Unsere TV-Tipps der aktuellen Woche

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Unsere TV-Tipps vom 21. bis 27. März 2016

Montag, der 21. Februar
Easy Money (Thriller) – 22:50 - ARTE
A Girl walks Home Alone At Night (Horror) – 23:15 – NDR
Wholetrain (Drama) – 00:10 - ZDF

Dienstag, der 22. März
Cool Runnings (Komödie) – 20:15 – Disney Channel
Hellboy 2 – Die golden Armee (Fantasy) – 20:15 – kabel eins
Das geheime Leben der Worte (Drama) – 22:25 – 3Sat

Mittwoch, der 23. März
Cookie‘s Fortune – Aufruhr in Holly Springs (Satire) – 22:15 – Servus TV
Miami Blues (Komödie) – 23:35 – BR
London Boulevard (Thriller) – 01:35 - ZDF

Donnerstag, der 24. März
Vorsicht vor Leuten (Komödie) – 18:30 – einsfestival
Von Menschen und Göttern (Drama) – 23:25 – WDR
Hannibal (Thriller) – 01:15 - Vox

Freitag, der 25. März
Lawrence von Arabien (Abenteuer) – 20:15 – 3Sat
Spongebob Schwammkopf – Der Film (Komödie) – 20:15 – Super RTL
Rocky Horror Picture Show (Musical) – 00:00 – kabel eins

Samstag, der 26. März
Somersby (Drama) – 20:15 – sixx
Elizabeth (Drama) – 20:15 – RTL2
Ironclad (Action) – 00:55 – TL2

Sonntag, der 27. März
Lone Range (Abenteuer) – 20:15 - RTL
Gravity (Sci-Fi) – 20:15 – Pro7
Trainspotting (Drama) – 00:10 – zdf_neo

Review: FEUERWERK AM HELLLICHTEN TAGE – China zwischen Noir-Gebrochenheit und moderner Depression

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Fakten:
Feuerwerk am helllichten Tage (Bai Ri Yan Huo)
CN, 2014. Regie & Buch: Diao Yinan. Mit: Liao Fan, Kwai Lun-Mei, Wang Xuebing, Wang Jingchun, Yu Ailei, Ni Jingyang u.a. Länge: 109 Minuten. FSK: Freigegeben ab 16 Jahren. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Im Jahr 1999 werden in verschiedenen Kohleanlagen Chinas abgetrennte Körperteile gefunden. Der Polizist Zhang Zili nimmt sich dem Fall an und macht bald konkrete Verdächtige aus. Die Festnahme eskaliert allerdings, zwei Polizisten werden getötet, Zhang schwer verletzt. Fünf Jahre später tauchen erneut Leichenteile auf, der Täter scheint derselbe zu sein. Zhang, der mittlerweile dem Alkohol verfallen ist und als Sicherheitsbeamter arbeitet, beginnt privat zu ermitteln.





Meinung:
Zunächst ist kaum erkennbar, was sich da überhaupt für ein Objekt in dem großen Kohlehaufen verbirgt, welches man die ersten Minuten dieses Films auf seiner Reise in die Kohleanlage begleitet. Als schließlich klar wird, dass es sich um einen abgetrennten Arm handelt, lässt sich bereits das erste Muster erahnen, das Regisseur Diao Yinan in seinem Werk "Feuerwerk am helllichten Tage" verfolgt.


Das ist schnell eskaliert...
Eben dieser Arm ist der Aufhänger eines Kriminalfalls, in dem der frisch geschiedene Polizist Zhang Zili ermittelt. Zu einer endgültigen Auflösung kommt es vorerst allerdings nicht, denn die Festnahme des Verdächtigten eskaliert, der Polizist verliert nicht nur zwei Kollegen, sondern fast auch das eigene Leben. Dieser kurzfristige Paukenschlag, den Yinan unvermittelt und sehr früh inszeniert, ist wieder so ein herber Einschlag im ansonsten so ruhigen Erzählfluss. "Feuerwerk am helllichten Tage" enthält eine Reihe solcher Szenen und Momente, in denen der Regisseur Stille mit hässlicher Gewalt aufbricht, das Schöne dem Verlorenen gegenüberstellt und vor allem stilistisch einen schmalen Grat entlang wandert. Yinan bedient sich für seine Geschichte und Figurenzeichnung ebenso bei zerrissenen Neo-Noir-Charakteren, meist gebrochene Existenzen, wie er im Gegenzug das desolate Gesellschaftsbild des gegenwärtigen Chinas aufgreift. Die Kamera führt den Betrachter immer wieder durch heruntergekommene Wohngegenden, trostlose Gassen oder vereinsamte Schauplätze, in denen Schmutz, Resignation und Hoffnungslosigkeit regieren. Im harten Kontrast hierzu sind viele Szenen oftmals von markanten Neonlichtern durchflutet, die dem jeweiligen Moment Wärme, Energie oder so etwas wie einen Puls verleihen.


Wirkt liebevoll, ist aber eigentlich eine sexuelle Belästigung
Zili erhält fünf Jahre nach seinem schockierenden Zwischenfall auch wieder so etwas wie einen Puls. Zwischenzeitlich ist er dem Alkohol verfallen, zum Wrack geworden und hält sich als Sicherheitsbeamter irgendwie am Leben. Dann tauchen sie erneut auf, die Leichenteile, die quer durch die Stadt verteilt wurden. Nach dem gleichen Schema abgetrennt, wieder exakt genauso entsorgt. Der zutiefst makabere Fall spornt Zili zu privaten Ermittlungen an, bei denen der Regisseur seine Hauptfigur mit einem ganz entscheidenden Zielkonflikt konfrontiert. Eine Frau, die mit allen bisherigen Mordopfern in Verbindung stand, wird zum Objekt der Begierde des Ex-Polizisten. Yinan erzählt fortan auf zwiegespaltene Weise von einem Menschen, der nur durch eine neue Frau in seinem Leben, also durch Liebe, neue Lebenskraft schöpfen kann, während in ihm der Drang nach Vollendung brennt, wonach er den ungelösten Fall, die Laster seiner Vergangenheit, die ihn bis heute verfolgen, ein für alle mal bezwingen möchte. Die verzwickte Situation, stilistisch zwischen zärtlicher Arthouse-Poesie und lupenreinem Genre-Film umgesetzt, verdichtet sich immer wieder in großartig inszenierten Spannungssequenzen, die durch lange Einstellungen glänzen und die Intensität kontinuierlich steigern.


Den Sinn für tragikomische Einschübe sowie skurrile Details legt der Regisseur dabei aber nie beiseite. Ein Pferd auf dem Flur inmitten eines Polizeireviers, eine ekstatische Tanzeinlage nach dem dramatischen Höhepunkt oder das titelgebende Feuerwerk am helllichten Tage sind nur einige Randnotizen, durch die Yinan seinen souverän erzählten wie stilvoll inszenierten Film auflockert, ohne den bitteren, harten Kern der tragischen Geschichte jemals zu verschleiern.


7,5 von 10 Mäntel in der Reinigung



von Pat

Review: MEIN EIN, MEIN ALLES - Die Imperfektion der Liebe

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Fakten:
Mein ein, mein alles (Mon roi)
Frankreich. 2015. Regie: Maїwenn. Buch: Etienne Comar, Maїwenn. Mit: Emmanuelle Bercot, Vincent Cassel, Ludovic Berthillot, Louis Garrel, Patrick Raynal, Paul Hamy, Chrystèle Saint-Louis Augustin, Yann Goven, Djemel Barek, Nabil Kechouhenm Amanda Added, Marie Guillard u.a. FSK: freigegeben ab 12 Jahren. Länge: 125 Minuten. Ab 24. März 2016 im Kino.


Story:
Nach einem schweren Skiunfall wird Tony in ein Reha-Zentrum gebracht. Dort muss die junge Frau nicht nur mühsam das Gehen neu erlernen, sondern auch ihr inneres Gleichgewicht wiederfinden. Zeit, um auf ihre turbulente Beziehung mit Georgio zurückzublicken: Warum haben sie sich geliebt? Wer ist dieser Mann, dem sie so verfallen war? Und wie konnte sie es zulassen, sich dieser erstickenden, zerstörerischen Leidenschaft auszuliefern? Vor Tony liegt ein langer Heilungsprozess, aber auch eine Chance, die Stücke ihrer zerbrochenen Persönlichkeit neu zusammenzusetzen und am Ende wieder frei zu sein…





Meinung:
Die Liebe wurde schon oft thematisiert. All ihre Facetten werden seit Bestehen der Kunst immer wieder behandelt. Mal als schnell zu konsumierender Snack, ein anderes Mal als gigantomanische Epik. „Mein Ein, mein Alles“ von der französischen Schauspielerin und Regisseurin Maїwenn („Poliezei“) ist keinem der beiden Extreme zu zuordnen. Die Geschichte einer langjährigen Beziehung zwischen der Juristin Tony und dem Gastronom Georgio versucht alle bekannten Muster und der Liebe zu präsentieren: Von Himmelhochjauchzend bis hin zum getrübten Schmerz gebrochener Herzen. Dabei ist der Film vollkommen auf Tony fokussiert. Es ist ganz alleine ihre Geschichte, die doch untrennbar mit der von Georgio verbunden ist.


Noch das pure Glück: Tony und Georgio
Interessant dabei ist, dass wir als Publikum dank Georgio mehr von Tony erfahren, selbst teils für sie unangenehme und sehr intime Dinge aus ihrem früheren Privat- und Sexleben werden an die Oberfläche gezerrt. Tony wird zu einer regelrecht gläsernen Person, die schon bald keinerlei Geheimnisse mehr besitzt. Georgio hingeben bleibt ein regelrechtes Phantom. Seine Liebe zu Tony ist unbezweifelbar und dennoch öffnet er sich nicht, was Tony und wohl auch dem Zuschauer erst dann wirklich auffällt, wenn die Beziehung, bzw. Ehe der beiden Stück für Stück auseinanderbricht, weil die beiden sich zwar lieben, jedoch Leben verfolgen und Ziele anstreben, die nicht konform sind mit denen des Partners. „Mein Ein, mein Alles“ ist im Grunde also eine Dekonstruktion der Illusion der großen, einzig wahren Liebe. Dass es diese gibt bestreitet das Drama dabei gar nicht, es offenbart nur die Blindheit, die Liebe mit sich bringt, und auch wie schmerzhaft und kräfteraubend der Prozess ist, wenn man sich eingestehen muss, dass es leider nicht funktioniert mit den angeblichem Traumpartner.


Bereits jetzt liegt vieles in Scherben
„Mein Ein, mein Alles“ stochert dabei jedoch nicht nur in den Wunden der Beziehung herum und versucht uns am voyeuristischen Masochismus zu ergötzen, sondern offenbart und lobpreist trotz aller späteren Schwere und Melancholie auch die schönen Seiten der Liebe. Wenn sich Tony und Georgio zu Beginn lieben, sich anschmachten, sich umgarnen, sich und ihre Liebe zelebrieren, dann tun sie das hemmungslos und leidenschaftlich. Jedes Extrem hat eben einen Gegenpol und auch wenn der Film immer wieder ankündigt, dass es nicht so gut enden wird, wie es die Küsse zu Beginn der Partnerschaft verheißen, verurteilt „Mein Ein, mein Alles“ die diversen glücklichen Momente nicht. Regisseurin und Co-Autorin Maїwenn scheint zu verstehen, dass man sich nicht für Glück, Zufriedenheit und Erfüllung schämen muss, egal wo das Ende des Weges später hinführt. So gesehen ist „Mein Ein, mein Alles“ nicht bloß eine Destruktion der Liebe, sondern zeitgleich auch deren Krönung. Getragen wird der Film dabei auf den Rücken der beiden Hauptdarsteller Vincent Cassel („Irreversible“) und natürlich – wohl besser: vor allem - Emmanuelle Bercot („Die Klassenfahrt“).


Tony kämpft gegen emotionalen Windmühlen
Becort, die für ihre Leistung 2015 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes ausgezeichnet wurde (eine Ehrung die sie sich mit Rooney Mara für „Carol“ teilte), füllt die Rolle der Tony wirklich komplett sowie famos aus. Ihre Figur besitzt so viele verschiedene Aspekte und auch Möglichkeiten und Bercot gelingt es alle diese zu bedienen und sie sogar optimal auszufüllen. Ihre Tony ist gleichermaßen stark wie verletzlich, verträumt wie realistisch, verbittert wie optimistisch. Sie wirkt stets menschlich, niemals wie eine Figur die für den Selbstzweck einer filmischen Handlung konzipiert wurde. Dank dieser greifbaren Menschlichkeit ist „Mein Ein, mein Alles“ ein empathischer Selbstläufer. Da wäre das Handlungskonzept des Films, der seine Geschichte in Rückblenden erzählt, eigentlich gar nicht notwendig gewesen – zumindest auf den ersten Blick. Doch die Szenen der Gegenwart sind ungemein wichtig. Tony, die nach einem absichtlichen Ski-Unfall einige Wochen in einer Reha-Klinik am Ozean verbringt, braucht Zeit für sich und so erleben wir sie in der Klinik erstmals auch ohne Georgio aufblühen – auch wenn es einige Zeit dauert. Ihre Rehabilitierung findet im seelischen wie körperlichen Bereich statt und gerade im direkten Wechsel mit teils emotional aufwühlenden Szenen aus der Vergangenheit ihrer Beziehung mit Georgio erweist sich die Ruhe der Klink nicht nur für Tony als Wohltat.


Schade nur, dass Maїwenn trotz dieser simplen Gegenüberstellung der Gefühlswelten vor allem zu Beginn von „Mein Ein, mein Alles“ in arg platte und schwülstige Momente abdriftet. Das lässt den Beginn des Dramas leider etwas unbeholfen erscheinen. Beginnt der Film aber dann mit der Geschichte von Tony und Georgio entwickelt sich nach und nach durchaus eine Sogwirkung, die es einem durchaus einfach macht auch andere kleinere Fehler zu übersehen, die „Mein Ein, mein Alles“ mit sich bringt. Aber gut, die Liebe ist ja auch nicht perfekt. Das darf sie auch niemals werden!


7,5 von 10 Wasserspritzern in der Disco

Unsere TV-Tipps der aktuellen Woche

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Unsere TV-Tipps vom 14. bis 20. März 2016

Montag, der 14. Februar
Kundo – Pakt der Gesetzlosen (Action) – 20:15 – Tele5
Frankie und seine Spießgesellen (Komödie) – 22:05 – ARTE
Der nackte Mann auf dem Sportplatz (Drama) – 23:55 - MDR

Dienstag, der 15. März
Der seltsame Fall des Benjamin Button (Drama) – 20:15 – Disney Channel
Americas Sweethearts (Komödie) – 22:15 - SuperRTL
Der letzte schöne Tag (Drama) – 22:45 - ARD

Mittwoch, der 16. März
Kramer gegen Kramer (Drama) – 22:15 – ServusTV
Renoir (Drama) – 22:45 – rbb
Howl – Das Geheul (Drama) – 23:30 - hr

Donnerstag, der 17. März
Das große Rennen rund um die Welt (Komödie) – 13:35 – ARTE
Das Urteil (Thriller) – 20:15 – kabel eins
Walking Tall (Action) – 22:05 - Vox

Freitag, der 18. März
Der letzte Kaiser (Drama) – 13:50 - ARTE
End of Watch (Thriller) – 22:15 – Pro7
Coraline (Fantasy) – 02:20 - ZDF

Samstag, der 19. März
Paul – Ein Alien auf der Flucht (Komödie) – 20:15 - Vox
Arachnophobia (Horror) – 22:05 – zdf_neo
Orphan (Thriller) – 00:20 – Sat1

Sonntag, der 20. März
Marnie (Thriller) – 20:15 - ARTE
Die Monster Uni (Komödie) – 20.15 - RTL
Dick & Jane (Komödie) – 22:20 - sixx
The Way Back – Der lange Weg (Drama) – 23.15 - rbb