe, na ja, eigentlich gleich zwei, nachgelegt. „Doctor Who - Siebter Doktor - Volume 2“ kleckert nicht, nein diese DVD-Box klotzt und dass mit großer Liebe zum Detail und natürlich zur britischen Kultserie, die 1963 begann und, in unregelmäßigem Abstand ihre Darsteller (vor allem den des Doktors natürlich) austauscht und mit dieser DVD-Box nun endlich Staffel 25 nach Deutschland bringt. Die DVD-Box umfasst stolze 5 Silberlinge, ein hinreißendes Fan-Booklet, bei dem man die Fanliebe zwischen den Seiten knistern hört sowie eine wirklich große Anzahl von Special Features. Pandastorm hat in Sachen Extras hier durchaus etwas auf den Markt gebracht, was Referenzqualität besitzt. Dass das Bild dazu verbessert wurde und auch der Ton von Mono jetzt in Dolby zu hören ist, macht deutlich wie viel Hingabe in dieser Box steckt.



Wie sagt man ihm nur, dass seine Uniform bescheuert aussieht?
Doch jetzt mal genug von der Haptik. Wie schlägt sich der Doktor denn so? Nun, Sylvester McCoy, den die meisten aktuell wohl aus Peter Jacksons „Der  Hobbit“-Trilogie kennen, in der er als Waldzauberer Radagast der Braune mit Kaninchenschlitten und Vogelmistfrisur zu sehen ist, spielt den Doktor immer noch recht gewitzt, allerdings – im Vergleich zu „Doctor Who - Siebter Doktor - Volume 1“ – ist nun deutlich eine Wandlung seines Charakters bemerkbar. Er wird taktischer und manipulativer, verliert dabei aber niemals seinen ganz eigenen Charme. Ein Stärke der Serie, immerhin hatte jeder Doktor-Darsteller seine ganz eigene Art der Personalisierung der Rolle. Bei McCoy ist es nicht anders. Die Abenteuer die der Doktor in „Doctor Who - Siebter Doktor - Volume 2“ bestehen,  bzw. überleben muss, sind wieder nette bis wirklich gute Sci-Fi-Geschichten, die sich in ihrer ganz eigenen, liebenswürdigen Art angenehm vom Gros moderner High-Concept-Fantasy/Science-Fiction abheben. Es ist eine ganz eigene Welt, die hier präsentiert wird. Manchmal wirkt alles stimmig und homogen, dann wieder wie eine wild zusammengewürfelte Wundertüte verschiedenster Elemente. Manchmal ist das Ergebnis eher ernüchternd und zerfasert, dann wieder auch einfach nur fulminant und vereinnahmend. Doch eines bleibt gleich: es ist bunt, phantasievoll und liebenswert eigensinnig.


„Doctor Who - Siebter Doktor - Volume 2“ ist nicht nur wegen der nochmals besseren Technik und den wunderbaren Special Features, ein weiterer Fortschritt zu Volume 1 (welches, bitte nicht falsch verstehen, ebenfalls schon eine wirklich großartige Veröffentlichung war), sondern auch in Sachen Storytelling, Inszenierung und Figuren hat sich Doktor Nummer 7 verbessert. Die Chemie zwischen ihm und seiner neuen Begleiterin Ace ist einfach nur stimmig, was dazu führt, dass hier nicht nur der humoristische Zusammenspiel eine höhere, bessere Ebene erreicht, sondern auch die Gefahren, denen der Doktor und Ace ausgesetzt werden, um einiges kraftvoller wirken. Alles in allem also eine wirklich überzeugende Angelegenheit. Da bleibt nur die Frage, wie Pandastorm dies bei „Doctor Who - Siebter Doktor - Volume 3“ noch einmal toppen will?


8 von 10 Fröhlichkeitsgesetzen

Review: DOCTOR WHO - SIEBTER DOKTOR, VOLUME 1 – Guter Start für Neueinsteiger?

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Fakten:
Doctor Who – Siebter Doktor, Volume 1
UK. 1987. Regie: Chris Clough, Andrew Morgan u.a. Buch: Jane Baker, Pip Baker u.a. Mit: Sylvester McCoy, Bonnie Langford, Mark Greenstreet, Karen Clegg, Richard Gauntlett u.a. Länge: 350 Minuten. FSK: freigegeben ab 12 Jahren. Ab 28. November 2014 auf DVD erhältlich.


Story:
Der Doktor ist wieder unterwegs durch die Zeit. Leider steckt er gleich zu Beginn auf einem fremden Planeten fest und kann sich an nichts mehr erinnern. Doch dies ist nur der Anfang für weitere Abenteuer.





Meinung:
Nicht nur in Groß Britannien hat „Doctor Who“ einen wahnsinnig große Fangemeinde, sondern überall auf der Welt. Vor allem dank des geglückten Neustarts im Jahre 2005 mit Christopher Ecclestone als zeitreisender Doktor, ist die Kultserie, die ihren Ursprung in den 1960er Jahren hat, auch heute noch in aller Munde. Kein Wunder also, dass nun auch die alten Abenteuer des Doktors fürs Heimkino veröffentlicht werden. Mit dem siebten Doktor, der seine Amtszeit von 1987 bis 1989 hatte, ist nun die erste Box erschienen, die mit prallem Bonusmaterial aufwartet und gewiss die Fans zufriedenstellen wird. Uns beschäftigt aber eine andere Frage: Wie gut ist „Doctor Who - Siebter Doktor, Volume 1“ für Neueinsteiger geeignet?


Der siebte Doktor: Beschwingt aber ohne Erinnerung
Nun, da keiner aus unserem Autorenteam jemals eine Episode „Doctor Who“ gesehen hat, haben wir hier einfach einmal den Härteteste gewagt, nachdem uns die einen Serienfans prophezeiten, die Folgen mit Sylvester McCoy („Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“) wären bestens zum Ersteinstieg geeignet, während andere Fans uns gewarnt haben, es sei der denkbar ungünstiges Start in die Welt des Doktors. Recht haben irgendwie beide, wobei es vor allem dem grandiosen Bonusmaterial zu verdanken ist, dass jeder der die Zeit und Muse hat, sich in die mittlerweile äußerst komplexen wie aber auch liebenswerten Welt des Doktors vertiefen kann, ohne zuvor sämtliche Vorgänger Staffeln zu sehen. Ohne Hintergrundwissen wird man allerdings ziemlich drastisch ins kalte Wasser geworfen. Da muss man als unwissender Neueinsteiger schon kräftig gegen die Wellen kraulen, um irgendwann wieder Land unter den Füßen zu spüren. Aber es lohnt sich durchaus. Für Freunde von High Concept Fantasy oder effektüberladener Sci-Fi ist „Doctor Who“ aber sicherlich kein wahres Vergnügen. Alles anderen freuen sich über charmante Sets und Kostüme sowie Sylvester McCoy als siebten Doktor, der mit seiner verspielten wie aber auch sehr manipulativen Art und Weise die Kurzweiligkeit der einzelnen Folgen weitervorantreibt, was jedoch nicht immer wirklich verhindern kann, dass die Immersion nicht immer wirklich funktionieren will. Ob Kenner und Fans des Serien-Universums das genauso sehen darf allerdings stark bezweifelt werden.


Volume 1 des siebten Doktor ist eine Paradebeispiel, wie man selbst ältere Serien fürs Heimkino veröffentlichen sollte: Viele Extras und eine liebevolle Aufmachung. Aber am Ende zählt letztlich doch am meisten das Hauptprodukt und das erweist sich als liebenswerter wie charmanter Zeitvertreib. Sci-Fi-Spaß der alten Schule. Statt großen Studiobauten entstanden damals fremde Welten halt einfach in Kiesgruben oder in alten Wäldern. Ein wundervoller und schöner Kontrast zum Bombast der heutigen Zeit. Ob es ausreicht um neue Fans für den Doktor zu genieren wird sich zeigen. Die, die bereits Fan sind, sollten sich diese Box aber nicht entgehen lassen.


7 von 10 Colin-Baker-Perücken