2013. Das Jahr des Wolfpack. Zum DVD/BD-Start von "Hangover 3" verlosen wir die gesamte Trilogie einmal auf Blu-ray.
Was ihr tun müsst:
Nehmt unten einfach am SUPERFAN-QUIZ zu "Hangover" teil und postet euer Ergebnis als Kommentar im Blog unter diesem Beitrag, auf unserer Facebook-Site oder schreibt uns via Twitter.
Achtet bitte darauf, dass wir euch im Falle eines Gewinns auch persönlich benachrichtigen können.
Das Gewinnspiel geht bis zum 25. Oktober 2013, 23:59:59.
Die Teilnahme ist nur innerhalb von Deutschland möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Fakten: USA. 2013. Regie und Buch: Jon Lucas, Scott Moore. Mit:
Skylar Astin, Miles Teller, Justin Chon, Sarah Wright, Jonathan Keltz, Francois
Chau, Basil Harris, Daniel Booko, Dustin Ybarra, Bonnie Bentley, Grace Arends,
Russell Hodginson u.a. Länge: 93 Minuten. FSK: freigegeben ab 12 Jahren. Ab 25. 10. 2013 auf DVD und Blu-ray erhältlich.
Handlung:
Zu seinem 21. Geburtstag wird Jeff von seinem strengen Vater unter Hausarrest
gestellt, da dieser befürchtet, das Bewerbungsgespräch für sein Medizinstudium
am nächsten Morgen würde ohne diese Maßnahmen nicht nach Plan ablaufen. Als
Jeffs alte High School-Kumpanen Casey und Miller unangekündigt vor seiner
Wohnung auftauchen und von dem Ausgehverbot Wind bekommen, stehen natürlich
alle Zeiger auf Regelbruch und die Schreie der Club der Nacht ertönen immer
lauter. Die Kneipenszene wird daraufhin unsicher gemacht, der Alkoholpegel
steigt und steigt und die Jungs stolpern von einem Schlamassel ins nächste
Unglück. Als sich Jeffs Vater auf die Suche nach seinem Sohn macht, müssen sich
Casey und Miller einen Plan ausdenken, der den besoffenen Jeff ohne Probleme
schnellstmöglich in sein Bett befördert…
Meinung:
Es wird heutzutage immer schwieriger, eine richtig gute Komödie unter den
allmonatlichen Kinoneustarts zu entdecken. Zu eindimensional ist die Auswahl,
zu einfältig und auf blinde Zoten ausgelegt, nur um ein anspruchsloses wie
größtenteils pubertäres Publikum anzusprechen und in die Lichtspielhäuser zu
locken. Ob es die stumpfen Romantic-Comedy-Totgeburten wie „Schlussmacher“ oder
„Kokowääh 2“ sind, Pseudo-Parodien wie „Scary Movie 5“oder einfach schlecht
geschriebener Allerlei à la „Taffe Mädels“ und „Der unglaubliche Burt
Wonderstone“. Das Comedy-Genre ist dem Stillstand nahe, auch wenn das
Humorverständnis immer eine Frage des subjektiven Geschmackes ist – Es soll ja
sogar Leute geben, die nichts mit der legendären Monty Python-Gruppe anfangen
kann. Aber die Filmwelt wird nicht müde zu versuchen, dem Kinopublikum doch
einen lockeren Lacher zu entlocken, und so haben die Drehbuchautoren Scott
Moore und Jon Lucas, die auch die Vorlage zum Sommerhit „Hangover“ verfasst
haben, aufgerafft, ihren eigenen Film zu drehen: „21 & Over“. Aber lustig
ist auch hier rein gar nichts…
Das Trio feiert seine Volljährigkeit
Die „Hangover“-Trilogie ist sozusagen DAS Prunkstück der näheren
Mainstream-Vergangenheit, dass es nicht schaffte die Leute massenweise in die
Kinos zu locken, sondern auch die Kassen weltweit zum Explodieren zu bringen.
Dazu gesellte sich dann ein furchtbar nerviger Partyprolet namens „Project X“,
der seine versoffenen Hype-Wellen durch das Internet zog und die Filmgemeinde
auch heute noch mit fiesen Nachbeben malträtiert. Zwei prägende, aber
keinesfalls hochwertige Elemente des Komödien-Sujets also – Doch interessiert
das die Produktionsfirmen in irgendeiner Weise? Wohl kaum, schließlich zählt am
Ende nur das Geld und daher ist es auch kaum verwunderlich, dass sich Moore und
Lucas in „21 & Over“ einer Fusion annahmen, die die auffälligsten und die
inzwischen unzählige Male kopieren Hauptakzente verknüpft. Wie in
„Hangover“, bekommt auch der Zuschauer in „21 & Over“ einen ersten Blick in
das angestiftete Chaos, um danach Stück für Stück zu diesem Punkt zu gelangen
und ihn nach und nach zu chiffrieren zu können.
Ein kleiner Spaß unter Kiffern
„Hangover“ hatte da nur den vehementen Vorteil, dass er mit einer enorm hohen
Gagdichte aufwarten konnte und ein Tempo an den Tag legte, welches wirklich
erfrischend unterhaltsam und kurzweilig zwischen all dem Einheitsbreit wirkte –
von den Nachfolgern ist das natürlich schon nicht mehr zu behaupten. „21 &
Over“ interessiert den Zuschauer aber schon nach wenigen Sekunden nicht mehr im
Geringsten, denn weder ist die fadenscheinige Aufblende des „Walk of Shame“
wirklich amüsant anzusehen, noch scheinen die Charaktere einen Hauch von
Charisma zu benutzen. Sind die schwachen Figuren dann erst mal eingeführt,
bestätigt sich diese kontraproduktive Vermutung und der wankende Tauchgang in
den exzessiven Alkoholrausch der Stadt gestaltet sich als konventionelle
Spaßbremse ohne jede Innovation oder Mut zum suggerierten Regelbruch. Hier
werden einzig die ausgeleierten Versatzstücke der Vorgänger abgehandelt und
plagiiert und möglichst in jeden Satz das Wort „Titten“ oder „Muschi“
eingebaut, um hinten raus auch noch ein Thema wie Suizid als blöde Lachnummer
darzustellen.
Fazit: „21 & Over“ ist Kino für alberne Halbstarke, die während des
Sexualunterrichtes rot anlaufen, aber unter ihren Kumpels dann auf dem Pausenhof
mit ihrem Frauenverschleiß angeben möchten. Peinlich.
Es wird wieder gefeiert bis zum absolute Exzess. Nach den
beiden „Hangover“-Filmen und dem katastrophalen „Projekt X“wartet nun „21
& Over“ auf seine Veröffentlichung. Diesmal muss der 21. Geburtstag für
große und sehr große Fauxpas herhalten. Regie führt das Duo Jon Lucas und Scott
Moore die die Scripts für „Hangover“ und „Flypaper“ verfasst haben und hier ihr Debüt als Regisseure geben. Der Trailer?
Na ja, ich sagen mal Genrestandard. Alle die, die das 21. Lebensjahr noch vor
sich haben und oben genannte Werke mochten, werden bestimmt ihren Spaß haben.
Uns alte Säcke interessiert es aber so gar nicht. Am 1. März 2013 startet die
Sause in den USA. Einen deutschen Starttermin gibt es noch nicht.