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Review: TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES - Für die jungen Fans

2 Kommentare:


Fakten:
Teenage Mutant Ninja Turtles
USA. 2014. Regie: Jonathan Liebesman. Buch: André Nemec, Josh Appelbaum, Even Daugherty. Mit: Megan Fox, Will Arnett, William Fichtner, Alan Ritchson, Noel Feisher, Jeremy Howard, Pete Ploszek, Danny Woodburn, Tohoru Masamune, Whoopi Goldberg u.a. Orig. Stimmen von Tony Shaloub, Johnny Knoxville u.a. Länge:101 Minuten. FSK: freigegeben ab 12Jahren. Ab 5. März 2015auf DVD, Blu-ray und Blu-ray 3D erhältlich.


Story:
Die humanoiden Schildkröten Donatello, Leonardo, Raphael und Michelangelo nehmen, unterstützt von ihrem Mentor Splinter, der furchtlosen Journalistin April O’Neil und dem ehrgeizigen Kameramann Vern, den Kampf gegen ihren ultimativen Endgegner auf: Ninja-Meister Shredder und seine Fußsoldaten.





Meinung:
Es ist schon seltsam, dass die Turtles irgendwie immer noch an der Trickserie der 1980/90er gemessen werden. Dabei stammen die vier Kampfkröten doch eigentlich aus einem Independent-Comic, in dem es wesentlich rauer, brutaler und monochromer zuging, als in der kindertauglichen TV-Trickfilmserie, die bei uns zunächst auf RTL lief und wohl nicht nur den Kleinsten den Samstagmorgen versüßte. Es folgten drei Realverfilmungen, wo von vor allem Teil 1 wirklich als gelungen und beeindruckend zu bezeichnen ist, sowie Videospiele und anderen Merchandise. Nun, im Jahre 2014 haben sich die Turtles quasi selbst überlebt. Immer wieder wurde in ihrer Historie herumgeschraubt und immer wieder waren sie ein Garant für volle Spielwarenkassen und leere Eltern- und Nerdkonten. Dass Produzent Michael Bay erst jetzt darauf gekommen ist, die Ninja-Kröten erneut in ein Kinoabenteuer zu schicken und schon staunenswert.


Auch Turtles fahren Aufzug
Der Gegenwind des Hasses hat dieses Big Budget Reboot der Turtles bereits ereilt, als noch kein Meter Film im Kasten war. Nun, da „Teenage Mutant Ninja Turtles“ fertig ist und in unsere Lichtspielhäuser kommt, lässt sich folgendes Resümee ziehen: die krachende Effektsause aus Bays Produktionsschmiede Platinum Dunes ist nicht so schlimm wie erwartet, allerdings auch weit davon entfernt den Stempel „empfehlenswert“ zu erhalten. „Teenage Mutant Ninja Turtles“ spricht in all seinen Facetten ein adoleszentes Publikum an, welches weder mit den ersten Realfilm von Steve Barron, noch mit den originalen Comics oder der ersten Trickfilmserie Kontakt hatte - die im Vergleich zur hier zur Schau gestellten Over-the-Top-Dynamik gewiss wie attraktionslose Luftnummern wirken müssen, für die auf großes Getöse ausgelegten Sehgewohnheiten des modernen Zielpublikums. Die übertriebenen Charakterzüge der Ninja-Kröten werden hier noch einmal überspitzt dargeboten, die Action wird in meist planlos wirkenden Overkill-Szenen dargereicht und die menschlichen Figuren wirken (vor allem Eye Candy Megan Fox) noch artifizieller als alle aus dem Computer stammenden Figuren und Tohuwabohu-Elemente.


 
April O'Neil im Einsatz für eine gute Story
Was „Teenage Mutant Ninja Turtles“ ein wenig schön poliert sind zum einen die immer noch (für die Fans) gut funktionierenden Charaktere der mutierten Schildkröten sowie deren Eigendynamik und das Regisseur Jonathan Liebesman, der auch in diesem Film wieder keine eigene Handschrift zu generieren vermag, zumindest ein paar Actionszenen in Petto hat, die dem naiven Charme der Turtles gerecht werden. Das ist relativ wenig auf der Haben-Seite und wirklich mehr kommt auch nicht hinzu. Obwohl es schon positiv ausgelegt werden kann, dass sich „Teenage Mutant Ninja Turtles“ in kompakten 101 Minuten abspielt und nicht für eine gegenstandslose Handlung fast drei Stunden braucht, wie etwa zuletzt „Transformers: Ära des Untergangs“. Aber auch wenn es als Fan der Turtles schwer fällt, so lässt es sich dennoch nicht von der Hand weisen, dass die erhoffte Überraschung (das Produzent Bay und Regisseur Liebesman mit den Kultkröten mehr gemacht haben, als einen seelenlosen Box Office-Schmeichler für die Popcorn gierende Masse) hier absolut aus bleibt.


„Teenage Mutant Ninja Turtles“ ist hektisches Bombast/Krawall-Kino, welches dem Franchise gewiss neue Möglichkeit im Bereich des Marketing, also der Gewinnmaximierung, einbringen wird, den liebenswerten grünen Ninjas mit dem Panzer auf dem Rücken aus New York
aber nicht gerecht wird (dafür ihrem jüngsten Publikum). Dieser Film rund um die Turtles scheint halt einfach für eine andere, eine neue Generation von Fans zu sein. Ist das ärgerlich? Ja, ist es schon irgendwie, allerdings hat die ältere Generation ja den Realfilm von 1990 und der ist – dass werden die Kiddies von heute eines Tages auch einfach einsehen müssen – besser. Keine Diskussion.


4 von 10 zufällig gefundenen Ninjitsu-Büchern

Review: THE LEGO MOVIE - Der Zauber der Vorstellungskraft als aberwitziges Abenteuer

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Fakten:
The Lego Movie
USA. 2014. Regie: Phil Lord, Chris Miller. Buch: Kevin Hageman, Dan Hageman, Chris Miller, Phil Lord. Orig. Stimmen von Chris Pratt, Will Ferrell, Will Arnett, Jonah Hill, Cobie Smulders, Charlie Day, Morgan Freeman, Alison Brie, Liam Neeson u.a. Länge: 100 Minuten. FSK: freigegebe ohne Altersbeschränkung. Ab 21. August 2014 auf DVD, Blu-ray und Blu-ray 3D erhältlich.


Story:
Emmet ist ein Bauarbeiter in der Lego-Welt und fällt am ehesten durch seines Ordnungssinn auf. Nach einem Irrtum wird er allerdings für einen Baumeister gehalten und gerät somit in ein großes Abenteuer, bei dem es um die Rettung der Lego-Welt geht.





Meinung:
Phil Lord und Chris Miller brillieren nach ihrem ersten „Wolkig mir Aussicht auf Fleischbällchen“ erneut als Meister des perfekt-zusammengebauten Animationsfilms mit dieser vergnüglichen und hochtrabenden Hymne auf die Förderung der Gestaltungskunst anhand der Lego-Welt. Im narrativen Mittelpunkt steht dabei die Nötigkeit kreativer Selbstentfaltung und Non-Konformität im Angesicht totalitärer Kontrolle und Unterdrückung, die ironischer Weise von einem der größten Spielzeugkonzerne aller Zeiten, zusammen mit einem der größten Hollywood-Studios und einem Arsenal an populären Charakteren in lizenzierter Lego-Form propagiert wird.


Emmet und Batman im wichtigsten Einsatz ihres Lebens
Der Verkaufspitch überzeugt aber auf ganzer Linie: alles kann man erschaffen, aus allem, was einen umgibt - die Anarchie der Spielfreude und des cleveren Zusammenbastelns in charmant-klobiger Schönheit! Das gesamte Handlungskonstrukt, die Charaktere, deren Motivationen und individuelle Ideen leben und streben nach diesem Motto, möglichst fern von einem fein-sortierten Alltag der plakativen Zufrieden- und Angepasstheit. Damit wird sodann unser Lego-Mittelstands-Held Emmet konfrontiert, welcher zunächst um die Anerkennung seiner Mitmenschen in der extremen Angepasstheit buhlt, jedoch zum unfreiwilliger Retter des Lego-Universums auserkoren wird, als der monopolistisch-thronende Mogul Lord Business in seinem erbarmungslosen Kontrollwahn plant, alles mit Sekundenkleber auf ewig festzusetzen. Nun liegt es an Emmet und einer weitläufigen Gruppe von Meister-Erbauern, dem Bösen einen Deckel auf den Kleber zu verpassen, doch diese sind zurecht skeptisch darüber, was die angeblichen Fähigkeiten ihres 'Auserkorenen' betrifft - schließlich scheint er in seinem ganzen Leben keinem einzigen, eigenen, freien Gedanken gefolgt zu sein. Und die Ideen, die er hat, sind offenbar ebenso nur nutzlos - oder doch nicht? Der Lego-Film findet für alles seinen passenden Platz und knobelt aus vielen einzelnen Elementen eine stimmige, aufregende und hysterisch-komische Gesamtfassung zusammen, die sich eben nicht nur in den gewitzten Gimmick-Action-Szenarien, sondern auch im Gesamtkonzept an sich entfaltet und damit junge wie auch ältere Zuschauer im individuellen Herzen anspricht.


Dies gilt insbesondere, sobald eine eindrückliche und doch bodenständige Ebene zu 'unserer' Welt eingeschlagen wird, die ich an dieser Stelle nicht komplett verraten und entzaubern will, welche aber dennoch einen versöhnlichen und emotionalen Appell an seine Charaktere und an uns richtet, die Fantasie atmen und wirken zu lassen - denn mit ihr können wir alle 'Auserkorene', jemand 'Spezielles' sein. Das klingt hier in reiner Textform vielleicht etwas käsig, hat aber im Rahmen des Films eine derartig intime Power, dass ein lang währender Bro-Hug mit dem Lego-Werk nötig scheint, ohne jedoch jemals den Spaß an der ganzen Sache zu vergessen. Denn wie viele Freunde kennt man schon, die einen so beständig zum Lachen bringen können, voller süßem Esprit die atemberaubendsten Einfälle und Charaktere erschaffen und dabei immer den Charme des Handgemachten beibehalten haben? Bin ich Pro-Lego? Na Logo!


8,5 von 10 Bauanleitungen


vom Witte

Trailerpark: Cowabunga! - Zweiter Trailer zu TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES

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Frisch aus der Konserve wie lecker Schildkrötensuppe der zweite Trailer zu „Teenage Mutant Ninja Turtles“. Viel Neues gibt es beim neuen Trailer nicht zu entdecken. Ein paar Character-Shots mehr, ansonsten erinnert der Trailer mehr an eine Kopie seines Vorgängers. Regie beim neuen Film rund um die mutierten Kampfkröten führt Jonathan Liebesman, der zuvor mit Filmen wie „Texas Chainsaw Massacre – The Beginning“, „World Invasion: Battle Los Angeles“ und „Zorn der Titanen“ sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Auch Produzent Michael Bay ist nicht gerade für grandioses Kino bekannt, außer man erwartet nichts Weiteres außer hirnbefreite CGI-Schlachten und großen Bumms. Der Film läuft bei uns ab dem 16. Oktober. Mit dabei William Fichtner als Shredder, Megan Fox als April O’Neill und Will Arnett als Vernon Fenwick (wer auch immer das ist.)