Posts mit dem Label Terry Kiser werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Terry Kiser werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Review: DER GIGANT - Rasierter Kampfbart gegen Graf Drugula

Keine Kommentare:
https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgjshjXO3SF09t6ToQ08LmMJJkQezKVX3medXpFtrLxaAsnuspuejKJj_Hj5e3U_jTebCMwxwp1IAFiDogz5tv8Y-kZaIkYh66Qx-EiNVabyPg-sjKKUuh3MLCMna14F6QE3C6yo3dFErJA/s1600/eye1.jpg

Fakten:
Der Gigant (An Eye for an Eye)
USA, 1981. Regie: Steve Carver. Buch: James Bruner, William Gray. Mit: Chuck Norris, Christopher Lee, Richard Roundtree, Matt Clark, Mako, Maggie Cooper, Rosalind Chao, Professor Toru Tanaka, Terry Kiser u.a. Länge: 100 Minuten. FSK: Freigegeben ab 16 Jahren. Auf DVD erhältlich.


Story:
Die Drogenfahnder Kane und Pierce werden bei einer verdeckten Ermittlung in einen Hinterhalt gelockt. Pierce kommt ums Leben, Kane wird zum Sündenbock gemacht, woraufhin er den Dienst quittiert. Als dann aber noch Pierce‘ Frau Linda, die als TV-Journalistin ebenfalls im Drogenmilieu nachforschte, ermordet wird, reißt ihm die Hutschnur. Gemeinsam mit Lindas Bruder James – der ihn einst die Kunst des Kämpfens leerte – schlägt er zurück…

                                                                                   

Meinung:
„Vielleicht bin ich zu blond um perfekt zu sein.“

Naja, an der Haarfarbe liegt es eher nicht. Andere Problemchen stehen dem Perfektionismus deutlicher im Wege. Vor seiner dritten und zweiten Karriere als lebendiger Fließbandwitz und Vietnam-Dampfwalze aus dem Hause CANNON gab es tatsächlich mal eine Zeit, als Chuck Norris noch oben ohne rumlief. Der Kampfbart der 80er, glatt wie ein Babypopo und blond wie Michel aus Lönneberga, erklärt der Drogenmafia den Krieg, nachdem sie seinen Partner Dave (DER Bernie aus „Immer Ärger mit Bernie“, Terry Kiser) bei lebendigem Leibe flambiert haben. Der ist hinüber, Sonnenbrille aufsetzen und an den Schnürsenkeln festknoten hilft definitiv nicht mehr, das entspannte Grinsen aus dem Gesicht geschmort. Das lässt selbst ein Chuck Norris ohne wärmendes Winterfell nicht auf sich sitzen. Auch ohne Dienstmarke ermittelt er – im wahrsten Sinne des Wortes – auf eigene Faust, da können ihn weder sein nörgelnder Ex-Vorgesetzter (DER Shaft, Richard Roundtree), noch sein mächtiger Gegenspieler (DER Dracula und überhaupt DER Mann überhaupt, Christopher Lee) von abhalten.


https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgdA3DA8Hh5yobQL91acZdcDFCEhEsPtqKAsu0_eB7df5RADZjIm7Y1PeUt8NQNtQKuGNqDpJZ6uli8QAMi9lRWB2rMJ-cgfBImMQVocKttRIWHJw2B0cGuAGoCLtyr20rLDRY5O4Ikg7w/s1600/eyeforeyech6.jpg
Round 1...Fight!
Mensch, klingt doch fein. Chuck Norris vs. Christopher Lee, ein Battle der Legenden. Fast gigantisch könnte man meinen, was zumindest grob den merkwürdigen deutschen Titel von „An Eye for an Eye“ erklären könnte. Gigantisch ist hier gar nichts, selbst durchschnittlich wäre geprahlt und unnötig schöngefärbt. Zu staubigen VHS-Anfangs-Zeiten - als Drogen zum besseren Hausfrauenverständnis noch als Rauschgift synchronisiert wurden - darf Chuck noch nicht alles kaputt ballern und wahllos durch die Gegend kloppen, die Action in „Der Gigant“ kommt reduziert und selbst dann nicht gerade spektakulär aus den Hausschuhen. Nach einem doch recht harten Auftakt mit feuriger Sterbeszene muss der Nullmimiker lange wenig tun, ohne die schützenden Gesichtsbehaarung fällt doppelt auf, wie wenig zwischen Stirn und Kinn vor sich geht. Um gezielt vor dem Einschlafen zu bewahren, werden gelegentlich Roundhouse-Kicks und Handkantennackenschläge – schön in Slowmotion zum Event aufgeblasen – gegen tollpatschige Kartell-Ninjas ausgepackt, die aus einem ½ Meter Entfernung mit automatischen Gewehren noch daneben schießen und aus nicht näher bekannten Gründen alle die gleichen, weißen Maleranzüge tragen. Um nicht mit derartig grandioser Action zu erschlagen, muss das Adrenalin für den leicht zufriedenzustellenden Zuschauer wohl dosiert werden, nachher wird es noch aufregend, Gott bewahre.


Keine Sorge, passiert auch nicht. Die reizenden Nebendarsteller Christoper Lee und Richard Roundtree stehen zweckdienlich in der Gegend rum und holen sich nach getaner Arbeit einen ihrer zahlreichen Pflichtaufgabenschecks in den 80ern ab, der Film ist eindeutig auf seinen Star zugeschnitten. Wäre gar nicht schlimm, wenn man ihn halbwegs in Szene setzen könnte, also ihm ein paar nette Kampfszenen spendieren würde. Lieber darf er stoisch durch die Gegend starren und sich von seinem Buddy kluge Weisheiten einverleiben, nachdem der einen der gut ausgebildeten Handlanger mit einem Telefon niedergestreckt hat („Für den wahren Kämpfer ist alles eine Waffe“). Darauf einen Sake und drei Räucherstäbchen. Selbst im Finale, als ausnahmsweise mal etwas die Kuh und munter die Kugeln fliegen, ist das insgesamt erschreckend eintönig. Natürlich kommt es nicht zum direkten Duell zwischen Norris und Lee, dafür gibt es schließlich den dicken Kung-Fu-Panda mit dem orthopädischen Schuhwerk, der vorher trotz eindeutiger Gehbehinderung eine „flotte“ Verfolgungsjagd durch die U-Bahn liefern konnte und mit spielender Leichtigkeit durch Türen boxt. Wer jetzt trotzdem noch auf einen strammen Endfight hofft, bekommt die Optimismusmedaille in Platin verliehen. Der asiatische Tanzbär kommt kurz aus der Reserve, Slowmo-Chuck, fertig. Das Gute hat gesiegt und wer noch wach ist, hat zumindest seinen Horizont mit unnötigen Filmen aus dem Kartoffelkeller erweitert. 

3,5 von 10 Roundhouse-Kicks

Review: IMMER ÄRGER MIT BERNIE - Mehr tot als lebendig

1 Kommentar:
http://file.tasteofcinema.blog.shinobi.jp/bernies.jpg


Fakten:
Immer Ärger mit Bernie (Weekend at Bernie's)
USA, 1989. Regie: Ted Kotcheff. Buch: Robert Klane. Mit: Andrew McCarthy, Jonathan Silverman, Catherine Mary Stewart, Terry Kiser, Don Calfa, Eloise DeJoria, Gregory Salata, Louis Giambalvo, Ted Kotcheff u.a. Länge: 95 Minuten. FSK: Freigegeben ab 16 Jahren. Auf DVD erhältlich.


Story:
Richard und Larry decken zufällig einen grossen Versicherungsbetrug in ihrer Firma auf und melden es sofort ihrem Chef Bernie. Aus Dank lädt er sie in sein Strandthaus ein - denken sie. Tatsächlich haben Bernie und seine Mafiafreunde das Geld unterschlagen. Bernie will die blauäugigen Jungs beseitigt wissen. Dumm nur, dass Mafiosi Vito etwas von Bernies Äffaire mit seiner Frau weiss. Kurz vor der Ankunft von Richard und Larry wird somit Bernie das Opfer von Vitos Hitman. Als die Beiden die Leiche entdecken, wollen sie zunächst die Polizei rufen - bis plötzlich das Haus voll mit Partygästen ist, denen gar nicht auffällt, dass der Gastgeber mit dem seeligen Grinsen nicht mehr so richtig lebendig ist. Eine kuriose Ereigniskette setzt sich in Gang...



           


Meinung:
An sich eine typische Komödie der 80er mit den dazugehörigen flachen Sprüchen, dafür mit reichlich Sympathie-, Charme- und Nostalgie-Punkten gesegnet. Nach "Rambo" bis heute einer der bekanntesten Filme von Ted Kotcheff (übrigens mit einem tollen Cameo-Auftritt als Richards Vater) und nicht zu unrecht.

                                            
Bernie: So tiefenentspannt wie noch nie
Neben den unverzichtbaren Kalauern und Flapsigkeiten bietet "Immer Ärger mit Bernie"nämlich in erster Linie einer herrlich-absurde Grundidee. Diese wird nicht immer, aber oft genug toll ausgespielt. Manchmal nur albern, manchmal leicht schwarz-morbide, eigentlich immer unterhaltsam. Zu flott-heiterer Feel-Good-Urlaubsmusik stolpern die bemitleidenswerten Naivlinge Richard und Larry durch die Schickeria, stehts mit dem dauergrinsenden Leichnam ihres Chefs im Schlepptau oder zumindest in Reichweite. Das dessen Leblosigkeit niemanden auffällt, ist durchaus ein recht bissiger Seitenhieb gegen die Oberflächlichkeit der Bussi-Bussi-Gesellschaft inmitten von Koks, Schampus, Bikinis und schicken Strandvillen. Als Satire versteht sich der Film natürlich nicht, er soll einfach 95 Minuten für gute Laune sorgen. Mit etwas Abzug in der B-Note, auch durch zeitlichen Verschleiss bedingt, gar kein Problem.

 

Die Party ist vorbei, nur tot bleibt tot.
Gute Laune versprüht der Film jederzeit, nur der Humor zündet, zumindest heute, nicht (mehr) immer. Gelegentlich etwas zu quaselig und kindisch, ab und an hängt das Ganze leicht durch - wie Bernie, wenn er nicht gestützt wird. Für die ganz grossen Lachkrämpfe kann der Streifen nicht mehr sorgen und es liegt sicher im Auge des Betrachters, wie sehr der bereits erwähnte Charme hier für Vergnügen sorgt. Bei einer Erstsichtung 2013 könnten gewisse Dinge strenger beurteilt werden. Doch wer mit Bernie aufgewachsen ist, muss ihn eigentlich heute noch lieb haben. Das hat besonders einen Grund: Terry Kiser in der Rolle des titelgebenden "Untoten".


Kiser schiesst  als Bernie eindeutig den Vogel ab. Obwohl er recht früh das Zeitliche segnet, darf er danach erst so richtig aufdrehen. Nur selten kommt eine Puppe zum Einsatz, den Rest spielt Kiser mit einer bemerkenswerten Körperbeherrschung selbst. Grandiose Nummer. Damit spielt er das "lebendige" Personal ganz locker an die Wand. Dennoch geben Jonathan Silvermann und Andrew McCarthy ein harmonisches Duo ab, deren Chemie einfach stimmt, was für eine derartigen Film essentziell wichtig ist.



"Immer Ärger mit Bernie" hat über die Jahre Federn gelassen, was soll's? Immer noch ein schöner Spaß, der für einen flockigen Sonntagnachmittag oder vergleichbare Situationen bestens geeignet ist.
 
6,5 von 10 grinsenden Leichen.

Review: FREITAG, DER 13. - JASON IM BLUTRAUSCH - Der Lack ist ab

Keine Kommentare:
                                                           
https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEj_0zfM1IKUzuJZx_pRNiYN_0Z4GDleVYHSt_-o43-aEGy8hEn5l9F9aWVc-Ms3ROo-lxkjX3rf1aIoNmoaCDr6gS88pG4xQmt3wXRdoNQ_EHx7-aLWEVrru1fpVC92SkydwcQ-Fpx7bKs/s1600/Friday+the+13th+Part+VII+The+New+Blood+%25281988%2529.jpg

Fakten:
Freitag, der 13. - Jason im Blutrausch (Friday the 13th Part VII - The New Blood)
USA, 1988. Regie: John Carl Buechler. Buch: Daryl Haney, Manuel Fidello. Mit: Lar Park-Lincoln, Terry Kiser, Kane Hodder, Susan Blu, Kevin Spirtas, Susan Jennifer Sullivan, John Otrin, Heidi Kozak u.a. Länge: 85 Minuten. FSK: ab 18 Jahren freigegeben. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Tina Shepard verfügt über telekenetische Fähigkeiten, die sie jedoch nicht kontrollieren kann. Versehentlich tötete sie dadurch als Kind ihren Vater, der im Crystal Lake ertrank. Jahre später kehrt sie mit ihrer Mutter und ihrem Therapeuten an den See zurück. Als sie versucht, ihren Vater durch ihre Kräfte wieder zum Leben zu erwecken, erwischt sie leider den falschen: Jason Voorhees steigt erneut aus dem Crystal Lake und hat gleich ordentlich Arbeit, denn neben Tina und Anhang haben sich Teenies eingefunden, die einen Geburtstag feiern wollen. Das wird ein Fest...













Meinung:
"The New Blood", dieser Titel suggeriert frischen Wind in den erst im Vorgänger frisch gewaschenen und neu aufgeschlagenen Laken, ist in Wahrheit leider zwei Schritte zurück.



Die einzige positive Neuerung ist die Besetzung von Kane Hodder als Jason. Viel an Schauspiel, Text oder gar sein (echtes) Gesicht darf er rollengemäß nicht vorführen, dafür seine beeindruckende Präsenz. Jason wirkt optisch so kraftvoll wie nie zuvor. Hodder ist der wohl beste Jason-Darsteller der gesamten Reihe. Mehr zu loben gibt es eigentlich nicht, eher im Gegenteil.


Zumindest ist die rein handwerkliche Inszenierung von John Carl Buechler recht solide, das war ja nicht unbedingt zu erwarten. Viel Regieerfahrung hatte der Mann nicht, auch danach war er fast ausschließlich in seinem Hauptberuf (Make-Up Artist) tätig. Dafür geht das sogar. Letztendlich, rein darauf beschränkt, ist es besser als bei Teil 4 & 5, doch das ist ja nur ein Teilaspekt. Der Rest von "The New Blood" ist leider ganz kalter Kaffee von Vorgestern, der sich unverständlicherweise wieder an eine ernste Grundstimmung klammert, für die die Substanz nicht vorhanden ist. Das Drehbuch ist viel zu schwach und bietet überhaupt nichts, das nicht schon zur Genüge in den Vorgängern ausgelatscht wurde. Von dem selbstironischen Witz, mit dem Tom McLoughlin Teil 6 gekonnt wiederbelebte, ist nichts mehr übrig. Stattdessen versuchen die Macher wieder einen harten, groben Terrorslasher zu machen, der über weite Strecken einfach nur langweilig ist. Zwar darf Jason hier von Anfang an und in recht kurzen Intervallen die Sau raus lassen, doch das zieht wohl niemanden mehr die Schuhe aus. 





Mit Maske deutlich hübscher: Jason
Dazwischen gibt es die üblichen Teenies in der  Hütte, wieder mehr nackte Haut als beim direkten Vorgänger, nur interessiert das nicht die Bohne. Der Drops ist inzwischen so rund gelutscht, da muss mehr kommen. Das hilflos als letzte Idee eingestreute Telekinese-Gedöns ist an sich total belanglos. Es spielt effektiv nur am Anfang und im Finale eine Rolle und selbst da wäre es verzichtbar. Ob Jason nun dadurch oder irgend einen anderen Krams aufersteht oder stirbt macht den Kohl nun wirklich nicht fett. Mal ehrlich, wäre Jason zu Beginn einem Angler am Haken hängen geblieben, der Wecker hätte geklingelt oder er wäre einfach so aus dem See gekrochen, hätte sich jemand beschwert? Natürlich nicht, über den Punkt von "sinnvollen" Erklärungen sind wir doch schon lange hinaus. Wie er am Schluss vom Finalgirl gerichtet wird ist genau so zweitrangig. Carrie vs. Jason oder so ähnlich, mehr bietet dieser Ansatz nicht. Die finale, nennen wir es mal, Pointe ist immerhin so doof, hätte fast ein Schmunzeln beschert. Fast...



Aufgrund der soliden Umsetzung und dem ansprechenden Make Up (was bei dem Regisseur aber zu erwarten ist) könnte eine Platzierung im Mittelfeld drin sein, doch unterm Strich ist das zu wenig. Denn "The New Blood" ist der bis dahin einzige Teil der Reihe, der vollkommen ausgeblendet werden könnte. Er hat einfach nichts, was einer eigenen Identität gleicht. Egal, wie mittelprächtig einige Teile waren, irgendwas hat sie von den Vorgängern und Nachfolgern unterschieden. Wenn dieser nie existiert hätte, wer würde ihn vermissen? Das Problem: Er ist zu einfallslos, er ist nicht gut genug, er ist nicht trashig genug, er fährt keine eigene Linie, er kaut nur das wieder, was es in irgendwelchen Teilen der Reihe schon zu sehen gab. Uninteressant. Hart, aber wahr.



Kleine Randbemerkung: Immerhin ist Terry Kiser dabei. Wer? Bernie, aus "Immer Ärger mit Bernie". Der hätte Jason doch zeigen können, wie man als Toter einen Film trotzdem sehr amüsant gestallten kann.

4,5 von 10 fliegenden Fernsehern



Hier geht’s zu den Reviews der anderen Teile:


Freitag, der 13.
Freitag, der 13. – Jason kehrt zurück
Und wieder ist Freitag, der 13.
Freitag, der 13. – Das letzte Kapitel
Freitag, der 13. – Ein neuer Anfang
Freitag, der 13 – Jason lebt
Freitag, der 13. – Jason im Blutrausch
Freitag, der 13. – Todesfalle Manhatten
Jason goes to Hell – Die Endabrechnung
Jason X