Eine
neue Runde, eine neue Wahnsinnsfahrt mit unserem Podcast (der immer noch keinen
richtigen Namen hat).
Diesmal
quasseln souli und stu über ihre Tops und Flops des letzten Monats. Dabei gehen
sie nicht nur auf aktuelle Kinofilme und DVD-Starts ein, sondern auch auf
ältere Filmkaliber. Mal wieder reden die Beiden ohne echtes Konzept und Ahnung.
Und nein, JackoXL ist diesmal wieder nicht dabei. Beim nächsten Mal bestimmt!
Technisch
bieten wir euch die von uns gewohnte Mager-Qualität. Wir sagen jetzt einfach
mal, das ist alles so gewollt – wegen der Stilistik und so.
Hier
noch schnell die im Podcast so oft erwähnten Verlinkungen zu den Reviews (wir
haben bestimmt wieder welche vergessen):
Fakten: The Expendables 3
USA. 2014. Regie: Patrick Hughes. Buch: Creighton Rothenberger, Katrin
Benedikt, Sylvester Stallone. Mit: Sylvester Stallone, Mel Gibson, Antonio
Banderas, Jason Statham, Dolph Lundgren, Arnold Schwarzenegger, Wesley Snipes, Randy
Couture, Terry Crews, Kellan Lutz, Ronda Rousey, Harrison Ford, Victor Ortiz, Glen
Powell, Kelsey Grammer, Robert Davi, Jet Li, Ivan Kostadinov, Thomas Canesraro,
Bashar Rahal u.a. Länge: 127 Minuten. FSK: freigegeben ab 16 Jahren. Ab 22. Dezember 2014 auf DVD und Blu-ray erhältlich.
Story: Barney Ross, Chef der Expendables, traut seinen Augen nicht. Bei einem
Einsatz kommt es zu einem Wiedersehen mit seinem alten Weggefährten Conrad
Stonebanks, der nun als Waffenhändler sein Geld verdient. Zwischen Ross und
Stonebanks gibt es noch eine offene Rechnung, doch diese müssen Barneys
Gefährten mitbezahlen. Um Stonebanks endlich zu stoppen, beginnt Ross damit
neue Söldner zu rekrutieren.
Meinung: Bevor
wir uns mit der Elefantenthematik des “PG13” auseinandersetzen, soll sich der
Beginn dieser Review rund um die Tonalität des dritten Teils der “Expendables“
drehen. Nachdem mit „The Expendables“ der Versuch unternommen wurde, nicht nur
die alte Actiongarde auf der Leinwand zu versammeln, sondern auch stilistisch die
Action der 1980 sowie -90er Jahre wiederzuerwecken, wurde mit Teil 2 die
Gewichtung verlagert. War Teil eins ein rauer und relativ humorfreier
Actionfilm, der noch etwas zu ungelenk und unfokussiert vor sich hin dümpelte,
erwies sich das Sequel als schnelllebiges sowie durchweg amüsantes Actionkino,
welches rasant und augenzwinkernd seiner bleihaltigen Prämisse folgte. Es war
wahrlich eine gute Entscheidung von Mastermind Stallone, die Regie bei „The Expendables 2“ an „Con Air“-Regisseur Simon West abzugeben. Beim dritten Teil
der Söldner-Reihe darf nun Patrick Hughes die Entbehrlichen ins rechte Licht
rücken. Das Ergebnis ist vom Tonus wieder etwas ernster als beim direkten
Vorgänger, hat allerdings ein verdammt großes Problem, welches er mit sich
schleppt: ihm fehlt der Dampf!
Zwei Männer, zwei Messer, ein Wettkampf
Mit Dampf ist nicht zwangsläufig fehlende Brutalität gemeint (dazu später
mehr), sondern die Tatsache, dass das Gefühl der Action, anders wie im
Vorgänger, sich nie wirklich einnehmend gestaltet. Unterstrichen wird dies auch
dadurch, dass „The Expendables 3“ zwar zu Beginn und beim überlangen Showdown
durchaus große Geschütze auffährt, zwischen diesen beiden Polen aber meist nur
schlapp und ideenlos in den Seilen hängt. Einen Großteil seiner Narration
verwendet Teil drei dafür, dass Chef-Söldner Barney Ross (Stallone) zusammen
mit seinem alten Freund Bonaparte (Kelsey Grammer in seinem „Expendables“-Debüt)
neue, frische Kampfgefährten rekrutiert. Die meisten davon werden dargestellt
von eher unbekannten Schauspielnovizen wie etwa Ronda Rousey, die eigentlich
vom Ultimate Fighting kommt und quasi das weibliche Äquivalent zu Randy Couture
ist. Innerhalb dieser Rekrutierungsszenerie gibt sich auch Antonio Banderas die
Ehre, die hier ganz klar als Charakter fürs comic
relief herhalten muss. Ein gutes comic
relief kann einem Film durchaus helfen, Kurzweiligkeit zu generieren, doch
Banderas als Galgo lässt sich (leider) eher als Jar Jar Binks der „Expendables“
bezeichnen. Zu zwanghaft, zu plump und vor allem zu berechenbar sind seine
Auftritte gestaltet. Dabei scheint Banderas durchaus mit der nötigen Portion
Laune und Spielwitz bei der Sache gewesen zu sein, doch Regisseur Hughes gelingt
einfach kein gutes Pacing.
Ohne Zweifel die schönste und beste Szene im gesamten Film
Das Pacing ist wirklich das
Hauptproblem des Films. Große Actionmomente werden nur selten gut aufgebaut.
Dazu ist dem Film sichtbar anzumerken, dass vieles nicht mehr handmade ist, sondern aus dem Rechner
stammt. „The Expendables 3“ besitzt zwar eine Story, die aus der guten, alten
Zeit des Actionfilms stammen könnte, doch trotz allem wirkt der Film wie eine halbherzige
Staffelübergabe an eine jüngere Generation. Diese Übergabe erfolgt aber alles
andere als überzeugend. Letztlich sind die Neo-Söldner so redundant wie nutzlos
und wohl einzig nur deswegen mit dabei, weil die „großen Stars“ aus terminlichen
Gründen nur bedingt am Dreh teilnehmen konnten. Das Ende, so viel sei verraten,
erweckt nicht wirklich den Eindruck, als ob Stallone der Jugend das Feld
überlassen will. Gut so, denn Figuren wie Lee Christmas, Tall Road oder Hale Caesar
sind zwar auch nur dumpfe Action-Schablonen, aber sie besitzen etwas, was den
Neuzugängen komplett fehlt: Charisma.
Wesley Snipes rasiert sich wie ein echter "Expendable"
Charisma fehlt aber nicht nur den neuen Söldner, nein, Charisma fehlt dem
ganzen Film. Und jetzt kommen wir auch endlich zur Thematik, die seit der
Ankündigung, dass der Film in den Staaten mit eine PG13 erscheinen wird, über
ihm wabert, wie Nebel über einer atlantischen Sandbank. Zunächst einmal die
alles entscheidende Frage: merkt man „The Expendables 3“ an, dass hier zugunsten
einer niedrigen Altersfreigabe zensiert wurde? Klare wie einfache Antwort: Ja.
Vor allem im direkten Duell guter gegen böse Söldner ist deutlich anzumerken,
dass brutale Spitzen entfernt wurden. Die Schnitte sind dazu teilweise recht
schlampig gesetzt. Immer wieder passiert es, dass man als Zuschauer eine
Klimax erwartet, doch stattdessen die Handlung einfach zu einer anderen Szenen
überspringt. Das nimmt dem ganzen Actionzirkus Kraft wieFreude. „The Expendables 3“ wirkt dadurch
einfach zu sehr gezähmt (auch wenn es vielleicht nur wenige Sekunden gesamt
sein mögen, die fehlen). Zur Kompensation werden zwar immer größere Waffen und
Gerätschaften vor die Kameralinse gekarrt, aber „The Expendables“ definieren
sich nun einmal über ihren All-Star-Cast (einhergehend mit den bekannten sowie
beliebten Rollen) und die harte, kompromisslose Action, die von ironischem Witz
getragen wird. Dies fehlt hier leider völlig.
„The Expendables 3“ muss in große Fußstapfen treten. Teil zwei war ohne Zweifel
ein amüsantes Genre-Highlight. Doch es wird hier nicht mehr abgeliefert, als kapitales
Sicherheitsdenken: Ein Film für erwachsene Actionfans, der auch jüngere
Zuschauer ansprechen, bzw. erreichen, will und darüber hinaus versucht seinen
gut eingespielten Cast mit uninteressanten Newcomern zu kombinieren. Beides fruchtlos,
beides gescheitert. Wer nun der Schuldige dafür ist, muss wohl jeder für sich
selbst entscheiden. Regisseur Hughes jedenfalls dreht als nächstes das US-Remake
von „The Raid“. Bleibt zu hoffen, dass er dies besser inszeniert als den dritten Teil der Söldner-Action. Aber apropos „The
Raid“: wer in diesem Kinosommer Action sehen will, sollte sich eh Gareth Evans
Meisterwerk „The Raid 2“ ansehen. Dagegen kommen "The Expendables" - egal welcher Teil - nicht an.
Nach
dem üblichen Teaser-Geplänkel zeigt der neue Trailer zu „The Expendables 3“ nun
endlich dass er gehörig Actionfleisch auf den Knochen hat. Im dritten Teil,
diesmal unter der Regie von Patrick Hughes („Red Hill“), bekommen es die
Entbehrlichen mit einem Ex-Mitglied zu tun (gespielt von Mel Gibson), der
mittlerweile kräftig im Waffengeschäft absahnt. Dazu kommt dann noch Rache,
Vergeltung und der ganze andere Schnickschnack. Ob Teil 3 trotz seiner
PG13-Ausrichtung immer noch so bombt wie sein Vorgänger, wird sich am 21. August
2014 zeigen, dann kehrt Stallone mit seinem Team zurück. Neu an Bord sind
Wesley Snipes, Harrison Ford, Kellan Lutz, Antonio Banderas und Kelsey Grammer.
Wir wünschen viel Spaß mit dem Trailer.
Im
dritten Teil der Söldner-Reihe bekommen es Stallones Recken mit Conrad
Stonebanks, einem alten Teammitglied zu tun, welches einst die Gruppe gründete,
nun aber lieber illegale Geschäfte mit Waffen durchzieht. Mel Gibson spielt
diesen Waffenhändler und er wird wohl dafür sorgen, dass sich die Entbehrlichen
wieder durch viele Gegner und Hindernisse ballern müssen. Regie führt diesmal
Patrick Hughes, der zuvor der kleinen aber feinen Thriller „Red Hill“
inszenierte. Neu im Cast dabei sind Kelsey Grammer, Wesley Snipes, MMA-Kämpfer
Tito Ortiz, Kellan Lutz, Antonio Banderas, Ronda Rousey, Glen
Powell und Harrison Ford. Deutschlandstart ist der 21. August 2014.