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Review: DOCTOR WHO – SECHSTER DOKTOR, VOLUME 1 – Neuer Doktor, neue Abenteuer

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Fakten:
Doctor Who – Sechster Doktor, Volume 1
UK 1984/1985, Regie: Peter Moffat, Matthew Robinson, Ron Jones, Sarah Hellings. Buch: Anthony Steven, Paula Moore u.a. Mit: Colin Baker, Nicola Bryant, Maurice Denham, Edwin Richfield, Anthony Ainley, Kate O’Mara u.a. Länge: 370 Minuten. FSK: ab 12 Jahren. Ab 27. November 2015 auf DVD erhältlich.


Story:
Der neue Doctor zeigt sich von seiner düstersten Seite. Nach seiner traumatischen Regeneration ist er emotional unausgeglichen und unberechenbar. Dennoch muss er sich neuen Herausforderungen und alten Widersachern stellen.





Meinung:
Mit Colin Baker geht es nun wieder einen Doctor weiter zurück in die Vergangenheit. Seinerzeit wurden einige der Folgen heftig kritisiert, da für damalige Verhältnisse ein recht hohes Maß an Brutalität herrschte. Das sorgte für einen schönen Zufall, denn die Doppelfolge „Revolte auf Varos“ beschäftigt sich dann prompt auch mit Folter als Unterhaltungsinstrument. „Doctor Who“ zögerte schon in den 80ern nicht wenn es darum ging kritische Themen anzusprechen.


Colin Baker ist ein schillernder Doktor
Aus heutiger Sicht kommt das natürlich alles recht harmlos daher. Aber fangen wir von vorne an. Geht man nach der englischen Aufteilung der Staffeln, so findet man hier das Ende der 21. Staffel und die ersten sechs Folgen der 22. Staffel. Im Vierteiler „Zweimal Einstein“ trifft der Doctor auf recht skurrile Schneckenmonster, die natürlich gleich die ganze Galaxie übernehmen wollen. In „Angriff der Kybermänner“ geht es zurück nach London, wo die Cybermen wieder recht unheilvolle Pläne in die Tat umsetzen wollen. „Revolte auf Varos“ setzt sich, wie eingangs erwähnt, mit dem Thema Reality TV auseinander und „Die Rache des Meisters“ bringt einen der ikonischsten Gegner des Doctor zurück. Nachdem der fünfte Doctor, gespielt von Peter Davison, eher ruhig und zurückhaltend war erwartet den Zuschauer hier nun das absolute Gegenteil. Colin Baker ist bunt, und seine Persönlichkeit ist so schillernd wie seine Kleidung. Besonders in den ersten Folgen wirkt er aber eindeutig unsympathischer, vor allem sein Umgang mit seinem Companion, Peri, ist häufig herablassend. Das wird im Verlauf der Staffel nachlassen, dürfte aber besonders auf Neulinge abschreckend wirken.


Nicht nur der Doktor hat seine Probleme
Auch sonst wirkt er sehr überheblich und hat auch deutlich weniger Probleme sich notfalls mit Gewalt zur Wehr zu setzen. Dazu kommen Stimmungsschwankungen, kleinere und größere Ausraster und teilweise beinahe schon manisches Verhalten. Nein, einfach ist dieser sechste Doctor auf keinen Fall. Wer aber schon immer besondere Freude an der Schlagfertigkeit und Redegewandtheit des Doctors hatte darf sich hier auf einiges gefasst machen. Wie generell in der Serie, sowohl bei Classic als auch New Who ab 2005 zünden nicht immer alle Folgen. Highlight dieser Box dürfte ganz klar „Die Rache des Meisters“ sein, nicht zuletzt auch weil die Kombination aus Master und Rani zu den klassischsten Begegnungen des Doctors zählt. Aber seit jeher waren die Folgen von „Doctor Who“ so vielseitig wie die Anhänger der Serie, und so wird auch in dieser Box jeder Fan der langlebigen Sci-Fi Serie seine Lieblingsgeschichte selbst entdecken. Neueinsteiger werden es, wie gewohnt, schwer haben und auch auf die oftmals improvisierten Kulissen wird man sich einlassen müssen, alle haben aber über die Extras eine Chance den Einstieg zu finden. Obwohl der sechste Doctor besonders zu Beginn nicht die sympathischste Inkarnation des Time Lords ist heizt diese Box den Appetit auf weitere Folgen mit Colin Baker mächtig an. Der genießt sein Dasein als Doctor auch heute noch, besucht fleißig Conventions und ist auch auf Twitter sehr aktiv. So ganz wird man eine der ikonischsten britischen Rollen scheinbar nie los.


Besonders positiv stechen bei der DVD, wie auch schon bei früheren Veröffentlichungen, die Extras heraus. Zu jeder Folge gibt es zahlreiche Audiokommentare und unzählige Featurettes, mit denen die Episoden bis in den letzten Winkel ergründet werden können. Bild und Ton wurden digital remastered und können begeistern. Abgerundet wird das stimmige Gesamtpaket durch ein Booklet, das randvoll mit Infos gepackt wurde. Ein persönliches Statement von Colin Baker, eine Vorstellung der Hauptdarsteller, Infos zu den einzelnen Folgen und wissenswerte Fakten laden zum Schmökern ein. Hier bleibt wirklich kaum ein Wunsch des Zuschauers unerfüllt


8 von 10 verbeulten Cybermen


Wir danken unserer Nerdqueen Aurea für diese Gastkritik. Mehr von ihr gibt’s hier.

Review: DR. WHO - DIE FÜNF DOKTOREN - Pandastorm, die ollen Streber

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Fakten:
Dr. Who – Die Fünf Doktoren
UK, 1983. Regie: Peter Moffat. Buch: Terrance Dicks. Mit: Peter Davison, Richard Hurndall/William Hartnell, Patrick Troughton, Jon Pertwee, Tom Baker, Janet Fielding, Mark Strickson, Carole Ann Ford, Nicholas Courtney, Elisabeth Sladen, Lalla Ward, Anthony Ainley, Philip Latham, Dinah Sheridan, Paul Jerricho u.a. Länge: 75 Minuten (dt. TV-Fassung), 100 (Special Edition). FSK: freigegeben ab 12 Jahren. Auf DVD erhältlich.


Story:
Der Timelord, Dr.Who, trifft auf seine Vorgänger und zusammen begegnen diese in der Todeszone ihres Heimatplaneten Gallifrey den tödlichen Daleks, den unmenschlichen Cybermen und ihrem Erzfeind, dem Master. Doch die größte Gefahr droht aus einer anderen Richtung und ist für ihren Planeten verheerender, als die fünf Doktoren zu ahnen wagen.




Meinung:
Man stelle sich die diversen deutschen Filmverleihe als eine große Schulklasse vor und die Veröffentlichungen, bzw. der Re-Release eines alten Films steht als Hausaufgabe an. Während die meisten Klassenkameraden meist lieblos die Aufgabe erledigen, gibt es auch den ein oder anderen Schüler, der mit besonderem Fleiß glänzt. Im Falle von Pandastorm trifft diese Beschreibung nicht ganz zu, denn die werten Damen und Herren, die bereits mit ihren bisherigen Veröffentlichungen rund um den kultigen Dr. Who ordentlich geklotzt haben, verdienen mit der Veröffentlichung des Dr. Who-Specials „Dr. Who – Die Fünf Doktoren“ nicht nur diverse goldene Fleißsternchen, sondern ganz klar auch eine Eins Plus. Wenn jeder alte Film oder Serie so liebevoll restauriert und mit Bonusmaterial versehen würde, wäre diese Welt ein wahrlich bessere.


Vier von fünf vereint
Bei „Dr. Who – Die Fünf Doktoren“ handelt es sich um einen Spielfilm, der zum 20jährigen Jubiläum der kultisch verehrten BBC-Serie, im Jahre 1983, produziert wurde. Darin treffen sich fünf ehemalige Doktoren, was für echte Fans wahrlich ein waschechter Leckerbissen ist. Die fünf Doktoren bekommen es diesmal nicht nur mit dem gefährlichen Daleks, sondern auch mit den Cybermen zu tun. Das ist im gewohnten Stil umgesetzt, den man entweder liebt, oder der einen als Zuschauer ziemlich kalt lässt und teilweise sogar etwas zermürben kann. Nur eines muss man der Serie, wie auch diesem Special, zugutehalten: die Detailliebe. Die ist erneut auf einem großartigen Level. Dass die eigentliche Geschichte dagegen etwas abfällt und der Film in Sachen Spannung und auch Witz ein wenig den guten Serienepisoden hinterherhinkt, ist sehr verschmerzbar, bei all der Phantasie, die hier angewendet wurde, um ein neues, besonders Abenteuer für die Fans zu produzieren. Keine Phantasie, dafür aber viel Inhalt bietet übrigens auch die nun im Handel erhältliche Veröffentlichung des Specials. Pandastorm hat mal wieder ordentlich geklotzt. Auf 3 DVDs erstrahlt das Abenteuer der fünf Doktoren gleich zweimal. Einmal in der regulären TV-Version und ein anderes Mal in einer Special Edition.


Diese ist letztlich wohl wirklich nur für echte Fans interessant. Wer sich nicht zu denen zählt, sollte sich aber dennoch die Extras ansehen. Die sind mit einer Laufzeit von über fünfeinhalb Stunden nämlich mal wieder so exorbitant wie auch informativ und auch das Booklet ist, wie bei den anderen „Dr. Who“-DVDs von Pandastorm auch, höchst lesenswert. Diesmal gibt es sogar einen Text, genauer gesagt ein Vorwort, vom Drehbuchautor Terrance Dicks. Bei dieser Qualität und Menge an Extras, würde es kaum verwundern, wenn Pandastorm auf dem Schulhof verprügelt wird, wegen Streberei.


7 von 10 Daleks