Es wird wieder gefeiert bis zum absolute Exzess. Nach den
beiden „Hangover“-Filmen und dem katastrophalen „Projekt X“ wartet nun „21
& Over“ auf seine Veröffentlichung. Diesmal muss der 21. Geburtstag für
große und sehr große Fauxpas herhalten. Regie führt das Duo Jon Lucas und Scott
Moore die die Scripts für „Hangover“ und „Flypaper“ verfasst haben und hier ihr Debüt als Regisseure geben. Der Trailer?
Na ja, ich sagen mal Genrestandard. Alle die, die das 21. Lebensjahr noch vor
sich haben und oben genannte Werke mochten, werden bestimmt ihren Spaß haben.
Uns alte Säcke interessiert es aber so gar nicht. Am 1. März 2013 startet die
Sause in den USA. Einen deutschen Starttermin gibt es noch nicht.
Review: MAD CIRCUS - EINE BALLADE VON LIEBE UND TOD - Drei Clowns
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stu
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Fakten:
Mad Circus – Eine Ballade von Liebe und Tod (Balada triste de trompeta)
Spanien. 2010. Regie und Buch: Alex de la Iglesia. Mit: Carlos Areces, Antonio de la Torre Carolina Bang, Fran Perea, Manuel Tallafé, Alejandro Tejerías, Javier Botet, Manuel Tejada, Enrique Villén, Raúl Arévalo, Gracia Olavo, Joxean Bengoetxea, Sancho Gracia, Paco Sagarzazu, Santiago Segura, Fernando Guillén Cuervo u.a. Länge:105 Minuten. FSK: Freigeben ab 18 Jahhren. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.
Story:
Während des Spanischen Bürgerkrieges, in den späte 1930er Jahren, werden die Mitglieder eines Zirkus von Regierungssoldaten kurzerhand und gegen deren Willen rekrutiert. Bei einem Gefecht gegen die Rebellen erweist sich vor allem der „dumme August“ als äußerst effektive Waffe. Nur mit einer Machete richtet dieser ein Blutbad an, wird dann allerdings verletzt und wartet nun in Gefangenschaft auf seine Hinrichtung. Einer seiner letzten Wünsche, die er seinen Sohn Javier mit auf dem Weg gibt, ist der Wunsch nach Rache. 1973, heuert Javier in einem Zirkus an. Da er die Leute nicht zum Lachen bringen kann, tritt er als trauriger „Weißclown“ auf und erweckt so die Neugier von Artistin Natalia, der Freundin des gewalttätigen Zirkusbesitzer und dortigen „dummen August“ Sergio.
Mad Circus – Eine Ballade von Liebe und Tod (Balada triste de trompeta)
Spanien. 2010. Regie und Buch: Alex de la Iglesia. Mit: Carlos Areces, Antonio de la Torre Carolina Bang, Fran Perea, Manuel Tallafé, Alejandro Tejerías, Javier Botet, Manuel Tejada, Enrique Villén, Raúl Arévalo, Gracia Olavo, Joxean Bengoetxea, Sancho Gracia, Paco Sagarzazu, Santiago Segura, Fernando Guillén Cuervo u.a. Länge:105 Minuten. FSK: Freigeben ab 18 Jahhren. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.
Story:
Während des Spanischen Bürgerkrieges, in den späte 1930er Jahren, werden die Mitglieder eines Zirkus von Regierungssoldaten kurzerhand und gegen deren Willen rekrutiert. Bei einem Gefecht gegen die Rebellen erweist sich vor allem der „dumme August“ als äußerst effektive Waffe. Nur mit einer Machete richtet dieser ein Blutbad an, wird dann allerdings verletzt und wartet nun in Gefangenschaft auf seine Hinrichtung. Einer seiner letzten Wünsche, die er seinen Sohn Javier mit auf dem Weg gibt, ist der Wunsch nach Rache. 1973, heuert Javier in einem Zirkus an. Da er die Leute nicht zum Lachen bringen kann, tritt er als trauriger „Weißclown“ auf und erweckt so die Neugier von Artistin Natalia, der Freundin des gewalttätigen Zirkusbesitzer und dortigen „dummen August“ Sergio.
Meinung:
Er galt als Enfant Terrible des spanischen Films: Alex de la Iglesias. Mit Filmen „Perdita Durango“, „El dia della Bestia“ oder „Aktion Mutante“. Nach seinem Versuch mit dem Thriller „Oxford Murders“ sich abseits des spanischen Filmmarkts zu behaupten, kehrte nun mit „Mad Circus“ zurück zu seinen irrwitzigen, absurden Wurzeln. Sein seltsamer wie brutaler Mischmasch aus Kriegswirren, leicht dadaistischer Revue und Liebesgeschichte wurde auf vielen Festivals gefeiert. Wir gönnen ihm den Erfolg, können uns dem Jubel aber nicht anschließen.
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| Javier verfällt dem Wahnsinn und mag Fasan |
Der dumme August als Ein-Mann-Armee
mit der Machete, der traurige Weißclown als wahnsinniger Rächer, der Zirkus als
Hort der tragischen Absonderheiten, die schöne Unberührbare als zerrissene
Masochistin. Viel passiert in „Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod“. Zu
viel? Ja. Alex de la Iglesias nimmt alles was irgendwie fremdartig wirken
könnte mit auf seiner filmischen Tour de Force, die quer durch diverse Genre
führt. Das wirkt jedoch weder sonderlich kreativ, noch wirklich apart, sondern
leidet am Mief von eiskalter Berechnung. Nach dem Motto „Hauptsache es passt nicht“ bastelt sich de la Iglesias hier einen
ungelenken, spannungs- und humorfreies Gaga-Fest. Die historische Komponente
verkommt zum reinen Selbstzweck ohne Kraft. Die politische und
gesellschaftliche Ebene, die „Mad Circus“ immer kurz besucht, wird wieder und
wieder für überbrodelnde Gewalt mit grotesken Zügen fallengelassen. Eine Zäsur,
die die größte Stärke des Films, eine so radikale wie verträumte Reflexion über
das Franco Regimes immer wieder mit voller Wucht und Hässlichkeit zerschlägt. Regisseur
und Autor de la Iglesias geht andauernd den einfachsten uns bequemsten Weg. Er
schockt mit Grausamkeiten. Er versucht es zumindest, aber die Figuren sind nie
wirklich greifbar. Wenn sie Blut spucken, sich selbstverstümmeln oder sich
psychisch drangsalieren, dann ist dies alles – wie passend – ein Zirkus. Ein
Zirkus dem es an wahren Attraktionen fehlt, der laut durch die Straßen zieht,
aber letztlich nicht viel bietet, außer rotem Gekröse und berechnenden
Stilbrüchen ohne jegliche Form und Substanz.
„Mad Circus – Eine Ballade von Liebe Tod“ ist gescheitert. Er ist dabei gescheitert den Gräuel einer Diktatur mit Wahnsinn zu karikieren. Es hat schon seine Reize, dieser absonderliche Diskurs über die Diktatur. Hauptfigur Javier hat es hier gleich mit zwei Systemen, von denen er misshandelt und verstoßen wird, zu tun. Zum einen die Schreckensherrschaft von Franco, zum andere das Regime des dummen August, dem Zirkusbesitzer Sergio. Javier, Sergio und Franco: drei stupide Clowns, die Blut vergießen. Ein netter, wenn auch wahrlich kein sonderlich einfallsreiche Parabel, die gegen die massive Front aus schnell ermüdender Unförmigkeit und bizarren, cartoonartigen Überspitzungen aber vollends auf verlorenem Posten steht. Alex de la Iglesias ist mit „Mad Circus“ zurück. Wir haben ihn nicht vermisst. Ein Regisseur der wie ein garstiger Clown einen Film inszeniert, der scheinbar sein Publikum weitestgehend zum Narren hält. Tusch. Kein Lachen, kein Erstaunen, kein Raunen der Menge. Die Leute gehen aus dem Zirkuszelt. Zurück bleibt Alex de la Iglesias. Das Enfant Terrible hat sich zum dummen August gemacht. Ihm scheint es zu gefallen. Es sei ihm gegönnt.
3 von 10
„Mad Circus – Eine Ballade von Liebe Tod“ ist gescheitert. Er ist dabei gescheitert den Gräuel einer Diktatur mit Wahnsinn zu karikieren. Es hat schon seine Reize, dieser absonderliche Diskurs über die Diktatur. Hauptfigur Javier hat es hier gleich mit zwei Systemen, von denen er misshandelt und verstoßen wird, zu tun. Zum einen die Schreckensherrschaft von Franco, zum andere das Regime des dummen August, dem Zirkusbesitzer Sergio. Javier, Sergio und Franco: drei stupide Clowns, die Blut vergießen. Ein netter, wenn auch wahrlich kein sonderlich einfallsreiche Parabel, die gegen die massive Front aus schnell ermüdender Unförmigkeit und bizarren, cartoonartigen Überspitzungen aber vollends auf verlorenem Posten steht. Alex de la Iglesias ist mit „Mad Circus“ zurück. Wir haben ihn nicht vermisst. Ein Regisseur der wie ein garstiger Clown einen Film inszeniert, der scheinbar sein Publikum weitestgehend zum Narren hält. Tusch. Kein Lachen, kein Erstaunen, kein Raunen der Menge. Die Leute gehen aus dem Zirkuszelt. Zurück bleibt Alex de la Iglesias. Das Enfant Terrible hat sich zum dummen August gemacht. Ihm scheint es zu gefallen. Es sei ihm gegönnt.
3 von 10
Specials: souli und stu... und der absolute Trailer-Overkill
Eingestellt von
stu
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„Iron Man 3“, „Evil Dead“, „World
War Z“, „Jesus liebt mich“ und, und, und. Als souli und stu bei einem Tässchen
Tee darüber sinniert haben, welche dieser Trailer sie am besten fanden, kam
schnell die Frage auf, welche Trailer sie am besten fanden. Dass sie daraus
jetzt unbedingt eine Liste machen mussten, war so nicht geplant, aber verliebte
Jungs soll man ja nicht aufhalten.
stu's Nr. 5: FACE/OFF - IM KÖRPER DES FEINDES
John Woos zweite Regiearbeit in Hollywood gilt für viele, auch für mich, zu einen der besten Actionfilme aller Zeiten. Der erste Trailer der damals erschien machte dazu wirklich Laune auf das Woo’sche Neuwerk. Travolta darf reden, Nicolas Cage wahnsinnig gucken und als Zuschauer sieht man Action-Ästhetik, die man sonst nur kannte, wenn man sich mit dem asiatischen Actionkino auskannte.
souli's Nr. 5: LOST HIGHWAY
Über David Lynch kann man auch wieder streiten. Für mich ist „Lost Highway“ sein absolutes Meisterwerk. Im Trailer wird die vielschichtige Komplexität natürlich noch nicht eingefangen, wie auch, schlicht unmöglich, dafür vermittelt der Trailer eines, genau wie der Film schlussendlich: Das durchgehend angsteinflößende und unwohle Gefühl der Unsicherheit.
stu's Nr. 4: TWISTER
Als ich meine 5 Lieblings-Trailer zusammen hatte, musste ich mir eingestehen, dass viele davon keine große Kunst sind. Es gibt bestimmt irgendwo da draußen schönere Vertreter der filmischen Aperitifs. Doch jeden der Trailer, die ich hier versammelt habe, haben mich zur damaligen Zeit stark beeindruckt. Deswegen ist auch der Trailer von „Twister“ auf Platz 5. Wobei es eigentlich ein Teaser ist. Doch damals saß ich im Kino und wollte diesen Film sehen. Sofort. Komme was wolle. Außerdem ist dieses mehrsekündige Nichts vielleicht sogar so etwas wie die Blaupause für viele andere Teaser dieser Zeit.
souli's Nr. 4: SHUTTER ISLAND
„Shutter Island“ ist für viele ein zweischneidiges Schwert. Die einen bekommen es in ihren Augen nur mit heißer Luft zu tun, für die anderen ist der Film eine Psycho-Offenbarung der Extraklasse. Genau wie für mich. Scorsese und Leonardo DiCaprio beweisen mal wieder, dass sie das derzeit beste Filmduo sind und der Trailer glänzt direkt mit einer unausweichlichen Atmosphäre.
stu's Nr. 3: VERGISS MEIN NICHT
Dieser Trailer hat mich damals gequält. Nein, er sieht super aus, vermittelt den richtigen Eindruck und macht Lust auf mehr, auf sehr viel mehr, doch jedes Mal nach der Sichtung blieb mir das Lied von „Mr. Blue Sky“ in den Ohren. Im Original von der Rockband ElectricLight Orchester. Ob diese Version auch während des Trailers zu hören ist? I don’t know. Ist mir aber auch egal, denn der Song untermalt die wunderbaren Bilder des Michel Gondry einfach hinreißend gut. So schön, dass Trailer das verspricht, was der Film ausnahmslos halte kann.
souli's Nr. 3: UHRWERK ORANGE
Über den Film muss man nicht mehr viel sagen: Kunstwerk. Meisterwerk. Vielleicht Stanley Kubricks visionärster Film. Der Trailer macht aus der skurrilen und vollkommen wilden Eigenart keinen Hehl: Chaotische Schnitte, irre Einstellung und jede Menge Chaos. Ansehen und der unvergleichlichen Gewaltstudie verfallen.
stu's Nr. 2: DONNIE DARKO
Dark. Darker. Darko. Einer der wenigen Trailer, die ich erst nach dem eigentlichen Film gesehen habe. Gut so. Denn ich finde, der Trailer macht zwar klar, dass der Titelheld einige Seltsamkeiten erlebt und durchführt, doch er implantiert dabei auch eine starke Zugehörigkeit zum Horror-Genre. Ja, „Donnie Darko“ hat vielleicht seine gruseligen Momente, sie vereinnahmen ihn aber nicht. Trotz dieser „Falschen Fährte“ bringen diese toll montierten Szenen innerhalb von 2:28 schon ein perfektes Gefühl für Richard Kellys Meisterwerk.
souli's Nr. 2: BROKEBACK MOUNTAIN
Der beste Liebesfilm aller Zeiten. Schauspielerisch durchgehend auf der Höhe, inszenatorisch im Bereich der Perfektion und musikalisch einfach eine Offenbarung. Der Trailer zum Meisterwerk „Brokeback Mountain“ macht uns schon ein Bild davon, was es bedeutet, auf eine emotionale Achterbahnfahrt geschickt zu werden. Höhen, Tiefen, Liebe und unüberwindbarer Schmerz.
stu's Nr. 1: A SERIOUS MAN
Die Coen Brüder kann man hassen. Ich liebe sie. „A serious Man“ hätte ich mir aber auch dann auf jeden Fall angesehen, wenn der Film von einem unbekannten Filmemacher inszeniert geworden wäre. Ich liebe diesen Trailer. Er übermittelt einfach perfekt eine skurril, leicht beängstigende Atmosphäre, die dann mit Jeffersons Airplanes „Somebody to love“ kongenial gelöst wird. Ja, mein Lieblings-Trailer.
souli's Nr. 1: JARHEAD
Sam Mendes zieht raus aus der Großstadt und kümmert sich um den Irakkrieg. Zusammen mit einem wunderbaren Cast, bei dem vor allem Jake Gyllenhaal in der Hauptrolle als Privat Swoff eine seiner stärksten Performances abliefert. Der Trailer verspricht genau das, was der Film letztlich auch einhält: Krieg ist immer gleich. Kriegt ist immer anders.
Habt ihr Vorschläge für eine neue Liste? Wenn ja, dann immer her damit.
Wir danken souli für seine Mithilfe. Wenn ihr mehr von souli lesen wollt dann könnt ihr seine Kritiken und Meinungen zu diversen Filmen bei CinemaForever begutachten oder ihr besucht ihn mal bei Moviepilot.
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