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Trailerpark: Die großen Chefbezwinger sind zurück - Erster Trailer zu HORRIBLE BOSSES 2

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Die Fortsetzung zu „Horrible Bosses“, hierzulande unter dem Titel „Kill the Boss“ bekannt, hat nun den ersten Trailer spendiert bekommen. Darin sind fast alle Stars des Vorgängers zu sehen. Nur Colin Farrell scheint beim Sequel nicht mehr mitzumischen. Dafür bekommen es Jason Sudeikis, Charlie Day und Jason Bateman diesmal mit Christoph Waltz („Inglorious Basterds“) zu tun. Waltz spielt einen fiesen Finanzhai, der dem Trio, welches eine eigene Firma aufbauen möchte, das Leben schwer macht. Ob es aber eine gute Idee ist, den Sohn (gespielt von Chris Pine) des miesen Raffzahns zu entführen, wird sich wohl zeigen müssen. Schade, dass davon im Trailer noch nichts zu sehen ist. Na ja, wird noch kommen, denn bis zum geplanten Kinostarts am 27. November in den USA, wird gewiss noch eine ganze Trailerlawine über uns her rollen. Regie führt diesmal übrigens Sean Anders, der auch am Script mitschrieb. Anders bisherige Filmographie liest sich leider alles andere als begeisternd. Vor allem seine Regie in „Der Chaos-Dad“ lässt wenig gutes für „Horrible Bosses 2“ hoffen. Nun gut, abwarten.


Review: THE AMAZING SPIDER-MAN 2: RISE OF ELECTRO - Spider-Man hat gute Karten in der Hand

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Fakten:
The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro
USA. 2014.
Regie: Mark Webb. Buch: Alex Kurtzman, Roberto Orci, Jeff Pinkner, James Vanderbilt. Mit: Andrew Garfield, Emma Stone, Jaime Foxx, Dane DeHaan, Sally Field, Paul Giamatti, Chris Cooper, Colm Feore,, Felicity Jones, Embeth Davidtz, Marton Csokas, Max Charles, B.J. Novak, Denis Leary, Michael Massee, Adrian Martinez u.a. Länge: 144 Minuten. FSK: freigegeben ab 12 Jahren. Ab 4. September 2014 auf DVD, Blu-ray und Blu-ray 3D erhältlich.


Story:
Obwohl er es dem Vater von Gwen versprochen hat, ist Peter immer noch mit ihr zusammen. Doch damit kann er nicht mehr leben und trennt sich von Gwen. Als wäre das nicht schon schlimm genug für ihn, verwandelt sich der Ingenieur Max Dillon nach einem Unfall bei Oscorp in den energieverschlingenden Electro. Spider-Man bekommt also eine Menge zu tun.





Meinung:
Die freundliche Spinne ist zurück. Erneut unter der Regie von Marc Webb (immer noch ein verdammt passender Nachname für’s Franchise) sowie angeführt von Andrew Garfield ("The Social Network") als Peter Parker und Spider-Man in Personalunion. Das Sequel zum ersten „The Amazing Spider-Man“, der nicht ganz so amazing war und dennoch unterhaltsame Minuten bot, bekam nun mit seiner Fortsetzung „Rise of Electro“ ein Sequel spendiert, welches die durchaus gerechtfertigten Spottrufe, die das Konzept des Reboots hervor rief, vergessen lässt. Webbs zweite Superheldenprüfung ist als bestanden anzusehen. Mit „The Amazing Spider-Man 2“ hat die Reihe – ja, alle Filme – ihren bisherigen Höhepunkt gefunden.



"Sag noch einmal Tobey Maguire!"
Beginnen wir doch nach der Einleitung direkt einmal mit einer klaren Aussage, die gewiss die Leserschaft spalten wird: Andrew Garfield ist der bessere Peter Parker. Seine schlaksige Art kommt dem originalem Comichelden wesentlich näher als Tobey Maguires Darstellung. Das ist natürlich ein Streitpunkt, der zu nimmer endenden Diskussionen einlädt. Vielleicht kann man die Frage, ob „Rise of Electro“ uneingeschränkt für alle Spidey-Fans zu empfehlen ist, ganz einfach damit beantworten, dass es vor allem darauf ankommt, mit welchem Peter-Darsteller man mehr anfangen kann. Während Maguire außerhalb seines Spinnenkostüms immer der etwas verschlossener Streber war, macht Garfield auf leicht großmäuligen, liebenswert Nerd und erfüllt die Anforderung an die Rolle somit fast perfekt, auch wenn Maguire-Anhänger dies ganz gewiss anders sehen werden.




Was „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“ wirklich phantastisch macht ist zum einen seine Actionszenen und zum anderen sein Soundtrack. Beides ist wahrlich stimmungsvoll miteinander verwoben. Manchmal stellt sich die Frage ob der Score wirklich für die Actionszenen komponiert wurde, oder ob Regisseur Marc Webb die Spektakel nachträglich erst einfügte und sich beim Design des destruktiven Krawalls an der Musik des Komponistenverbundes The Magnificent Six orientierte. Besonders schön: die Musik gestaltet sich abwechslungs- und facettenreich. Statt die üblichen Brummtöne, wie man sie seit „Inception“ gefühlt in jedem Blockbuster hört, gönnt sich „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“ einen abwechslungsreichen Soundtrack (und das obwohl Hans Zimmer hier seine Finger im Spiel hatte), der gewisse zum größtenteils auch nur Retorte ist, dafür aber perfekt mit dem zu sehenden Erlebnis auf der Leinwand harmoniert und – so fühlt es sich manchmal auch an – interagiert. Endlich wieder eine große Hollywood-Produktion mit musikalischem Spirit. Nur der exklusive, deutsche Schlusssong „Ohne zurück zu sehen“ von Tim Bendzko ist verzichtbar, aber keine Sorge, der ertönt erst nachdem exklusive Szenen von „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ im Abspann zu sehen waren (die übrigens nicht mehr sind als ein viel zu kurz geratener Trailer ohne wirkliche Substanz).



Ähnlich lobenswert wie die Akustik von „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“ sind auch seine optischen Aspekte. Zum einen ist der Film immer noch einer der wenigen Vertreter, deren Sichtung sich in 3D lohnen, zum anderen sind die Special Effects wirklich erstklassig, genau wie die Actionszenen. Diese kombinieren die visuellen Stärken des Films zu einem beeindruckenden Gesamtpaket, die dazu noch von Spider-Mans liebenswert-großmäuliger Art aufgeheitert wird. Ein knalliges Spektakel im Stile eines comic relief, das zum Staunen und Schmunzeln einlädt. Dem gegenüber steht natürlich eine Geschichte, die leider zu oft auf verlorenem Posten steht, vor allem bei der Charakterisierung der restlichen Figuren. Gwen Stacey (Emma Stone, „Gangster Squad“, „Crazy, Stupid, Love“) bleibt trotz Emanzipierungsversuchen immer ein wenig zu sehr im Puppy-Stadium hängen und der titelgebende Electro alias Max Dillon (Jaime Foxx, „Django Unchained“,“White House Down“) wird mit dem guten, alten Holzhammer eingeführt, charakterlich definiert und grobschlächtig weiterentwickelt.



Zugegeben, in den Comics ist das nicht viel anders und „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“ ist sich seiner Herkunft auch stets bewusst und versucht nicht etwas aus seinem Universum zu machen, was diesem nicht steht (Gruß an „Man of Steel“). Doch leider sind es Charakterisierungsszenen- und Momente, bei dem Webbs Inszenierung durchaus das eine oder andere Mal ins Stocken gerät und einige etwas zähere Minuten beschwert. Dass es auch besser geht zeigt „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“ mit Harry Osborn. Dane DeHaan („Lawless“, „The Place beyond the Pines“) spielt den Jugendfreund von Peter Parker und obwohl seine Figur ähnlich plump ausfällt wie die des Electro, wirkt seine Wandlung wesentlich runder. Vermutlich auch deshalb, weil DeHaan ein exquisiter Schauspieler ist und selbst mit einer eher zweitklassigen Rollen darstellerisch etwas Beeindruckendes erzeugen kann. Wirklich schade, dass DeHaan im schurkischen Kosmos von „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“ letztlich doch nur die zweite Geige spielt, auch wenn es sich am Ende ankündigt, dass Harry Osborne alias Green Groblin spätestens im nächsten Teil zu einem sehr gefährlichen Feind für Spider-Man werden wird.


„The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“ ist ein spaßiges Vergnügen. Narrativ nicht immer aus einem Guss und so ganz vergessen macht er die Sam Raimi-Version von Spider-Man auch nicht (was nicht schlimm war, den Raimi lieferte zwei wirklich gute Filme ab), aber im Zeitalter in dem so viel liebenswert Phantastisches auf dark & gritty umgeformt wird (noch mal Gruß an „Man of Steel“) tut solch eine Blockbusterproduktion wie „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“ wahrlich immer noch gut. Denn auch wenn der Film letztlich nicht mehr ist, wie eine Vorbereitung für den dritten Teil, so löste Regisseur Marc Webb doch das Versprechen ein, welches er mit dem Ende des ersten Teils gab, nämlich dass es nur der Anfang war und sie noch viele Asse im Ärmel haben. Nun wurden die ersten davon wirklich ausgespielt und es zeigt sich, dass „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“ verdammte gute Karten hat. Die bisher besten im cineastischen Universum der freundlichen Spinne von nebenan.


7,5 von 10 erkälteten Superhelden

Trailerpark: Eine Waise erobert Herzen - Erster Trailer zu ANNIE

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„Einfach zu haben“- und „Freunde mit gewissen Vorzügen"-Regisseur Will Gluck inszenierte mit „Annie“ die neue Filmadaption eines Broadway-Klassikers. Quvenzhané Wallis („Beast of the Southern Wild“) spielt darin die titelgebende Annie, die als Waise zu einer gemeinen Pflegemutter muss (gesielt von Cameron Diaz). Doch der Politiker Will (Jaime Foxx) will die Kleine adoptieren, um damit seinen Wahlkampf für den Bürgermeisterposte zu verbessern. Ob Annie das kalte Herz des machtgierigen Will erwärmen kann? Ab dem 22. Januar erwartet uns die Antwort im Kino. Neben den genannten Darstellerin werde auch Rose Byrne („X-Men: Erste Entscheidungen"), Tracie Thoms („Death Proof“) und Adewale Akinnuoye-Agbaje („Shootout – Keine Gnade“) zu sehen sein. 


Trailerpark: Endlich im Netz - Erster Trailer zu THE AMAZING SPIDER-MAN 2

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Trotz Häme und einer nicht bestreitbaren Unsinnigkeit erwies sich das Reboot von Spider-Man als durchaus lukrativ für Columbia Pictures. Klar also, dass ein Sequel her musste. Dies erscheint hierzulande am 17. April und wird – wie der Vorgänger auch – vom „(500) Days of Summer“-Regisseur Marc Webb (es bleibt einfach ein perfekter Nachname für dieses Franchise) inszeniert. Wieder mit dabei: Andrew Garfield als Titelheld, Sally Field als Tante May sowie Emma Stone als Spideys  Geliebte Gwen. Diesmal bekommt es die menschliche Spinne mit Rhino (Paul Giamatti) und Electro (Jaime Foxx) zu tun. Und auch Harry Osborn, alias der Goblin, darf gespielt, von Dane DeHaan, im Film auftauchen. Wir mochten den ersten Teil des Reboots trotz seiner Schwächen ganz gerne und hoffen auf gutes Helden-Entertainment. Besetzungstechnisch ist die Fortsetzung aber schon mal eine Wucht.

 

Review: WHITE HOUSE DOWN - Es kracht in Washington D.C.

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Fakten:
White House Down
USA. 2013. Regie: Roland Emmerich. Buch: James Vanderbilt. Mit: Channing Tatum, Jaime Foxx, Maggie Gyllenhaal, Joey King, Jason Clarke, James Woods, Richard Jenkins, Jimmi Simpson, Nicholas Wright, Rachel Lafevre, Lance Reddick, Michael Murphy, Matt Craven, Jake Weber, Kevin Rankin, Barbara Williams, Anthony Lemke, Garcelle Beauvis, Falk Hentschel, Kyle Gatehouse, Peter Jacobson, Jackie Geary u.a. Länge: 131 Minuten. FSK: freigegeben ab 12 Jahren. Ab 9. Januar 2013 auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Cop John dachte, es wird ein ganz normales Vorstellungsgespräch für einen Posten als Bodyguard. Doch zum einen ist ein Vorstellunggespräch im Weißen Haus niemals eine gewöhnliche Angelegenheit und zum anderen wird er Zeuge wie eine schwerbewaffnete Einheit das Weiße Haus zu einem Kriegsschauplatz verwandelt. Für John beginnen gefährliche Stunden, in denen er nicht nur zum Schützer des Präsidenten James W. Swayer wird, sondern auch noch seine elfjährige Tochter, die ihm zum Vorstellungsgespräch begleitet hatte, retten muss.




Meinung:
Roland Emmerich war Zeit seiner Karriere immer dafür bekannt, inzwischen ist er dafür in gewisser Weise natürlich auch gebrandmarkt, denn sein Ausflug in historische Gefilde mit „Anonymous“ war nie mehr als ein laues Lüftchen, seine künstlerische Befriedigung darin zu finden, möglichst viele Lokalisationen mit kultureller und politischer Bewandtnis zu pulverisieren. Ob Alien-Invasion oder brachialer Naturkatastrophe, Emmerich, unser schwäbischer Spielbergle, hatte trotz seiner gerne revolutionären Anwendung von CGI-Effekten immer das Problem, dass ihm der falsche Nationalstolz ins amerikanische Exil viel zu sehr in Herz gewandert ist. Soll heißen, auch wenn es schon zu genüge wiederholt und erwähnt wurde: Emmerich möchte amerikanischer sein, als die echten Amerikaner. Sein aufgesetzter Patriotismus zerstört das Sehvergnügen, denn von intentionaler Ernsthaftigkeit konnte der Regisseur ja noch nie Gebrauch machen, entweder stumpf und laut oder gar nichts.


Sawyer bekommt wohl keinen Friedensnobelpreis mehr
Es sollte bis ins Jahre 2013 dauern, in dem sich Roland Emmerich endlich auf diesen profitablen Kompromiss eingelassen hat – Allerdings auch nicht mit letzter Konsequenz, was seinen Terroristen-Klopper „White House Down“ eben auch davon abhält, ein wirklich guter Film zu sein. Aber, und das ist ein großes Aber, Emmerich beweist über weite Strecken genau den Humor, den sein großer Klassiker „Independence Day“ nur als Scheinbild angab, um seinen Patrioten möglichst viel Sympathie einzuflößen. In Wahrheit aber hatten nur die an traditionellen Werten klammernde Bevölkerung aus den Vereinigten Staaten ihren Spaß an diesem dämlichen Sci-Fi-Reißer, auch wenn wir uns vor Augen halten müssen, dass wir uns in einem Genre befinden, in dem die Kriterien, die am Realismus des Szenarios und den visualisierten Handlungen haften, eher milde ausfallen durften. „Independence Day“ scheiterte letztlich an diesem unsäglich pathetischen Überdruss von patriotischem Heroismus. Genau diesem erdrückenden Defizit geht „White House Down“ aus dem Weg, jedenfalls in kategorischer Dominanz.


Mit plastischen Charakterzeichnungen hatten es die Drehbücher zu einem Emmerich-Film ja nun auch noch nie, genau wie es eine These bleibt, dass seine Filme eine wirkliche Botschaft haben – Dafür fehlen nun einfach die Indizien. Es zählt der Unterhaltungsfaktor, der dem Zuschauer mal erlaubt sich nicht auf Einzelheiten und ineinandergreifende Handlungsebenen zu konzentrieren; Emmerich möchte sein Publikum mit Schauwerten (über-)sättigen und anhand distinguierter und vollkommen schematischer Helden von Explosion zu Erdbeben führen. In „White House Down“ geht diese Rechnung auch zum ersten Mal auf und es ist auch noch ausgerechnet der sonst so hölzern agierende Frauenschwarm Channing Tatum, dem sich der Rezipient im Kampf gegen die Terroristen bereitwillig anschließt, ohne durch überzogene Coolness oder unsympathische Charakteristiken dazu genötigt wird, sich doch eher den Bösewichtern des Films anzuschließen. Tatum bekam mit John Cale eine Figur zugesprochen, die auch zuweilen eine Karikatur auf das eigene Image des Schönlings ist, aber das Tatum ja durchaus Humor besitzt und sich auch mal komplett zum Affen macht, hat er ja schon in Seth Rogens Endzeit-Party „Das ist das Ende“ bewiesen.


Dieser Cale ist ein Normalo, irgendwie bodenständig, zwar mit Fähigkeiten gesegnet, die bei brenzligen Handgreiflichkeiten durchaus förderlich sein können, aber er will auch nur ein guter, von seiner Tochter angehimmelter Vater sein und sich irgendwie durchs Leben schlagen. Wenn dann James Foxx als Präsident James Sawyer als zweiter großer Leading-Anker auftritt, dann beweist Tatum, dass er eben nur wirklich gut funktionieren kann, wenn er einen Schauspieler an seiner Seite hat, der ihm die nötigen Bälle zuspielt, man denke nur an „21 Jump Street“; als alleiniger Frontmann ist er hingegen nahezu unbrauchbar. Man darf hier keine Meisterleistungen erwarten und die fordert Emmerich auch nicht, zu keiner Zeit, versierte Empathie ist nicht nötig, man muss den Charakteren einzig und allein gerne durch das – in diesem Fall – unterjochte Weiße Haus folgen. Und dies schaffen Jamie Foxx und Channing Tatum mühelos.


Amerikanische Renovierungsmaßnahmen
Was „White House Down“ also locker über den Emmerich-Standard à la „The Day After Tomorrow“ und „2012“ hebt, ist die Tatsache, dass der Regisseur sich hier mal nicht auf einer plumpen Effekte-Schlacht ausruht – keine Frage, wenn das Repräsentantenhaus in sich stürzt, dann ist das famos anzusehen und großartig in Szene gesetzt – sondern einen in seinen besten Momenten fast altmodisch wirkenden Action-Film inszeniert. Dabei ist es vor allem der selbstironische Ton, den das Drehbuch immer wieder einlenkt und die Lage nie als bierernstes Stilisieren von dem immensen Wert des amerikanischen Nationalstolzes verkauft, in dem alles und jeder getötet werden darf, der nicht nach den Regeln des Weißen Hauses tanzt - „Olympus Has Fallen“ lässt grüßen. „White House Down“ macht wirklich viel Spaß, ist hin und wieder wohlig selbstreferenziell und kann seine sauberen Schläge- und Schießereien fortwährend unterhaltsam verhökern. Ganz von seinen nationalistischen Manierismen lösen kann sich Emmerich aber nicht und wenn mit wehender Präsidentenflagge auf dem Vorhof des Weißen Hauses in Zeitlupe auf die Knie gefallen wird, dann wirkt das beinahe konterkariert zu den luftigen Referenzen im Präsidentenwohnsitz.


Hätte sich der Film diese gelegentlichen Ausreißer gespart und die üppige Laufzeit von 130 Minuten auf gut 20 Minuten weniger gestrafft, dann hätte „White House Down“ das Zeug zum Action-Highlight des Jahres gehabt, denn Emmerich weiß genau, wie er es krachen lassen kann – wenn auch in diesem Fall nur mit Fäusten und Feuerwaffen und nicht mit Riesenwellen und gigantischen Tornados. Von daher darf sich „White House Down“ zu den Überraschungen des Kinojahres zählen, auch wenn doch etwas Wehmut mitschwingt, denn hier wäre eben doch einiges mehr drin gewesen, für zwischendurch ist Emmerichs neuster Streich allerdings allemal geeignet.


5 von 10 Präsidenten mit Panzerfäusten


von souli