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Review: THE FOG - NEBEL DES GRAUENS - Irgendwas ist in dem Nebel...

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Fakten:
The Fog – Nebel des Grauens (The Fog)
USA, 1980. Regie: John Carpenter. Buch: John Carpenter, Debra Hill. Mit: Adrienne Barbeau, Jamie Lee Curtis, Janet Leigh, John Houseman, Tom Atkins, James Canning, Charles Cyphers, Nancy Loomis, Hal Holbrook, Ty Mitchell u.a. Länge: 90 Minuten. FSK: Freigegeben ab 16 Jahren. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Vor genau 100 Jahren lockten die Bewohner der kleinen, kalifornischen Insel Antonio Bay ein Schiff auf die Felsen und kosteten der Besatzung das Leben. Jetzt, zur hundertjährigen Feier der Gemeinde, zieht eine dichte Nebelbank auf die Insel zu. In diesem Nebel lauern die Geister der Vergangenheit, bereit zur Vergeltung.


                                                           


Meinung:
„Is all that we see or seen but a dream within a dream?“
- Edgar Allan Poe –


John Carpenter zitiert Edgar Allan Poe, zu der Zeit war das absolut gerechtfertigt. Auch wenn Carpenter hier noch in seinen Anfangsjahren war, es waren die Zeiten, die ihn zu den einflussreichsten Genre-Regisseuren seiner Zeit (und bis heute) gemacht haben. „The Fog“ ist wahrscheinlich sogar sein „schwächster“ Film in der unglaublichen Zeit zwischen 1976 („Assault – Anschlag bei Nacht“) und 1982 („Das Ding aus einer anderen Welt“) und zudem – man mag es rückblickend kaum glauben – sein einziger, klassischer „Geister-Film“. Das bei einem Regisseur, der den Horrorfilm geprägt hat und durch ihn groß geworden ist. Das Carpenter auch dieses „altbackene“ Sub-Genre mehr als nur versteht (oder verstand), sieht man bei „The Fog“...und daran, wie sehr die Neuauflage von 2005 an den Klippen den Sachverstandes zerschellte, ganz ohne Irrlichter und Nebel.


Sie kommen im Nebel...
Natürlich wirkt Carpenters Film nach so vielen Jahren an einigen Stellen angestaubt, lässt sich nicht leugnen. Dazu muss gesagt werden, dass auch „The Fog“ noch eine relativ kleine Produktion war, wie alle seine Filme bis dahin. Was er daraus macht, ist aussschlaggebend. Die Effekte sind nicht der Rede wert, aber effizient in Szene gesetzt. Speziell die Kamera von Dean Cundey sei erwähnt, der im dichten Nebel die schemenhaften Geister wundervoll einfängt. Viel besser, als es zu erwarten wäre. Dazu pumpt der gewohnte Carpenter-Score, sicher nicht so prägnant wie bei „Assault – Anschlag bei Nacht“ oder „Halloween – Die Nacht des Grauens“, dennoch punktgenau und enorm stimmig. Speziell zum Ende ist das eine Wucht. Der treibt, der peitscht, er schnürt dich ein. John Carpenter lädt zur Geisterstunde auf Antonio Bay und Genre-Freunde dürfte nach wie vor ein gewiss nostalgischer, dabei sehr angenehmer Schauer über den Rücken laufen. Was konsequenten Spannungsaufbau, Atmosphäre und Gefühl für die Materie angeht, macht(e) Carpenter so schnell keiner was vor.


 "Irgendwas ist in dem Nebel..."


...sie richten im Nebel.
Mit dem Nebel kommt die Angst, den Figuren wird so schleichend das Fürchten gelehrt wie dem Zuschauer. In der kürze der Laufzeit entstehen natürlich keinerlei Längen, jede Minute ist eine geschickt konstruierte Geisterbahn vor eigentlich idyllischer Kulisse...solange die Sicht klar ist. Die Angst vor dem Unbekannten, alten Legenden, dem Schicksal, der Erblast, dem Grauen aus dem nicht Sichtbaren...Carpenter spielt das alles aus, inszeniert es im Rahmen seiner Möglichkeiten außergewöhnlich, baut seine Bedrohung so geschickt auf, das können heute nur wenige (oder wer überhaupt?) Der Cast ist für so ein Projekt sogar mehr als beachtlich, wobei John im eigenen Teich angelt. Nancy Loomis und Charles Cyphers waren schon bei „Assault – Anschlag bei Nacht“, sowie bei „Halloween – Die Nacht des Grauens“ an Bord, Jamie Lee Curtis stieß dann dazu. Ihre Mutter und Film-Legende Janet Leigh („Im Zeichen des Bösen“, „Psycho“) mischt nun auch mit, der großartige Hal Holbrook spielt den Priester mit dem schlechten Gewissen und selbst der Meister himself hat einen kurzen Cameo-Auftritt (ganz am Anfang). Nur am Rande, denn letztendlich ist das gar nicht so relevant.


Viel wichtiger ist bei „The Fog“ seine Grundstimmung, seine unglaubliche Bedrohung, das Böse in Lauerstellung. Erstaunlich, dass sich dieser Regisseur nie wieder an typische Geistergeschichten wagte, denn er beherrscht das spielend und wahnsinnig geschickt. Das ist nicht immer auf dem Niveau eines unsterblichen Klassikers, aber auf dem Niveau eines kleinen Klassikers. Als solcher darf „The Fog“ ohne Frage bezeichnet werden. Low-Budget-Geisterstunde von einem damaligen Wunderkind. Kleine Schwächen sind verziehen, so was würde man sich heute händeringend wünschen. Warum John Carpenter einer der wichtigsten Regisseure des letzten Jahrhunderts war, ein weiterer (und nicht mal der wichtigste) Beweis. Gespenstisch, dicht wie Hechtsuppe, mit spitzen Haken. Wunderbar.

8 von 10 Leuchttürmen.

Review: WASSER FÜR DIE ELEFANTEN - Zirkusliebe mit Hindernissen

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Fakten:
Wasser für die Elefanten (Water for Elephants)
USA. 2011. Regie: Francis Lawrence. Buch: Richard LaGravenese, Sara Gruen (Roman). Mit: Robert Pattinson, Reese Witherspoon, Christoph Waltz, James Frain, Hal Holbrook, Paul Schneider, Ken Foree, Tim Guinee, Jim Norton u.a. Länge: 120 Minuten. FSK: Ab 12 Jahren freigegeben. Auf DVD und Blu-Ray erhältlich.


Story:
USA, 1930er Jahre. Die Zeit der großen Depression. Der junge Einwanderer Jacob steht vor seinem Universitätsabschluss als Tierarzt. Doch nach einem tödlichen Unfall seiner Eltern lässt er den Abschluss sausen und steht ohne Geld oder Bleibe da. Desillusioniert und alleine schließt er sich einem Zirkus an, bei dem er aufgrund seiner tiermedizinischen Kenntnisse als Arzt angestellt wird. Dabei verliebt sich Jacob ausgerechnet in Marlena, die Frau des charismatischen aber auch jähzornigen und brutalen Zirkusdirektor August Rosenbluth – eine gefährliche Situation für Jacob und Marlena.




Meinung:
Francis Lawrence war lange ein sehr gefragter Regisseur für Videoclips und Werbespots. Britney Spears, Pink und Aerosmith gehörten genauso zu seinem „Kundenkreis“ wie die beiden bekanntesten Cola-Marken oder die Fastfoodkette mit einem Clown mit Latzhosen. Und das Thema „Clowns“ ließ ihn wohl nicht mehr los, den nach seinen ersten beiden Spielfilmen „Constantine“ und „I Am Legend“ hat sich Lawrence, der nun auch für den zweiten Teil der „Die Tribute von Panem“-Franchise verantortlich ist, mit einem Film beschäftigt, der sich thematisch in der Welt von Akrobaten, Tänzern, wilden Tieren und Artisten bewegt. Und gerade diese Zirkuswelt macht „Wasser für die Elefanten“ von einer altbekannten Liebesgeschichte zu einer schönen und besonderen Erfahrung.


Jacob und sein großer Schützling
Denn diese Konstellation, dass sich ein junger, mittelloser Mann in eine (zumindest theoretisch) höhergestellte Frau oder Dame verliebt, die aber mit einem anderen Mann zusammen oder diesem wenigstens versprochen ist, die hat man schon oft in dieser Form gesehen. Am bekanntesten dürfte wohl „Titanic“ sein. Eine weitere auffällige Parallele zwischen James Camerons Liebesdrama und „Wasser für die Elefanten“ ist auch die Rahmenhandlung. In beiden Filmen erinnert sich, einmal die alte Rose, im anderen Fall der in die Jahre gekommene Zirkusarzt Jacob, an eine alte Liebe zurück und fängt ausführlich an zu erzählen. Und in beiden Filmen hat dies zur Folge, dass man sofort in der eigentlichen Handlung drin ist. Die Handlung selbst, die ist nicht besonders spektakulär. Vielleicht sogar ein bisschen angestaubt und altmodisch. Aber sie ist auch schön, einfach nur schön. Es macht den ganzen Film über große Freude, eben jenen anzusehen. Als Zuschauer kann man wunderbar mitzittern, mitleiden, mithoffen. Man kann sich ebenfalls in die Zirkusartistin verlieben, man lernt ebenfalls den Direktor zu hassen und man bangt mit der Hauptfigur, ob er seine Ziele auch erreichen wird. Und das liegt auch an den tollen Darstellungen aller Beteiligten.


Champagner macht August und Marlena glücklich
Der Cast spielt richtig groß auf. Natürlich haben wir hier Reese Witherspoon, die, wie eigentlich immer, schon allein durch ihr Lächeln einen Film sehenswert machen kann, schafft dies auch durch ihre wunderbare Darstellung der Direktorengattin Marlena Rosenbluth. Der Zirkusdirektor selbst wird von Christoph Waltz verkörpert, der ihn, einerseits charmant, andererseits grausam und böse, mit einigen Facetten „seines“ Hans Landa verkörpert. Das macht er sehr gut, allerdings fehlen ein bisschen die neuen Facetten, die ihn dann von der alten, fast schon routinierten Leistung abheben. Aber beide, Waltz und Witherspoon, spielen gut, wie auch zu erwarten war. Viel interessanter erscheint da die Hauptperson Jacob Jankowski, ein Sohn polnischer Einwanderer. Dargestellt wird er von Robert Pattinson, dem von vielen wegen seiner Twilight-Rolle als schauspielerische Nullnummer abgestempelte Glitzer-Vampir. Nicht so in diesem Film. Er schafft nicht nur die Naivität und jugendliche Frische von Jacob wunderbar zu vermitteln, mit großer Leichtigkeit und Natürlichkeit schafft er auch eine tolle Mischung aus Verzweiflung, Liebe, Freude und Hass, sodass er sogar die beiden Oscarpreisträger Waltz und Witherspoon in den Schatten stellen kann.


Gedreht in Tennessee, Kalifornien und Georgia kann der Film mit den unterschiedlichsten und ziemlich beeindruckenden Naturaufnahmen aufwarten, die ihm ein ansprechendes Äußeres geben und wunderbar zur jeweiligen Stimmung des Films beitragen. Ähnliches gilt auch für die schönen Zirkuskostüme, die Kulissen, die wunderbaren Tiere, wo besonders die bildschöne Elefantendame Rosie zu nennen ist, und für die Filmmusik von James Newton Howard, auch wenn sie mehrmals gefährlich nahe am Kitsch entlangschrammt und manchmal auch darüber hinaus. Kamera, Schnitt, Licht – die komplette technische Seite des Films ist relativ unspektakulär, was nicht heißt, dass sie schlecht wäre. Solide inszeniert mit teilweise sehr intensiv wirkenden Farben runden diese Elemente den Film angenehm ab.


Alles in allem ist „Wasser für die Elefanten“ sicher kein Film, der besonders großen Einfluss auf die Filmgeschichte haben wird. Er ist nicht einmal besonders originell. Der Film erzählt seine Geschichte, mit Ausnahme der sympathischen Rahmenhandlung, absolut linear, ohne Ausreißer nach links oder rechts. Er ist eigentlich fast schon vorhersehbar und manchmal ist er auch kurz davor, wegen zu viel Kitsch unterzugehen. Aber der Einblick in die Zirkuswelt der 30er Jahre, die guten Darsteller und vor allem die liebens- und hassenswürdigen Figuren machen den Film zu einem Erlebnis, das durchaus in Erinnerung bleiben kann. Einfach schön


7 von 10 Whiskey trinkende Elefanten

Review: DIE UNBESTECHLICHEN – Dustin Hoffman und Robert Redford als unermüdliche Journalisten

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Fakten:
Die Unbestechlichen (All The President’s Men)
USA. 1976. Regie: Alan J. Pakula. Buch: William Golden. Mit: Dustin Hoffman, Robert Redford, Jason Robards, Hal Holbrook, Jack Warden, Ned Beaty, Stephen Collins, Meredith Baxter, Martin Balsam, Jane Alexander, Robert Walden, Penny Fuller, Frank Latimore, F. Murray Abraham u.a. Länge: 138 Minuten. FSK: Freigegeben ab 12. Jahren. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Nach dem in der Nacht vom 17. Juni 1972 fünf Männer im Hauptquartier der Demokratischen Partei auf frischer Tat ertappt wurden, strengvertrauliche Dokumente entwenden zu wollen, ist der Vorfall - als Watergate-Affäre bekannt – in aller Munde. Die beiden Reporter Carl Bernstein und Bob Woodward von der Wahsington Post wollen jedoch nicht nur an einen einfachen Diebstahl glauben, sondern vermuten einen echten Komplott auf höchster politischer Ebene. Gemeinsam graben sie sich trotz allem Gegenwind unbeirrt immer tiefer in das Verbrechen...





Meinung:
Für die cineastische Speerspitze mit goldener Veredelung reicht es zwar nicht ganz, Großkaliber wie Costa Gavras „Z“, Francis Ford Coppolas „Der Dialog“ und auch Oliver Stones „John F. Kennedy – Tatort Dallas“ haben da noch die Nasen ein Stückchen voraus; brillant ist er aber allemal, der hochgeschätzte Abschluss von Alan J. Pakulas inoffizieller Paranoia-Trilogie mit dem Titel „Die Unbestechlichen“. Dass „Die Unbestechlichen“ zum Grundwissen eines jeden selbsternannten Filmkenners gehört, ist inzwischen ein unstrittiges Faktum, dabei hat es sich Regisseur Alan J. Pakula auf den ersten Blick relativ einfach gemacht, hat er sich doch einem Stoff angenommen, der aufgrund seiner nationalen Brisanz von vornherein quasi als Selbstläufer deklariert werden hätte können. Nur, und das hat die Vergangenheit in den unterschiedlichsten Qualitätsklassifizierungen oftmals bewiesen, reicht ein explosives Thema alleine nicht, um einen wirklich bedeutungsvollen Film für die Ewigkeit anzufertigen. Vielmehr muss ein Gleichgewicht entstehen, in dem die differenten Ebenen und Komponenten reibungslos ineinandergreifen, denn letztlich ist Kinematographie nichts anderes als säuberliches, durchdachtes Handwerk.






So sehen hartnäckige Journalisten aus.
Nun hat sich „Die Unbestechlichen“ die filmische Aufklärung der Watergate-Affäre thematisch zu Eigen gemacht und die literarische Vorlage „All the President’s Men“ durch die versierte Hand des legendären Autors William Golden zu einem wahrhaft exzellenten Drehbuch umfunktioniert. Und mit dem Drehbuch sind wir schon an dem elementaren Punkt angelangt, der gerade für einen Film dieser Art, einen altmodischen Polit-Thriller, von fundamentaler Wichtigkeit ist. Jedes einzelne Zahnrädchen muss in das Konzept passen, und wenn es um fiktive Stützpfeiler geht, dürfen diese nicht schlagartig als realitätsfremde Anhängsel demaskiert werden. In generalisierter (wie versimpelter) Formulierung muss Politkino zwei Ansprüche ohne weiteres erfüllen können: Informativ und authentisch zu sein, ohne den Zuschauer mit dem belehrenden Zeigefinger durch das Geschehen leiten zu wollen. „Die Unbestechlichen“ ist daher unzweifelhaft eines der Werke, deren wahre Stärke aus dem tadellosen Drehbuch gezogen wird, während die Inszenierung Pakulas, natürlich stilvoll wie beachtlich, als reine, hochprofessionelle Formsache anzusehen ist.


Die Folgen der Watergate-Affäre sind allseits bekannt, während der republikanische Präsident Richard Nixon seine sieben Sachen packen musste und vom Hofe des Weißen Hauses verjagt wurde, stürzte Amerika in eine gesellschaftliche Vertrauenskrise, die den Verfassungskonflikt durch sämtliche Missbräuche von Regierungsgrundsätzen unweigerlich nach sich ziehen musste. Aber „Die Unbestechlichen“ möchte das Verhalten auf der höchsten Regierungsebene nicht anprangern, dass erledigt sich schon von ganz alleine und braucht keinen inszenatorischen Nachdruck spendiert, der Polit-Thriller lässt sich als Verbeugung vor der Hartnäckigkeit und Durchschlagskraft des investigativen Journalismus verstehen: Die Vierte Macht zwingt einen Präsidenten in die Knie, der so oder so niemals diesen Sitz einnehmen hätte dürfen und entblößt eine ganze Reihe an politisch motivierten Skandalen. Von Verleumdung, Verheimlichung, Überwachung, Manipulation und Dokumentenfälschung war alles vertreten, mal äußerst dubios, mal extrem illegal, aber immer – und das steht wohl außer Frage - vollkommen inakzeptabel und in diesen Kreisen in keinem Fall tolerierbar.





Die Recherchen führen langsam zum Ziel.
Wer aber immer noch der Meinung sein sollte, dass sich Polit-Thriller ausnahmslos aus trägem Geschwätz zusammensetzen, das sich nur um unverständliches Gedöns dreht und am Ende nur die Leuten verstanden wird, die vom Fach ind, der wird auch mit „Die Unbestechlichen“ eines Besseren belehrt. Natürlich besteht das Drehbuch aus einer enormen Anhäufung an Fakten, Namen und Verweisen, doch das Ganze ist zu keiner Zeit als ödes Politallerlei abzustempeln, viel zu spannend ist der narrative Verlauf und das Verfolgen der Aufklärungsversuche der beiden idealistische Journalisten Carl Bernstein und Bob Woodward, die mit Dustin Hoffman und Robert Redford hervorragend besetzt wurden. Es ist schon ein kleines Kunststück, einen Film in seiner Komplexität so unterhaltsam zu machen, in dem man den beiden Stars die meiste Zeit beim Recherchieren, Telefonieren, Spekulieren, Kalkulieren und Assoziieren zusieht. Aber so muss präzises und intelligentes Genre-Kino aussehen, in dem es noch um Dialoge, anstatt um Schauwerte geht. Nicht umsonst wird das geschriebene Wort hier kraftvoll wie ein Pistolenschuss symbolisiert, das den mächtigsten Mann der Welt vom Thron reißen kann. 


8
von 10 Schreibmaschinen mit effektiver Durchschlagskraft


Von Souli