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Review: AMERICAN ULTRA – Killermaschine hinter Rauchschwaden

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Fakten:
American Ultra
USA, 2015. Regie: Nima Nourizadeh: Buch: Max Landis. Mit: Jesse Eisenberg, Kristen Stewart, Topher Grace, Connie Britton, Walton Goggins, Tony Hale, John Leguizamo, Bill Pullman, Lavell Crawford, Stuart Greer, Monique Ganderton u.a. Länge: 96 Minuten. FSK: freigegeben ab 16 Jahren. Ab 25. Februar 2016 auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Das Kleinstadtleben des unmotivierten, glücklosen Kiffers Mike und dessen Freundin Phoebe wird eines Tages schlagartig auf den Kopf gestellt. Denn was Mike selbst nicht bewusst ist: er ist ein hochqualifizierter und zum Töten ausgebildeter Schläfer-Agent. Verfolgt von seiner geheimen Vergangenheit, findet er sich inmitten einer tödlichen Regierungsoperation wieder. Um zu überleben, muss er seinen inneren Actionheld zum Leben erwecken…




Meinung:
„Project X“-Atze Nima Nourizadeh meldet sich zurück zum Dienst. Im Gepäck: Ein Film namens „American Ultra“, mindestens interessant besetzt mit Jesse Eisenberg und der immer besser werdenden Kristen Stewart. Und angesichts der eskalativen Taktung, die Nourizadeh in „Project X“ noch an den Tag gelegt hat, durfte man im Vorfeld gerne annehmen, dass der Titel bei seinem zweiten Spielfilm ebenfalls Programm ist. Das irre Spiel mit Farben und Formen allerdings bleibt lange Zeit aus, stattdessen verfängt sich „American Ultra“ nach den ersten wirklich guten 15 Minuten, in denen die Harmonie der beiden Hauptdarsteller wirklich zur Geltung kommt, in repetitiven Handlungsmustern: Der von Eisenberg gespielte Mike wird angegriffen, präsentiert daraufhin seine verborgenen Kampffähigkeiten und ist anschließend entweder verwirrt, schockiert oder angsterfüllt – und das wieder und wieder. „American Ultra“ veranschaulicht dabei auch ganz trefflich, wie überdrüssig man sich diesen Pseudo-Hippen-Blutwürsten inzwischen zeigt. Gerade, wenn derart abstruses Gewäsch so phlegmatisch und unkoordiniert vorgetragen wird, wie hier. „American Ultra“ kann sich nie entscheiden, ob er die Scheiße, die er sich da gerade aus dem Arsch zapft, wirklich ernst nehmen soll, ob er sich nicht doch lieber als Satire auf die Bürokratie hinter Geheimorganisationen verstehen lassen möchte, oder es letztlich doch nur um den anarchischen Überschwang, gespickt mit popkulturellen Verweisen, geht. So wirkt die ganze Nummer nur wie ein gewaltgeiler, lahmarschiger und inkohärenter Quälgeist.

3,5 von 10 gespaltenen Schädeln


von souli





Meinung:
Bereits in Greg Mottolas „Adventureland“ aus dem Jahre 2009 gaben der demnächst Lex Luthor spielende Jesse Eisenberg und die ehemalige Miss-„Twilight“ Kristen Stewart ein verdammt tolles Paar ab. In „American Ultra“ ist das nicht anders, auch wenn es sich hierbei nicht um eine tragikomische Coming-of-Age-Geschichte handelt, sondern um einen Action-Komödie, die nicht ganz elegant Romantik, Kiffercomedy und Agentenaction miteinander kreuzt. Das Endergebnis ist alles andere als rund, aber dennoch recht zweckgerecht. Dank einer recht dynamischen Kamera, spritzigen Actionszenen die von ihrer Mentalität an die karikaturesken Gewalteskapaden eines Matthew Vaughn erinnern macht der lockere Schwank durchaus, für die Dauer seiner Laufzeit, Spaß. Die oft schneidigen Dialoge aus der Feder von „Chronicle – Wozu bist du fähig?“-Autor Max Landis (richtig, der Sohn von John Landis) helfen „American Ultra“ ebenfalls sich als kurze, schmissige Sause zu profilieren. Dabei ist es nicht etwa die Action oder die lockere aber natürlich an den Haaren herbeigezogene Story, die „American Ultra“ zu einem unkomplizierten wie ansprechenden Film macht, sondern die Darstellung der Beziehung zwischen dem Kiffer mit einprogrammierten Killertalent und seiner Freundin. Am Ende ist es wahrhaftig die Romanze innerhalb des Films, die am meisten überzeugt und nachhallt. Der ganz große Wurf ist das alles aber nicht, will es scheinbar aber auch gar nicht sein.


6 von 10 angebrannte Omeletts


von stu

Review: INTERSTELLAR - Sind wir Götter?

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Fakten:
Interstellar
USA. 2014. Regie: Christopher Nolan. Buch: Jonathan Nolan, Christopher Nolan. Mit: Matthew McConaughey, Anne Hathaway, Jessica Chastain, David Gyasi, Wes Bentley, Bill Irwin, Michael Caine, Casey Affleck, Mackenzie Foy, Topher Grace, Matt Damon, John Lithgow, Ellen Burstyn, David Oyelow, Leah Cairns, Collette Wolfe, William Devane u.a. Länge: 169 Minuten. FSK: freigegeben ab 12 Jahren.
Ab 31. März 2015 auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Die Erde stirbt. Die Ernten verderben, überall liegt Staub in der Luft und viele der uns bekannten gesellschaftlichen wie politischen Instanzen gibt es nicht mehr. Das Ende unserer Zivilisation scheint unausweichlich. Doch die NASA wagt einen letzten, großen Versuch, die menschliche Rasse vor dem Aussterben zu bewahren. Ein Wurmloch nahe des Saturns scheint die Pforte in eine neue Galaxis zu sein, in der es eine Welt geben könnte, in der die Menschheit weiterleben könnte. Farmer und Ingenieur Coop tritt dieser Mission bei, muss dafür aber seine Familie im Stich lassen. Deine folgenschwere Entscheidung.





Meinung:
Christopher Nolan ist ein Familienmensch. Mit seinem Bruder Jonathan schreibt er die Drehbücher zu seinen Filmen, die seine Frau Emma Thomas dann gemeinsam mit ihm produziert. Cutter Lee Smith, Komponist Hans Zimmer und Kameramann Wally Pfister (hier, wegen seines Regie-Engagements bei „Transcendence“ ersetzte durch „Her“-Director of Photography Hoyte van Hoytema) gehören ebenfalls zu seiner filmischen Sippe, vertraut Nolan diesen doch seit gefühlten Ewigkeiten, wenn es um die Verarbeitung seines Werkes geht. Auch innerhalb seiner Werke spielt Familie oftmals eine zentrale Rolle. Sein neuster Film „Interstellar“ erinnert teilweise verblüffend an Nolans Mega-Hit „Inception“. In beiden Sci-Fi-Geschichten versucht ein Mann seine Familie wiederzufinden, bzw. wiederzusehen, in dem er in fremde Welten eintaucht, die als unberechenbar gelten, im nolan’schen Kosmos jedoch mit Regeln durchzogen sind, an denen sich die Narration entlang hangeln kann. Waren es in „Inception“ noch die Träume in denen Leonardo DiCaprio als Cobb agiert, so versucht Matthew McConaughey in „Interstellar“ als Ingenieur Coop (man achte auf die ähnlichen Namen) mittels einer galaktischen Expedition zu einem Wurmloch, den Untergang unserer Zivilisation zu verhindern.


"2001" lässt grüßen
Nolan inszeniert den Zerfall unserer Welt für die Verhältnisse eines Blockbuster fast schon obskur dezent. Statt großen Radau einzufangen ist der Kollaps längst Alltag geworden. Es sind keine feindlichen Aliens oder berstende Gebirge und Seen, die der Menschheit zu schaffen machen, sondern verdorbene Ernten, Staubluft und Ressourcenmängel. Wie Nolan dies einfängt ist durchaus beachtlich, weil er selbst Momente der Not und Gefahr kontrolliert inszeniert und nicht auf den aktuell grassierenden Overkill-Modus andere Produktionen setzt, obwohl es hier ohne Wenn und Aber um die schleichende Vernichtung unserer Existenz geht. Konträr dazu fokussiert sich Nolan aber ohne Ausnahme nur auf die Familie von Ingenieur und Farmer Coop. Im ersten Drittel - die vor allem Zuschauer entkräften wird, die gehofft haben „Interstellar“ wäre durch und durch opulentes Schauwertkino – versucht Nolan die Beziehung von Coop zu seiner Familie, im Spezielle seine kleine Tochter Murphy (Mackenzie Foy) dem Publikum näher zu bringen, schießt allerdings über das Ziel hinaus. Coop ist so auf seine Tochter fixiert, dass andere Familienmitglieder wie sein Sohn oder sein Stiefvater wie unzweckmäßige charakterliche Randnotizen erscheinen. Zumindest der Sohnemann erhält im späteren Verlauf mehr Gewicht innerhalb der Erzählung. Dennoch wirkt die emotionale Konstellation zu Beginn sehr unausgeglichen.


Die Suche nach einer neuen Heimat ist gefährlich
Dafür scheint Nolan nach „The Dark Knight Rises“ in Sachen Erzählung etwas dazu gelernt zu haben, denn obwohl „Interstellar“ mit fast drei Stunden Laufzeit  zu Buche schlägt, geht es relativ (ich wiederhole: relativ) rasch in den Weltraum. Dort erwartet das Publikum dann selbstverständlich große Bilder, die von Hans Zimmer orchestralem Orgel-Score mal gut, mal eher überladen akustisch ausstaffiert werden. Dennoch, so schöne kosmische Bilder gab es zu Letzt in Danny Boyles „Sunshine“ zu bestaunen und zu bewundern. Dass Nolan dabei auch immer wieder gerne an Stanley Kubricks Space-Meisterwerk „2001“ erinnert, sei ihm gegönnt, auch wenn Kubricks Film eindeutig die prachtvollerer Opulenz besitzt. Es lässt sich aber nicht nur optisch nicht von der Hand weisen, dass Nolan „2001“ hier und da zu Rate zieht. Dabei gelingt ihm sogar so etwas wie eine liebevolle wie kecke Parodie, denn auch „Interstellar“ muss es natürlich einen Super-Computer geben. Dieser erweist sich zunächst als dumpf aussehende Metallkiste, die, wenn sie sich fortbewegt, an einem wandelnden Cola-Automaten erinnert. Doch diese Blechkiste, genannt TARS, gelingt es etwas in Nolans Films zu integrieren, was man so von ihm gar nicht gewohnt ist: Frohsinn. Natürlich bleibt „Interstellar“ todernstes Weltretterkino, aber die aparten komödiantischen Spitzen von TARS sorgen zumindest kurzzeitig für etwas Auflockerung in einem filmischen Kosmos der großen Bedeutungen und Gefühle


Das Weltall: so mysteriös wie gigantisch
Die Bedeutungen die in „Interstellar“ auf das Publikum eindonnern sind mannigfaltig. Fragen der Philosophie, Physik und Ethik vermischen sich da schon einmal zu einem zähflüssigen Brei, der Szene für Szene vereinnahmt und die Narration teilweise so sehr ins Stocken bringt, dass sich zwei Minuten „Interstellar“ wie 20 anfühlen. Das wäre kein Problem, würde Nolan es nur schaffen die Faszination von Wurmlöchern, Zeittheorien und Opferbereitschaften ständig aufrecht zu erhalten. Doch immer wieder bricht sein Film unter seinem selbst aufgeladenen Ballast zusammen. Da helfen dann auch die mehr zweckmäßig eingesetzten money shots nichts und auch wenn Nolan die Frage nach der eigenen Courage sich selbst zu opfern in den (Welt-)Raum wirft, so ist die Antwort, die er bereit hält, weder sonderlich innovativ, noch überraschend oder gar für den Film notwendig. „Interstellar“ ist einfach überladen und stellt sich und der Faszination, die Nolans Werk ohne Zweifel besitzt, immer wieder selbst ein Bein. Das Ergebnis: ermüdendere drei Stunden wird es dieses Jahr wohl nicht mehr im Kino zu erlebe geben.


Coop muss seine Familie verlassen
Dabei besitzt „Interstellar“ durchaus Ansätze und Maßstäbe die wirklich grandios sind. Alleine das Ende hat es schon in sich. Zwar wirkt die – nennen wir es mal Auflösung – seltsam konstruiert und unnötig verdreht, aber sie macht auch klar, dass es bei Nolan keinen Gott gibt. Während bei Kubricks „2001“ alles endet mit der Wiedergeburt, also mit einer göttlicher Fügung, so sind es in „Interstellar“ die Menschen selbst, die sich über ihr eigenes Schicksal und ihre eigene Existenz hinweggesetzt haben. Das ist so passend wie herrlich grüblerisch. Gott schuf unsere Welt, wir erschufen Welten. Die großen Fragen die bleiben sind: War Gott ein Mensch und Sind wir nicht längst zu Göttern geworden? Großes Buhei für einen Blockbuster, der sich für diese Art von Fragen nicht ganz so stark interessiert, wie für die alte Leier des „Wie weit würdest du für deine Familie gehen?", aber sie immerhin populär als eine Art Endpunkt benutzt.


Dies wird wahrscheinlich auch mit ein Grund sein, warum „Interstellar“ gewiss vielen Fans des schnelllebigen Schauwertkinos aus dem Kinosaal vergraulen wird. Nolans Sci-Fi-Abenteuer positioniert sich irgendwo zwischen „2001“ und „Sunshine“. Es hat seine eigene, kleine Nische gefunden. Dort kann es sich aufblähen, zum Erretter des intelligenten Massenkinos. Auch wenn es vielleicht doch nicht mehr ist, als ein technisch herausragendes Stück Unterhaltung, dessen Defizite so unübersehbar sind, wie die Sterne bei Nacht.


6 von 10 „Klopf, Klopf“-Witzen

Trailerpark: Vorstoß in fremde Welten - Finaler US-Trailer zu INTERSTELLAR

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Der finale Trailer zu Christopher Nolans epischer Weltraum-Odyssee „Interstellar“ verspricht weiterhin ein reichlich atmosphärisches Kinoerlebnis zu werden. Wohin uns diese Reise allerdings genau verschlägt und wie tief sich der Regisseur mit der Wurmloch-Thematik beschäftigen wird, steht natürlich noch in den Sternen – Was auch gut so ist! Wir sind auf jeden Fall gespannt, was uns Christopher Nolan mit „Interstellar“ auftischen wird.  


Review: PREDATORS – Hunde, wollt ihr ewig leben?

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Fakten:
Predators

USA. 2010. Regie: Nimród Antal. Buch: Michael Finch, Alex Litvak. Mit: Adrien Brody, Alice Braa, Topher Grace, Laurence Fishburne, Oleg Taktarov, Walton Goggins, Mahershalalhashbaz Ali, Louis Ozawa, Carey Jones u.a. Länge: 106 Minuten. FSK: freigegeben ab 18 Jahren. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Es gibt schönere Arten aufzuwachen, als mitten im freien Fall. Ein Glück dass der Fallschirm sich öffnet. Doch ob es so ein Glück ist, zu leben, dass muss sich noch zeigen für den Söldner Royce, der sich nun mit sieben anderen Fremden durch einen Dschungel schlagen muss. Wie sie genau hier herkamen? Wer dafür antwortlich ist? Das weiß keiner. Doch eines wird schnell klar: jemand jagt die Gruppe und es ist kein Mensch.





Meinung:
Ein Klassiker, dessen immense Bedeutsamkeit gerade in den etwas ruppigeren Genre-Zirkeln wie in Stein gemeißelt steht: „Predator“ von 1987. John McTiernan war es einst, der uns nach einer Drehbuchvorlage von Jim und John Thomas zusammen mit Arnold Schwarzenegger in die Untiefen des zentralamerikanischen Dschungels führte und mit einem beinahe unbesiegbaren Feind konfrontierte: Unsichtbar, blitzschnell, mit Wärmewahrnehmung (Thermografie) und allerhand Waffen ausgestattet, die die Technologie des Menschen bei Weitem überschreitet. Der Predator wurde – wie auch der Film – über Nacht zur gefeierten Kultfigur und Arnold Schwarzenegger bezog selbstredend den Thron der maskulinen Action-Heroen. Natürlich musste auch aus „Predator“ anschließend ein Franchise gestrickt werden, doch wie schon bei „Stirb langsam“, der ebenfalls unter der Ägide von John McTiernan stand, ist die Faszination für das Sujet lange erloschen. Nach „Predator 2“ und dem doppelt gescheiterten Monster-Clash „Alien vs. Predator“ wie „Alien vs. Predator 2“ sollte das Thema eigentlich durch gewesen sein. Eigentlich.


Royce und Anhang kämpfen gegen einen unsichtbaren Feind
Filmgeek Robert Rodriguez („The Faculty“, „From Dusk Till Dawn“) aber wollte das Monster aus den unbekannten Weiten des Weltraums noch nicht fallen lassen und griff auf einen alten Drehbuchentwurf zurück, den Alex Litvak und Michael Finch bearbeiten und für die Leinwand gerecht aufbereiten sollten. Dass Rodriquez „Predators“ bei „Predators“ letzten Endes zwar nur als Produzent tätig sein wird, war von Anfang klar und stimmte etwas traurig, doch mit dem Ungar Nimrod Antal („Motel“) konnte man ebenfalls einen durchaus fähigen Filmemacher für das Projekt engagieren. Aber was nützen all die Ambitionen und all das Talent, wenn das Drehbuch schlichtweg für die Tonne ist und selbst simpelsten Fan-Service negiert? „Predators“ war zweifelsohne gut gemeint und konnte bei Verkündigung gleichwohl hohe Erwartungen schnüren, das Ergebnis muss sich aber als herbe Enttäuschung brandmarken lassen. Und das nicht nur aufgrund einzelner Ungereimtheiten, es ist die Masse an Defiziten, die das phantastische Abenteuer in die Knie zwingt.


Ein Predator der Klasse Fishburne. Bitte nicht füttern
„Predators“ führt ein reziprokes Verhältnis zum Original von 1987, wie bereits die Exposition offen festmacht: War es in den 1980er Jahren noch der Predator, der von einem Raumschiff auf die Erde geschmissen wurde, wachen in „Predators“ nun acht Menschen im freien Fall auf: Darunter der Söldner Royce (Adrien Brody, „King Kong“), der mexikanische Auftragskiller im Namen des kolumbianischen Drogenkartell Cuchillo (Danny Trejo, „Machete Kills“), der russische Speznas-Soldat Nikolai (Oleg Taktarov, „Das Vermächtnis der Tempelritter“), die israelische IDF-Scharfschützin Isabelle (Alice Braga, „Elysium“), der zum Tode verurteilte Schwerverbrecher Stans (Walton Goggins, „Django Unchained“), der Yakuza Hanzo (Louis Ozawa) und der Mediziner Edwin (Topher Grace, „Spider-Man 3“). Eine bunte Mischung möchte man meinen, die sich durch ihre ganz differenten (Kämpf-)Fertigkeiten auszeichnen und einiges an Charakter-Dynamik heraufbeschwören sollte. Aber Pustekuchen. Die Figuren sind Stereotypen, langweilig, nichtssagend und die meiste Zeit nur damit beschäftigt, müde One-Liner mit verschreckter Fratze auszurotzen.


Es tangiert den Zuschauer herzlich wenig, wer hier im abgedroschenen „10 Negerlein“-Prinzip nun ins Gras beißt, zieht die Topographie doch viel eher die Blicke auf sich und verweist darauf, in eine fremde Welt gestolpert zu sein. Eine grüne Hölle, die ihre fremdartige Flora und Fauna schnell zum Höhepunkt der Szenerie ernennt, weil weder Figuren, noch die eigentlichen Stars, die Predators, in irgendeiner Art und Weise für Spannung sorgen wollen. Da verwässern auch einige kreative Einfälle, schlägt man sich doch einzig durch einen höhepunktbefreites Töten-oder-getötet-werden-Actioner, der zwar auf Old-School macht, sich aber dann doch bereitwillig in billigen Effekten suhlt. Für Fans ist „Predators“ eine Beleidigung und Denkmalschändung bar jeder Moral (dieser Twist!!!), für alle anderen bleibt es ein lahmes und viel zu zahmes B-Movie, nach dem schon am nächsten Tag kein Hahn mehr krähen wird.


4 von 10 intergalaktischen Schoßhündchen


von souli

Trailerpark: Rauf zu den Sternen - Neuer Trailer zu Christopher Nolans INTERSTELLAR

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Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Was für eine Geschichte wird und Regisseur Christopher Nolan mit „Interstellar“ wohl erzählen? Auf die letzte Frage gibt der erste, vernünftiger Trailer zum heißerwarteten Sci-Fi-Film Antworten. Der Trailer ist für einen Blockbuster erstaunlich behäbig, was aber auch mal wieder ganz nett ist. Ansonsten herrschen dort große Emotionen und Worthülsen und am Ende gibt es sogar Szenen aus dem Weltall die durchaus an Kubricks „2001“ erinnern. „Interstellar“ startet bei uns am 6. November 2014. Neben Hauptdarsteller Matthew McConaughey sind auch Jessica Chastain, Anne Hathaway, Topher Grace, Wes Bentley, Ellen Burstyn, John Lithgow, David Oyelowo, Casey Affleck und Michael Caine zu sehen. Dieser Cast versüßt den Hype doch schon um einiges, auch wenn uns das interstellare Fieber noch nicht ganz gepackt hat.