Posts mit dem Label Katee Sackhoff werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Katee Sackhoff werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Review: OCULUS - Spieglein, Spieglein an der Wand...

Keine Kommentare:



Fakten:
Oculus
USA, 2013. Regie: Mike Flanagan. Buch: Mike Flanagan, Jeff Howard. Mit: Karen Gillan, Brenton Thwaites, Katee Sackhoff, Rory Cochrane, Annalise Basso, Garrett Ryan, James Lafferty, Miguel Sandoval, Kate Siegel u.a. Länge: 104 Minuten. FSK: Freigegeben ab 16 Jahren. Ab dem 5. Dezember 2014 auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Als 10jähriger wurde Tim in eine psychiatrische Einrichtung gebracht, nachdem er in Notwehr seinen Vater erschoss. Er und seine Schwester Kaylie behaupteten damals, dass ihr Vater – der kurz zuvor ihre Mutter tötete - unter dem Einfluss einer bösen Macht stand, deren Ursprung der antike Spiegel in seinem Büro war. Nun, elf Jahre später, gilt Tim als erfolgreich therapiert und wird entlassen. Als er sich mit Kaylie trifft, beginnt der Albtraum jedoch erneut. Sie glaubt weiter fest daran, dass der Spiegel an allem Schuld war. Ihr ist es gelungen, ihn wieder aufzuspüren. Sie platziert ihn in ihrem alten Elternhaus und möchte die dunklen Mächte heraufbeschwören, um dies als Beweis aufzuzeichnen. Keine gute Idee…





Meinung:
Einen Euro. Nur einen Euro müsste man bekommen für jeden Geister/Spuk/Paranormalen-Dingsbums-Flick der Monat für Monat auf dem Heimkinomarkt veröffentlicht wird, das wäre ein akzeptables Taschengeld. Originell ist davon höchstens ein Bruchteil und da macht auch „Oculus“ von Mike Flanagan keine Ausnahme. Nichts Neues an der Gruselfront, gerade der hier in den Mittelpunkt des Hokuspokus gerückte Spiegel durfte schon in einigen Horrorfilmen als Brutstätte des Bösen herhalten. Um es ganz klar zu sagen: Eigentlich ist das Thema mehr als durch und nur auf seinen Inhalt reduziert bräuchte niemand seine Zeit für diesen Film zu opfern. Zumindest niemand, der in seinem Leben mehr als zehn vergleichbare Streifen gesehen hat. Rein formell ist „Oculus“ allerdings keinesfalls schlecht gemacht und wirkt dank seiner Erzählweise noch halbwegs unterhaltsam.


Bei seinen Möbeln versteht Vati keinen Spaß.
Wie schon einige seiner Kollegen vorher bekam Flanagan hier die Möglichkeit, einen seiner eigenen No-Budget-Kurzfilme auf Spielfilmlänge aufzublähen („Oculus: Chapter 3 – The Man with the Plan“ ist auch im Bonusmaterial der DVD/BR enthalten). Dem ursprünglichen Ein-Personen-Stück wurden etwas Rahmenhandlung und zusätzliche Figuren hinzugefügt, entscheidend neue Ideen leider nicht. Dabei werden zu Beginn noch Hoffnungen geweckt, dass es sich vielleicht nicht um den üblichen Geisterkram aus der Konserve handelt. Tim (Brenton Thwaites) klammert sich vehement an seine erfolgreiche Therapie und widerlegt zunächst standhaft jedwede Theorien seiner Schwester mit Logik und psychologischen Verdrängungsmechanismen. Als Zuschauer ist man durchaus geneigt ihm Glauben zu schenken und gerade die Ungewissheit, ob wir es wirklich mit übernatürlichen Phänomenen oder einer ausgeprägten Psychose zu tun haben macht einen nicht zu leugnenden Reiz aus. Lange hält der nicht vor, denn selbstverständlich bewegt man sich bei „Oculus“ auf ganz herkömmlichen, ausgetrampelten Genrepfaden. Natürlich lassen sich auch die immer mal wieder ansprechend nutzen, was hier so lange gelingt, bis das Grauen zu greifbar und eindeutig wird. Am besten funktioniert der Film in seinem Spiel mit den gesichtslosen Ängsten, dem Vorgeplänkel und dem Abgleiten von der Realität in die Halluzination. Gerade Letzteres sorgt für die wohl gelungensten Situationen des gesamten Films.


War wohl spät gestern...
Mit fortlaufender Spielzeit gerät „Oculus“ schlicht zu austauschbar und plakativ in seinem Grusel, als das er sich nachhaltig im Gedächtnis festsetzen könnte. In einem Punkt geht Flanagan dann jedoch relativ geschickt vor: Rückblenden auf die Geschehnisse der Vergangenheit und der aktuelle Psychoterror werden parallel vorgetragen, überlappen sich immer wieder und sorgen so für ein schwungvolles Tempo. Narrativ zeigt sich der Film erstaunlich spritzig und abgeklärt, obwohl er de facto eigentlich nichts erzählt, was jetzt wahnsinnig interessant wäre. So wird einer 08/15-Geisterbahn mehr Leben eingehaucht, als ihr eigentlich zustehen würde. Handwerklich und darstellerisch wird sich ohnehin grundsolide präsentiert, da mag man kaum großartig kritisieren. In den Bereichen wurde man schon weitaus dürftiger bedient, speziell in dem Genre und bei der Größenordnung der Produktion. So verhältnismäßig beliebig „Oculus“ in den meisten Belangen ist, er hat seine Momente. Einzelne Szenen sind effektiv in Szene gesetzt, insbesondere das Ende verfehlt seine Wirkung nicht gänzlich, ohne für Begeisterungsstürme zu sorgen. Bedauerlich, wie durchgekaut und unzählige Male wiederholt der Rest dagegen wirkt. Aufgrund seiner Vorzüge hätte der Film vielleicht das Zeug gehabt, als kleine Empfehlung bestehen zu können. Es gibt definitiv ödere und nutzlosere Vertreter, doch mehr als graues Mittelmaß springt hier – bei Berücksichtigung aller Aspekte - schlussendlich auch nicht heraus.


Für Leute, die sich zwanghaft jeden Haunted-House, -Spiegel oder was auch immer Beitrag geben müssen oder eben das sehr selten tun, ist „Oculus“ bestimmt keine komplette Enttäuschung. Die Einen haben schon deutlich größeren Mist gesehen, die Anderen werden sich vielleicht leichter erschrecken lassen und nicht behaupten können, alles schon dutzendfach gesehen zu haben. Gestandene Genrefreunde verpassen eher nichts, das Wort Zeitverschwendung wäre dann doch zu hart. Typischer Fall von „geht so“.

5 von 10 schmackhaften Leuchtkörpern

Review: RIDDICK - "There are bad days..."

Keine Kommentare:


Fakten:
Riddick (Riddick – Dead Man Stalking)
USA. 2013. Regie und Buch: David Twohy. Mit: Vin Diesel, Matt Nable, Katee Sackhoff, Jordi Molla, Dave Bautista, Raoul Trujillo, Bokeem Woodbine, Conrad Pla, Neil Napier, Noah Darby, Nolan Gerard Funk, Karl Urban u.a. Länge: 119 Minuten. FSK: freigegeben ab 16 Jahren. Ab 14. Februar 2014 auf DVD und Blu-ray erhältlich.


Story:
Eigentlich war Riddick einmal König der Necromonger, doch nach einem Verrat sitzt er auf einem lebensfeindlichen Planeten fest. Nachdem er sich mit der einheimischen Tierwelt vertraut gemacht und sich so gut es geht mit der Situation zurecht gefunden hat, findet er eine Möglichkeit die fremde Einöde zu verlassen, doch dies ruft zwei Gruppen von Kopfgeldjägern auf den Plan.





Meinung:
Die Notwendigkeit eines weiteren Films mit Vin Diesel als brummender Antiheld Richard B. Riddick lässt sich nicht so ganz klären, ohne dass die Vermutung aufkommt, Regisseur David Twohy und sein Star wollten sich versuchen zu profilieren. Twohy läuft dem Erfolg schon seit Jahren hinterher und Vin Diesel war so gut wie abgeschrieben, bis er wieder ins „Fast & Furious“-Franchise einstieg. Abseits von der PS-Action sieht es für ihn aber auch eher mau aus. Gut also, dass es da ja noch diesen Riddick gibt. Interessant dabei ist allerdings, dass obwohl die Figur bereits Trickfilme, Comics und Videospiele heimsuchte, sie im Kino eher marginale Erfolge feierte. Nachdem kleinen Überraschungs-Hit „Pitch Black – Planet der Finsternis“, in dem Riddick zwar eine Attraktion war, nicht aber den Film bestimmte, kam „Riddick – Chroniken eines Kriegers“, der seinem Budget von über 100 Millionen Dollar wohl noch heute hinterherläuft. Dass mit „Riddick“ im Jahr 2013 dennoch ein dritter Realfilmauftritt des ewig flüchtenden Kämpfers entstand ist deswegen durchaus etwas verwunderlich. Zumindest hat „Riddick“ nur einen Bruchteil von „Chroniken eines Kriegers“ gekostet und das sieht man dem Film auch an. Aber die oftmals eher notdürftig wirkenden Spezialeffekte sind gewiss nicht daran schuld, dass der letzte Filmauftritt des angeblichen Kultcharakters ziemlicher Murks ist.



It's Western-Time... in Space
Bereits in den ersten zehn Minuten macht David Twohy und Vin Diesel klar, dass Richard B. Riddick einfach die dicksten Eier hat. Wo andere Macho-Helden  ihre Männlichkeit péu a péu beweisen wird dem Zuschauer hier bereits im Epilog ohne Scheu vor maskuliner Penetranz aufgetischt welche krassen Instinkte und Kräfte der Glatzkopf besitzt. Bekannte Überlebensexperten wie Rüdiger Nehberg oder Bear Grylls sind feige Pussys im direkten Vergleich. Problem bei dieser zur Schaustellung von Riddicks „Talenten“: das alles ist so exorbitant grimmig, dass es mit ein bisschen Ironie problemlos als einfache aber gut funktionierende Parodie auf Machismen durchgehen würde. Wie es aber nun im Film dargeboten wird, so absolut frei von entlarvendem (freiwilligem) Humor, wirkt „Riddick“ nicht nur freud- und belanglos, sondern vor allem auch hochgradig peinlich. Natürlich steckt darin auch ein Weg das Publikum zu unterhalten, aber diese schläfrige Sci-Fi-Revue aus Testosteron, billigen Tricks und Tempolosigkeit gelingt dies nicht.



Riddick und sein Zebrahyänenhündchen
Das liegt an verschiedenen Faktoren. Da wäre das reine Erzählen, der überaus schwammigen Geschichte: ein einziges Ärgernis. Viel zu lange verweilt Twohy damit dem Titelhelden beim Überleben zu zusehen, ohne dabei wirklich eine passende und eindrucksvolle Stimmung zu generieren. Riddick gelingt eben alles, sogar als Hundeprofi ist er erfolgreich im Einsatz, wobei es besser ein Satz heißen sollte, denn wie solche harten Burschen nun mal sind, redet er nicht viel und wenn dann höchstens im Off. Dann lässt er Worthülsen von sich, die jeder vernünftigen Beschreibung trotzen. Es ist dieses borniert männliche was die Figur Riddick hier so unwahrscheinlich lachhaft wirken lässt – zumindest in seinem letzten Kinoausflug. Aber irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit, die immerhin ein paar nette optische Qualitäten parat hält, bekommt Riddick dann doch noch Besuch auf dem namenlosen Planeten: Kopfgeldjäger, gleich zwei Parteien davon. Auch diese sind grob skizziert und bedienen alle bekannten Chauvi-Plattitüden. Ein Kontrast zur Figur des Helden? Unauffindbar. Sogar die einzige Frau im Film darf als Kampflesbe beweisen, wie man mit breiten Schultern und dicken Wummen durchs Leben geht. Aber keine Sorge, so ein geiler Typ wie Riddick kriegt jede die er will, auch eine Lesbe.



Riddick wäre mal lieber nicht wieder aufgetaucht
Die Konfrontation zwischen Riddick und seinen Jägern lässt dann zwar auch weiter auf sich warten, aber immerhin gibt es dann mehr zu sehen als einen aufgeblasenen Hautköpfler, der mit seinem Zebrahyänenhündchen durch die Einöde eines lebensfeindlichen Planeten stapft. Wenn es dann aber endlich, endlich, endlich dazu kommt, dass die Kopfgeldjäger von Riddick dezimiert werden, greift David Twohy auf übliche Hausmannskost zurück. Aber diese Passagen sind schnell vorbei, was überaus erfreulich ist, war der vorherige Teil doch an Zähigkeit kaum zu überbieten. Fast könnte der Film nun zu Ende sein, doch dieser Wunsch bleibt ungehört. Was folgt lässt sich am ehesten als „Pitch Black“-Kopie beschreiben. Spätestens hier lässt es sich einfach nicht mehr leugnen, das Autor und Regisseur Twohy keine echten Ideen in diesen Film investierte – wobei er noch nie als sonderlich kreativer Autor und Regisseur galt. „Riddick“ ist ganz einfach faules Genre-Kino. Ein Film, der seine Makel versucht mit angeschwollenen Testikeln zu kompensieren. Eine zur Schaustellung von den plumpen Peinlichkeiten, die einem der Film als stilistische Science-Fiction zu servieren versucht.


Vor knapp zehn Jahren, als Richard B. Riddick zum ersten Mal in Erscheinung trat und durch seine eher zurückhaltend eingesetzt Präsenz überzeugte, war wohl nicht abzusehen dass Vin Diesel und David Twohy es schaffen würde, diese höchstsimple Figur so hemmungslos auszuschlachten, dass einem der Antiheld mit den Nachtsichtaugen fast schon leid tun kann. Versagte „Riddick –Chroniken eines Kriegers“ durch seine ausschweifende, unharmonische Welt, so gibt der dritte und hoffentlich letzte Teil derReihe seinem Titelhelden jetzt dank eines maßlos unkreativen, chauvinistischen und reizlosen Scripts und Inszenierung den finalen Todesstoß. „There are bad days – and then, there are legendary bad days“ sagt Riddick zu Beginn. Ähnlich verhält es sich auch mit diesem Film. Es gibt schlechte Filme und es gibt besonders schlechte Filme. „Riddick“ gehört wohl eher zur zweiten Kategorie.


1,5 von 10 Giftskorpionamphibien

Trailerpark: Neuer Trailer zu RIDDICK ist da

Keine Kommentare:



Ein neuer Trailer zum Sequel von "Riddick - Chroniken eines Kriegers" wurde veröffentlicht. Fans von Vin Diesel ("Der Babynator", "Fast & Furious 5") und der Sci-Fi-Reihe rund um Richard D. Riddick, dem kompromisslosen Glatzkopf mit den Nachtsichtaugen, sollten sich schon mal den 5. September merken, dann startet "Riddick" in unseren Kinos. Neben Diesel sind auch Karl Urban ("Dredd", "Star Trek Into Darkness"), Katee Sackhoff ("Battlestar Galactica"), Bokeem Woodbine ("Ray", "Total Recall") und der ehemalige Wrestler Dave "Batista" Bautista ("The Man with the Iron Fists") zu sehen. Für Regie und Buch zeichnet sich wie auch bei den Vorgängern David Twohy verantwortlich.





Hier noch schnell die offizielle Synopsis:

T
he infamous Riddick has been left for dead on a sun-scorched planet that appears to be lifeless. Soon, however, he finds himself fighting for survival against alien predators more lethal than any human he's encountered. The only way off is for Riddick to activate an emergency beacon and alert mercenaries who rapidly descend to the planet in search of their bounty.

The first ship to arrive carries a new breed of merc, more lethal and violent, while the second is captained by a man whose pursuit of Riddick is more personal. With time running out and a storm on the horizon that no one could survive, his hunters won't leave the planet without Riddick's head as their trophy.