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Review: VERONICA MARS - Angenehm unaufgeregt

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Fakten:
Veronica Mars
USA. 2014.
Regie: Rob Thomas. Buch: Diane Ruggiero, Rob Thomas. Mit: Kristen Bell, Jason Dohring, Enrico Colantoni, Krysten Ritter, Tina Majorino, Percy Daggs III, Chris Lowell, Martin Starr, Max Greenfield, Daran Norris, Francis Capra, Ken Marino, Gaby Hoffman, Ryan Hansen, Jerry O’Connell, Sam Huntington, James Franco, Lisa Thornhill, Andrea Estella, Jaime Lee Curtis, Christine Lakin u.a. Länge: 107 Minuten. Ab 31. Juli auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Neptune, Kalifornien. Diese Kleinstadt hat Veronica Mars vor gut zehn Jahren verlassen. Zu viel hat die junge Privatdetektivin dort erleben müssen. Nun ist sie Anwältin und steht kurz davor einen lukrativen Job anzunehmen. Doch als ihr alter Freund Logan, der immer noch in Neptune lebt, beschuldigt wird, seine Freundin ermordet zu haben, kehrt Veronica in ihre Heimstadt zurück, um den Fall zu lösen.





Meinung:
„Veronica Mars“, die Krimiserie von Rob Thomas, wurde vom Sender The CW bereits nach drei Staffel abgesetzt. Der Grund waren die schwachen Quoten. Doch auch nach dem Serienende 2007 gab es immer noch genügend Fans, die darauf drängten erfahren zu wollen, wie es mit Titelheldin Veronica weitergeht, schließlich endete Staffel 3 mit einem Cliffhanger. Thomas versuchte viel, um offene Fragen und neue Ideen in einem „Veronica Mars“-Film zu verarbeiten, doch die Studios schien uninteressiert. Mit Hilfe von Kickstarter, der großen Crowdfunding-Plattform im Internet, gelang es ihm und seinem Team allerdings innerhalb kürzester Zeit über 5 Millionen US-Dollar einzunehmen. Warner Bros. reichte das, stieg mit ins Projekt ein und die Fans bekamen ihren Film rund um die blonde Privatdetektiv aus Kalifornien.


Schießt nur mit der Kamera: Veronica Mars
Problem bei Serien die einen Ausflug sin Kino spendiert bekommen ist immer die Tatsache, dass nicht alle Zuschauer mit dem erzählerischen Hintergrund vertraut sind. Wer z.B. nie „Akte X“ gesehen hat, wird die Hälfte bei „Akte X – Der Film“ wohl nicht verstehen. „Veronica Mars“ hat dazu das Problem, dass der Film erst Jahre nach dem Serienaus erschien Ist der Film also auch wirklich für die konsumierbar, die von „Veronica Mars“ zuvor noch nichts gehört haben? Ganz sicher ist Rob Thomas Film für jene Art von Zuschauer ein Genuss, die die Serie kennen und lieben, doch auch Unwissende (wie der Autor dieses Textes) können mit dieser vom Film Noir inspirierten Kriminalgeschichte bestens unterhalten werden. Das liegt nicht unbedingt am kurzen Prolog, in dem die Vorgeschichte komprimiert zusammengefasst wird, sondern mehr daran, dass es Thomas gelingt die Handlung so zu gestalten, dass Serienfans alte Bekannte wiedersehen und liebgewonnene Rituale wiedererkennen können, dies aber im Blick eines unerfahrenen Zuschauers nicht wie unverständlicher Fan-Service wirkt, sondern wie die Konstruierung eines narrativen Umfeldes.


Veronica bei ihrer alltäglichen Arbeit
Natürlich werden Serienkenner Dinge hier und da schneller erfassen und durchschauen, aber das fällt nicht ins wertende Gewicht. Die Kriminalhandlung ist dafür einfach zu wunderbar unaufgeregt. Ohne Zwang große Schauwerte auf dem Silbertablett servieren zu müssen folgt „Veronica Mars“ ihrer Narration. Es wird ermittelt, recherchiert, ausgefragt, belauscht und manchmal muss die Heldin durch die eine oder andere brenzlige Situation. Der Begriff old school drängt sich da auf und wenn er positiv gemeint ist, so passt er durchaus zum Film. Kombiniert mit dieser Bodenständigkeit werden dazu diverse Schlagfertigkeiten von Heldin Veronica, sowie einige kulturelle wie gesellschaftliche Verweise. Da dürfen dann auch ein paar Gaststars nicht fehlen wie etwa James Franco, Jaime Lee Curtis, Justin Long und Dax Shepard, der im wahren Leben mit Hauptdarstellerin Kristen Bell verheiratet ist. Bell, das verwundert wenig, spielt Veronica übrigens mit vollem Charme und absoluter Hingabe. Nach Sichtung des Films, werden gewiss einige Zuschauer die Serie allein wegen ihrer Präsenz nachholen wollen.


„Veronica Mars“ ist, abseits der Entstehungsgeschichte und TV-Vergangenheit, ein wohltuend einfacher Film. Konzentriert auf seine Figuren sowie dem Kriminalplot, versehen mit smarter Komik und gut aufgelegten Darstellern, füllt er nicht bloß die Lücke, die nach dem offenen Ende der letzten Staffel entstanden ist, sondern rückt den klassischen Krimi, einhergehend mit den Stilmitteln des Film Noir wieder ein wenig ins Bewusstsein. Den stilistischen wie erzählerischen Schick sowie Nachdruck eines „Brick“ erreicht „Veronica Mars“ zwar zu keiner Zeit, aber Rian Johnsons Meisterwerk hat auch eine andere, künstlerisch anspruchsvollere Gewichtung. Man könnte sagen, „Veronica Mars“ ist ein hervorragender Appetizer.


7 von 10 glücklichen Wiedersehen

Review: STERNENKRIEGER - SURVIVOR- Das Übliche halt

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Fakten:
Sternenkrieger – Survivor (Survivor)
USA. 2014. Regie und Buch: John Lyde. Mit: Kevin Sorbo, Danielle Chuchran, Nicola Posener, James C. Morris, Paul D. Hunt, Abigail Mason, Rocky Myers u.a. Länge: 93 Minuten. FSK: freigegeben ab 16 Jahren. Ab 22. Juli 2014 auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Jahrzehnte sind vergangen, seit das Raumschiff die unbewohnbar gewordene Erde verlassen hat. Endlich stößt die Crew auf einen erdähnlichen Planeten, der eine neue Heimat werden könnte. Ein kleiner Spähtrupp soll die Oberfläche erkunden. Doch der Transporter zerschellt in einem Meteoritenschauer. Die Überlebenden werden von Aliens verschleppt, die sie als Mahlzeit betrachten. Nur Kate kann sich befreien. Ganz auf sich allein gestellt will sie ihre Kameraden vor den blutrünstigen Kreaturen retten. Auf die humanoiden Krieger, die ebenfalls auf dem Planeten leben, kann sie nicht zählen. Sie sind jedem feindlich gesonnen, der nicht zu ihrem Stamm gehört. Da trifft Kate auf Rogan, einen Krieger auf der Suche nach seiner entführten Tochter…





Meinung:
Eine recht gängige Sci-Fi-Actionstory wird hier im Rahmen eines nur sehr gering budgierten Direct-to-DVD-Streifens auf die austauschbarsten Pfade des Genres geschickt. Das hat einen sehr funktionalen Charakter, hält einigermaßen bei Laune, bietet aber nichts allzu Außergewöhnliches für den geneigten Fan, wenn auch immerhin einen souveränen, fast fehlerfreien Ablauf, der genügsame 1 1/2 Stunden Laufzeit vergehen lässt und anhand seiner flexiblen Hauptdarstellerin einige ordentliche Martial-Arts-Momente zusammenbekommt. Aber alles der Reihe nach. Sobald 'STERNENKRIEGER' in den Weiten des Weltraums nämlich anfängt, wird schon seine größte Schwäche erkannt: das digitale Tricksen. Da hat man keine Mühen für ein handgemachtes futuristisches Set aufgewendet, stattdessen begnügt man sich schlicht mit einem Greenscreen, an dem die Atmosphäre herzustellen versucht wird, die aufgrund ihrer glatten Einfallslosigkeit aber schnell langweilt. Da liegt einem der Film schon etwas flau im Magen rum, doch es bietet sich die Chance, zumindest Protagonistin Kate (Danielle Chuchran) etwas kennen zu lernen, wenn auch strikt By-the-numbers.

 
Kevin Sorbo im Einsatz
Was ist nämlich die simpelste Art, einen Charakter einzuführen? Richtig, man lässt ihn irgendwo aufwachen. Das sollte einen schon auf die Formelhaftigkeit des ganzen Geschehens vorbereiten, auch wenn es äußert ernüchternde Aussichten mitliefert. Kate erklärt uns jedenfalls per Voiceover, dass sie mit einem ausgewählten Trupp durchs Weltall fliegt, um neue Wasser-Ressourcen für die sterbende Erde auszukundschaften - als ob es im Film gleich zum Mars mit seinen grünen Männchen geht, so altbacken kommt einem das Szenario vor. Wer jetzt noch nicht aus dem Film aussteigt und sich freiwillig auf den ewig gleichen Ablauf des Altbekannten einstellt, ist schon ein ganz ordentlicher B-Movie-Freund. Denn noch unterscheidet sich 'STERNENKRIEGER' kein Stück vom Gros und Look beliebigster TV-Unterhaltungsware im ausnahmslos digitalen Gewand, inkl. durchgängiger Instant-Epic-Mucke. Den ersten Pluspunkt erhält er aber bei einer Trainings-Sequenz, in welcher unsere designierten Weltraumforscher Schieß-Gefechte in einer Wald-Simulation üben, Kamera & Schnitt dabei angenehm übersichtlich bleiben, sogar einige praktische Effekte und klassisches Stuntwork einarbeiten. Auch wenn unsere Helden eigentlich für eine friedliche Mission unterwegs sind, macht sich das später noch bezahlt, soviel ist sicher. Und das ist dann auch der zentrale Antrieb Kates, sich als starke Kämpferin und fähige Missionarin der Weltenrettung zu beweisen - natürlich gegenüber einem männlichen Mentor, in diesem Fall Captain Hunter (Kevin Sorbo), für sie eine Art Vaterfigur und Leiter der Mission. Sorbo ist als Markenname für die DVD-Hülle natürlich wie so üblich bei derartigen Produktionen doch etwas unterbesetzt, arbeitet seinen größtenteils als Steh-und-Sprechrolle-konzipierten Einsatz meist auch nur vor einem Greenscreen ab oder spricht schlicht in einer Höhle wartend in eine Kamera.


Kann auch sein, dass das der Sorbo ist
Später darf er sich aber noch ein bisschen mehr bewegen, bevor das aber geschieht, reist unser Suchtrupp durch ein Wurmloch bis ans andere Ende des Universums, erlebt aber zerstörerische Turbulenzen, bei denen das Wrack des Schiffes und seine Insassen auf einem erdähnlichen Planeten landen, der von obskuren, Menschen-ähnlichen Kreaturen und anderen Biestern bewandert wird. Kate als unsere Heldin kann sich aber am ehesten durch dieses unbekannte Terrain durchschlagen und sucht sogar einige Überlebende auf. Doch dabei muss sie auch einige Monster bekämpfen, die zumindest dadurch filmisch auftrumpfen können, dass sie nicht digital erschaffen, sondern mit gelungen-elastischen, fiesen Alien-Masken ausgestattet sind. Das vermittelt einen geerdeten, klassischen Ansatz und führt zu einigen flotten Fights mit unserer ass-kicking Heroine. Die findet sodann über ihren Armband-Kommunikator & -Scanner heraus, dass sich Captain Hunter 60km von ihrer Position befindet und noch lebt, jedoch mit gebrochenem Bein in einer Schlucht brach liegt. Sie will demnach natürlich zu ihm finden und das Notsignal zur Rettung aller aktivieren. Klingt irgendwie bekannt? Kein Wunder, ist das doch auch so ziemlich die selbe Ausgangslage des letztjährigen Gassenhauers 'AFTER EARTH' - nur, dass diese Variante hier ideologisch weit verdaulicher ist, nicht ständig die esoterische Überwindung von Furcht predigt und zudem mit Kate eine Überwinderin am Start hat, die tatsächlich auch was drauf hat und lieber schlitzt, als zu quengeln. Speziell sei jene Szene genannt, in welcher sie eine ganze Horde zu ihr heraufkletternder Monster mit Pfeil und Bogen abserviert, während sie am Abhang einer steilen Klippe eingehakt ist. Das kommt schon herrlich taff!


Gestatten, die feminine Seite
Doch auch ihre süße, feminine Seite kommt bei der niedlichsten Szene des Films heraus, als sie ausgerechnet ein Pferd auf jenem Planeten findet, sich lächelnd damit anfreundet und nach einigen Anlaufversuchen auf dessen Rücken durch die weiten Steppen zieht, Kranfahrten und effektiv-pathetischer Score mit einberechnet. Hat sie sich auch mal verdient, steckt sie doch reichlich Schrammen und Dreck im Gerangel mit den kampferprobten Einwohnern ein, von denen aber einige Aufständische sogar helfen wollen. Warum das so ist und weshalb dieser Planet so Erden-ähnlich ist, dass er Pferde beherbergt und offensichtlich kostengünstig in der Wüste von Utah gedreht wurde, sei an dieser Stelle nicht verraten - wobei ich aber glaube, dass man sich als halbwegs erfahrener Filmfreund jenen 'twistigen' Hintergrund schon denken kann. Es hat mich jedenfalls so spannungsfrei in den dritten Akt eingeleitet, dass ich mich kurz mal hinlegen musste und fast zu schlummern anfing, da der Weg nur noch ausnahmslos vorhersehbar ausgelegt war und auch noch in einer dumpfen Höhle endete - wo zwar einige Menschen von den Gruselviechern aufgefressen wurden, die übrigens mindestens zwei nette Jumpscares liefern konnten, aber abgesehen von dem konventionellen Design, Story- und Action-Handling keinerlei Fallhöhe erzeugt wurde. Und das ist eben das allgemeine Manko des Films: er versucht schlicht, ein normales Endprodukt abzuliefern und in seiner Funktion gelingt ihm das trotz mickrigem Budget auch ohne große Ausfälle der Verwirrung oder Dummdreistigkeit.


Aber das macht ihn auch eben so übel-standardisiert, dass man sich weder über irgendwelche originelle Überraschungen, noch über irrwitzige Abstürze in Stil und Plot freuen kann. Er hat einfach keine ideenreiche 'wild side', arbeitet simpelstes Genre-1x1 ab und versucht sich lediglich mit seiner Souveränität über Wasser zu halten. Da kann Hauptdarstellerin Chuchran noch den meisten Nutzen draus ziehen, eine professionelle Figur machen und nette Stunts glaubwürdig vermitteln (zudem offenbar Wendy-mäßig ein Faible für Pferde ausleben), aber ansonsten herrscht bei diesem Werk eine künstlerische Lustlosigkeit, die sich im Versuch mit digitaler Effektarbeit und einem epischem Score für etwas Größeres ausgeben will, als was der Film eigentlich ist. Wie sagt Captain Hunter in der ersten Trainingseinheit doch so bezeichnend: 'Da ist noch Luft nach oben.


3,5 von 10 Pferden


vom Witte

Trailerpark: Zach Braff präsentiert Sundance-Material - Neuer Trailer zu WISH I WAS HERE

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Nach dem ersten Teaser Trailer zu Zach Braffs Tragikomödie „Wish I Was Here“ ist hier nun der erste richtige Trailer, der einen weitaus besseren Blick auf den via Crowdfunding finanzierten Film wirft. Fans von Braff und seinem Debütfilm „Garden State“ können sich wohl definitiv auf das Werk, welches nach gängigem Sundance-Material aussieht, freuen. Neben Zach Braff dabei sind noch Kate Hudson, Donald Faison, Mandy Patinkin, Ashley Green, Josh Gad und Jim „Sheldon Cooper“ Parsons. Dt. Kinostart ist der 9. Oktober 2014.


Trailerpark: Zach Braff meldet sich zurück - Erster Teaser Trailer zu WISH I WAS HERE

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Zach Braffs zweiter Spielfilm hat nun seinen ersten Teaser Trailer. Der via Kickstarter finanzierte Film entfachte eine Debatte, ob Stars wie Braff es überhaupt nötig haben Crowdfunding zu nutzen. Ob sich die Investitionen gelohnt haben wir dann wohl demävhst. Im Juni startet der Film in den USA. Einen deutschen Release gibt es aktuell noch nicht. Fans von Braff und seinem Debütfilm „Garden State“ können sich aber anscheinend freuen. Der Teaser verspricht wieder gefühlvolles und optisch wunderschön komponiertes Indie-Kino inkl. Pop-Soundtrack - Sundance-Material eben. Neben Zach Braff dabei sind noch Kate Hudson, Donald Faison, Mandy Patinkin, Ashley Green, Josh Gad und Jim „Sheldon Cooper“ Parsons.