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Specials: Unser ABC von TRANSFORMERS

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Ab Donnerstag machen die Transformers erneut unsere Kinos unsicher. Zeit, sich einmal von A bis Z mit den Riesenrobotern zu beschäftigen. Viel Spaß.


A wie Alzheimer. Auch Transformers brauchen Energie. Während normale Lebewesen dafür einfach etwas essen, brauche Transformers Energon. Ohne Energonquelle verfallen Transformers nach und nach körperlich wie geistig. Zu sehen ist dies bei Jetfire in „Transformers: Die Rache“, der damit beweist, Alzheimer gibt es auch bei den wandelbaren Riesenrobotern.


B wie BayBot. Fans von Michael Bay, die ihren Lieblingsregisseur wirklich ehren wollen, sollten sich unbedingt den BayBot zulegen. Eine Actionfigur, die jeden Schrank und jede Sammlung aufwertet. Bevor ihr aber jetzt die Online-Kauf- und –Aktionshäuser abklappert, lasst euch gesagt sein, dass der BayBot nur ein Scherz von Hasbro war. Auf der „Transformers“-DVD gibt es als Easter Egg einen Werbespot zur fiktiven Actionfigur. 


 
C wie Cameo. Dass Michael Bay sich gerne für kleine Auftritte innerhalb seiner Filme auch vor der Kamera zeigt ist kein Geheimnis. In „Transformers“ hat Bay aber einen Cameo, den vor allem Bay-Hasser garantiert gerne immer wieder ansehen, denn Bay wird dort in einer sehr kurzen Szene von Megatron mit dem Wort „disgusting“ („widerlich“) gegen ein Auto geschleudert.


D wie Dwayne Johnson. Der ehemalige „The Rock“ sollte zuerst die Rolle des Cade Yeager im vierten Teil der „Transformers“-Reihe übernehmen. Aus zeitlichen Gründen, Johnson hatte bereits für „Hercules“ von Brett Ratner unterschrieben, musste Michael Bay auf seinen zweiten „Pain & Gain“-Star ausweichen: Mark Wahlberg.


E wie Entlassen. Das Megan Fox und Michael Bay sich verkrachten ist alles andere als ein Geheimnis. Vor allem Fox‘ Vergleich, dass Hitler und Bay sich sehr ähnlich sind, ging durch die Presse. Wer jetzt glaubt, dass Bay nach dieser Äußerung den Schlussstrich zog, der irrt sich. Bay wollte „Transformers: Dark Side of the Moon“ dennoch mit Fox besetzen. Wer sie letztlich entlassen hat, war Produzent Steven Spielberg. Der „Schindlers Liste“-Regisseur fand den Hitlervergleich nämlich überhaupt nicht amüsant.

 
F wie Frauen. Ja, obwohl es in den Filmen von Michael Bay nur männliche Roboter gibt, haben auch die Transformers einige Damen in ihren Reihen. Die allererste war Alana (siehe Bild), die in den 1980er Jahren in einer der vielen „Transformers“-Serien das Licht der Welt erblickt. Wirklich bekannt wurde Alana allerdings nicht und auch Arcee, Elita-1 und Chromia haben nie den Bekanntheitsgrad von Bumblee oder Starscream erreicht, weswegen es unwahrscheinlich ist, dass weibliche Transformers ihren Weg auf die Leinwand finden. Ist aber schon irgendwie unfair. Dino-Transformers bringen sie, aber die Frauen müssen daheim bleiben. Tzz.


G wie G.I. Joe. Eigentlich wollte Hasbro zuerst seine zweite große Actionfigur-Serie G.I. Joe auf die große Leinwand bringen. Anfang der 2000er Jahre lief die PreProduction bereits auf Hochtouren. Doch als 2003 der Irakkrieg ausbrach, wurde das Projekt vorerst auf Eis gelegt und die wandelbaren Roboter bekamen den Vorzug.


H wie Hasbro. Hasbro gilt als die Mutterfirma der Transformers. Eigentlich sind die Roboter aber eine Ko-Operation zwischen Hasbro und dem japanischen Spielzeughersteller Tokara Tomy. 1986 begang der Siegeszug der Transformers. Doch Hasbro war zuvor schon einer der ganz großen Spielzeuggiganten. So vertreibt Hasbro u.a. Spielklassiker wie „Monopoly“ und „Twister“. Übrigens hat der Name Hasbro auch eine Bedeutung. Es ist die Abkürzung für Hassenfeld Brothers.


 
I wie Imitiert. In „Transformers 3“ kam mit Sentinel Prime einer der ältesten Transformer zur Filmreihe hinzu. Der alte Roboter, der Optimus Vorgänger und Meister war, wurde im Original von Leonar Nimoy gesprochen. Doch die SFX-Abteilung nahm nicht Nimoys Gesicht als Vorbild von Sentinel Prime, sondern das von Sean Connery.


J wie John Goodman. Wer glaubt, dass Mark Wahlberg der größte und einzige Neuzugang bei „Transformers: Age of Extinction“ ist, der irrt sich. Denn im vierten Teil der Reihe gibt auch John Goodman sein Robo-Debüt. Allerdings nicht als Schauspieler, sondern als Sprecher. Goodman leiht dem Transformer Hound seine Stimme, der auf der Seite von Optimus Prime kämpft.


K wie Kritiker. Das Kritiker selten etwas Gutes zu sagen haben, wenn es um Michael Bay und seine Filme geht ist so bekannt wie letztlich doch auch uninteressant. Der amerikanische Komiker und Talkmaster Jimmy Kimmel hat in seiner Show aber einige US-Kritiker dazu gebracht positive Worte zu Bays „Transformers: Age of Extinction“ zu finden. Wie die lauten, könnt ihr im Video sehen. Viel Spaß.




L wie Linkin Park. Das Mark Wahlberg nun die menschliche Heldenrolle übernimmt, ist nicht die einzige große Änderung beim vierten „Transformers“-Film. In der Vorgänger-Trilogie kümmerten sich nämlich Link Park um die Titelsongs. Von „What I’ve done“ über „New Divide“ bis hin zu „Iridescent“. Alles große bis kleine Hits, alles Robo-vs-Robo-Titelsongs. Statt Linkin Park darf nun die Band Imagine Dragons das Zepter übernehmen. Link Park ist aber nicht völlig aus dem Rennen. Die Band rund um Mike Shinoda und Chester Bennington darf mit „Until it’s gone“ einen Song zum Videospiel „Transformers: Age of Extinction“ beisteuern. Na immerhin.


M wie Megatron. Megatron ist nicht nur der große Bad Boy der Transformers, hinter dem Namen steckt auch die Bezeichnung für einen 4zylindrigen Ottomotor (Turbolader) mit 1,5 Liter Hubraum, der von 1987 – 1989 in der Formel 1 eingesetzt wurde. Tja, schon wieder was gelernt. Ob der Motor wegen dem Transformers-Schurken so genannt wurde, ist leider unbekannt.


 
N wie Namen. Klar, Optimus Prime, Megatron und Bumblebee sind bekannte Namen innerhalb des „Transformers“-Franchise. Dass diese im ersten Film dabei sein werden, war klar. Doch die anderen Roboternamen wurden lange geheim gehalten. Im Sommer 2006 gaben die Hauptautoren des Films, Alex Kurtzman und Robert Orci (siehe Bild), während einer großen Video-Konferenz bei Yahoo! bekannt, welche Transformers sonst noch mit dabei sind. Vor dieser Bekanntgabe wussten nur einige Hasbro-Anwälte sowie wenige Teile der Filmcrew, wer von den Transformers sich die Ehre geben wird.


O wie Optimus Prime. Er ist das Aushängeschild der Transformers und Star in unzähligen Kinderzimmern. In seiner Vehikelform war Optimus in den ersten drei Filmen ein Peterbilt 379. In „Age of Extinction“ ist Optimus zu Beginn ein rostiger 1973 Marmon und wird später zu einem Western Star 4900 Custom. Aber egal welches Modell Optimus nun ist, seine rot-blaue Farbe macht ihn für jeden Transformer-Fan unverwechselbar.


P wie Product Placement. Wenn böse Zungen behaupten, dass „Transformers“ und all seine Sequels letztlich nur ein gigantischer Werbespot für die Spielzeuge sind, dann haben diese bösen Zungen absolut recht. Dumm nur, dass die Filme nicht so gut bei den Kritikern wegkommen wie „The Lego Movie“. Immerhin wird in den Filmen rund um Optimus Prime vielfältig geworben. Denn neben den Transformern und unzähligen Automarken nutzt vor allem das US-Militär die Filmreihe, um sich gut darstellen zu lassen. Dafür ist die Army den Filmemachern auch stets behilflich bei den Dreharbeiten und stellt militärische Fahrzeuge zur Verfügung. Außerdem noch dabei im Product Placement-Zirkus: eBay, Microsoft, Burger King, Hewlett-Packard, Apple, Nokia, Coca-Cola, Taco Bell, Panasonic, Yahoo! und viele, viele, viele mehr.


Q wie Quintesson. Bei den Transformers gibt es ja, genau wie bei Marvel, diverse Universen. In einer davon müssen sich die Roboter mit den Quintesson herum ärgern, einer feigen, uralten Rasse, die in ihrer langen wie düsteren Vergangenheit untrennbar mit den Transformern verbunden ist. Innerhalb der Michael Bay-Filme spielen die Quintesson keinerlei Rolle und eigentlich haben wir sie hier nur drin, weil wir keine Lust hatten Quentin Tarantino (beim Buchstaben Q immer wieder gern genommen) zu benutzen.

 
R wie Rekord. „Transformers 3“ hält doch tatsächlich einen Rekord, der nichts mit goldenen Himbeeren oder Skandalen zu tun hat. Teil drei der Robo-Reihe bietet die bis dato größte Explosion der Filmgeschichte, bei der Schauspieler am Set zum drehen anwesend waren. Riskant, vor allem wenn man bedenkt, dass sich bei den Dreharbeiten des Films auch ein schrecklicher Unfall… ach, dazu gleich mehr bei V.

 
S wie Steven Spielberg. Spielberg war einer der Initiatoren für die „Transformers“-Filme. Er war es auch, der Michael Bay für das Projekt haben wollte. Anfangs sträbute sich Bay, weil er keinen „Spielzeugfilm“ inszenieren wollte, doch Spielberg ließ nicht locker und lud Bay zu Hasbro ein. Dies und ein kräftiger Gehaltscheck änderten dann seine Meinung, zum Leidwesen von Jerry Bruckheimer, der Bay entdeckt hatte und der mit ihm eigentlich noch einige Projekte verwirkliche wollte. Da Bay durch den „Transformers“-Deal nun aber an Dreamworks gebunden war, schaute Bruckheimer ins Leere. Aus dieser Enttäuschung heraus entstand ein jahrelanger Streit zwischen Bay und Bruckheimer, der mittlerweile aber wieder vergessen ist.


T wie Transformium. In „Transformers: Age of Extinction“ wird endlich mal geklärt, woraus diese Trasnformers überhaupt bestehen. Die Antwort. Transformium. Tja, sehr kreative Namensgebung.


U wie Urin. Da Transformers nur Energon als Energiequelle benötigen und diese Energie aus zu 100% nutzen, haben Transformers keine Ausscheidungen. Also merk: Transformers müssen nicht Pipi machen. Gut, hätten wir das also auch geklärt.

 
V wie Verletzungen. Normalerweise ist so ein Statistenjob recht ungefährlich. Außer man arbeitet als Statist für Michael Bay. Während der Dreharbeiten zum dritten Teil der „Transformers“ kam es zu einem schrecklichen Unfall während dem Drehen einer Actionszene. Eine Statistin wurde schwer verletzt und trug bleibende Schäden zurück (eine Lähmung ihrer linken Körperhälfte). Die Paramount Studios wurden daraufhin von der Familie verklagt. Michael Bay musste Teile der Actionszene (eine Verfolgungsjagd auf einem Highway) aus dem Film schneiden. Als Ersatz dienten kurze Sequenzen aus seinem Sci-Fi-Spektakel „Die Insel“, die via SFX noch etwas „aufgehübscht“ wurden.

 
W wie Witwicky. Der Held der ersten drei Teile war Sam Witwicky. Seine Eltern, Ron und Judy, sind nervig. Papa Witwicky, weil der geizig ist und Mama Witwicky weil sie eine absolute Glucke ist. Doch Sam ist nicht der erst Mensch, der Kontakt zu einem Transformers hatte. Sein Ur-Großvater Archibald traf während einer Arktis-Expedition bereits einen der Roboter. Die Witwickys sind übrigens nicht erst mit dem ersten Kinofilm ins Franchise gekommen. Bereits in der Cartoon-Serie "Generation 1“ sind die Witwickys die menschlichen Freunde der Transformers. Dort hieß der menschliche Held allerdings nicht Sam, sondern Spike (siehe Bild). Im vierten Teil „Age of Extinction“ müssen Optimus und Konsorten aber ohne die Witwickys auskommen.

 
X wie X-Men. Die Transformers und die X-Men machen gemeinsame Sache. Also eigentlich macht ganz Marvel mit den Transformern gemeinsame Sache. Bevor ihr jetzt vor Freude aufspringt und das Internet nach ersten Infos zum Transformers-Film von Marvel durchstöbert, hier noch schnell die nicht unwesentliche Anmerkung, dass es sich beim Crossover oder großen Nerdlieblinge lediglich um Spielzeug handelt. Die „Marvel Legends Transformers“ sind, unter Fans und Sammler, sehr beliebte Actionfiguren, in denen sich Marvelhelden in Fahrzeuge transformieren. So wird Hulk etwas zum Panzer und Wolverine zum Offroader.


Y wie Yeti. Es gibt keinen Yeti, auch nicht bei den Transformern.

 
Z wie Zack Ward. Der Schauspieler Zack Ward ist gewiss kein Superstar seiner Zunft, doch er hatte das „Glück“ nicht nur im ersten „Transformers“-Film einen Soldaten zu spielen, nein, Zack Ward spielte danach aus den Helden in Uwe Bolls Anarchoklamotte „Postal“. In einigen Audiokommentaren von Boll gab dieser zu Protokoll, dass Ward ihm erzählte, dass der schlechte Ruf von Michael Bay nicht von ungefähr kommt. Laut Ward war Bay am Set ein echtes „Arschloch“. Tja, von „Transformers“ zu „Postal“ – was für eine Karriere.

Review: JAGD AUF ROTER OKTOBER - Attentäter oder Überläufer?

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Fakten:
Jagd auf Roter Oktober (The Hunt for Red October)
USA, 1990. Regie: John McTiernan. Buch: Larry Ferguson, Donald Stewart, Tom Clancy (Vorlage). Mit: Sean Connery, Alec Baldwin, Scott Glenn, Sam Neill, James Earl Jones, Joss Ackland, Tim Curry, Courtney B. Vance, Peter Firth, Stellan Skarsgard, Jeffrey Jones, Richard Jordan, Timothy Carhart u.a. Länge: 135 Minuten. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
1984: Bei der Jungfernfahrt eines sowjetischen Atom-U-Boots mit einem praktisch lautlosen Antrieb, weicht der hochdekorierte, erfahrene Captain Ramius plötzlich vom Kurs ab. Statt wie geplant ein Manöver durchzuführen, steuert das Kriegsschiff auf die amerikanische Küste zu. Das sorgt für helle Aufregung auf beiden Seiten, denn niemand weiß, was der Mann vorhat. Plant er im Alleingang einen Angriff oder will er überlaufen? Die Russen fackeln nicht lange und schicken ihre Flotten hinterher, um das Schiff zu versenken. Auch die Amis sind in Panik, könnten sie doch einen Angriff niemals rechtzeitig erkennen. Der junge CIA-Analyst Jack Ryan glaubt, das Ramius überlaufen will. Doch was, wenn er sich irrt? 


                                                                                        



Meinung:
Technisch astrein präsentiertes Kalter-Krieg-Paranoia-Szenario von Spezi John McTiernan zu seiner besten Zeit. Nach den handfesten Action-Granaten „Predator“ und „Stirb Langsam“ lässt es McTiernan hier nicht mit geballter Feuerkraft krachen, bezieht seine Spannung durch das Pulverfass der Atommächte in Lauerstellung, die durch den undurchsichtigen Alleingang eines abgebrühten Seebären in Panik geraten, die Streichhölzer schon in der Hand.


Die Stimmung war allgemein schon besser.
Das erste filmische Auftreten von Jack Ryan, damals noch von einem (relativ) jungen und dynamischen Alec Baldwin verkörpert, nach dem Roman von Tom Clancy. Im Mittelpunkt der Handlung steht dabei jedoch weniger die Figur des Ryan, der Star unter den vielen bekannten Gesichtern ist zweifellos Sean Connery, in seiner Paraderolle als er selbst. Wie immer, aber die beherrscht er. Connery war nie der wandlungsfähigste Schauspieler, brauchte er auch nicht zu sein. Seine unglaubliche Präsenz machte ihn zum Star und lässt auch seinen Captain Ramius mühelos die Show übernehmen. Sein (fast) bis zum Schluss undurchschaubarer Charakter hält die Spannung konstant auf Kurs, ohne das McTiernan groß die Kuh fliegen lassen muss. Dem Regisseur und seiner präzisen, extrem dichten Inszenierung ist es zu verdanken, dass die hektische Jagd auf das abtrünnige Schlachtschiff sich trotz der Clancy-üblichen eigenen Auslegung von Glaubwürdigkeit nicht verzettelt und kein aufgeblasenes Spektakel benötigt, um über zwei Stunde bei der Stange zu halten.


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Völkerverständigung unter dem Meeresspiegel.
Die klaustrophobische Enge der U-Boote wird durch McTiernan und Kamermann Jan De Bont enorm effektiv genutzt. Man ist immer hautnah dran, die wahnsinnige Anspannung wird visuell deutlich gemacht, lässt sich fühlen, dank dem starken Zusammenspiel von Bildern, Ausleuchtung und Sets. Unterstütz durch bärenstarke Unterwasserszenen, zur damaligen Zeit noch eine ganz andere Herausforderung als im heutigen CGI-Zeitalter. Wenn dann mal was aus dem Rechner kommt, sieht es dementsprechend „prähistorisch“ aus, nun gut, ging eben nicht besser. Das soll gar nicht Kritikpunkt sein, nur eine Feststellung. „Jagd auf Roter Oktober“ will eh durch andere Dinge überzeugen und das gelingt ihm eindeutig. Ein (natürlich) fiktives Zeitdokument aus einer Ära, als die Welt oft nur haarscharf am dritten Weltkrieg vorbeischrammte, als unüberlegte oder voreilige Reaktionen zur Katastrophe führen konnten. Die Stimmung wird vermittelt und auch wenn die Handlung an sich nicht unbedingt grandios ist, es reicht für einen spannenden Thriller mit historisch immer wieder interessanten Background.


Klasse inszeniert und hervorragend besetzt, da mag man gerne über die konstruierte Geschichte mit leichtem Groschenroman-Touch hinwegsehen. Die übliche Tom Clancy-Fiktion um die Angst der Amis vor dem Terror aus der fremden Welt und ihre Helden, die im Alleingang den Tag retten. Natürlich mit realem Hintergrund, sonst hat die Realität bei ihm nicht viel zu suchen. Egal, wenn es anständig verkauft wird, darf das ruhig mal sein, ist ja nur ein Film. Und ein wirklich guter dazu.

7 von 10 Russen auf Tauchstation.

Review: HIGHLANDER - ES KANN NUR EINEN GEBEN - Bloß nicht den Kopf verlieren

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Fakten:

Highlander - Es kann nur einen geben (Highlander)

GB, USA, 1986. Regie: Russell Mulcahy. Buch: Gregory Widen, Peter Bellwood, Larry Ferguson. Mit: Christopher Lambert, Sean Connery, Roxanne Hart, Clancy Brown, Beatie Edney, Alan North, Jon Polito, Sheila Gish, Hugh Quarshie, Christopher Malcolm, Billy Hartman, James Cosmo, Celia Imrie u.a. Länge: 111 Minuten. FSK: Freigegeben ab 16 Jahren. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.

 

Story:

Im Jahr 1536 wird der junge Connor MacLeod bei seiner ersten Schlacht vom Schwert des Barbaren Kurgan durchbohrt. Als er am nächsten Tag quicklebendig und vollkommen unversehrt ist, glauben seine Leute an Hexerei. Connor wird von seinem Land vertrieben und findet in der Abgeschiedenheit der schottischen Highlands seine grosse Liebe Heather. Dann erscheint der Edelmann Ramirez und klärt Connor auf: Er gehört zu den Unsterblichen. Nur wenn ihnen der Kopf abgetrennt wird, können sie sterben. Und das müssen sie, denn am Ende kann es nur einen geben, der dann die Macht besitzen wird die gesamte Welt zu beherrschen. Mehr als 400 Jahre später lebt Connor unter dem Namen Russell Nash in New York. Seit Jahrhunderten verbirgt er seine wahre Identität, unzählige Duelle mit anderen Unsterblichen sind vergangen. Nur noch wenige sind übrig geblieben. Unter ihnen auch Kurgan, der versessen auf Connors Kopf ist.

 


Meinung:
Das Filmgeschäft ist manchmal so unberechenbar wie kurios, kann so ungerecht sein und hält letztendlich doch ein verdientes Happy End parat. Seinerzeit ging Russell Mulcahy's "Highlander" gnadenlos an den Kinokassen unter und galt als riesiger Flop. Dem Videothekenboom der 80er sei Dank wurde dieses Missverständnis wieder gerade gebogen und der Film mauserte sich verdientermassen zum Hit, prägte die Film- und Popkultur massgeblich und zog bis heute vier (sehr dürftige) Fortsetzungen, eine Fernseh- und Trickserie nach sich. Nichts davon konnte nur annährend den Status, geschweige denn die Qualität des Originals erreichen. Auch für einige der Hauptverantwortlichen sollte "Highlander" ihren Karrierehöhepunkt darstellen und gleichzeitig eine Messlatte, die sie in der Folgezeit nie wieder erreichen würden. Fast ein Fluch.

Der ägyptische Schotte aus Spanien.
Regisseur Russell Mulcahy konnte später kaum noch überzeugen (löblichste Ausnahme: "Ricochet - Der Aufprall"), sonst waren da entweder verdiente Bauchlandungen ("Karen McCoy - Die Katze") oder von vornherein als Totgeburt gestartete Billig-Heuler. Sein letztes grösseres Regie-Projekt war "Resident Evil: Extinction", als er Paul W.S. Anderson mal kurz sein Lieblingsspielzeug wegnehmen durfte, zuletzt schrieb und produzierte er den Absauf-Trash "Bait - Haie im Supermarkt". Was für ein Absturz. Gregory Widen, Ideengeber und Co-Autor von "Highlander", erging es kaum besser. Bis auf das Skript zu der pathetischen (aber immerhin erfolgreichen) Feuerwehr-Seifen-Oper "Backdraft" kam nur noch der oft unterschätzte Genre-Hit "God's Army - Die letzte Schlacht" mit ihm als Regisseur und Autor, danach war es dann auch mehr oder weniger vorbei mit seiner Karriere. Und schliesslich noch Christopher Lambert, der zwar noch einige Jahre Restruhm hatte und durchaus noch den ein oder anderen brauchbaren Film vorweisen konnte, aber mit der Zeit auch fast ausschliesslich im C-Movie Bereich rumdümpelte und eine Gurke nach der anderen drehte. Hält man sich das alles vor Augen, scheint sich der anfängliche Misserfolg des Streifens auf seine tragenden Köpfe rückwirkend übertragen zu haben. Schräge Geschichte.

Kurgan trägt vorsorglich gleich zwei Köpfe
Nun endlich zum Film: Eine Art (retro-)modernes Märchen mit ganz viel 80er Romantik, klingenden Schwertern und Musik von Queen. Das hat nicht nur wahnsinnig viel nostalgischen Charme (ganz besonders für die kleinen Jungs dieser Zeit, die nach dem verbotenen Genuss mit Holzschwertern durch den Garten getobt sind), es hat das, was heutige Filme leider viel zu oft und schmerzlich vermissen lassen. Eine innovative, kreative Geschichte, mit unendlich viel Potenzial. Nicht nur als Fantasy- oder Actionfilm, es wird gleichzeitig ein menschliches Drama erzählt. Immer schon strebte der Mensch nach Unsterblichkeit doch, wie Queen es schon mit ihrem Titelsong fragen, who want's to live forever? Wer will sich schon durch alle Jahrhunderte schlagen müssen, jeden Krieg, jede Seuche, jedes Elend der Geschichte am eigenen Leib miterleben? Wer will ewig kämpfen, immer wieder, sich verstecken, untertauchen, falsche Identitäten annehmen, immer mit dem Bewusstsein und der Bereitschaft leben, dass an der nächsten Ecke wieder jemand die Klinge zückt und zum Duell auffordert? Und vor allem: Wer will alle seine Lieben von sich gehen sehen? Während man selbst kaum merklich altert, welken und sterben alle geliebten Menschen um uns herum. Happy End ausgeschlossen. Eine Tragödie, die "Highlander" nicht nur am Rande thematisiert. Es steht zwar nicht im direkten Fokus, doch ist allgegenwärtig und gibt dem Film so viel mehr Tiefe, als es vergleichbare Werke schaffen. 

Auf heiligem Boden kann man die Beine hochlegen
Natürlich ist und bleibt es in erster Linie ein Fantasyfilm, und was für einer. Ein zeitloser Hit, von Mulcahy so schön eingefangen, wie er es nie wieder schaffte. Mit teils wunderschönen Landschaftsaufnahmen aus den Highlands, einem unglaublichen passenden Soundtrack, starken Figuren und einer nie plump erzählten Geschichte. Ja, auch das Skript bietet weitaus mehr als zu erwarten. Kein einfaches Hau-drauf-Spektakel, die Story enthält viele Details und der Ablauf ist abwechslungsreich genug, um für knapp 2 Stunden nicht den Anflug von Längen aufzuweisen. Selbst nach fast 30 Jahren und unzähligen Sichtungen. "Highlander" versprüht Magie, wie es wenige Filme schaffen. Das dies nur auf den Erstling zutrifft ist ziemlich schade, wie viel hätte man da noch rausholen können? Nun gut, das macht ihn eigentlich nur noch besser und passt zum Motto. Es kann nur einen geben.

Bester Film von Russell Mulcahy (nicht so schwer), bester Film von Christopher Lambert (etwas schwerer) und einer der besten Filme seines Genres. Ach, und Clancy Brown als hünenhaftes Monster Kurgan spielt die Rolle seines Lebens ("Pater, vergeben sie mir, ich bin ein Wurm".) Grosser Film, damals, heute immer noch, wahrscheinlich noch in 100 Jahren. Der wird für immer leben, garantiert.

8,5 von 10 rollenden Köpfen. 

Review: THE UNTOUCHABLES - DIE UNBESTECHLICHEN - Großes Kino der 80er

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Fakten:
The Untouchables - Die Unbestechlichen (The Untouchables)
USA, 1987. Regie: Brian De Palma. Buch: David Mamet. Mit: Kevin Costner, Sean Connery, Robert De Niro, Andy Garcia, Charles Martin Smith, Richard Bradford, Jack Kehoe, Brad Sullivan, Billy Drago, Patricia Clarkson, Vito D'Ambrosio, Steven Goldstein u.a. Länge: 115 Minuten. FSK: ab 16 Jahren freigegeben. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Chicago, 1930: In den Zeiten der Prohibition ist Al Capone der König der Stadt. Er hat das Alkoholmonopol in der Hand. Wer nicht kaufen will, wird sterben. Das Gesetz hat er nicht zu fürchten, seine Dollar schmieren die gesamte Stadt. Eliot Ness, Agent des Schatzamts, ist nicht zu bestechen und begibt sich in den hoffnungslosen Kampf gegen das organisierte Verbrechen. Er schart eine kleine Gruppe gleichgesinnter Gesetzeshüter um sich und kämpft gegen Capone und dessen Netz aus Korruption.

 




Meinung:
- "Kinder, kennt ihr noch Brian De Palma?"
- "Hä?"
- "Brian De Palma, schon mal gehört?"
- "DSDS?"
- "Nein, dass war mal ein hervorragender Regisseur!"
- "Wie Michael Bay oder Todd Phillips?"
- "Geht spielen..."


Leider gar nicht so unrealistisch, um De Palma ist es sehr still geworden. Nicht ohne Eigenanteil, ab "Mission Impossible" Mitte der 90er ging es steil bergab, sein eventueller Comebackfilm "Passion" steht demnächst an, hoffen wir das Beste. Von seinem Karrierestart Anfang der 70er bis zu der besagten unmöglichen Mission war er eine Hausnummer, praktisch jeder Film sehenswert bis genial. 1987 verfilmte er die 50er Jahre TV-Serie "The Untouchables" (Chicago 1930) mit Bravour.


De Palma gelingt bei "The Untouchables" die schwierige Gratwanderung zwischen klassischem Gangsterfilm und (damals) moderner Inszenierung. Sein Film erscheint einerseits wie aus einer anderen Zeit, ist aber so flott und mit den Möglichkeiten seiner Zeit inszeniert, dass der Übergang erstaunlich fliessend ist. Das sieht nicht aus wie anno 1959/60, fühlt sich aber zeitweise so an. De Palma lässt sein ganzes Können spielen, sorgt für großartige Bilder und lässt einen Flair auferstehen, der prima mit den aktuellen Stilmitteln verschmilzt.



Vier Asse gegen das Full House
Stimmung, Kamera, Ausstattung, Musik (von Ennio Morricone) und Geschichte sind schlicht hervorragend, dazu kommt eine Gespür für die Besetzung. Die größte, weil positivste, Überraschung ist Kevin Costner, der Kerl mit dem Stock im Ars....
Sein steifes bis impulsives Spiel passt einfach perfekt auf die Rolle, denn genau das ist sein Charakter. Sean Connery erhielt den Oscar, obwohl er eigentlich auch nur sich selbst spielt, aber diesem Charme war die Academy irgendwann wohl erlegen, oder zumindest einen Preis sollte dem Film wohl gegönnt sein. Dazu gibt es Andy Garcia in seiner ersten, größeren Rolle (schon damals mit dem breitschultrigen Gang, der ihn so auszeichnet) und Robert De Niro als Al Capone. Letzterer hat relativ wenig Szenen, etwas schade, denn wenn er im Bild ist, gehört ihm der Moment. 




Catche me if you can
Der gesamte Film würde wohl kaum so beeindrucken, wenn nicht De Palma am Hebel sitzen würde. Seine Referenzen an die großen der Regiekunst (in erster Linie natürlich Hitchcock) sind auch hier unverkennbar. Wie er die Kamera einsetzt, Einstellungen und Fahrten inszeniert und wirken lässt, ist meisterhaft. Das ist noch Kino, welches in allen Belangen überzeugt, nicht nur durch einige Schwerpunkte, dafür andere links liegen lässt. Der wohl bemerkenswerteste Moment ist die berühmte Bahnhofsszene, die kaum besser machbar gewesen wäre. Allein für diese Minuten möge De Palma seinen Platz im Regiehimmel sicher haben. Jede Sekunde ist cineastisches Gold, alles ist so perfekt abgestimmt und gefilmt, ein Showdown wie aus dem Bilderbuch. Es ist wahrlich traurig, wie sehr der Mann in der Belanglosigkeit verschwunden ist, denn er kann einfach alles. Warten wir auf "Passion" und sind gespannt, denn von Flop bis Meisterwerk ist alles möglich.


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