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Review: LOST PLACE - Der blanke Horror im deutschen Genrekino

2 Kommentare:
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Fakten:
Lost Place
BRD, 2013. Regie: Thorsten Klein. Buch: Thorsten Klein, Lena Vurma. Mit: Francois Goeske, Josefine Preuß, Pit Bukowski, Jytte-Merle Böhrnsen, Anatole Taubmann, Björn Bugri, Georg Kammerer, Rike Eckermann u.a. Länge: 101 Minuten. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. Ab 28. März 2014 auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Daniel und sein Kumpel Thomas haben sich in einem Forum für Geocaching mit Jessica und Elli verabredet. Gemeinsam wollen sie in den pfälzer Wäldern auf Schatzsuche gehen. Die Koordinaten führen sie in einen abgesperrten Bereich und auf einen verwaisten Campingplatz. Urplötzlich erleidet Elli eine Art Anfall. Noch bevor ihre geschockten Begleiter Hilfe rufen können, taucht ein Fremder in einem Schutzanzug auf und schafft sie in seinen Wohnwagen. Er erzählt ihnen eine unglaubliche Gedschichte rund um den nahegelegenen Funkturm, dessen Signale Einfluss auf das menschliche Gehirn und sämtliche technischen Geräte haben.





Meinung:
So, liebe deutsche Horrorfilmfreunde, a star is born. Endlich sind Olaf Ittenbach, Frank W. Montag und andere Helden des heimischen Genrefilms nicht mehr allein dafür verantwortlich, uns so richtig das Fürchten zu lehren. Bühne frei für Thorsten Klein, Regisseur und Co-Autor DES neuen Horror-Blockbusters made in germany. In 3D. Jawohl! Eine neue Ära bricht an. Richter, das könnte der deutsche Wes Craven werden und "Lost Place" der deutsche "Scream". Dem Erfolg - ach, warum so tief stapeln - dem erdrutschartigen Hype rund um diese Perle dürfte nichts mehr im Weg stehen. Clever, das Teil gleich mit einem international tauglichen Titel zu versehen. Nur eine Frage der Zeit, bis sich rund um den Globus die Menschenmassen vor den Kinos tottrampeln, um diesem Spektakel beizuwohnen. Halleluja!

 
"Yo, ich gelb, du gelb. Wir sind voll die Bros, Alter"
Na, wer hat's geglaubt? Vielleicht Thorsten Klein, wenn überhaupt. Auch das eher nicht, sonst müsste dem Mann neben dem Talent auch noch der gesunde Menschenverstand abgesprochen werden. "Lost Place" ist selbst unter dem sehr übersichtlichen, deutschen Horror-Output der Bodensatz, eine Zumutung sondergleichen. Das bekommt einen Kinostart? Warum? Wieso? Was läuft da falsch? Aber der Reihe nach...In dieser Unmöglichkeit von einem Film treffen sich der charmant-schüchterne Schnuckel Daniel (im weiteren Verlauf von mir schlicht in "Captain Superbrain" umgetauft) und sein Kumpel Thomas (a.k.a. "Yo-Digga") mit ihren Internetbekanntschaften Jessica und Elli zum Geocaching. In der Pfalz. Im Wald. Nein, wie spannend. Das riecht im ersten Moment nach einem doofen, eventuell aber recht amüsanten Backwood-Slasher in den tiefen, unerforschten Wäldern unserer Heimat. Wo die wilden Kerle wohnen, oder so ähnlich. Hach, wäre das im Nachhinein schön gewesen. Pustekuchen. Die von lachhaften, im hohen Bogen durch's Soap-Casting geflogenen Darstellern verkörperten Dünnbrettbohrer werden nicht im Geringsten stutzig, dass sie ihre Schnitzeljagd mitten in ein umzäuntes, mit eindeutigen Warnschildern versehenes (dafür lächerlich gesichertes) Arial führt. Nach der Plünderung der Schatztruhe (lecker, Space-Cookies, von einem Wildfremden hinterlegt, immer rein damit) geht der Horror richtig los. Auf einem verwilderten Campingplatz (etwas grösser als ein durchschnittlicher Kleingarten) stoßen sie auf den verstrahlten Verschwörungs-Knallkopf mit dem hochprofessionellen Schutzanzug aus dem Tschernobyl-Schlussverkauf von KICK, dessen total idiotische Geschichte natürlich den reinen Tatsachen entspricht. Der vernünftigste Moment des gesamten Films sind die zwei Minuten, in denen mal kurz an seinen Worten gezweifelt wird, spätestens dann läuft das eh schon minderwertige Drehbuch komplett Amok.


Das sich hier dümmliche Klischee-Kleingeister die Klinke in die Hand geben ist für einen B-Horror-Film überhaupt kein Problem, soll ja Spaß machen und keine Preise gewinnen. Nur das spottet jeder Beschreibung. Die Hoffnung auf einen Anflug von passabler Unterhaltung zertreut sich spätestens (wirklich, aller spätestens!) nach der ersten halben Stunde in einer erbärmlichen Ansammlung von Peinlichkeiten. Die Story ist, selbst für das Genre, Schwachsinn hoch zehn, die Dialoge ein schlechter Scherz, die "Spannungsmomente" nicht nur rar gesät, sondern zudem nicht mal als solche zu bezeichnen. Aller hirnrissigen Details hier aufzuzählen, würde definitiv den Rahmen sprengen. Da hilft nur eins: Backen zusammenkneifen und wie das blinde Huhn verzweifelt nach Körnern suchen. Wer jegliche Ambitionen mit einer gewissen Bereitschaft zum Fremdschämen über Bord wirft, kann zumindest mal lachen. Respekt an der Stelle übrigens für die Darsteller. Entweder wurden unendliche viele Takes benötigt oder sie haben es tatsächlich geschafft, nicht bei jedem dritten Satz einen Lachanfall zu bekommen.


"Wir war noch mal der Notruf? 0190, oder?"
Captain Superbrain, Yo-Digga und ihre Schnuckis lassen immerhin kein Fettnäpfchen aus. Schlaubi-Schlumpf hat von alles sofort einen Plan, weil er halt die Weisheit mit der Schaufel gefressen hat. Kennt alles, weiss alles, bedient super-geheime US-Geheimdienst-was-weiss-ich-Computer mit spielender Leichtigkeit, ist aber gleichzeitig zu doof, nicht an jedem Hebel ziehen zu müssen, auf dem das verlockende Wörtchen "Pull" steht und sich vierstellige Nummern merken (mit sage und schreibe ZWEI verschiedenen Zahlen!). Tja, wohl eher inselbegabt. Außerdem pimpt er sein Auto mit einem spitzenmäßigen Turbo-Boost-Button, aber bremsen, na ja, und für einen Airbag war auch kein Platz mehr. Schade. Nicht um Yo-Digga, der hat eh genervt... ups, war das ein Spoiler? EGAL, vor dem Mist muss eh eindringlich gewarnt werden!!!


Jetzt mal zur Krönung dieses einmaligen Filmerlebnisses: Das 3D. Wow, 3D, in einem deutschen Horrorfilm, super. Nie im Leben wurde das Ding dafür ursprünglich ausgelegt. Und wenn, wurde das beim Dreh entweder vergessen oder ignoriert. Es gibt keine eindeutigen Eye-Catcher für die große Leinwand, nur etwas mehr räumliche Tiefe, die überhaupt keinen Wert hat und zudem unfassbar schwammig und unscharf ist. Kopfschmerzen vorprogrammiert. Geeignet für alle Nicht-Brillen-Träger, die sich mal fühlen wollen wie mit -10 Dioptrien. Klasse.


Was bleibt von "Lost Place" hängen?
- Ein Augenschaden.
- Die Erkenntnis, das Alu-Folie den ultimativen Schutz gegen geheime Ami-Waffen ist. Also schnell Hamsterkäufe tätigen, der dritte Weltkrieg ist näher, als wir denken (sogar geographisch).
- In Deutschland gibt es scheinbar immer noch unentdeckte Flecken, wo der große Bruder hemmungslos wüten darf. Wer hätte das gedacht?
- Warner Bors. bringt in Deutschland wirklich jede Scheiße auf den Markt.
- 3D ist nicht gleich 3D.
- Der heimische Genrefilm braucht immer noch dringend Starthilfe.


Also Freunde, lieber nochmal "Masks" von Andreas Marschall in den Player werfen, danach vielleicht noch "Urban Explorer" und dann traurig den Kopf schütteln, was sonst so auf uns losgelassen wird. Sogar im Kino! Und gute Nacht...


1 von 10 Hirnschmelzen

Review: HOTEL TRANSSYLVANIEN - Johnny nervt

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Fakten:
Hotel Transsylvanien (Hotel Transsylvania)
USA. 2012. Regie: Genndy Tartakovskys. Buch: Peter Baynham, Robert Smigel. Original Stimmen von Adam Sandler, Andy Samberg, Selena Gomez, Steve Buscemi, Kevin James, David Spade, Fran Drescher, Jon Lovitz, Cee Lo Green u.a. Deutsche Stimmen von Rick Kavanian, Elyas M’Barek, Josefine Preuß, Daniel Zillman, Tobias Lelle, Tobias Kluckert u.a. Länge: 91 Minuten. FSK: freigegeben 6 Jahren. Ab 7. März auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Graf Draculas größter Schatz ist seine Tochter Mavis, die er nach dem tragischen Tod seiner Geliebten alleine aufzieht. Um sie vor den Menschen zu schützen lässt er ein abgeschottetes Schloss bauen, welches er auch als Hotel für andere Kreaturen nutzt. Als Mavis 118 Jahre alt wird, ist sie als Vampirin volljährig und will endlich den sicheren Schoß des Vaters verlassen. Dies kann er aber mit Tricks verhindern. Doch das nächste Problem wartet schon! Ein junger Mensch hat sich ins Hotel verirrt.




Meinung:
Monster sind ja auch nur Menschen. Unzählige Male standen sie schon stellvertretend für menschliche Makel und Charakteristika und oft wurden wir Zuschauer am Ende eines Monsterfilms mit der Botschaft entlassen, dass die Menschen doch in Wirklichkeit die wahren Ungeheuer sind. Im Animationsfilm „Hotel Transsylvanien“ von Columbia Pictures ist dies nicht anders. Wobei hier von Beginn an das Verhältnis von Mensch und Monster umgekehrt wird. Hier schlagen sich die sonstigen Gruselgestalten allesamt mit äußerst menschlichen Problemen umher. Im Zentrum vom alle steht die Sorge eines Vaters (Graf Dracula), der verhindern möchte dass seine frisch erwachsen gewordene Tochter aus der väterlichen Obhut ausbricht, um die Welt zu erkunden, denn, so weiß Papa Blutsauger, da draußen lauern Menschen, die sind gefährlich.


Dracula und Nervensäge Johnny
Wie menschlich Dracula hier ist, zeigt sich vor allem durch sein geschäftliches Raffinesse. Aus seinem abgeriegelten Schloss hat er ein Hotel gemacht, in dem gestresste und verängstigte Monstertypen aus der ganzen Welt für ein paar Tage und Wochen ihre Alltagssorgen vergessen können. Die komödiantische Vermenschlichung des Ungeheuerlichen geschieht hier auf der Basis des cartoonhaften. Alles wird überspitzt, sei es die Pointen oder direkt das Äußerliche. So einen handzahmen Werwolf wie hier, sieht man selten und auch bucklige Hexen als Putzfrauen oder Zombies als Pagen sind durchaus humorvoll platziert. So amüsant dieses Aufhebeln und Dekonstruieren alter (Film-) Mythen und Legenden auch ist, im Gegensatz zu „Frankenweenie“ oder „Para-Norman“, die auch ein Herz für Gruseliges hatten, kommt bei „Hotel Transsylvanien“ niemals eine wirkliche Schauerstimmung auf. Das wohlige Flair von vernebelten Wäldern, knarzenden Türen und wandelnden Schatten fehlt hier völlig. Trotz allem versucht der Film dieses Setting immer wieder zu karikieren, was ins Leere läuft. Was nicht da ist, kann nicht reflektiert werden, auch wenn das eigentliche Anliegen durchaus ehrfürchtig ist.


Der Kern des Films ist aber kein komödiantisches Horror-Fest für die Klein und Groß, sondern behandelt seine recht klassische Thematik: Familienwerte. Papa Dracula muss seine kleine Tochter Mavis ziehen lassen. Dagegen hat er eine Trutzburg aus Unwahrheiten errichtet. Der Auslöser, der Draculas Lügengerüst zum einbrechen bringt ist schließlich ein Mensch. Ein Backpacker, der was von der Welt sehen will und weitaus mehr Monster ist, als alle anwesenden Figuren des Schreckens. Er, der rothaarige Johnny, erweist dabei nicht nur für den Grafen als Nervensäge. Anders als alle anderen Figuren fehlt ihm die liebenswerte Note. Es lässt sich nicht verstecken, dass sein Charakter den Film mit mehr Tempo füllt, aber damit geht auf nerviges Gequassel mit ein, welches Johnny recht bald zu einem, nicht nur handlungstechnischen, Fremdkörper im „Hotel Transsylvanien“ macht. Schade, dass gerade die Figur, die den Film eigentlich in Bewegung bringen soll, ihn durch unpassende wie schwer erträgliche Charakteristik zum Teil massiv blockiert. Ohne den coolen Johnny, oder zumindest ohne seine unpassende wie überakzentuierte Darstellung, hätte Genndy Tartakovskys Film durchaus das Potenzial gehabt, zu einem Highlight unter den letztjährigen Animationsfilmen zu gehören. So ist es ein charmanter Spaß, der mit erkennbarer Leidenschaft inszeniert wurde, wenn es dieser auch an Intensität fehlt und sie sich deutlich den Belangen einer familiengerechten wie kommerziellen Ausrichtung unterwirft.

6 von 10 unscharfen Vampireckzähnen

Review: RUBBELDIEKATZ - Wenn Buck auf Keinohrhase macht

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Fakten:
Rubbeldiekatz
BRD. 2011. Regie: Detlev Buck. Buch: Detlev Buck, Annika Decker. Mit: Matthias Schweighöfer, Alexandra Maria Lara, Denis Moschitto, Maximilian Brückner, Detlev Buck, Sunnyi Melles, Milan Peschel, Max von Thun, Max Giermann, Susanne Bormann, Hans Löw, Katharina M. Schubert, Michael Glawogger, Sam Riley, Palina Rojinski, Eva Padberg, Joachim Meyerhoff, Klaas Heufer-Umlauf, Josefine Preuß u.a. Länge: 113 Minuten. FSK: Ab 12 Jahren freigegeben.

Story:
Alexander, ein erfolgloser Schauspieler, mimte auf kleinen Theaterbühnen schon oft eine Frau, weswegen er auch keine Probleme hat, sich bei einem Casting für eine große Hollywood-Produktion als Frau auszugeben. Tatsächlich erhält Alex, pardon, Alexandra die Rolle, doch der Dreh bleibt nicht ohne Probleme, vor allem weil Alex sich in die Hauptdarstellerin verliebt hat.




Meinung:
Er ist schon ein echtes Original, dieser Detlev Buck. Angefangen als junger Independent-Filmer, gehört er zwar schon seit Jahren zu den bekanntesten deutschen Filmemachern, aber nicht zu den erfolgreichsten. Bucks letzte Filme waren allesamt ambitioniert fielen aber beim Publikum und meist auch bei der Kritik durch. Mit „Rubbeldiekatz“ inszenierte Buck jetzt seine erste Hochglanzproduktion. Waren seine früheren Werke wie „Wir können auch anders“, „Männerpension“ oder „Knallhart“ mit einem rauen Charme ausgestattet, ist seine Komödie mit Matthias Schweighöfer ein perfekt polierter Film. Keine Kratzer, keine Verschmutzung. Optisch und inszenatorisch erinnert „Rubbeldiekatz“ an die großen deutschen Kinoerfolg der letzten vier Jahre. Es hat geholfen. Bucks Film ist einer seiner kommerziellsten, aber gewiss nicht sein bester.

 
Alex im Abendkleind in Begleitung seiner WG-Kumpel
„Rubbeldiekatz“ lässt sie wieder von der Leine, die altbekannten, komödiantischen Storymuster vom Mann, der sich als Frau verkleiden muss. Dieses Konzept ist uralt. „Manche mögen’s heiß“, „Charlys Tante“, „Tootsie“ oder „Mrs. Doubtfire“, die Liste ist lang und die Gags, die solche Filme generieren sind in den meisten Fällen nur aufgewärmte Humorware. Bei Bucks Film ist das nicht anders. Immer wenn aus Alex Alexandra wird, verläuft der Film auf humoristischen Schienen. Wäre Alex zumindest eine interessante Figur, könnte dies vom Einerlei der dargebotenen Witzelein ablenken, aber wie bereits in seinen letzten Rollen spielt Schweighöfer wieder einen konturlosen Charaktere. Jemanden ohne Ecken und Kanten. Dies reiht sich perfekt zur restlichen Handlung ein, in der es um einen großen Hollywood-Dreh in den Babelsberger Filmstudios geht. Ein cholerischer Hollywood-Regisseur (mit Steven-Soderbergh-Brille), ein tuntiger Kostümbildner, ein selbstverliebter Charakterdarsteller, eine Diva. Alles routinierte Rollenmodelle, so simpel wie quälend selbstgefällig. Vor allem dann wenn der Film versucht den Hollywood-Zirkus, die Machenschaften der großen amerikanischen Studios und Produzenten zu karikieren, dann macht sich „Rubbeldiekatz“ erst recht selbst lächerlich, ist der Film doch eigentlich genau das, was er vor parodieren will: ein belang- und seelenloser Film. Ein Film der so penetrant auf Nummer sicher geht, dass er einen Mann in Frauenkleidung schon als komödiantisches Highlight stilisiert. 


Detlev Buck arbeitete hier mit Annika Decker zusammen. Decker schrieb u.a. mit Til Schweiger die Drehbücher zu „Keinohrhasen“ und „Zweiohrküken“. Ihre Handschrift ist auch bei „Rubbeldiekatz“ zu erkennen. Auch hier heißt es Stil über Substanz. Hochglanzschick über Emotion. Dies lässt Deckers Figuren und Dialoge so künstlich erscheinen. Nur ab und zu sickert Bucks Stil durch. Wenn Alex mit seinen Brüdern und einem Kumpel im tiefsten Berliner Winter grillt, dann entbehrt dies nicht einer ordentlichen Dosis rauem Charme, die allerdings gleich wieder durch stilistische Zeitlupenaufnahmen in lieblosen Hochglanz umgewandelt wird. Das passiert nicht nur einmal. „Rubbeldiekatz“ hat so viele Momente und Szene, die vielversprechend beginnen, die abseits der Norm eine gute Chance hätten sich voll zu entfalten, doch es endet meist immer damit, dass letztlich doch nur die üblichen Schemata einer auf Erfolg konzipierten Komödie bedient werden. Mutig ist anders, sehenswert ebenfalls.


3 von 10